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Im Endeffekt ist mir das alles ziemlich wurscht. Ich habe damals nicht gelebt und mir ist das hier und heute wichtig.
Im Prinzip ist das auch eine vernünftige Haltung. Das Problem ist nur, dass das Hier und Heute maßgeblich davon beeinflusst wird, wie wir mit unserer Geschichte umgehen. Götz Kubitschek, der Chef des Antaios-Verlages aus Schnellroda, hat dazu mal sinngemäß gesagt, dass die Art und Weise, wie wir mit unserer Geschichte umgehen, direkte Auswirkungen darauf hat, wie wir mit den Herausforderungen der Gegenwart umgehen.

Er stellt nicht die Frage, ob, sondern wie man an die Nazizeit erinnern sollte. Es geht nicht ums Vergessen, Leugnen oder Relativieren, sondern um die Frage, ob das Gedenken an diese Zeit ein vernichtendes oder ein gedeihliches Urteil über uns Deutsche beinhaltet. Wenn wir Deutschen uns selbst nicht achten und nicht stolz auf unser Volk und auf unser Land sein können, dann werden wir tendenziell immer Entscheidungen treffen, die unvernünftig sind und die eben nicht das Wohl unseres Volkes zum Ziel haben, z.B. die Entscheidung, das Land mit über einer Million Migranten zu fluten und die Grenzen eben nicht dicht gemacht zu haben. Oder die Entscheidung, unserer Wirtschaft und unserer Autoindustrie nur aufgrund einer abstrakten Klimahysterie massiven Schaden zuzufügen.

Beide Entscheidungen (und darüber hinaus auch noch andere) sind davon geprägt, dass wir Deutschen uns permanent ein schlechtes Gewissen einreden und Entscheidungen treffen, die allen möglichen anderen Leuten gefallen könnten, ohne selbstbewusst und stolz uns selbst an die erste Stelle zu stellen.

Und Frank-Walter Steinmeier, immerhin das deutsche Staatsoberhaupt, schlägt in genau diese Kerbe und vollzieht jedes Mal zu solchen Anlässen eine Art Selbstgeißelung, die es so in keinem anderen Land auf dieser Welt geben würde. Jedes andere Staatsoberhaupt egel welchen Landes würde immer einen gesunden Patriotismus vorleben, so wie es sein soll.
 

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Im Prinzip ist das auch eine vernünftige Haltung. Das Problem ist nur, dass das Hier und Heute maßgeblich davon beeinflusst wird, wie wir mit unserer Geschichte umgehen. Götz Kubitschek, der Chef des Antaios-Verlages aus Schnellroda, hat dazu mal sinngemäß gesagt, dass die Art und Weise, wie wir mit unserer Geschichte umgehen, direkte Auswirkungen darauf hat, wie wir mit den Herausforderungen der Gegenwart umgehen.

Er stellt nicht die Frage, ob, sondern wie man an die Nazizeit erinnern sollte. Es geht nicht ums Vergessen, Leugnen oder Relativieren, sondern um die Frage, ob das Gedenken an diese Zeit ein vernichtendes oder ein gedeihliches Urteil über uns Deutsche beinhaltet. Wenn wir Deutschen uns selbst nicht achten und nicht stolz auf unser Volk und auf unser Land sein können, dann werden wir tendenziell immer Entscheidungen treffen, die unvernünftig sind und die eben nicht das Wohl unseres Volkes zum Ziel haben, z.B. die Entscheidung, das Land mit über einer Million Migranten zu fluten und die Grenzen eben nicht dicht gemacht zu haben. Oder die Entscheidung, unserer Wirtschaft und unserer Autoindustrie nur aufgrund einer abstrakten Klimahysterie massiven Schaden zuzufügen.

Beide Entscheidungen (und darüber hinaus auch noch andere) sind davon geprägt, dass wir Deutschen uns permanent ein schlechtes Gewissen einreden und Entscheidungen treffen, die allen möglichen anderen Leuten gefallen könnten, ohne selbstbewusst und stolz uns selbst an die erste Stelle zu stellen.

Und Frank-Walter Steinmeier, immerhin das deutsche Staatsoberhaupt, schlägt in genau diese Kerbe und vollzieht jedes Mal zu solchen Anlässen eine Art Selbstgeißelung, die es so in keinem anderen Land auf dieser Welt geben würde. Jedes andere Staatsoberhaupt egel welchen Landes würde immer einen gesunden Patriotismus vorleben, so wie es sein soll.
Patriotismus auf der einen Seite ist gut und schön, aber wo ziehst du dann die Grenze zu Nationalismus? Das ist immer so leicht gesagt, aber dieser Begriff ist so schwammig, dass man dabei eben höllisch aufpassen muss, dass das nicht in einen nationalistischen Zungenschlag verfällt, der dann nur die Falschen motiviert und erfreut. Deshalb wird darauf vielleicht auch verzichtet um diese Gefahr schon im Keim nicht heraufzubeschwören
 

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Und wir Deutschen haben es ja leider mehrfach in unserer Geschichte nicht geschafft, einen gesunden Patriotismus zu haben, sondern eben sowohl vor dem 1. und vor dem 2. Weltkrieg ist das , durch Demagogen angestachelt, leider in Nationalismus umgekippt mit den furchtbaren Folgen für unser Land und die gesamte Welt
 

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Und wir Deutschen haben es ja leider mehrfach in unserer Geschichte nicht geschafft, einen gesunden Patriotismus zu haben, sondern eben sowohl vor dem 1. und vor dem 2. Weltkrieg ist das , durch Demagogen angestachelt, leider in Nationalismus umgekippt mit den furchtbaren Folgen für unser Land und die gesamte Welt
Aber nur wegen ein paar Irren sich Stolz und Patriotismus verbieten lassen kann es ja wohl auch nicht sein!
 

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Aber nur wegen ein paar Irren sich Stolz und Patriotismus verbieten lassen kann es ja wohl auch nicht sein!
Ja, aber dafür muss man die ,,paar Irren'' auch gesellschaftlich ächten und ihnen klar die Grenzen aufzeigen und sie so ins gesellschaftliche Abseits stellen und ihnen nicht noch Plattformen bieten, wo dann verschwörungstheoretische Abhandlungen dargeboten werden wie aktuell zum Beispiel im Rahmen der Coronakrise
 

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Ja, aber dafür muss man die ,,paar Irren'' auch gesellschaftlich ächten und ihnen klar die Grenzen aufzeigen und sie so ins gesellschaftliche Abseits stellen und ihnen nicht noch Plattformen bieten, wo dann verschwörungstheoretische Abhandlungen dargeboten werden wie aktuell zum Beispiel im Rahmen der Coronakrise
Also ich habe gerade den #Presseclub gesehen und war einigermassen entsetzt..da musste Robin Alexander seinen Kollegen ernsthaft erklären, dass der Staat sich dafür zu rechtfertigen hat wenn und warum etwas geschlossen wird und bleibt - und nicht umgekehrt. Da frohlockt dann eine Journalistin vom Handelsblatt " Wir werden auch wieder eindämmen müssen" .woher genau sie das weiss bleibt ihr Geheimnis ...ich frage mich woher kommt eigentlich die Begeisterung der Journalisten dass uns alles verboten und genommen wird? Ich verstehe das echt nicht. Robin Alexander war der einzig vernünftige in dieser Runde.
 

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Also ich habe gerade den #Presseclub gesehen und war einigermassen entsetzt..da musste Robin Alexander seinen Kollegen ernsthaft erklären, dass der Staat sich dafür zu rechtfertigen hat wenn und warum etwas geschlossen wird und bleibt - und nicht umgekehrt. Da frohlockt dann eine Journalistin vom Handelsblatt " Wir werden auch wieder eindämmen müssen" .woher genau sie das weiss bleibt ihr Geheimnis ...ich frage mich woher kommt eigentlich die Begeisterung der Journalisten dass uns alles verboten und genommen wird? Ich verstehe das echt nicht. Robin Alexander war der einzig vernünftige in dieser Runde.
Ich zähle Robin Alexander aber auch nicht zu den Verschwörungstheoretikern
Da kursieren aber genug andere, die ich da, wieder nur subjektiv meine Meinung, dazuzähle. Beispiel (unabhängig von Corona): Impfgegner mit absurden Thesen, die das massenhaft verbreiten

Diese Leute gehören diesbezüglich ins gesellschaftliche Abseits gestellt, weil es hanebüchener Unsinn ist, der extrem gefährlich ist bzw. sein kann und unendlich viel Leid bringen kann und teils auch tut
 

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Eine Sache vorweg, die ich zu 100% ernst meine und die ganz ohne Zynismus oder Sarkasmus gemeint ist: Schön, dass hin und wieder auch andere User den Weg hier in den Politik-Thread finden. (y)

Patriotismus auf der einen Seite ist gut und schön, aber wo ziehst du dann die Grenze zu Nationalismus? Das ist immer so leicht gesagt, aber dieser Begriff ist so schwammig, dass man dabei eben höllisch aufpassen muss, dass das nicht in einen nationalistischen Zungenschlag verfällt, der dann nur die Falschen motiviert und erfreut. Deshalb wird darauf vielleicht auch verzichtet um diese Gefahr schon im Keim nicht heraufzubeschwören
Das kann ich ganz einfach beantworten und ich finde auch nicht, dass das schwammig ist, sondern beide Begriffe sind klar umrissen und unterscheiden sich ziemlich deutlich voneinander: Patriotismus ist die Liebe zum Eigenen bei gleichzeitiger Wertschätzung und Respekt vor anderen Nationen und Völkern. Nationalismus ist die Überhöhung des Eigenen und die Abwertung des Anderen, also z.B., dass man sagt "Ich bin Deutscher und nur weil ich Deutscher bin, bin ich automatisch besser als alle anderen." Das ist Nationalismus und das lehne ich natürlich ganz klar ab. Wir sind nicht besser als andere, aber eben auch nicht schlechter. Auch wir Deutschen sollten ein Recht darauf haben, stolz auf unser Land und unser Volk zu sein, ohne dass gleich der Verweis auf Nationalismus kommt.

Und wir Deutschen haben es ja leider mehrfach in unserer Geschichte nicht geschafft, einen gesunden Patriotismus zu haben, sondern eben sowohl vor dem 1. und vor dem 2. Weltkrieg ist das , durch Demagogen angestachelt, leider in Nationalismus umgekippt mit den furchtbaren Folgen für unser Land und die gesamte Welt
Hier stimme ich völlig zu und daran sieht man eben auch, dass Nationalismus katatrophale Folgen haben und großes Leid über viele Menschen bringen kann. Gerade deshalb ist es ja so wichtig, zwischen Patriotismus und Nationalismus zu unterscheiden und darauf aufzupassen, dass gesunder Patriotismus nicht in Nationalismus umschlägt. Das kann man ganz einfach daran erkennen, was ich weiter oben schrieb: Wenn man anfängt, andere abzuwerten, dann besteht die Gefahr, dass das Ganze in Nationalismus umschlägt, aber dazu muss es ja nicht kommen.
 

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Von der Leyen erwägt, Verfahren gegen Deutschland einzuleiten


Die deutsche EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen befindet sich in einer Zwickmühle, seit das Bundesverfassungsgericht sich gegen den Europäischen Gerichtshof gestellt hat. Aber sie hat eine klare Meinung zum Disput über die Staatsanleihenkäufe der EZB.


Nach dem umstrittenen Karlsruher Urteil zur Europäischen Zentralbank (EZB) prüft EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland. Dies geht aus einem Brief von der Leyens an den Grünen-Europapolitiker Sven Giegold hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Ich nehme diese Sache sehr ernst“, heißt es in dem Brief vom Samstag.
Das Bundesverfassungsgericht hatte am Dienstag die milliardenschweren Staatsanleihenkäufe der EZB beanstandet und sich damit erstmals gegen ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gestellt.
Anders als der EuGH entschieden die Karlsruher Richter, die Notenbank habe ihr Mandat überspannt. Das EuGH-Urteil nannten sie „objektiv willkürlich“ und „methodisch nicht mehr vertretbar“.

Giegold hatte die EU-Kommission deshalb aufgefordert, ein Vertragsverletzungsverfahren einzuleiten. Von der Leyen bekräftigte in ihrer Antwort an den Europaabgeordneten, das deutsche Urteil werde derzeit genau analysiert, fügte aber bereits an: „Auf der Basis dieser Erkenntnisse prüfen wir mögliche nächste Schritte bis hin zu einem Vertragsverletzungsverfahren.“
Das Urteil des Verfassungsgerichts werfe Fragen auf, die den Kern der europäischen Souveränität berührten, hieß es in dem Schreiben. Die Währungspolitik der Union sei eine ausschließliche Zuständigkeit. EU-Recht habe Vorrang vor nationalem Recht, und Urteile des EuGH seien für alle nationalen Gerichte bindend.
„Bundesverfassungsgericht nötigt die Bundesregierung in einen Konflikt“
„Das letzte Wort zum EU-Recht hat immer der Europäische Gerichtshof in Luxemburg“, schrieb von der Leyen. Die EU sei eine Werte- und Rechtsgemeinschaft, die die EU-Kommission jederzeit wahren und verteidigen werde. Nach EU-Recht ist das die Zuständigkeit der Brüsseler Behörde: Sie ist die „Hüterin“ der EU-Verträge und muss Verstöße ahnden. Leitet sie ein Verfahren wegen Verletzung der Verträge ein, kann dies wiederum vor dem EuGH landen.





Giegold, Sprecher der deutschen Grünen-Abgeordneten und Obmann der Grünen im Währungsausschuss des Europaparlaments, sagte am Samstag, ihm gehe es nicht um einfache Kritik am Bundesverfassungsgericht. Doch bedrohe der Streit zwischen Karlsruhe und Luxemburg die europäische Rechtsgemeinschaft.


„Das Bundesverfassungsgericht nötigt die Bundesbank sowie Bundesregierung und Bundestag in einen Konflikt mit der EZB“, schrieb der Grünen-Politiker. Deshalb müssten sich alle EU-Institutionen eindeutig hinter den Europäischen Gerichtshof stellen. Als Hüterin der Verträge müsse die Kommission ein Verfahren einleiten.
Der Europaabgeordnete sieht mit dem Urteil die Stabilität der Währungsunion gefährdet. Zudem wirke es wie eine Einladung an Gerichte anderer Staaten, den Europäischen Gerichtshof zu umgehen. Giegold ist mit seiner Urteilsschelte nicht allein. Die SPD-Europapolitikerin Katarina Barley sprach in der „Passauer Neuen Presse“ von einem fatalen Signal. Der Europarechtler Franz Mayer verglich das Urteil mit einer „Atombombe“.
 

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Ach..es wird mal wieder mit der Lupe gesucht und schwupps wird Kemmerich als angeblicher "Nazi" der FDP durchs Dorf getrieben

Selten so einen Quatsch gelesen. Wieso ist eine Meinung automatisch falsch nur weil sie auch von angeblich " Rechten" geteilt wird?
Das ist, falls man überhaupt noch welche gebraucht hat, ein weiterer Beweis dafür, dass wir mittlerweile in einer Gesinnungsdiktatur leben. Wer mit den vermeintlich "falschen" Leuten Kontakt hat, ist angeblich ein ganz Böser, wer z.B. in sozialen Medien von den vermeintlich "Falschen" Zustimmung bekommt, ist genau so böse. Das ist leider alles nichts Neues. Trauriger Höhepunkt für mich bisher war der Fall von Hans Joachim Mendig, der Chef der hessischen Filmförderung, der zusammen mit AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen Mittag gegessen hatte und prompt gekündigt wurde. Aber wir haben Meinungsfreiheit in Deutschland, na klar. :rolleyes:
 

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Corona Zoff bei Anne Will


Denn, so der Jurist Kubicki: „Man kann nicht etwas verbieten, nur weil andere nicht die gleichen Möglichkeiten zur Eröffnung haben!“

„Ich bin nicht bin nicht nur ein begeisterter Fußballanhänger“, schiebt der Politiker Kubicki noch hinterher. „Ich glaube auch, dass es zur Nervenberuhigung von vielen, vielen Menschen beitragen wird, wenn sie wenigstens im Fernsehen am Samstagnachmittag wieder Fußballspiele sehen können!“

Denn, ganz ehrlich: „Mich nerven die Konserven von der letzten WM auch schon ganz mächtig!“



Dann springt das Zoff-o-Meter an


Dabrock sagt, auch er sei Fußballfan, habe aber ein Problem damit, „dass die Testkapazitäten, von denen natürlich die Bundesliga behauptet, dass sie reichlich vorhanden sind…“

„Das ist ja auch so!“ funkt Kubicki dazwischen.

„…nicht gezielt zu hundert Prozent in die systemrelevanten Bereiche und in die Bereiche hineingehen, in denen Menschen seit Wochen schwerste Grundrechtseinschränkungen erfahren“, kritisiert der Professor. „Beispielsweise in den Altenheimen!“
„Momentan wird ja die Hälfte der Kapazitäten gar nicht genutzt!“ widerspricht Kubicki.

Der Ethiker lässt sich nicht beirren: „Im Grunde haben wir keine freien Testkapazitäten“, schimpft er, „sorgen aber dafür, dass die doch zur Bundesliga hingezogen werden!“

„Stimmt ja gar nicht!“ sagt Kubicki.

Der Professor wirkt etwas überrascht, wettert aber erst mal weiter: „Ja, dann ist es so, dass die Menschen den Eindruck haben, hier gibt es eine Vorzugsbehandlung. Wir haben offensichtlich keinen Masterplan!“



Salomonischstes Urteil


Die Ministerpräsidentin übernimmt die Schiedsrichterfunktion: „Ich hätte (bei der Bundesliga) niemals zugestimmt, wenn wir nicht zeitgleich alle möglichen anderen Öffnungen beschlossen hätten!“ sagt sie klipp und klar.

Und: „Wenn der Fußball das einzige gewesen wäre, wäre es überhaupt gar nicht zu erklären. Aber wir haben in vielen Bereichen geöffnet, und wir tun es Schritt für Schritt weiterhin. Wir haben genug Testkapazitäten.“ Und Punkt!
„Wir müssen die Eigenverantwortung so durchführen, dass es wirklich auch eine gebildete Eigenverantwortung ist“, verlangt Ethikprofessor Dabrock.

Hm - gebildete Eigenverantwortung? Das wollen Will und Kubicki genauer erklärt haben. „Ich meine, dass wir ganz offensiv darüber nachdenken müssen, wenn sich so ein krudes Gebräu auftut, was die Extreme der Gesellschaft zusammenführen kann“, verdeutlicht der Ethiker.
Ihn irritiere „das große Potential von Menschen, die dafür empfänglich sind“, sagt der Professor über die umlaufenden Verschwörungstheorien.

Allerdings: „Die Attilas und Kens und Xaviers der Gesellschaft, die kriegen wir sowieso nicht“, sagt er über die umstrittenen Fakepropheten Hildmann, Jebsen und Naidoo. Aber die, die ihnen nachliefen, müsse man schnellstmöglich zurückgewinnen, bevor sich gefährliche Vorstellungen bei zu vielen Menschen verfestigten.

„Mir blutet auch das Herz!“ berichtet Dreyer. „Ich war vor zwei Tagen seit langer, langer Zeit zum ersten Mal wieder meine Mutter besuchen. Sie hatten einen Covid-Fall in ihrem Seniorenheim, und es war kein Besuch möglich.“


Die bewegende Schilderung der Ministerpräsidentin: „Da war eine Scheibe dazwischen, und sie haben die Wege getrennt, Besucherweg und Bewohnerweg, und natürlich alle mit Masken. Es war total berührend, und ungewöhnlich, dass man seine eigene Mutter nicht anfassen kann. Das ist wirklich eine ganz, ganz harte Situation.“




Auch Kubicki ist deutlich betroffen: „Meine Frau hat ihre Mutter sieben Wochen lang nicht gesehen“, erzählt er. „Die Menschen waren sieben Wochen lang nur in ihren Zimmern. Das ist wie Einzelhaft!“

Besonders schlimm: „Außenkommunikation auch kaum möglich!“ erklärt der Bundestagsvizepräsident. „Meine Schwiegermutter ist dement, sie kann nicht telefonieren. Dass Angehörige sechs oder sieben Wochen lang nicht kontrollieren können, was mit ihren Angehörigen ist, das treibt Menschen wirklich fast in den Wahnsinn. 25 Prozent der infizieren über 80jährigen sterben!“

Priesemann glaubt, dass man mit den Lockerungen ruhig noch zwei oder drei Wochen hätte warten sollen, auch um Planbarkeit für Bürger und Wirtschaft zu schaffen. FDP-Politiker Wolfgang Kubicki will dagegen auf Eigenverantwortung setzen: „Menschen müssen für sich selbst sorgen. Wenn jemand Angst hat, soll er eben zu Hause bleiben“, sagte der Bundestagsvizepräsident etwas salopp.
Kubicki, der sich in den vergangenen Wochen mehrfach kritisch zu den Daten des Robert-Koch-Instituts geäußert hatte, kam auch bei diesem Talk nicht ohne eine flapsige Bemerkung in Richtung der Wissenschaft aus: „Ich weiß nicht, was ich mit der R-Zahl von 1,1 oder 1,13 anfangen soll.“ Er sei sich nicht sicher, ob die zugrundeliegenden Daten plausibel seien.

Dafür hagelte es im Netz reichlich Kritik – zum Beispiel vom CDU-Bundestagsabgeordneten Matthias Hauer: „Aha, also Nicht-Wissen als Grundlage für eine Forderung nach Lockerungen“, twitterte der Politiker empört zu Kubickis Aussage.

Wolfgang Kubicki ist eigentlich ein Geschenk für das Format Talkshow. Der 68-Jährige macht den Eindruck, kleine Provokationen bereiten ihm Vergnügen. Kubicki ist einer, der sich nichts vorschreiben lässt, in diesem Sinne ein Parade-FDPler. Dabei schlittert er gerne an die imaginäre Grenze des Gerade-noch-so-Sagbaren heran. Manchmal überschreitet er sie auch. Seine Anhänger lieben ihn vermutlich dafür, der Rest schüttelt den Kopf oder regt sich fürchterlich auf. Beides dürfte ganz in seinem Sinne sein.

Beispiel aus der Anne-Will-Sendung mit der Frage "Deutschland macht sich locker - ist das Corona-Risiko beherrschbar?". Kubickis Antwort lautet durchgehend: Ja. Unter anderem deshalb, weil die Menschen in Deutschland eigenverantwortlich handeln könnten. Konkret: "Wenn jemand Angst hat, soll er zu Hause bleiben."
Kubicki fährt fort: "Wenn jemand Sorge hat, dass im Altersheim was passiert, soll er seine Angehörigen nicht besuchen." Auch dieser Satz klingt fantastisch, bis man die Bilder sieht, von einsamen, isolierten Senioren. Kubicki ist sogar selbst betroffen, seine demente Schwiegermutter durfte sieben Wochen lang ihr Zimmer nicht verlassen, aufgrund der Krankheit kann sie auch nicht telefonieren. "Das ist wie Einzelhaft", sagt Kubicki. Da beschreibt er auch das Dilemma, in dem Angehörige stecken, wenn sie Angst haben, das Virus in ein Heim zu tragen, aber gleichzeitig Mutter oder Vater nicht alleine lassen wollen.
Kubickis Beitrag dazu ist kubickihaft: Er zweifelt einfach die Zahlen des Robert-Koch-Instituts an. Von dort hieß es, dass die Reproduktionszahl des Virus wieder über dem kritischen Wert 1,0 liege, bei 1,13. Das heißt, dass ein Infizierter mehr als einen Menschen ansteckt. Das könnte als Ergebnis der ersten Lockerungen vor zwei Wochen interpretiert werden. Kubicki erklärt, er wisse nicht, was er mit dieser Zahl anfangen solle. Diese sei eine Schätzzahl und als Jurist müsse man prüfen, ob die Annahmen für die Schätzung plausibel seien. Seine Antwort: Nein! Leider ist niemand in der Sendung, der diesen Vorwurf einordnet. Dass ein Politiker sonntagabends vor einem Millionenpublikum eine Bundesoberbehörde unwidersprochen so diskreditiert, ist irritierend. Auch Malu Dreyer erklärt, Wochenend-Zahlen seien zuletzt mitunter fehlerhaft gewesen.
 

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#Einzelfall

Das Verbrechen im Dezember 2016 hatte zu monatelangen Protesten und sogar Morddrohungen geführt.

Cottbus – Das Landgericht Cottbus hat einen jungen Mann vom Vorwurf des Raubmords an einer Rentnerin (82) freigesprochen.

„Das Gericht hat Zweifel an der Schuld des Angeklagten“, sagte Gerichtssprecherin Susanne Becker (49) zu BILD. „Es war ein reiner Indizienprozess, Tatzeugen gab es nicht.“

Einziger Hinweis war eine DNA-Spur des Syrers an der Kleidung der Ermordeten. „Aber die DNA hätte sich auch aus dem Treppenhaus auf die Kleidung übertragen können“, so die Sprecherin, „beide wohnten im selben Aufgang.“

Dazu kommt Polizei-Versagen. „Die Spurensicherung war laut Sachverständigen fehlerhaft“, sagte Becker, „der Tatort war bei Eintreffen der Polizei schon durch Rettungskräfte verändert worden. Im Zweifel ist der Angeklagte freizusprechen.“
Gefesselt und mit einer Tüte über dem Kopf fand ihr Bruder die Rentnerin Ende 2016 in ihrer Cottbuser Wohnung. Die alte Dame wurde offenbar erstickt, alle Schränke und Schubladen waren durchwühlt. Ein grausamer Raubmord. Drei Monate später nahm die Polizei einen jungen Syrer (damals 17) fest – dringender Tatverdacht! Die ganze Stadt war aufgebracht.

Es folgten monatelange Proteste auf Cottbuser Straßen und Plätzen. Als Oberbürgermeister Holger Kelch (52, CDU) zur Ruhe mahnte, erhielt er 500 Hass-Mails und drei Morddrohungen, wurde unter Polizeischutz gestellt.
Im Juni 2019 fällten BKA-Gutachter ein vernichtendes Urteil über die Ermittlungsarbeit der Cottbuser Kripo. Im Juli 2019 musste der Angeklagte wegen der überlangen Prozessdauer auf freien Fuß gesetzt werden. Das Landgericht hatte ihn aus der U-Haft mit der Begründung entlassen, eine weitere Haft sei angesichts des Alters des Angeklagten und der Tatsache, dass ein kurzfristiger Abschluss des Prozesses nicht absehbar sei, unverhältnismäßig. Der junge Syrer erschien weiter pünktlich zu jedem Gerichtstermin. Auch am Montag, nachdem die Staatsanwältin am 4. Mai zehn Jahre Haft gefordert hatte – die nach Jugendrecht mögliche Höchststrafe.
Nach der Urteilsverkündung verließ er als freier Mann den Saal. Doch die Staatsanwaltschaft und der Bruder des Opfers können noch Revision einlegen.


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Nein, die Armen..nun fordern sie auch noch Betreuung für zu Hause


Farouk Gazoglei (11) geht in die sechste Klasse einer Berliner Grundschule. Homeschooling ist eine Schwierigkeit für ihn und für seine drei jungen Brüder. „Es ist sehr schwer die Texte zu verstehen, weil so viele fremde Wörter darin sind“, erzählt Farouk.

Seine Eltern sprechen kaum Deutsch, sodass sie ihm sprachlich nicht helfen können. „Die Kinder brauchen dringend irgendeine Art von Betreuung und Hilfe zu Hause, sonst fallen sie zurück“, fürchtet Farouks Vater Muhammed Gazoglei (39).
Über Wochen waren die Schulen wegen der Corona-Krise komplett geschlossen, die Kinder auf Homeschooling angewiesen. Der kleine Farouk, der älteste der vier Brüder, kämpft mit seiner Aufgabe und hilft gleichzeitig auch noch seinen jüngeren Geschwistern, weil er der Einzige in der Familie ist, der fließend Deutsch spricht.
Die ganze Familie kam 2015 nach Deutschland. Die Eltern sind gebildet, Mutter Rana Agha (37) war Lehrerin in Aleppo, Vater Muhammed studierte Jura und arbeitete in einer Kommunikationsfirma.
gebildet..so so....

„Wir können den Kindern zum Beispiel in Mathematik helfen, aber in anderen Fächern nicht, weil wir selbst noch nicht so gut Deutsch können“, sagt Mutter Agha.

Online-Unterricht und Hausaufgaben würden nicht reichen, sagt sie. Sie macht sich Sorgen: „Die Kinder waren sehr gut in der Schule. Jetzt haben wir Angst, ob sie ihr Niveau halten können.“
In dem 30 Quadratmeter großen Wohnzimmer sitzen die Kinder auf dem Sofa, die Eltern auf dem Teppich. Der kleinste Sohn Youssuf Gazoglei (3) rennt pausenlos hin und her. Alle müssen ständig auf ihn aufpassen, damit er nichts kaputtmacht oder sich verletzt.

Abdulhalim Gazoglei (9) ist eher ruhiger als seine Brüder und schüchtern, er geht in die dritte Klasse. Er sei besonders gut in der Schule, aber nicht mehr fleißig, seit nur noch im Homeschooling gelernt wird, erzählen seine Eltern. „Ich vermisse meine Schule, aber ich habe auch Angst vor Corona“, sagt Abdulhalim leise.

Jihad Gazoglei (7) ist in der ersten Klasse. Er macht regelmäßig seine Hausaufgaben und lenkt sich ansonsten viel mit Videospielen ab. „Ich vermisse das Spielen mit meinen Freunden in der Schule“, sagt Jihad traurig. Doch Abdulhalim ermahnt ihn, dass es in der Schule Corona gebe: „Deswegen bleiben wir zu Hause.“
Ein Glück, dass Farouk ihnen beim Homeschooling helfen kann.

Aber Vater Muhammed macht sich Sorgen um Farouk und befürchtet, dass es alles zu viel stressig für den Grundschüler ist. „Er ist nur elf Jahre alt und er spielt Lehrer für seine Brüder.“ Das sei sehr schwierig, sagt Muhammed. „Wir sind echt hilflos, wir brauchen eine Betreuung für zu Hause“, fordert er.
 

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Nein, die Armen..nun fordern sie auch noch Betreuung für zu Hause






gebildet..so so....
Was hat das uns jetzt zu sagen vom Inhalt her außer Resentiments zu bedienen, Saraya?

Ist das irgendwas mit irgendeiner größeren Bedeutung, ich finde nicht.

Lass die doch einfach machen und spiel nicht die plumpe, meines Erachtens inhaltsleere, Empörungskeule.
Was haben die dezidiert gerade in diesem Beispiel falsch gemacht?

Und wo ist hier etwas politisch Relevantes, außer dem, dass damit gezielt versucht wird populistisch Stimmung zu machen nach dem Motto, die Leben in ner 90qm Wohnung und ich hab vielleicht nur 40qm, da wird auf ganz niedere Neidinstinkte abgezielt wie ich finde. Sonst ist da aber politisch rein gar nichts drin.
 

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Was hat das uns jetzt zu sagen vom Inhalt her außer Resentiments zu bedienen, Saraya?

Ist das irgendwas mit irgendeiner größeren Bedeutung, ich finde nicht.

Lass die doch einfach machen und spiel nicht die plumpe, meines Erachtens inhaltsleere, Empörungskeule.
Was haben die dezidiert gerade in diesem Beispiel falsch gemacht?
Naja, also sorry, aber seit 5 Jahren hier und angeblich ja so gebildet..aber deutsch immer noch mehr als spärlich..ein Kind haben sie auch noch Jihad genannt..man man..ich glaube nur die Deutschen glauben derartige Lebensläufe..und natürlich " lasse ich sie machen" ich kann es doch nicht verhindern..gut finden muss ich deshalb aber noch lange nicht. Und ja, mich empört das.
 

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Naja, also sorry, aber seit 5 Jahren hier und angeblich ja so gebildet..aber deutsch immer noch mehr als spärlich..ein Kind haben sie auch noch Jihad genannt..man man..ich glaube nur die Deutschen glauben derartige Lebensläufe..und natürlich " lasse ich sie machen" ich kann es doch nicht verhindern..gut finden muss ich deshalb aber noch lange nicht. Und ja, mich empört das.
Ja, das ist kein Ruhmesblatt, da geb ich dir recht, aber es ist Null politisch, sondern ein reiner Empörungsartikel ohne wirklichen relevanten Inhalt . Zielt nur auf Stimmungmache ab. Das find ich halt schwierig, wenn man nur Resentiments bedient ohne Inhalt
 

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Ja, das ist kein Ruhmesblatt, da geb ich dir recht, aber es ist Null politisch, sondern ein reiner Empörungsartikel ohne wirklichen relevanten Inhalt . Zielt nur auf Stimmungmache ab. Das find ich halt schwierig, wenn man nur Resentiments bedient ohne Inhalt
Politisch ist doch dass die überhaupt hier sein können, es sich in einer grossen Wohnung und in unserem Sozialsystem bequem machen und noch jammern...und im Laberthread will man ja solche Wahrheiten nicht lesen..
 

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Politisch ist doch dass die überhaupt hier sein können, es sich in einer grossen Wohnung und in unserem Sozialsystem bequem machen und noch jammern...und im Laberthread will man ja solche Wahrheiten nicht lesen..
Das mag ja sein, aber darum dreht sich dieser Artikel absolut Null und daher ist er reißerisch und inakzeptabel in seiner Form, weil hier nichts Inhaltliches steht, sondern nur plump Stimmung gemacht werden soll.
Und darf man mit Migrationshintergrund nicht jammern?
 

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Das mag ja sein, aber darum dreht sich dieser Artikel absolut Null und daher ist er reißerisch und inakzeptabel in seiner Form, weil hier nichts Inhaltliches steht, sondern nur plump Stimmung gemacht werden soll.
Und darf man mit Migrationshintergrund nicht jammern?
Das ist Deine Meinung. Ich finde ihn sehr wichtig und informativ und vielsagend.
 
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