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Discussion Starter #141
van Roost führte zunächst im ersten Satz mit Break. Sie konnte das aber nicht halten und Davenport gewann den ersten Satz mit 7-6 im Tiebreak. Man sollte meinen, dass die Amerikanerin danach leichtes Spiel haben würde, jedoch weit gefehlt. Die Belgierin drehte richtig auf, gewann den zweiten und dritten Satz und warf die Nummer zwei der Setzliste aus dem Turnier. Wie so oft nach einem Upset konnte van Roost aber nicht nachlegen und so war es die Qualifikantin Marta Marrero, die das offene Draw ausnutzt und ins Achtefinale einzog. Das Draw ganz unten wurde sogar noch offener, denn mit Amanda Coetzer schied eine weitere gesetzte Spielerin vorzeitig aus. Coetzer unterlag überraschend Rosanna de Los Rios, die in der Runde zuvor die French Open für Marlene Weingärtner beendet hatte und das mit 6-1 6-0 sogar recht deftig. Das war aber noch nicht alles an Überraschungen, denn auch Anna Kournikova verlor frühzeitig, sie schied gegen Sylvia Plischke in der zweiten Runde aus. Eigentlich hätte der Weg damit für Kim Clijsters frei sein sollen, die verlor jedoch etwas überraschend gegen Ai Sugiyama in der ersten Runde. Sugiyama war es dann auch, die das offene Draw für den Achtelfinaleinzug ausnutze. Einzig die Nummer 5 der Setzliste, Conchita Martinez, die im Vorfeld sich den Titel in Berlin geholt hatte, konnte als gesetzte Spielerin in die zweite Runde einziehen. Martinez hatte allerdings ziemliche Mühe gegen Doppelspezialistin Cara Blacck in Runde zwei. Gegen Silvia Farina-Elia gab sie sich jedoch keine Blösse und verteilte den Bagel und den Breadstick. Auch hier nächste Woche mehr über die zweite Woche.
 

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Discussion Starter #142
2010 und auch hier die erste Woche des zweiten Grand Slams des Jahres. Dadurch, dass es hier nun schon 32 gesetzte gab, war es seltener geworden, dass ungesetzte Spielerinnen die zweite Runde erreichten. In der Qualifikation waren zwei deutsche Damen vertreten. Julie Schruff verlor jedoch sofort ihr erstes Match. Deren Karriere stand hier schon recht kurz vor dem Ende. Besser lief es für Kathrin Wörle, die es in das Qualifinale schaffte, dort aber in zwei Sätzen Nuria Llagosteira-Vives unterlag. Ansonsten war Simona Halep in der Qualifikation vertreten, sie erreichte das Hauptfeld. Die beiden Ex Top 20 Spielerinnen Elena Bovina und Eleni Danilidou scheiterten dagegen vorzeitig.

Im obersten Viertel war in der dritten Runde nur eine ungesetzte Spielerin vertreten und das war Anastasia Pivovarova, die hatte Jie Zheng aus dem Turnier geworfen. Qualifikantin Simona Halep unterlag in Runde eins Samantha Stosur, an 7 gesetzt. Topgesetzt war Serena Williams, die erreichte das Achtelfinale, musste aber gegen Anastasia Pavlyuchenkova einen Satz abgeben. Gegen Julia Goerges, die die die zweite Runde erreicht hatte, hatte Williams jedoch keine Mühe und siegte mit 6-1 6-1. Marion Bartoli als Nummer 13 der Setzliste unterlag Shahar Peer, die sich weiterhin in guter Form präsentierte und als Nummer 18 der Setzliste das Achtelfinale erreichte. Das Highlight aus diesem Viertel war das Drittrundenmatch zwischen zwei Rückkehrerinnen. Maria Sharapova traf auf Justine Henin, beide wesentlich niedriger gesetzt, als es ihrem Leistungsvermögen entsprach. Highlights dieser Partie:

 

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Discussion Starter #143
Am Ende siegte die niedriger gesetzte von beiden, Justine Henin, in drei Sätzen und erreichte so die zweite Woche.

Im zweiten Viertel setzte sich Jelena Jankovic als Nummer 4 der Setzliste durch. Sie musste gegen Hardhitterin Kaia Kanepi einen Satz abgeben, hatte ansonsten aber keine grösseren Probleme. Daniela Hantuchova als Nummer 23 besiegte die 16 Yanina Wickmayer, um erneut bei einem Slam die zweite Woche zu erreichen, der Slowakin gelang dies zu diesem Zeitpunkt bereits zum 13. Mal. Die Nummer 9, Dinara Safina traf in ihrer Erstrundenpartie auf Kimiko Date-Krumm. Die Japanerin war zu diesem Zeitpunkt 39, hatte 2008 ihr Comeback begonnen und in Seol 2009 dabei ihren 8. WTA-Titel gewonnen. Das variable Spiel der Japanerin reichte immerhin noch dazu, mit den Top 100 Damen mithalten zu können. Auf Sand hatte jeder einen klaren Sieg von Safina erwartet. Die Russin gewann auch den ersten Satz glatt mit 6-3. Dann jedoch kam die Japanerin immer besser ins Spiel und schaffte den Satzausgleich mit 6-4. Im dritten führte Safina bereits mit dem Break. Doch ihre Angst vor einer Niederlage gegen "Tennis-Oma" Date war am Ende zu gross. Die Russin war ein Nervenbündel, bekam am Ende keinen Ball mehr ins Feld, selbst "Mondbälle" gingen meterweit ins Aus und es geschah genau das, was Safina gefürchtet hatte: Sie blamierte sich als Vorjahresfinalistin bis auf die Knochen und verlor am Ende mit 7-5 im dritten Satz. Obwohl ich damals für Kimiko war und ihren Sieg toll fand, tat mir Safina ziemlich leid an dieser Stelle. Das war wohl eine ihrer bittersten Niederlagen ihrer Karriere. Das offene Draw konnte Jarmila Groth (geboren Gajdosova) nutzen und erreichte das Achtelfinale. Wenig überraschend das Aus von Agnieszka Radwanska, Sand war deren schwächster Belag und so verlor sie in Runde zwei gegen Yaroslava Shvedova, die das Achtelfinale erreichte.

3 der deutschen Damen waren in das 3. Viertel gelost worden. Andrea Petkovic überstand ihre erste Runde. In der zweiten traf sie dann auf Svetlana Kuznetsova. Die Russin hatte sich zuletzt nicht in berauschender Form präsentiert, so dass Andrea durchaus ihre Chancen hatte. Am Ende jedoch setzte sich Kuznetsova knapp in drei Sätzen durch. Das Achtelfinale erreichte sie dennoch nicht, denn in der dritten Runde unterlag sie Maria Kirilenko, der Nummer 30 der Setzliste. Na Li, Nummer 11 der Setzliste, traf auf Francesca Schiavone, der Nummer 17 der Setzliste in Runde drei. Am Ende konnte die Italienerin triumphieren, Sand ihr stärkster Belag. Mit Flavia Pennetta und Caroline Wozniacki setzten sich die Top 16 gesetzten durch, in diesem Achtel scheiterten Kristina Barrois und Tatiana Malek jeweils an ihren Auftakthürden. Barrois dabei knapp, sie verlor gegen Tatiana Garbin mit 6-1 6-7 3-6.

Im untersten Viertel konnte Elena Dementieva als Nummer 5 der Setzliste die zweite Woche erreichen ebenso wie Venus Williams als Nummer 2. Etwas überraschend, das sowohl Viktoria Azarenka als Nummer 10 als auch die Rom-Siegerin Marie Jose Martinez-Sanchez bereits in der ersten Runde ausschieden. Beide übrigens glatt in zwei Sätzen. Das offene Draw nutze Chanell Scheepers aus Südafrika. Angelique Kerber gewann ihre erste Runde in drei Sätzen und traf dann auf Aravane Rezai. An sich liegen Angie Hardhitterinnen, aber Rezai spielte auch mit recht viel Topspin, was der Deutschen wiederrum eher nicht so entgegenkommt. Am Ende siegte Rezai in drei Sätzen und traf dann auf die Nummer 19 der Setzliste, Nadia Petrova. Highlights dieses Matches:

 

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Discussion Starter #145
Woche 2 der French Open im Jahr 1970. Die Achtelfinals standen an. Nur eine Gesetzte blieb hängen und das war Francoise Durr, die mit der Hardhitterin Karen Krantzke aus Australien aber auch eine schwierige Gegnerin hatte. Krantzke setzte sich in zwei engen Sätzen mit 8-6 6-4 durch. Billie jean King verpasste ihrer Gegnerin zum Leidwesen des französischen Publikums die Brille. Helga Niessen traf erneut auf Gail Chanfreau und konnte erneut in zwei Sätzen gewinnen. Virginia Wade hatte überraschenderweise ziemlich Mühe mit der Schwedin Christina Sandberg, siegte am Ende aber in drei Sätzen. Das offene Draw durch den Rückzieher von Kerry Melville konnte die Tschechin Vlasta Vopickova ausnutzen und nach 1968 zum zweiten Mal das Viertelfinale der Fremch Open erreichen. Julie Heldman, Nummer 4 der Setzliste musste sogar richtig kämpfen, sie bezwang die 33-jährige Esme Emanuel aus Südafrika mit 3-6 9-7 6-4. Rosie Casals und Margeret Court dagegen erreichten locker und leicht das Viertelfinale, Casals besiegte Kirsty Pigeon und Margeret Court Lesley Hunt ohne Mühe.

Damit traf die Topgesetzte Court auf Rosie Casals im Viertelfinale. Schwierigkeiten hatte die Australierin nur im ersten Satz. Court gewann 7-5 6-2 am Ende. Ihre nächste Gegnerin wurde Julie Heldman, die diesmal glatt gewinnen konnte und den Run von Vlasta Vopickova beendete. Karen Krantzke konnte ihren Lauf fortsetzen und besiegte mit Virginia Wade die zweite gesetzte Spielerin in Folge. Im untersten Viertelfinale traf Helga Niessen auf Billie Jean King. Auf Sand war Niessen durchaus auf Augenhöhe von King. Entsprechend spannend wurde die Partie. King gewann den ersten Satz mit 6-2. Im zweiten Satz wurde es dann enger und Helga Niessen schaffte schliesslich den Satzausgleich mit 8-6. Danach war der Widerstand der Amerikanerin gebrochen und Niessen erreichte mit 2-6 8-6 6-1 zum ersten Mal ihrer Karriere das Halbfinale eines Grand Slam Turniers.

Damit war der Weg von Helga Niessen aber noch nicht zu Ende. Im Halbfinale schlug sie Karen Krantzke glatt mit 6-3 6-1 und so kam es, dass nach satten 33 Jahren erstmals wieder eine Deutsche im Finale eines Grand Slam Turniers stand. Zuletzt war das Hilde Krawinkel im Jahr 1937 gelungen. Ihre Gegnerin wurde Margeret Court. Die machte mit Julie Heldman kurzen Prozess und siegte mit 6-0 6-2.

Das Finale jedoch war eine klare Angelegenheit für die Australierin Margeret Court. Sie schlug Niessen glatt mit 6-2 6-4 und holte sich damit auch den zweiten Grand Slam Titel des Jahres. Court hatte zu Beginn des Jahres bereits die Australian Open gewonnen. Insgesamt war es der 18. Grand Slam Titel für die Australierin, hier in Paris siegte sie zum 4. Mal.
 

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Discussion Starter #146
1980 und auch hier sind wir in Woche 2 der French Open. Mit Sylvia Hanika und Bettina Bunge waren noch zwei deutsche Damen dabei. Für letztere kam es aber nun ganz dick: Bunge traf auf die topgesetzte Chris Evert-Lloyd, die in den letzten 7 Jahren genau 1 Match auf Sand verloren hatte. Aber wer gedacht hatte, dass die Amerikanerin hier leichtes Spiel haben würde, irrte sich. Bunge gewann den ersten Satz mit 6-4. Mit einem Ass ging sie auch im zweiten Satz mit 3-1 in Führung. Danach schaffte Evert jedoch das Rebreak. Bei 4-5 wehrte Bunge 3 Satzbälle ab, bevor Evert den Satzausgleich schaffte. Damit war der Widerstand dann ein wenig gebrochen und Evert siegte mit 4-6 6-4 6-3 in drei Sätzen. Sylvia Hanika dagegen war gegen Kathy Jordan, der Nummer 6 der Setzliste allerdings beim 1-6 2-6 chanchenlos. Virginia Wade musste allmählich ihrem Alter Tribut zollen, die 35-jährige verlor gegen die junge aufstrebende Argentinierin Ivanna Madruga in drei Sätzen. Hana Mandlikova hatte keine Mühe mit der Qualifikantin Petra Delhees. Unten kam es zur Neuauflage des French Open Finales von 1978. Virginia Ruzici aus Romänien traf auf die Jugoslawin Mima Jausovec. Und wie auch 1978 siegte Ruzici in zwei Sätzen. Wendy Turnbull aus Australien, Nummer 3 der Setzliste, bezwang Anne Smith in drei Sätzen. Smith hatte im Einzel die Top 15 erreicht, war aber noch erfolgreicher im Doppel, wo sie 5 Grand Slam Titel holte und im Oktober 1981 auch die Spitze der Weltrangliste erreichte. Der run von Lucky Loserin Hana Strachonova wurde von Dianne Fromholtz beendet, die Nummer 5 der Setzliste benötigte aber drei Sätze für ihren Viertelfinaleinzug. Billie Jean King als Nummer 2 der Setzliste benätigte allerdings ebenfalls drei Sätze gegen Leslie Allen.

Im Viertelfinale spielte Chris Evert ganz ihre Sandplatzqualitäten aus und fegte Kathy Jordan mühelos mit 6-2 6-0 vom Platz. Ihre Gegnerin wurde die als Talent hochgehandelte Tschechin Hana Mandlikova, die Ivanna Madruga mit 6-3 6-2 bezwang. Virginia Ruzici gewann erstaunlich deutlich gegen Wendy Turnbull und Dianne Fromholtz konnte ihren Halbfinaleinzug aus dem letzten Jahr wiederholen und warf Billie Jean King mit 6-1 6-4 aus dem Turnier.

Das Halbfinale wurde erneut zur Herausforderung von Chris Evert. Teenager Hana Mandlikova konnte sie fordern und Evert benötigte erneut drei Sätze, um wie im Vorjahr das Finale zu erreichen. Ihre Gegnerin wurde Virginia Ruzici, die Dianne Fromholtz mit 7-6 6-1 schlug und ihr zweites Grand Slam Finale erreichte.

Das komplette Finale gibt es hier:

 

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Discussion Starter #147
Am Ende gewann Chris Evert-Lloyd auch ihr zweites Turnier nach ihrer Rückkehr. Das Ergebnis spiegelt nicht ganz das Match wieder, immerhin dauerte die Partie 1:43 inklusive Einschlagzeit und bei einem 6-0 6-3 würde man doch ein kürzeres Match erwarten.
 

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Discussion Starter #148
1990 und auch hier sind wir in der zweiten Woche der French Open. Steffi Graf, die Topgesetzte traf auf Nathalie Tauziat. Die Französin spielte so einige Male gegen die Deutsche, ein Sieg gelang ihr jedoch nicht. Graf erreichte durch ein 6-1 6-4 auch diesmal völlig ungefährdet das Viertelfinale. Ihre Gegnerin wurde Conchita Martinez, die den Lauf von Wiltrud Probst beendete und durch ein 6-1 6-3 das Viertelfinale erreichte. Überraschend dann das Aus von Gabriela Sabatini, die in ihrem Achtelfinale gegen Jana Novotna klar favourisiert war. Novotna gewann jedoch mit 6-4 7-5. Katerina Maleeva beendete die French Open für eine weitere Ungesetzte und zwar die Australierin Nicole Provis. Allerdings benötigte die mittlere der beiden Maleeva Schwestern dazu drei Sätze und siegte am Ende mit 3-6 6-3 6-3.
Im dritten Viertel setzten sich die Favouritinnen durch. Mary Joe Fernandez besiegte Ann Grossman mit 6-3 6-2 und noch schneller war Youngstar Jennifer Capriati, die auf Mercedez Paz traf, die ja zuvor Arantxa Sanchez-Vicario aus dem Turnier geworfen hatte. Highlights dieses Matches hier:


Capriati siegte mit 6-0 6-3. Im Match zwischen Manuela Maleeva-Fragniere und Natasha Zvereva setzte sich die an 6 gesetzte Bulgarin glatt in zwei Sätzen durch. Monica Seles bezwang mühelos Laura Gildemeister und erreichte so ebenfalls das Viertelfinale.

Steffi Graf bekam es nun mit Conchita Martinez zu tun. Das Match gibt es hier:

 

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Discussion Starter #149
Am Ende wieder keine Mühe für die Favouritin, Graf gewann glatt mit 6-1 6-3. Jana Novotna konnte nach dem überraschenden Sieg gegen Sabatini nachlegen und bezwang auch Katerina Maleeva, diesmal benötigte sie jedoch 3 Sätze. Im dritten Viertelfinale traf Jennifer Capriati nun auf Mary Joe Fernandez. Highlights davon:


Der Weg von Capriati in ihrem ersten Grand Slam Turnier war noch nicht zu Ende. Capriati spielte weiterhin völlig unbeeindruckt auf und bezwang auch Fernandez glatt in zwei Sätzen, um bei ihrem Debut aus dem Stand das Halbfinale zu erreichen.
Ihre Gegnerin wurde zwischen Monica Seles und Manuela Maleeva-Fragniere ermittelt. Dieses Match ist eines der Klassiker der French Open überhaupt und gilt eines der besten Matches, die die Bulgarin je gespielt hatte.
Highlights des dritten Satzes:

 

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Discussion Starter #150
Das Match hatte alles drin. Mondbälle, Konterschläge, harte Angriffsschläge, vor allem von Seles und Drop shots. Maleeva führte bereits mit 3-1 im dritten, konnte das Break aber nicht halten. Am Ende siegte Seles 3-6 6-1 7-5. Wer weiss, wie Tennisgeschichte verlaufen wäre, hätte Seles dieses Match verloren...

Im Halbfinale traf Steffi Graf nun auf Jana Novotna. Highlights davon:

 

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Discussion Starter #151
Novotna konnte Graf so einige Male in ihrer Karriere herausfordern, nicht so dieses Mal. Graf gewann 6-1 6-2 und hatte somit bis zum Finale erneut keinen Satz abgegeben und bei keinem Spiel Mühe gehabt.

Ihre Gegnerin wurde im Duell zweier Teenager ermittelt. DIe 16-jährige Monica Seles traf auf die 14-jährige Jennifer Capriati. Highlights davon:

 

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Discussion Starter #152
Am Ende beendete Seles das Turnier für Jennifer Capriati, die jedoch dennoch bei ihrem nächsten Slam bereits gesetzt sein würde.

Es kam somit zu einer Neuaflage des Finales von Berlin. Steffi Graf traf erneut auf Monica Seles. Das Match gibt es hier:

 

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Discussion Starter #153
Wer gedacht hatte, dass der Sieg von Seles in Berlin ein Ausrutscher war, wurde hier eines Besseren belehrt. Seles gewann mit 7-6 6-4 und holte sich ihren ersten Grand Slam Titel. Für Steffi Graf einschneidend, denn ihre 2 Jahre anhaltende Dominanz war gebrochen. Nach den Australien Open 1990 sollte es 1 1/2 Jahre dauern, bis die Deutsche ihren nächsten Grand Slam Titel überhaupt feiern konnte. Im Vergleich dazu hatte sie zuvor 8 der letzten 9 Grand Slams gewonnen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was die eigentlich Ursache war. Denn nach diesen zwei Niederlagen verlor Graf auch häufiger als zuvor gegen Sanchez-Vicario und Sabatini und kassierte sogar wieder Niederlagen gegen Navratilova. Hatte Seles am Selbstvertrauen von Graf gekratzt? Oder glaubten Sabatini, Sanchez und Navratilova einfach mehr an ihre Chancen, weil der Nimbus der Unbesiegbarkeit weg war?
 

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Discussion Starter #154
War ziemlich beschäftigt am Wochenende, von daher kommen die restlichen French Open Rückblicke etwas verspätet.

2000 hatte die Topgesetzte Martina Hingis im Achtelfinale erneut mehr Mühe als erwartet mit ihrer Gegnerin. Sie traf auf Ruxandra Dragomir aus Rumänien und musste im zweiten Satz sogar den Bagel hinnehmen. Gewann am Ende dann aber doch mit 6-3 0-6 6-1. Gegnerin wurde Chanda Rubin, die Vetarinin Natasha Zvereva in zwei engen Sätzen besiegen konnte.
Monica Seles traf wie schon im Finale in Rom auf Amelie Mauresmo. Highlights dieser Partie:


Wie auch in Rom setzte sich Monica Seles in zwei Sätzen durch. Und so kam es zum erneuten Duell zweier Spielerinnen, die den Ball extrem hart schlagen konnten und auch extrem früh nahmen. Denn Mary Pierce hatte keine Mühe mit der ungesetzten Asa Carlsson und erreichte mit 6-2 6-1 das Viertelfinale.

Arantxa Sanchez-Vicario bekam es schliesslich mit der Österreicherin Barbara Schett zu tun. Zu diesem Zeitpunkt eine absolu offene Angelegenheit, im direkten Vergleich führte Schett mit 3-2. Sie hatte alle drei Duelle im Vorjahr gewonnen, das letzte Match bei den Australian Open jedoch ging an die Spanierin. Highlights des dritten Satzes:


Am Ende siegte Sanchez-Vicario in drei Sätzen mit 0-6 6-4 6-2. Ihre Gegnerin wurde ermittelt zwischen Anke Huber und Venus Williams. Ich kann mich noch gut an das Match erinnern, hatte mir damals für Anke durchaus was ausgerechnet, zumal Venus im Vorfeld der French Open nicht überzeugt hatte. Anke konnte bis zu diesem Zeitpunkt nur das erste Match zwischen den beiden in Los Angeles 1997 gewinnen, jedoch die bis dato letzte Begegnung in Key Biscane 1998 war eine hauchdünne Angelegenheit, bei der sich Williams im Tiebreak des dritten Satzes erst durchsetzen konnte. Highlights dieser Partie:


Huber hatte ihre Chancen im ersten Satz, konnte diese aber leider nicht nutzen. Im zweiten Satz hatte Venus das Match dann im Griff und siegte am Ende mit 7-6 6-2. Erstaunlich viel Mühe hatte die Spanierin Conchita MArtinez mit Ai Sugiyama. Auch hierzu ein paar Bilder:


Am Ende der Sieg an Martinez mit 5-7 6-3 6-4.

Unten das Draw durch die Niederlage von Davenport sehr weit offen, so dass im Achtelfinale zwei Qualifikantinnen aufeinander trafen. Marta Marrero besiegte Rossana de Los Rios in drei Sätzen. Letztere hatte 1992 als Juniorin die French Open gewonnen, aber den Durchbruch bei den Damen nie geschafft. Ihre Tochter hatte es ebenfalls auf der ITF Tour versucht, jedoch nur knapp die Top 500 erreicht.

Martina Hingis traf nun im Viertelfinale auf Chanda Rubin. Das Ende des Matches hier:

 

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Discussion Starter #155
Hier hatte Hingis keine Mühe und gewann mit 6-1 6-3.
Das Viertelfinale zwischen Mary Pierce und Monica Seles war eines der Highlights des Turniers. Das Match war spannend und hochklassig. Die Highlights:


Am Ende gewann Mary Pierce mit 4-6 6-3 6-4. Arantxa Sanchez-Vicario traf nun auf Venus Williams. Highlights des dritten Satzes dieser Partie hier:


Hier wurde deutlich, dass Venus nach ihrer Verletzung noch nicht zu alter Form aufgelaufen war. Sanchez hatte die letzten 4 Begegnungen der beiden verloren. Der erste Satz geprägt von vielen Fehlern von Williams ging mit 6-0 an die Spanierin. Im zweiten Satz fing sich Venus dann und konterte mit 6-1. Im dritten dann wieder mehr Fehler von ihr und Sanchez kämpfte wie gewohnt um jeden Ball. Am Ende siegte die Spanierin mit 6-0 1-6 6-2. Es war der letzte Sieg von Sanchez gegen Venus.
Conchita Martinez bekam es mit Marta Marrero zu tun. Durch gute Auslosung hatte es Marrero aus der Qualifikation ins Viertelfinale geschafft. Die Highlights des Matches:


Martinez hatte nur im ersten Satz Mühe und siegte am Ende mit 7-5 6-1.
 

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Discussion Starter #156
Martina Hingis bekam es nun im Halbfinale mit Mary Pierce zu tun. Die Schweizerin hier doch recht deutlich favourisiert, immerhin hatte sie die letzten 7 Matches zwischen den beiden gewonnen - allesamt glatt in zwei Sätzen. Es wurde ein erneut hochklassiges und spannendes Match:


Pierce schaffte am Ende die Überraschung und gewann mit 6-4 5-7 6-2. Erneut war Hingis bei den French Open gescheitert. Es sollte der einzige Grand Slam bleiben, den sie in ihrer Karriere nicht gewinnen konnte.

Im zweiten Halbfinale kam es zum Duell der beiden besten Spanierinnen der 90 er Jahre. Arantxa Sanchez-Vicario traf auf Conchita Martinez. Zwischen diesen beiden kam es sehr oft zu engen Partien. Das Head 2 Head sprach für Arantxa, die zu diesem Zeitpunkt mit 13-3 die Nase vorn hatte. Die letzte Begegnung in Hilton Head hatte ebenfalls Sanchez gewonnen. Highlights:

 

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Discussion Starter #157
Vielleicht lag es am doch deutlich leichteren Weg von Martinez in dieses Halbfinale. Dieses Mal siegte sie mit 6-1 6-2 und erreichte somit das dritte Grand Slam Finale ihrer Karriere. Überraschenderweise war es das erste auf Sand, ihrem erklärten Lieblingsbelag.

Power gegen Spin hiess also das Duell im Finale der French Open 2000. Mary Pierce traf auf Conchita Martinez.

 

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Discussion Starter #158
Pierce konnte ihre gute Form, die zu den Siegen gegen Seles und Hingis geführt hatte, bestätigen. Im ersten Satz überpowerte sie Martinez, die Spanierin hatte dem Spiel der Französin nichts entgegenzusetzen. Der zweite Satz dann etwas enger, Martinez hielt mehr dagegen und schaffte es häufiger, Pierce in längere Ballwechsel zu verwickeln. Im Ende behielt die Französin dennoch die Oberhand und holte sich mit 6-2 7-5 ihren zweiten Grand Slam Titel - vor Heimatpublikum. Es war wohl der schönste Moment für Pierce in ihrer Karriere. In der Weltrangliste erreichte Pierce zum zweiten Mal in ihrer Karriere ihr Höchstranking: sie rückte bis auf Platz 3 vor.
 

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Discussion Starter #159
2010 French Open. Serena Williams als Nummer eins der Setzliste hatte zunächst leichtes Spiel. Sie traf auf Shahar Peer und siegte glatt mit 6-2 6-2. Highlights:


Spannend wurde es zwischen Justine Henin und Samantha Stosur. Von der Weltrangliste her Stosur höher platziert, gemessen an den Fähigkeiten auf Sand und dem Sieg gegen Sharapova sprach vieles allerdings für Henin. Die Highlights:


Am Ende setzte sich Stosur durch und bestätigte damit ihre glänzende Sandplatzform.

Jelena Jankovic traf auf Daniela Hantuchova. Auch hierzu Highlights:


Jankovic siegte glatt mit 6-4 6-2. Ihre nächste Gegnerin wurde zwischen Yaroslava Shvedova und Jarmila Groth ermittelt. Shvedova gewann glatt mit 6-4 6-3.

Francesca Schiavone bezwang in ihrem Achtelfinale die Russin Maria Kirilenko mit 6-4 6-4. Carline Wozniacki traf auf Flavia Pennetta, den Tiebreak des ersten Satzes hier:


Es wurde ein ziemlicher Krimi, die beiden ersten Sätze gingen in den Tiebreak. Wozniacki hatte jedoch den längeren Atem und gewann 7-6 6-7 6-2 und erreichte zum ersten Mal in ihrer Karriere das Viertelfinale bei den French Open.
Elena Dementieva setzte sich mühelos gegen Chanelle Scheepers durch. Die Nummer zwei der Setzliste, Venus Williams, bekam es mit Nadia Petrova zu tun:


Die Russin war immer noch für den einen oder anderen Sieg gegen eine Topspielerin gut. Diese Erfahrung musste auch Venus Williams machen und so waren die French Open 2010 nach 2 Sätzen im Achtelfinale bereits beendet.

Ihre Schwester Serena bekam es nun im Viertelfinale mit Samantha Stosur zu tun. Im Vorjahr hatte Stosur Serena bereits einmal besiegen können, in diesem JAhr gab es bereits ein Match zuvor, dass Serena glatt in zwei Sätzen gewinnen konnte. Die Highlights dieses Matches:

Sam Stosur VS Serena Williams Highlight 2010 QF

Stosur bestätigte ihre bestechende Sandplatzform. Und auch dass sie die Nerven behalten konnte. In einem Krimi setzte sich die Australierin mit 6-2 6-7 8-6 durch und erreichte wie im Jahr zuvor das Halbfinale.
Jelena Jankovic hatte erneut eine vergleichsweise leichte Gegnerin in ihrem Viertelfinale. Sie traf auf Shvedova:

Jelena Jankovic vs Yaroslava Shvedova 2010 French Open Highlights QF

Jeweils zwei enge Sätze benötigte Jankovic, um zum 6. Mal in das Halbfinale eines Grand Slam Turnieres einzuziehen. Es sollte ihr letztes sein.

Relativ offen war die Partie zwischen Caroline Wozniacki und Francesca Schiavone. Die Italienerin hatte gute Sandplatzergebnisse, Wozniacki hatte in der aktuellen Saison auf diesem Belag nicht überzeugen können.

Caroline Wozniacki vs Francesca Schiavone 2010 RG Highlights

Eine grosse Überraschung war der Sieg der Italienerin nicht, lediglich die Deutlichkeit war so nicht zu erwarten. 6-2 6-3 hiess das Endergebnis.

Im Duell zweier Russinnen traf Elena Dementieva auf Nadia Petrova. Ein paar Highlight aus dieser Partie:

Dementieva vs Petrova Roland Garros 2010 highlights

Dementieva gewann die Partie in drei Sätzen mit 2-6 6-2 6-0 und komplettierte so dass Feld im Halbfinale.

Im ersten Halbfinale traf Samantha Stosur auf Jelena Jankovic:

[HL] Samantha Stosur v. Jelena Jankovic 2010 Roland Garros [SF]

Die Serbin hatte hier nur wenig zu lachen und ging völlig unter. Stosur siegte mit 6-1 6-2 und zog zum ersten Mal in ihrer Karriere in ein Grand Slam Finale ein.

Ihre Gegnerin wurde zwischen Francesca Schiavone und Elena Dementieva ermittelt. Highlights daraus:

Francesca Schiavone vs Elena Dementieva 2010 French Open WS SF Highlights

Dementieva musste nach dem ersten Satz, den sie im Tiebreak verloren hatte, verletzt aufgeben und so kam es, dass mit der Italienerin eine Spielerin im Finale stand, die im Vorfeld wohl niemand auf dem Zettel hatte. Schiavone war lediglich die Nummer 17 der Setzliste.

Samantha Stosur gegen Francesca Schiavone hiess also die Finalpaarung. Das match hier:

Roland Garros 2010 Final Schiavone Stosur

Stosur war die haushohe Favouritin in diesem Match. Allerdings zeigte sie gewaltige Nerven. Sie machte ungewöhnliche Fehler, vor allem auch am Netz, was als sehr gute Doppelspielerin für sie ungewöhnlich war. Stosur hatte im Doppel immerhin bereits 6 GS-Finals erreicht, von denen sie zwei gewinnen konnte. Schiavone konnte die Gunst der Stunde nutzen und gewann das Finale mit 6-4 7-6. Das war der grösste Erfolg der Italienerin in ihrer gesamten Karriere. Und einer mit dem wirklich niemand gerechnet hatte.
 
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