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Discussion Starter #1
Ob es eine gute Idee wird, weiss ich nicht. Aber da es wohl erstmal für ein paar Wochen keine WTA Tour gibt, ich nun auch nur noch 3 Tage in der Woche arbeiten kann wegen Kurzarbeit und auch mehr zu hause bin und jetzt nicht nur über Coronavirus schreiben will, mal ein Versuch, wieder mehr Tennis ins Leben zu bringen.

Hier werde ich jede Woche reinschreiben, was im Damentennis vor 10, 20, 30, 40 und 50 Jahren so los war, wenn es sich anbietet auch Videos verlinken. Dann haben wir immerhin wieder etwas zu diskutieren über Tennis und können uns ein wenig ablenken. Manchmal geht das ja am Besten, wenn man in alten Zeiten schwelgt.
 

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Discussion Starter #2
Und los geht es mit der 3. Märzwoche im Jahr 1970.

Es gab 3 erwähnenswerte Events. Eine durchorganisierte Profitour gab es bei den Damen noch nicht. Die Open Aera hatte aber schon begonnen. Viele Events waren Damen und Herren gemischt, wobei die Herren in der Regel deutlich mehr Preisgeld bekamen. Es waren auch noch so einige Amateurspielerinnen unterwegs.

Die Dunlop Open in Sydney waren das grösste Turnier, es fand auf Rasen statt. Das Damendraw war allerdings überschaubar, lediglich 12 Damen am Start. Dafür aber 7 der damaligen Top 10. In der ersten Runden hatten die Top 4 gesetzten allesamt Freilos. Topgesetzt Margeret Court, an 2 Billie Jean King, die Erzrivalin von Court zu der Zeit. Deutsche waren nicht am Start.

Überraschungen in Runde gab es kaum, lediglich das Ausscheiden Kerry Melville aus Australien, damals Top 10 Spielerin, gegen Landsfrau Wendy Gilchrist war eine. Evonne Goolagong war auch dabei, damals war sie aber noch kein grosser Name, wenn sie auch schon zu diesem Zeitpunkt als Talent galt und einige Achtungserfolge landen konnte. Goolagong unterlag in Runde 1 Francoise Durr aus Frankreich, der French Open Siegerin von 1967.

Im Viertelfinale setzten sich mehr oder weniger die 4 Gesetzten problemlos gegen ihre Gegnerinnen durch. Im Halbfinale besiegte Court Rosie Casals glatt in zwei genauso wie King sich gegen Virginia Wade behauptete. Es kam also zum erwarteten Aufeinandertreffen zwischen King und Court. Zu diesem Zeitpunkt dominierte Cout das Damentennis. Bei diesem Turnier jedoch behielt King die Oberhand und holte sich den Titel in drei Sätzen.

Daneben waren die Damen auf dem Riveracircuit und in Columbien unterwegs, die Turniere dort aber eher vergleichbar mit Internationals. In Nizza auf Sand siegte Favouritin Gail Chanfreau, einzige Top 20 Teilnehmerin gegen Marijke Schaar aus den Niederlanden, jedoch nicht ohne Schwierigkeiten.

In der Karibik spielte man auf Rasen, auch hier war die Favouritin Mary Ann Curtis (Geburtsname Mary Ann Eisel) erfolgreich, sie bezwang im Finale ihre Landsfrau Patti Hogan in zwei Sätzen.
 

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Discussion Starter #3
Und für die, die nicht ganz so weit zurück wollen: was gab es 2010?

Der Tourkalender unterschied sich zu dieser Zeit nicht so wahnsinnig von dem von heute, so dass wir in dieser Woche in den späten Runden von Indian Wells 2010 waren. Die Topgesetzte Svetlana Kuznetsova war bereits in ihrem ersten Match an Carla Suarez Navarro gescheitert, eine weitere Überraschung die frühe Niederlage von Kim Clijsters gegen Alisa Kleybanova. Was mich zu der Frage bringt, was macht Letztere eigentlich?

Auch #3 Vika Azarenka flog früh raus und erreichte nicht die zweite Woche, Marie Jose Martinez-Sanchez war hier der Stolperstein. Na Li draussen gegen Baltacha und Sharapova verliert ebenfalls vor dem Achtelfinale gegen Jie Zheng.

Grosse Überraschungen blieben im Achtelfinale allerdings dann aus. Im Viertelfinale setzte sich JJ gegen Kleybanova durch. Sam Stosur sollte ihre Halbfinalgegnerin werden, die besiegte Marie-Jose Martinez-Sanchez in zwei Sätzen. Das wohl spannenste Viertelfinalduell war das zwischen Aga Radwanska und Elena Dementieva, die #5 bzw. #4 der Setzliste

Ein wirklich geiler Punkt aus diesem Match:

 

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Discussion Starter #4
Am Ende siegte Radwanska mit 6-4 und 6-3.

Wozniacki bekam es mit der Chinesin Zheng zu tun, die Sharapova zuvor aus dem Turnier geworfen hatte. Schweirigkeiten hatte Woz hier nur im zweiten Satz und siegte am Ende ungefährdet 6-4 4-6 6-1.

Radwanska konnte zu dieser Zeit nur selten was gegen Wozniacki ausrichten, ihr Spiel hatte einfach zu wenig Durchschlagskraft, ihr fehlten Schläge, die der Dänin wirklich weh taten. So war der glatte Finaleinzug von Wozniacki keine Überraschung. Sie bezwang Radwanska mühelos mit 6-3 6-2. Ihre Gegnerin wurde JJ, die ebenso wenig Mühe mit Samantha Stosur hatte.

So kam es dann zum Finale zwischen Jelena Jankovic und Caroline Wozniacki. Beide defensiv stark, beide mit starken Rückhänden. Die Highlights dieses Matches :

 

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Discussion Starter #5
Siegerin des Turniers wurde Jelena Jankovic. Überraschend glatt schlug sie Wozniacki mit 6-2 6-4
 

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Kleybanova arbeitet als Trainerin bei der ProWorld Academy in Florida.

Aber was macht JJ?

Nette Idee übrigens. Vor allem diese Geschichte aus grauer Vorzeit 😊
 

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Discussion Starter #7
Dann mache ich mal weiter damit. 3. Märzwoche aus dem Jahr 1980 steht an. Zu dieser Zeit gab es auch noch keine einheitliche WTA-Tour, allerdings ähnelte der Tenniscircuit unserem heutigen schon mehr als das noch vor 50 Jahren der Fall war. Die meisten grossen Turniere waren zu dieser Zeit nicht mehr von Virginia Slims gesponsert, sondern von Avon. Die Saison der Avon organisierten Turniere endete just in dieser Woche mit dem Saisonhöheounkt, dem Avon Masters in New York. Nicht alle grossen Turniere gehörten dem Circuit an, deshalb gab es Abweichungen, was die Qualifikation zum Masters angeht und der Weltrangliste. Auch sämtliche kleineren Turniere, die den heutigen Internationals entsprechen, waren keine Avon-Turniere.

Zwei der Topspielerinen fehlten: Chris Evert und Dianne Fromholtz. Letztere war Australierin, Linkshänderin und vor allem auch auf Sand recht erfolgreich, weil sie Unterschied zu vielen anderen Damen eine gute einhändige Topspin-Rückhand spielen konnte. Ein Schlag, der damals nicht besonders verbreitet war. Die meisten Damen spielten den Slice damals und gingen viel ans Netz, daneben nahm der Anteil an Damen mit beidhändiger Rückhand allmählich zu. Deutsche Damen konnten sich nicht qualifizieren. Aus deutscher Sicht war 1980 so ein wenig ein Übergangsjahr. Helga Masthoff hatte ihre besten Zeiten lange hinter sich und spielte kaum noch, gleiches für Katja Ebbinghaus. Und die neuen Talente Bunge, Kohde-Kilsch und Hanika waren noch nicht in der Weltspitze angekommen.

Der Modus, der dabei gespielt wurde, ist heute auch eher unüblich. Es gab zunächst Round Robin, es wurden hier aber nur zwei Runden gespielt. Das heisst nicht jede gegen jede, sondern jede Spielerin spielte zwei Matches. Wer beide Matches gewann qualifizierte sich direkt für das Halbfinale. Das gelang den beiden topgesetzten Damen, Martina Navratilova besiegte mühelos Kathy Jordan und Billie Jean King, die #2 Tracy Austin hatte jedoch grosse Probleme gegen Evonne Goolagong-Cawley, die zu dieser Zeit schon Mutter war. Austin siegte gegen die Australierin knapp im Tiebreak des dritten Satzes.

Alle die Damen, die ein Match gewonnen und eines verloren hatten, mussten in die Elimination round und gegen eine der Spielerinnen mit einem Matchgewinn aus der anderen Gruppe um den Einzug ins Halbfinale spielen. Goolagong-Cawley besiegte Kathy Jordan und Billie jean King die Australierin Wendy Turnbull.

Im Halbfinale traf Martina Navratilova schliesslich auf Evonne Goolagong, brauchte aber drei Sätze um das Finale zu erreichen. Martina hatte lange Zeit immer mal wieder Schwierigkeiten mit dem variablen Spiel der Australierin, ihr erstes GS-Finale bei den Australian Open 1975 verlor sie gegen Goolagong. Austin bezwang King, so dass im Finale zum Aufeinandertreffen von Martina Navratilova und Tracy Austin kam.

Das Damentennis war zu dieser Zeit hauptsächlich geprägt vom Duell zwischen Martina Navratilova und Chris Evert. Das hatte sich aber spätestens 1979 geändert als Tracy Austin in die Phalanx einbrechen konnte. Nicht nur dass im Jahr zuvor Austin die Siegesserie von Evert auf Sand beenden konnte, sie bezwang Evert erneut im Finale der US Open und sicherte sich als 16-jährige ihren ersten Grand Slam Titel. Und auch Martina Navratilova hatte bereits zuvor auf Turnieren Niederlagen gegen Austin einstecken müssen, im Spätsommer/Herbst 1979 sogar 3 in Folge und das ziemlich glatt. Die letzten beiden Begenungen gewann jedoch Martina.

Das Match ging über drei Sätze, am Ende konnte Austin sich zum 6. mal in ihrer Karriere gegen Martina Navratilova durchsetzen und holte sich nach den US Open auch einen der beiden grossen Masterstitel. Den anderen und Wimbledon hielt zu dieser Zeit Martina Navratilova, die French Open Chris Evert und bei den Australian Open war wegen des dünnen Preisgeldes keine der Topdamen am Start gewesen.
 

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Discussion Starter #8
Damit kommt jetzt ein Sprung in das Jahr 1990.

Die WTA-Tour war damals schon ähnlich organisiert wie heute und fanden unter dem Dach eines Hauptsponsors statt. Auch die ITF-Tour gab es mittlerweile schon. Die Turniere waren in 5 Kategorien aufgeteilt, nach den Slams gab es die Kategorien Tier I bis Tier IV.

In dieser Woche fanden die Lipton Championships statt. Das Turnier gibt es heute immer noch als Sony Ericsson Open in Miami. Das Draw bestand schon damals aus 96 Spielerinnen. Die Zeitungen waren zu der Zeit allerdings auch noch voll von der Sensation der Vorwoche beim Tier II Event in Boca Raton. (vergleichbar mit einem Premier von heute). Eine 14-jährige Amerikanerin spielte ihr allererstes Profiturnier bei den Damen. Zuvor hatte sie nur bei Juniorinnen gespielt, zu diesem Zeitpunkt bei den Damen weder an einem WTA noch ITF teilgenommen. Ihr Name: Jennifer Capriati. Wer jetzt aber glaubte, Capriati müsse erstmal Erfahrung bei den Damen sammeln, irrte sich ganz gewaltig. Ausgestattet mit einer WC gewann Capriati nicht nur ihr Erstrundenmatch sondern setzte sofort nach. Ein 0-6 im zweiten Satz hielt sie nicht davon ab, das Match in Runde 2 gegen Australian Open Halbfinalisitin Claudia Porwik aus Deutschland nach Hause zu bringen. Glatt in zwei Sätzen bezwang sie auch noch Nathalie Tauziat, Helena Sukova und Laura Gildemeister, bevor sie dann im Finale von Gabriela Sabatini gestoppt wurde.

Zurück zu Key Biscane. Steffi Graf fehlte hier. Warum, weiss ich nicht so genau, allerdings gab es im Frühjahr 1990 einen ersten Skandal um ihren Vater, die BILD Zeitung behauptete eine Affäre von Peter Graf mit einem Nacktmodel.

In den frühen Runden gab es in der oberen Hälfte wenig grosse Überraschungen. In der unteren Hälfte sah das schon anders aus. Die Sensation der Vorwoche legte hier prompt nach und bezwang die Nummer 4 der Setzliste Helena Sukova erneut in zwei Sätzen und erreichte das Achtelfinale. Erfreulich aus deutscher Sicht der Sieg von Claudia Porwik gegen Helen Kelesi, die Nummer 8 der Setzliste, die dadurch ebenfalls das Achtelfinale erreichte. Überraschend verlor auch die Nummer 2 der Setzliste ihr erstes Match, Zina Garrison schied gegen die damals recht unbekannte Französin Julie Halard aus.

Halard schliesslich scheiterte im Achtelfinale an ihrer Landsfrau Tauziat und Jennifer Capriati verlor zum ersten Mal gegen eine Gegnerin, die keinen grossen Namen hatte (Nathalie Herreman) und verpasste so dass Duell gegen eine Gegnerin, mit der sie sich noch einige packende Duelle in ihrer Karriere liefern sollte: Monica Seles.
In blendender Form präsentierte sich auch die Österreicherin Judith Wiesner, die überraschend die 7 der Setzliste Jana Novotna bezwingen konnte. Im obersten Viertel erreichten beide Top 8 gesetzten das Viertelfinale. Es kam zu einem Duell, das es so auch noch einige Male später gab. Conchita Martinez traf auf Gabriela Sabatini. In diesem Fall siegte Martinez glatt.

Judith Wiesner bestätigte ihre Form und bezwang die nächste Top 8 Gesetzte mit Manuela Maleeva-Fragniere.
Monica Seles, bisher ohne jeglichen Satzverlust und ohne Tiebreak besiegte mühelos die Überraschungsviertelfinalistin Herreman. Und Nathalie Tauziat beendete als Nummer 9 der Setzliste die deutschen Hoffnungen, sie besiegte Claudia Porwik knapp in drei Sätzen.

Im Halbfinale traf Monica Seles nun auf Nathalie Tauziat. Es war das erste Aufeinandertreffen der beiden.

 

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Discussion Starter #9
Tauziat konnte in ihrer gesamten Karriere weder Seles noch Graf besiegen. Es sollte noch 10 Jahre dauern, ehe Tauziat mal ein Satzgewinn gegen Seles gelingen sollte. Seles siegte in diesem Match glatt mit 6-3 6-1 und erreichte mühelos das Finale.

Ihre Gegnerin wurde die Nummer 15 der Setzliste Judith Wiesner. Die besiegte im Halbfinale die dritte Top 8 Gesetzte in Folge, Conchita Martinez verlor das Match sogar deutlich.

Das Finale von Seles gegen Wiesner war jedoch leider eine einseitge Angelegenheit. Es gibt hierzu Bildmaterial, leider ist Qualität nicht so berauschend:

 

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Discussion Starter #10
Fehlt noch, was vor 20 Jahren in der dritten Märzwoche so los war.

Auch da war Indian Wells auf dem Programm. Es war die erste Ausgabe des Turniers, wo das Draw aufgestockt wurde, zuvor war es ein normales 56er Draw, 2000 waren es 80 Teilnehmer.
Im Jahr 2000 wurde das Damentennis hauptsächlich durch die Rivalität von Martina Hingis und Lindsay Davenport und dem Aufstieg der Williams-Schwestern bestimmt. Wobei bei Martina Hingis der Lack so ein wenig schon ab war. Bei den grossen WTA-Turnieren war sie immer noch gut dabei, bei den Grand-Slams triumphierten andere.

In den frühen Runden gab es auch schon ein paar upsets. Jennifer Capriati, die sich im Jahr 1999 so langsam wieder in die erweiterte Weltspitze zurückspielte und 2000 bei den Australian Open zum ersten Mal seit 10 Jahren wieder ein Halbfinale bei einem Slam erreichen konnte, schied in drei Sätzen gegen Doppelspezialistin Cara Black aus.
Die damals aufstrebende Belgierin Kim Clijsters sorgte für das frühe Aus der Australian Open Finalistin Amelie Mauresmo. Tennis Beauty Anna Kournikova schied ebenfalls vor dem Achtelfinale aus, sie unterlag der Französin Nathalie Dechy.
Leider muss in der upset Liste auch die deutsche Nummer eins genannt werden. Anke Huber verlor in drei Sätzen ihr erstes Match gegen eine damals völlig unbekannte Russin, ihr Name Elena Dementieva.
Weniger überraschend war die Niederlage von Sandrine Testud gegen Chanda Rubin, da letztere auf dem Weg zurück zur Weltspitze war.
Die Nummer 4 der Setzliste, Nathalie Tauziat, schied ebenfalls vor dem Achtelfinale aus und zwar gegen die Slowakin Karina Habsudova, die zu dem Zeitpunkt ihre besten Zeiten schon eine ganze Weile hinter sich hatte. Und eine weitere Gestzte erwischte es im unteren Viertel, Amanda Coetzer schied gegen Dominique van Roost aus, was auch keine so grosse Überraschung war, van Roost war nur knapp an einer Setzung vorbeigeschrammt.
 

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Discussion Starter #11
Im Achtelfinale setzten sich schliesslich mehr oder weniger die Favouritinnen durch, wenn auch nicht immer mühelos.

Topgesetzte Martina Hingis, bislang mühelos und ohne Satzverlust im Turnier gab nur zwei Spiele gegen Barbara Schett ab. Etwas mehr Mühe hatte Monica Seles, die drei Sätze gegen Sabine Appelmans benötigte.
Titelverteidigerin Serena Williams (ihre Schwester Venus war verletzt und nicht am Start) traf auf Kim Clijsters und siegte glatt mit 6-4 6-4, ihre Viertelfinal-Gegnerin sollte Mary Pierce werden, die sich in drei Sätzen gegen Elena Likhovtseva durchsetzte. Überraschungsspielerin Elena Dementieva konnte nachlegen und erreichte das Viertelfinale durch einen Zweisatzerfolg über Nathalie Dechy, ihre Gegnerin war dort Chanda Rubin, die den Comeback Run von Karina Habsudova beendete.
Conchita Martinez traf auf Dominique van Roost, gab dort aber kein Spiel ab, van Roost musste allerdings bei 0-6 0-3 aufgeben. Und Lindsay Davenport erreichte das Viertelfinale ebenso locker und leicht wie ihre Rivalin Martina Hingis, sie schlug Julie Halard-Decugis mit 6-2 6-1
 

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Discussion Starter #12
Im Viertelfinale kam es dann zum erneuten Aufeinandertreffen von Martina Hingis und Monica Seles. Nur selten konnte Seles gegen Hingis zu dieser Zeit Akzente setzen, so war es auch diesmal. Hingis fegte Seles mit 6-3 6-1 vom Platz und erreichte weiterhin mühelos das Halbfinale.

Im zweiten Viertelfinale kam es zum Duell zwischen zwei der am härtesten schlagenden Damen des Circuits. Titelverteidigerin Serena Williams traf auf Mary Pierce. Zu diesem Zeitpunkt stand das Head2Head bei 2-0 für Serena, ihr erstes Aufeinandertreffen gab es bereits 1997 in Chicago, wo Serena mit einer WC gestartet war, noch ausserhalb der Top 100 in der Weltrangliste stand und der Sieg von Williams einer Sensation gleichkam.

 

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Discussion Starter #13
Serena Williams an diesem Tag mit ungewöhnlich vielen Fehlern und so kam es, dass sich diesmal Mary Pierce durchsetzen konnte. Es sollte der einzige Sieg der Französin über Serena bleiben.

Elena Dementieva setzte derweil ihren Siegeszug weiter fort. Sie bezwang auch Chanda Rubin und das glatt in zwei Sätzen. Und erreichte damit ihr erstes Halbfinale auf heutigem Premierlevel.

Das letzte Viertelfinale bestritten schliesslich Conchita Martinez und Lindsay Davenport. Zu Beginn der Karriere konnte Martinez der Amerikanerin ziemlich zusetzen und brachte sie so einige Male in Schwierigkeiten. 2000 war Martinez ausserhalb von Sandplätzen jedoch keine Gefahr mehr für Lindsay, der letzte Sieg auf Hardcourt durch die Spanierin lag bereits über 2 Jahre zurück.



Auch diesmal konnte Martinez Davenport nicht fordern. Lindsay siegte problemlos mit 6-2 6-1
 

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Discussion Starter #14
Damit kam es zu den Halbfinals Hingis - Pierce und Davenport - Dementieva.

Highlights vom ersten Halbfinale:


Zweites Halbfinale fast vollständig hier (kommentiert von Jürgen Hötger und Heinz Günthard, die beiden zusammen fand ich damals ziemlich gut am Mikrophon:


Sehr interessant übrigens der Kommentar von Günthard bei 18:20, als er sich über den 2. Aufschlag von Dementieva auslässt. Das war 2000, als Dementieva noch ein no name war.
 

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Discussion Starter #15
Es kam also zum erneuten Aufeinandertreffen von Martina Hingis und Lindsay Davenport, zu diesem Zeitpunkt mit Abstand die #1 und #2 der Weltrangliste.

Das Head 2 Head stand zu dieser Zeit bei 10-7 für Lindsay Davenport, die auch die letzten 4 Begegnungen für sich entscheiden konnte und zwar inklusive des Masters Finale 1999 und der Australian Open 2000.

Die Highlights des Finales gibt es hier:


Hingis begann stark. Sie gewann den ersten Satz mit 6-4 und führte auch bereits im zweiten Satz mit 4-2. Dann aber drehte Davenport das Match und gewann satte 10 Spiele in Folge, besiegte somit Hingis erneut und holte sich den Titel.
 

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Discussion Starter #16
Wir werfen wieder die Zeitmaschine an und reisen in die Vergangeheit. Was war los vor 50 Jahren in der letzten Märzwoche?

Das grösste Event fand in Johannisburg statt. Auf das gehe ich in der nächsten Woche ein, denn das Event ging über 2 Wochen.

Der Riviera Swing wurde fortgesetzt mit einem Event in Monte Carlo, das in etwa mit einem heutigen International vergleichbar ist. Insgesamt waren 4 deutsche Damen am Start, 3 davon schieden jedoch bereits in der ersten Runde aus. Kora Schediwy unterlag der Amerikanerin Pam Austin. Und ja, Pam Austin ist in der Tat die ältere Schwester von Tracy Austin, der späterin Nummer eins und Grand Slam Siegerin. Amelie Ring verlor gegen die Finalistin des Turniers in Nizza in der Vorwoche, Marijke Schaar aus den Niederlanden. Und Almut Sturm (die durchaus auch einige Achtungserfolge in ihrer Karriere hatte) verlor gegen die Niederländerin Blom. Lediglich Helga Niessen überstand ihr erstes Match gegen eine Ungarin. Niessen ist der Geburtsname von Helga Masthoff, ihren Ehemann Hans heiratete sie erst im Herbst 1970. Allerdings hatte Deutschlands Nummer eins zu dieser Zeit gewaltige Probleme und konnte sich am Ende nur mit sehr viel Mühe mit 12-10 4-6 6-2 durchsetzen. Tiebreaks gabs zu der Zeit noch nicht, das erklärt das etwas seltsam anmutende Ergebnis.
In Runde 2 setzten sich die Favouritinnen mehr oder weniger glatt durch. Die Siegerin von Nizza, Gail Chanfreau (übrigens Australierin, hatte jedoch einen Franzosen geheiratet) verpasste ihrer Gegnerin die Brille, Schaar und Niessen siegten jeweils in zwei Sätzen. Pam Austin, die bei weitem nicht das Talent und Spielvermögen ihrer jüngeren Schwester hatte, verlor glatt in zwei, was jetzt aber keine Überraschung war.

Auch im Viertelfinale waren Chanfreau und Niessen jeweils glatt in zwei Sätzen erfolgreich. Marijke Schaar verlor etwas überrraschend gegen die Italienerin Lea Pericoli. Das wurde die Gegnerin von Helga Niessen im Halbfinale, die Deutsche siegte mit 6-3 6-1. Gail Chanfreau musste gegen die Französin Odile de Roubin über drei Sätze gehen.

Das Finale bestritten also Nizza Siegerin Gail Chanfreau gegen Helga Niessen, beide gehörten zu dieser Zeit zumindest zur erweiterten Weltspitze. Den Titel holte sich Helga Niessen, sie bezwang Chanfreau mit 9-7 6-3.

Ich habe übrigens ein Video mit einem Match von Niessen, ihre Stärke war ihre einhändige Topspin Rückhand, was erklärt, warum sie vor allem auf Sand sehr erfolgreich war. Die Vorhand sah etwas merkwürdig aus.

Auf den niederländischen Antillen fand ein weiteres kleineres Turnier vom Level eines Internationals statt. Den Titel holte sich Peaches Bartkowicz, auch die gehörte damals zur erweiterten Weltspitze, am Jahresende 1969 war sie in der inoffiziellen Weltrangliste an Platz 8 geführt. Ihr Name ist polnisch, da ihr Vater Pole ist (Mutter Russin)
Ihre Gegnerin war Nelly Truman. Sie war die jüngere Schwester von Christine Truman, die Ende der 50er Anfang 60er zur Weltelite gehörte, einmal die French Open gewann und in Wimbledon und den US Open jeweils das Finale erreichte. Nelly war nie so erfolgreich wie ihre Schwester.

In den Vereinigten Staaten fand ein weiteres Turnier statt. Hier war Topspielerin Nancy Richey, zu dieser Zeit zweifache Grandslam-Siegerin ohne wirkliche Konkurrenz. Das Turnier war recht international besetzt, aber keine Topspielerin dabei und so holte sich Richey den Titel, wurde dabei nur im Halbfinale von ihrer Landsfrau Stephanie Johnson gefordert.

Ein weiteres kleineres Turnier in England ist erwähnenswert, weil sich dort Jungtalent Evonne Goolagong den Titel holte. Sie war die einzige nicht britische Teilnehmerin und siegte im Finale gegen Joyce Williams. Williams hatte zuvor Shirley Brasher, French Open Siegerin von 1957, im Halbfinale bezwungen.
 

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Es kam also zum erneuten Aufeinandertreffen von Martina Hingis und Lindsay Davenport, zu diesem Zeitpunkt mit Abstand die #1 und #2 der Weltrangliste.

Das Head 2 Head stand zu dieser Zeit bei 10-7 für Lindsay Davenport, die auch die letzten 4 Begegnungen für sich entscheiden konnte und zwar inklusive des Masters Finale 1999 und der Australian Open 2000.

Die Highlights des Finales gibt es hier:


Hingis begann stark. Sie gewann den ersten Satz mit 6-4 und führte auch bereits im zweiten Satz mit 4-2. Dann aber drehte Davenport das Match und gewann satte 10 Spiele in Folge, besiegte somit Hingis erneut und holte sich den Titel.
Vielen Dank chaton für die tollen Rückblicke. Schön mal wieder Matches von Seles Pierce oder Dapenport zu sehen
 

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Discussion Starter #18
Dann mache ich mal weiter damit. Freut mich, dass es einigen gefällt.

Im Jahr 1980 war die Saison zu Ende nach dem Höhepunkt des Avon Masters der Vorwoche.
In Carlsbad in Kalifornien fand ein kleineres Turnier statt, allerdings enthielt es auch ein Schauturnier, die Clairol Crown. Das Draw bestand nur aus 4 Spielerinnen, Das Finale erreichten die Mastersfinalistinnen. Martina Navratilova hatte jedoch viel Mühe gegen die bereits 36-jährige Billie Jean King. King gewann den ersten Satz und hatte Matchball im zweiten. Danach war aber die Luft raus und Martina siegte 4-6 7-6 6-0. Tracy Austin gewann relativ glatt in zwei Sätzen gegen Evonne Goolagong-Cawley und so kam es nur eine Woche nach New York zum erneuten Aufeinandertreffen von Martina Navratilova und Tracy Austin. Und wieder konnte Tracy Austin sich durchsetzen, sie siegte 7-5 6-2.

Das kleinere Event in Carlsbad war mit 50K Preisgeld dotiert und ist mit einem heutigen International vergleichbar. Die Teilnehmerliste enthielt einige Namen, die durchaus erwähnenswert sind. Topgesetzt war die Tschechin Regina Marsikova, die längere Zeit zu den Top 15 gehörte, immerhin auch mal das Halbfinale bei den French Open erreichen konnte. Deren Karriere wurde durch einen selbstverschuldeten Verkehrsunfall de facto beendet. Nicht durch Verletzungen, sondern der Unfall resultierte in einen Gefängnisaufenthalt. Davon konnte sich die Tschechin nicht mehr erholen, bei ihrem Comeback danach schaffte sie den Anschluss an die Weltspitze nicht mehr. Zurück zum Turnier: Marsikova zog glatt in die zweite Runde ein, ebenso wie ihre Landsfrau Renata Tomanova, die im Jahr 1976 die Finals der Australian Open und French Open erreichen konnte, beide jedoch verlor. Sie hatte ihre besten Zeiten hinter sich, ebenso wie Terry Holladay, die 1976 mal zu den Top 10 gehörte. Die Nummer 5 der Setyliste war Pam Shriver. "Nur" an 5 gesetzt deshalb, weil Shriver nach ihrem Durchbruch 1978, der im Erreiches des US Open Finales mündete, im darauffolgenden Jahr nicht so richtig daran anknüpfen konnte und viele frühe Niederlagen einstecken musste. Im März 1980 war sie auf dem Weg zurück zu alter Stärke, die Top 20 hatte sie aber noch nicht wieder erreicht. Hier musste sie in ihrem ersten Match über drei Sätze gehen, setzte sich aber durch. Skandalspielerin Renee Richards war ebenfalls am Start. Renee war zu der Zeit schon über 40 und der bisher einzige mir bekannte Transgender, der je auf der Profitour gespielt hatte. Das hatte natürlich zu vielen Kontroversen geführt. Richard gewann gegen eine Qualifikantin mit 6-1 6-3. Rosie Casals als Teilnehmerin noch zu erwähnen, die war mit 31 auch schon über ihren Zenit, gehörte jedoch in den gesamten 70ern zur absoluten Weltelite. Ein Grand Slam Erfolg im Einzel blieb ihr jedoch verwehrt, sie verlor beide Finalteilnahmen bei den US Open. Im Damendoppel hatte sie 8 Slams geholt, ein weiterer sollte noch 2 Jahre später folgen.
In der zweiten Runde gab es durchaus Upsets. Die Topgesetzte Marsikova verlor glatt in zwei, genauso wie Altstar Casals. Im Viertelfinale blieb Renata Tomanova hängen, die Niederlagen von Richards gegen die Nummer 4 der Setzliste Kate Latham war nicht überraschend. Gegen Latham zu spielen hassten damals viele, weil die sehr schnell zu Fuss war und technisch etwas unorthodoxe Schläge hatte. Pam Shriver traf auf Terry Holladay und siegte glatt.
Im Halbfinale gab es dann keine Überraschungen, Shriver siegte glatt gegen die Bezwingerin von Tomanova, Kate Latham benötigte allerdings 3 Sätze gegen Pam Teeguarden, French Open Siegerin im Doppel von 1977.

Am Ende holte sich Pam Shriver den Titel und hatte mit dem Spiel von Latham keine Probleme, sie gewann 6-1 6-2.

Ein weiteres Event ist noch zu erwähnen aus deutscher Sicht. Bis ins Jahr 1980 hatten die Turniere in Nizza und Monte Carlo aus dem Rivera Swing noch überlebt. Sie gehörten zu diesem Zeitpunkt aber schon nicht mehr zur offiziellen Profitour, was deren Schicksal dann auch letztendlich besiegelte. Drei bekannte Namen waren am Start. Zwei davon aus der Vergangenheit und einer für die Zukunft. Joe Durie aus England war einer der aufstrebenden jungen Talente. Helga Masthoff liess zu dieser Zeit ihre Karriere bereits ausklingen, ihr letztes Tourevent zu dieser Zeit war fast ein Jahr her. Ähnlich war die Situation für Gail Lovera (war zu diesem Zeitpunkt zum zweiten Mal verheiratet, 1970 hiess sie noch Gail Chanfreau)
Masthoff verlor allerdings auch bereits in Runde 2 gegen eine Qualifikantin, genauso wie Jungstar Jo Durie. Gail Lovera spielte sich bis ins Finale und holte sich auch den Titel, einen weiteren in ihrer langen Liste an der Rivera.
 

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Discussion Starter #19
Wir werfen die Zeitmaschine an und springen in das Jahr 1990.

Es fanden 2 Events in dieser Woche statt. Eines war der Auftakt der Sandplatzsaison, gleichzeitig auch die Eröffnung des american green clay swing. Das Event fand in Houston, Texas statt und gibt es heute nicht mehr.
Das Turnier war recht stark besetzt, das Draw etwas kleiner als üblich, nur 16 Teilnehmerinnen stark. Topgesetzt war Martina Navratilova, zu diesem Zeitpunkt Weltranglistenzweite hinter Steffi Graf, die ihr erstes Match auch problemlos gewann. Andrea Temesvari war ihre Gegnerin im Viertelfinale, die war mal immerhin die Nummer 7 der Welt, spielte viel Topspin auf beiden Seiten (beidhändige Rückhand), hatte aber zu dieser Zeit ihre besten Tage auch schon hinter sich, wenn auch immer noch in den Top 50 platziert. Nicht ganz ohne Mühe, aber Navratilova gewann auch dieses Match in zwei Sätzen und erreichte das Halbfinale.
Im zweiten Viertel setzte sich die mittlere der Maleeva-Schwestern durch. Katerina schlug in Runde eins die Georgierin Leila Meskhi, die als Nummer der 26 der Welt immer mal wieder für eine Überraschung gut war und im Viertelfinale Laura Gildemeister aus Peru, eine Spielerin recht harte Grundschläge hatte, aber eben auch zu Fehlern neigte. Immerhin reichten ihre Erfolge für die Top 20. Ihr Spiel war zu gut für die deutsche Sandplatzspezialistin und Linkshänderin Isabel Cueto, der Nummer 29 der Welt, Cueto verlor glatt in Runde eins.
Auch in der unteren Hälfte erreichten beide Gesetzten das Halbfinale. Arantxa Sanchez-Vicario ohne Satzverlust, Zina Garrison musste in Runde eins gegen Natasha Zvereva einen Satz abgeben. Ausgeschieden in Runde eins war dagegen Sylvia Hanika, deren Karriere gezeichnet von vielen Verletzungen sich langsam dem Ende zuneigte.
Im Halbfinale kam es dann zu einer Überraschung, denn Katerina Maleeva konnte Martina Navratilova in drei Sätzen bezwingen. Ihre Gegnerin im Finale wurde die amtierende French Open Siegerin Arantxa Sanchez-Vicario, die sich im Tiebreak des dritten Satzes gegen Zina Garrison durchsetzte. Auf Grund des Belages war das jedoch keine so grosse Überraschung. Den Titel sicherte sich am Ende jedoch Maleeva, nach ihrem Dreisatzsieg gegen Navratilova konnte sie auch gegen Sanchez Vicario in drei Sätzen gewinnen.

Das zweite Event war quasi der Ausklang der amerikanischen Hartplatzsaison, fand in San Antonio statt und war ähnlich gut besetzt wie Houston.
Hier gab es allerdings eine dicke Überraschung, denn die Topgesetzte Nummer 3 der Weltrangliste, Gabriela Sabatini scheiterte bereits in Runde eins an Lori McNeil. McNeil hatte es in den 80ern mal in die Top 10 kurzzeitig geschafft, gehörte aber längerfristig zu den Top 20 und war immer mal wieder für Upsets gut. Das hat auch Steffi Graf schmerzlich erfahren müssen, die gegen McNeil ebenfalls zweimal in ihrer Karriere das Nachsehen haben sollte. Ex Top 10 Spielerin Catarina Lindqvist aus Schweden wurde gar richtig vermöbelt in der ersten Runde von Gigi Fernandez (ex Freundin von Conchita Martinez und nicht zu verwechseln mit Mary Joe), die verpasste ihr einen Breadstick und einen Bagel. Ex Top 10 Spielerin Kathy Rinaldi, zu der Zeit schon weit über ihrem Zenit, heute FedCup Trainerin der USA, verlor ebenso in drei Sätzen ihr Auftaktmatch. In der unteren Hälfte blieben Überraschungen in der ersten Runde aus. Jana Novotna erreichte das Viertelfinale ebenso wie Monica Seles. Hana Mandlikova, die 1990 ihre letzte Saison spielte gewann ebenso ihr erstes Match gegen Larissa Savchenko, besser bekannt unter ihrem Namen nach der Hochzeit, Larissa Neiland.
In der oberen Hälfte setzten sich im Viertelfinale die favouritinnen durch. Nummer drei der Setzliste, Manuela Maleeva-Fragniere erreichte mühelos das Halbfinale und Gigi Fernandez wurde von Lori McNeil ebenso abgefertigt wie sie selbst ihre Erstrundengegnerin nach Hause geschickt hatte, sie konnte nur ein game mehr gewinnen.
In der unteren Hälfte verlor Jana Novotna überraschend gegen die Südafrikanerin Rosalyn Fairbank, auch die war immer mal wieder für einen Upset gut. Monica Seles dagegen gewann ohne grössere Probleme gegen Hana Mandlikova.
Auch im Halbfinale blieben Überraschungen aus. Manuela Maleeva-Fragniere beendete den Run von Lori McNeil und siegte ebenso mühelos wie Monica Seles gegen Rosalyn Fairbank.

Somit traf die erfahrene Bulgarin auf die junge Monica Seles, Nummer 4 der Welt, die im Jahr zuvor DER shootingstar auf der Tour war. Obwohl Seles noch jung war, sprach das Head2Head schon jetzt klar für sie, es lag bei 3-0 für die Jugoslawin.

Das Match gibt es in voller Länge, es enthält auch den Matchball des Halbfinales von Monica Seles gegen Rosalyn Fairbank und auch den von Lori McNeil gegen Gabi Sabatini.

 

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Zu Beginn hatte Seles diesmal durchaus Mühe. Maleeva führte bereits 4-2, dann aber war Seles nicht mehr zu stoppen und gewann den ersten Satz noch mit 6-4, kontrollierte das Geschehen. Am Ende hatte sie nochmal Mühe und konnte bei 6-4 und 5-2 nicht ausservieren holte sich aber schliesslich doch ungefährdet den Titel.
Maleeva konnte Seles übrigens in ihrer gesamten Karriere nicht besiegen. Sie verlor alle 9 Begegnungen.
 
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