Reisebericht SOPOT - TennisForum.com
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Old Jul 31st, 2003, 08:57 AM   #1
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Reisebericht SOPOT

Reisebericht / Tagebuch SOPOT / Polen 26.07. – 30.07.2003

Samstag, 26.07.2003
Start 03.00 Uhr von Hamburg,
an Berlin 06.00 Uhr,
an Grenze D/PL 07.00 – Wartezeit ca. 30 Min.
Die letzte Hälfte der Autobahn Berlin-Szeczin besteht fast komplett aus einer Baustelle.
Von der Grenze bis Gdynia sind es 368 km, für die ich 5 Stunden brauche. Zunächst ist der Highway ganz gut ausgebaut, aber nach ca. 100 km geht es dann über die Dörfer.
Alle 100 m steht eine Oma oder ein Kind an selbstgebauten Verkaufsständen oder einem einfachen Campingtisch, und bieten Waren an: Äpfel, Pfifferlinge, Honig, usw.

Sopot liegt an der Ostseeküste, zwischen den Großstädten Gdynia (Gdingen) und Gdansk (Danzig).
In Gdynia habe ich zunächst noch Wegweiser nach Sopot gesehen, irgendwo wichen sie von den Wegweisern nach Gdansk ab, aber nach Durchquerung der Stadt waren keine mehr zu finden. Am Ortsausgang von Gdynia gibt es einen Kreisverkehr mit ca. 6 Straßenabzweigungen, aber keinem einzigen Wegweiser.
Der vierte Versuch erweist sich nach 3 km als richtig: ein neuer Wegweiser nach Sopot!

Ankunft Sopot 13.00 Uhr. Das Turniergelände habe ich mit Lageplan aus dem Internet schnell und einfach gefunden, mein Pressebadge ist schon fertig. Außer einem Wasserspender und einer Kaffeemaschine war aber an Versorgungseinrichtugnen nichts zu entdecken.

Matches hatten schon um 09.00 Uhr angefangen, Cristina hatte (als ehemaliger Champion von 2001) zweites Spiel auf dem Center Court, ich komme gerade recht zum Seitenwechsel beim 5-2 im dritten Satz. Ich setze mich schnell in die erste Reiche, Cris sieht lächelnd herüber, ich zeige ihr die Beckerfaust, und weiter geht’s: 4 Punkte, und das Match ist gewonnen.
Nach dem Spiel kommt sie sofort zu mir, wir begrüßen uns mit Küsschen, und nach kurzem Wortwechsel: wann bist du angekommen – gerade eben – hast du schon gegessen – nein, in der presse gibt es nichts – dann komm mit mir – nimmt sie mich mit in den Spielerbereich. Dort gehen wir, Cris immer noch in verschwitzen Match-Klamotten, in das Turnierbüro, wo ich ein Players Guest Badge erhalte.
Das Buffet in der Players Lounge besteht aus Chicken breast, Roast beef, vier versch. Pasta, Minestronesuppe, Salat-Buffet mit Tomaten, Mais, Bohnen, gekochten Eiern, sowie Obst und Kuchen. Nicht schlecht für einen ersten Quali-Tag, sage ich zu Cris. Ja, sagt sie, aber es wird die ganze Woche dasselbe geben…. sagt sie aus Erfahrung. Sie spielt hier im siebten Jahr, kennt das Turnier noch als 25.000er.

Zusammen mit Cris’ Coach und Arancha Parra essen wir, während ich von meiner Anreise erzähle. Ich treffe Cris’ Coach zum ersten Mal, kenne ihn nur aus Cris’ Erzählungen, denn er reist ansonsten mit David Sanchez, und er fragt mich nach meinen fotografischen Aktivitäten aus.

Später schaue ich noch Matches von Kostanic und Abramovic.

Um 18.00 Uhr mache ich mich auf die Suche nach einem Hotel. Die Touristenburgen an der Uferpromenade erweisen sich alle als ausgebucht, vom Spielerhotel Grand Hotel hatte mir Cris als zu teuer und zu alt abgeraten.
Das Europa Hotel an der Hauptstrasse ist auch ausgebucht, die Receptionistin empfiehlt mir, nach Gdynia reinzufahren, und bietet an, im Hotel Gdynia nach einem freien Zimmer nachzufragen. Sie ist erfolgreich und reserviert mir das letzte verfügbare Zimmer für 30 Minuten.
Ich mache mich auf den Weg, sehe unterwegs ein Hinweisschild eines Hotels in einer Seitenstraße. Ich biege mal probeweise ab, drehe aber gleich wieder um, als ich das Haus sehe: sicher zu teuer.
Ich fahre weiter Richtung Gdynia, sehe ein weiteres Schild eines Hotels, versuche es nochmals. Der dreigeschossige Neubau sieht ebenfalls sehr teuer aus, aber ich versuche es trotzdem.
Das letzte Einzelzimmer soll 75,- Euro kosten, nach zähen Verhandlungen und der Erwähnung, dass ich schließlich vier Nächte bleiben würde, räumt man mir einen 10-%-igen Rabatt ein. Das ganze Hotel ist sehr neu, aber im alten Stil eines englischen Landhauses des 17. Jahrhunderts eingerichtet, alles sehr liebevoll arrangiert. Mein Zimmer ist riesig, mit ebenso riesigem Badezimmer.
Den großen Swimming Pool im Keller nutze ich jeden Morgen als einziger Gast, da fällt es niemandem auf, dass ich gar keine Badehose dabei habe…

Sonntag, 27.07.2003
Sehr reichhaltiges Frühstück, mit speziell zubereitetem Rührei.

Die Players Lounge ist um 10.00 noch völlig verwaist, ich setze mich an einen Tisch und sortiere Fotos aus Wien und Rosmalen, und stelle Fotoalben für Jelena Kostanic und Iveta Benesova zusammen. Zufällig sind es genau diese beiden, die jeweils unmittelbar nach Fertigstellung der Alben als erste erscheinen, und ich habe gute Gelegenheit, mit beiden ausgiebig zu sprechen, während wir gemeinsam die Alben anschauen.
Ich erneuere Iveta gegenüber meinen Wunsch nach einer privaten Fotosession, sie sagt, sie wolle das auch gern, aber leider verliere sie ja immer in der ersten Runde, wenn ich da sei.
Leider findet sich keine Gelegenheit, Jelena von meiner „Traum-Hochzeit“ zu erzählen…

Cris hat ihr Zweitrunden-Match gegen Stefanie Gehrlein. Morgens sagt sie noch voller Vorahnugnen, dass mein Badge nur ein Qualy-Badge sei, gelte nur bis Dienstag, wenn sie es nicht schaffe, sich zu qualifizieren. Ich sehe da nicht so schwarz wie sie.
Cris verliert unglücklich den dritten Satz.

Ich treffe Anabel Medina, als sie darauf wartet, dass ihr Trainingsplatz frei wird. Sie meint, Cris habe gar nicht schlecht gespielt.

Ich sehe Cris später beim Essen, und spreche sie nur kurz an, in dem ich frage, ob sie morgen auch noch da sei. Wahrscheinlich ja, sagt sie, es mache keinen Sinn, heim zu fliegen, da sie nächste Woche in Helsinki spiele.
Du hast gar nicht schlecht gespielt, sage ich, es war nur Pech bei einigen wichtigen Punkten. Es ist sehr nett, dass du das sagst, meint sie, und bricht unvermittelt in Tränen aus; wir umarmen uns gegenseitig.

Ich spreche kurz mit Clarissa Fernandez, frage, ob sie mein e-Mail mit dem Text unseres Interviews aus Wien bekommen habe. Ja, sagt sie, es sei sehr schön geworden.

Auf der Terrasse der Players Lounge stehen einige Liegestühle; ich setze mich, und bin sofort eingeschlafen. Nach einer ganzen Stunde, geweckt durch eine laute Unterhaltung Poutscheks mit ihrer Mutter, finde ich im Liegestuhl neben mir Anabel, Kreuzworträtsel lösend.

Montag, 28.07.2003
Ich nutze die leere Players Loiunge wieder, um Fotoalben zusammenzustellen, heute für Henrietta Nagyova, Anca Barna und Katarina Sprem.
Nachdem Henrietta unsere Einladung zu einer Fotosession ja wegen eines Verbots ihres Managers in Madrid nicht annehmen konnte, habe ich mir vorgenommen, sie künftig Stück für Stück „weichzuklopfen“; heute der erste Streich in Form eines Fotoalbums mit Fotos aus Bol und Wien. Sie ist begeistert von den Fotos, blüht förmlich auf, zeigt sie begeistert ihrem Coach; nichts mehr von dem ewig griesgrämigen Buster-Keaton-Gesicht, sie strahlt von einem Ohr zum anderen.

Ebenso später Katarina Sprem, mit der ich vorher noch nie gesprochen habe. Ich gebe ihr ein Album mit Fotos ihres Finals in Wien; sie freue sich sehr darüber, sagt sie glücklich, und bedankt sich mehrmals.

Ich mache Fotos bei den Matches Fauth-Haidner sowie Kostanic-Abramovic, das aber wegen Regens um 15.30 abgebrochen wird.

In der Players Lounge finde ich Anabel und Clarissa beim Kreuzworträtsel. Mit der Frage nach der Hauptstadt von Indonesien erbitten sie meine Hilfe, aber wie schreibt man Jakarta auf Spanisch?

Da Cris gestern ausgeschieden ist, hat sie auch keine Essenmarke mehr für mich, aber Familie Barna hat gestern gebunkert und lädt mich ein…
In der Presse wird eine Theke mit Bierzapfanlage aufgebaut, aber von Bufet keine Spur.

Ich treffe Magda Grzybowska, die hier als TV-Kommentatorin arbeitet. Wir begrüßen uns mit Küsschen; sie sieht toll aus. Wir erzählen gegenseitig von Erlebnissen der letzten zwei Jahre, seit wir uns das letzte Mal trafen. Nach dem der Regen aufgehört hat, machen wir einige Fotos abseits der Trainingsplätze.

Cris kommt auf mich zu, mit der Mitteilung, sie habe mich als Gast von Kelly Liggan eingetragen (die hat ihre Quali zwar auch verloren, spiele aber Doppel im Main Draw), ich solle mein Badge im Turnierbüro umtauschen und könnte dann auch wieder Essenmarken bekommen.
Im Büro erfahre ich, dass mein Badge schon für das Main Draw gilt, mans ei wohl bei Cris als ehemaligem Champion des Turniers davon ausgegangen, dass sie die Qualy schaffen würde. Cris lacht sich tot, als ich ihr das erzähle.

Dienstag, 29.07.2003
Der Tag beginnt mit Regen, und der hört auch bis nachmittags nicht auf. Die Players Lounge ist den ganzen Tag über sehr voll, alle essen pausenlos.
Außer einer Fortsetzung von Anabels Kreuzworträtsel ist aber nichts erwähnenswert;
Alle anderen Spanierinnen schlafen, zugedeckt mit großen Handtüchern, in den Liegestühlen.
In einer kurzen Auflockerung zwischen zwei Regenschauern mache ich einen Spaziergang durch den Ort und an den Strand und bin begeistert. Zwar ist der Standard Sopots sicher nicht mit Eastbourne oder Knokke zu vergleichen, aber für sich genommen doch ein sehr schönes Örtchen.
Auch nachmittags passiert in Sachen Tennis nicht viel; ich versuche mal das polnische Bier in der Presselounge.

Mittwoch, 30.07.2003
Das Wetter ist vormittags immer noch dunkel und feucht, aber zumindest regnet es nicht mehr. Gegen Mittag haben die Servicekräfte alle Plätze trocken, und die Spiele können starten.
Ich schaue Iveta Benesovas Erstrunden-Match gegen Karolina Sprem, sie gewinnt geradezu mühelos. Nachmittags in der Lounge verabschiede ich mich von ihr mit der Bemerkung, diesmal scheitere die Fotosession nicht an ihr, sondern daran, dass ich heim müsse, und wünsche ihr viel Glück für das ebenfalls noch heute zu spielende Zweitrunden-Match.
Abfahrt um 16.00 Uhr,
für die 360 km bis zur Grenze brauche ich aus dieser Richtung nur vier Stunden,
um Mitternacht bin ich daheim.

PS.: in diesem Jahr findet noch in der Folgewoche das Turnier in Helsinki statt, im nächsten Jahr wird dies erstens nach Stockholm verlegt, und zweitens in die Woche vor Sopot. Als ich auf der Rückreise in Gdynia Wegweiser zur Fähre nach Karlskrona (Schweden) sehe, reift in mir der Gedanke, im nächsten Jahr vielleicht eine zweiwöchige Tennisrundreise - Hamburg via Copenhagen/Göteborg nach Stockholm, dann von dort via Karlskrona-Gdynia nach Sopot, und dann von dort heim - zu planen.





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Old Jul 31st, 2003, 10:11 AM   #2
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großartig! danke dass du uns immer an deinen tollen reisen teilhaben lässt!
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Old Aug 2nd, 2003, 10:46 AM   #3
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wie immer ein "literarischer" genuß , danke Dieter!
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