Babsi Rittner Cheering Thread!!! - Page 12 - TennisForum.com
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Old Jun 15th, 2013, 11:00 AM   #166
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

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Originally Posted by Lisickinator View Post
Die Deutschen haben vor allem ein Probleme Erfolge in einer global bedeutsamen Sportart wie Tennis einzuordnen. Da wird dann lieber ein mit vielen Millionen geförderter Clownsport wie Schlittenfahren geschaut, bei dem sich aufgrund von kaum vorhandener weltweiter Konkurrenz die Erfolge von ganz alleine einstellen.
Na ja, wenn nur explizit Rodeln in der Woche im TV zu sehen wäre, wären die Quoten auch nicht hoch. Im Wintersport war es bislang das Gesamtpaket aus populären Sportarten wie Skispringen und dann Biathlon, sowie die Gesamterfolge in allen Wintersportarten. Aber nachdem im Skispringen die Erfolge schon extrem zurückgingen, passiert das gerade auch im Biathlon, siehe die letzten WM, die mit die schwächste WM der Deutschen seit weit über 25 Jahren war. Sollte sich das in Sotschi fortsetzen, rechne ich mit einem ziemlich Quotenrückgang im Wintersport.


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Originally Posted by Bino View Post
Das Wahrnehmungsproblem ist in allererster Linie den Medien geschuldet. Der BR und andere ÖR brauchen sich über niedrige Quoten nicht zu wundern, wenn sie Tennis nicht insgesamt stärker und häufiger präsentieren.
Ja, man hätte gestern auch einen Kompromiss finden können. Entweder das HF wäre eher angefangen, denn dort kamen im BR nur Wiederholungen oder man hätte halt mal eine halbe Stunde von "Wir in Bayern" ausfallen lassen können.
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Old Jun 15th, 2013, 11:01 AM   #167
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

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Originally Posted by Fury View Post
Es muss halt immer Platz 1 sein, sonst ist es nichts wert. Siehe Fußballnationalmannschaft. Die wird zwar gekuckt, aber niedergemacht.
Da wird niedergemacht, weil der Trainer nichts taugt. Ist aber ein anderes Thema. Obwohl beim Tennis werden die Bundestrainer auch teilweise hart kritisiert.

Aber stimmt schon. Für die Deutschen Sportfans ist es wichtig, dass Deutsche vorne dabei sind oder am besten um den Sieg mitspielen. Das ist beim Tennis schwieriger, da derzeit ja nur 3 Damen einen Grand Slam Sieg unter sich ausmachen.
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Old Nov 1st, 2013, 01:18 PM   #168
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

http://www.ran.de/tennis/wta/news/ri...-erfolg-109226
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Rittner: Mädels reif für Grand-Slam-Erfolg

Barbara Rittner ist nicht nur die Teamchefin des Porsche Team Deutschland, sie ist für alle DTB-Spielerinnen auch eine absolute Vertrauensperson. Im exklusiven Gespräch mit ran.de und tennis.de spricht Rittner über die deutsche Nummer eins, Angelique Kerber, das Tennisjahr 2013 und blickt auf das Fed-Cup-Finale zwischen Italien und Russland

Frau Rittner, Sie waren vergangene Woche in Istanbul und haben sich das WTA-Masters live vor Ort angeschaut. Welche Eindrücke konnten Sie sammeln?

Barbara Rittner: Es war letztlich so, wie man es sich von einem WTA-Masters erwartet. Alle Matches, die ich gesehen habe, waren sehr hochklassig, absolut top. Und es war vor allem zu beobachten, dass alle Spielerinnen, die dort waren, auch zum Ende der Saison noch sehr fit waren. Aus deutscher Sicht konnte ich feststellen, dass Angie sich in ihrem zweiten Jahr in Istanbul unheimlich weiterentwickelt hat.

Inwiefern?

Rittner: Naja, gegen eine Agnieszka Radwanska muss man erst einmal glatt in zwei Sätzen gewinnen. Angie hat richtig gutes Tennis gespielt und ich glaube auch, dass es sie dieses Mal nicht so viel Kraft gekostet hat, wie noch bei ihrem ersten Auftritt beim WTA-Masters im vergangenen Jahr. Damals hat sie ein super Match gegen Victoria Asarenka gespielt, war danach aber völlig platt. Und man darf auch nicht unterschätzen, welches Programm die Spielerinnen vor Ort absolvieren müssen. Vor allem medial. Da muss man erst einmal reinwachsen und sich daran gewöhnen. Die Top-Spielerinnen wie Serena Williams oder auch eine Maria Scharapowa sind das natürlich gewohnt, aber für die anderen ist das Neuland. Aber ich glaube, dass Angie jetzt in diesem etablierten Kreis richtig angekommen ist und sich auch wohlfühlt. Außerdem ist sie von den anderen Spielerinnen auch absolut respektiert und akzeptiert.

Wie haben Sie denn die Saison von Angelique Kerber bis zum WTA-Masters in Istanbul wahrgenommen? Es war ja ein stetiges Auf und Ab mit dem sportlichen Wendepunkt nach dem frühen Aus in Wimbledon.

Rittner: Angie hat das Jahr okay angefangen und sich dann eine relativ schwierige Verletzung am Rücken zugezogen, weshalb sie auch eine Zeit lang pausieren musste. Das war für sie komplett neu, weil Angie zuvor eigentlich nie verletzt war. Und dann war sie dieses Jahr zum ersten Mal auch die Gejagte und hatte ihre Weltranglistenposition und somit viele Punkte bei den Turnieren zu verteidigen. Das hat sie bis Mitte des Jahres auch ganz gut gelöst. Aber dann kam das frühe Ausscheiden in Wimbledon. Ich hatte in dieser Phase wirklich Angst, dass Angie an dieser großen Enttäuschung zerbricht, dass sie in ein Loch fällt. Aber sie hat sich da super wieder rausgekämpft, die richtigen Leute um sich herum gehabt, die sich auch um sie gekümmert haben. Das war für mich die wichtigste Erfahrung für Angie im Tennisjahr 2013. Denn das wird sie auch für die Zukunft immer stärken…

…was in den vergangenen Monaten ja auch schon zu erkennen war …

Rittner: Absolut. Sie hat einen unglaublichen Endspurt hingelegt. Ich hatte Istanbul ehrlich gesagt nicht mehr auf dem Plan. Und war dann doch positiv überrascht, als sie sich doch noch qualifizierte. Sie hat alle Höhen und Tiefen in diesem Jahr richtig gut gemeistert und jetzt bin ich mal gespannt, was nächstes Jahr passiert.

Inwiefern nervt es Sie, dass die Öffentlichkeit diese Erfolge von Kerber oder auch Sabine Lisicki in diesem Jahr nicht so richtig würdigt, sondern nach wie vor eher kritisiert, dass keine deutsche Spielerin den großen Durchbruch, sprich einen Grand-Slam-Sieg, geschafft hat.

Rittner: Also nerven ist das falsche Wort. Mir tut es zwischendurch einfach nur sehr leid, was die Mädels da medial einstecken müssen. Was kann man machen? Ich sehe, wie hart alle arbeiten, dass sie wirklich alles für den eigenen Erfolg geben. Da kann sich keiner einen Vorwurf machen. Es gibt sehr viele Spielerinnen, die ein Grand-Slam-Turnier gewinnen wollen. Wir hatten dieses Jahr mit Sabine aber immerhin eine, die im Finale stand, was großartig war. Aber natürlich wartet Tenns-Deutschland nach der Graf-, Becker- und Stich-Ära wieder auf einen erneuten Grand-Slam-Sieg. Aber da müssen viele Dinge zusammenpassen. Für mich war es bei Angie in Istanbul jetzt zum Beispiel ein riesiger Erfolg, dass sie am letzten Tag noch um den Einzug ins Halbfinale gespielt hat. Aber Petra Kvitova hat an diesem Tag ein super Match gespielt und ich fand das überhaupt nicht schlimm, denn das gehört zu einer gewissen Entwicklung dazu. Und ich bin mir sehr sicher, dass bei den fünf, sechs Mädels, die wir in Deutschland haben, ihre besten Jahre noch vor ihnen liegen. Sie sind jetzt alle Mitte zwanzig und somit im besten Tennisalter. Es ist also im Bereich des Möglichen, dass wir mal wieder eine Grand-Slam-Siegerin haben. Und ich hätte vor ein paar Jahren nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde.

Zumal Erfolg nicht planbar ist …

Rittner: …ganz genau, siehe Andrea Petkovic. Sie war auf einem super Weg, ganz nach vorne zu kommen und hat sich genau in dieser Situation wieder einmal richtig schwer verletzt. Es kann immer viel passieren. Deswegen finde ich es umso beachtlicher, dass alle Mädels mit einer gewissen Konstanz da vorne mitspielen und gegen jeden bestehen können. Dass die Öffentlichkeit natürlich immer nach dem großen Wurf lechzt und immer wieder etwas Negatives findet, tut mir persönlich sehr leid und ich finde es zum Teil auch extrem unfair, weil ich weiß, wie sehr sich die Mädels das alle sehr zu Herzen nehmen.

Nehmen Sie dann auch mal Einfluss? Denn Sie haben als deutsche Fed-Cup-Teamchefin ja einen sehr guten Draht zu allen deutschen Spielerinnen.

Rittner: Ich bin ein bisschen die Person, die im Hintergrund da ist. Die Spielerinnen wurden von mir in jungen Jahren ja auch mitgeprägt, ich habe viele Lehrgänge mit ihnen gemacht und den Mädels Dinge mit auf den Weg gegeben, von denen sie heute allesamt profitieren. Jetzt bin ich eine Art Vertrauensperson.

Also auch ein bisschen die "Mutti"?

Rittner: Nee, also dieses Wort finde ich furchtbar und falsch. Ich bin ja nicht diejenige, die die Mädels bekocht und den ganzen Tag umsorgt. Ich bin eher eine Mischung aus vertrauter Person oder aber Beraterin im Hintergrund, die die Dinge allerdings auch kritisch betrachtet. Ich habe einen engen Draht zum Umfeld. Egal ob das die Eltern sind oder die Coaches. Ich bin da sehr vermittelnd tätig. Meine große Stärke ist, glaube ich jedenfalls, dass ich sehr gute Antennen dafür habe, was passiert und dann eben als unabhängige, langjährige Vertraute versuche, von außen einzuwirken und mitzugestalten.

Angelique Kerber hat sich in den Top-Ten etabliert, Sabine Lisicki stand im Wimbledon-Finale, Andrea Petkovic hat sich nach ihrer Verletzung wieder zurückgekämpft – nur Julia Görges hat mit 16 Erstrunden-Niederlagen ein ganz bitteres Jahr hinter sich. Wie sehen Sie ihre Saison?

Rittner: Für Jule war es eine unglaublich schwere Saison. Sie musste sich mit einer hartnäckigen Handgelenksverletzung herumschlagen. Und das als eine Spielerin, die sehr viel Topspin spielt und dabei einen enormen Handgelenkseinsatz hat. Diese Verletzung hat bei ihr dann für eine große Unsicherheit gesorgt, die sich über das ganze Jahr gezogen hat. Gut, sie ist jetzt trotzdem unter den Top-80 der Welt geblieben, was aber sicherlich nicht ihr Anspruch ist. Für mich ist Jule definitiv eine Top-20-Spielerin. Aber so eine Saison gehört einfach dazu, vor allem dann, wenn man so eine eklige Verletzung hat und lange Zeit nicht schmerzfrei ist.

Hatten Sie denn mal Kontakt zu ihr?

Rittner: Ja, wir hatten ein sehr gutes, längeres Gespräch, in dem Jule einen super Eindruck machte. Es geht ihr sehr gut, sie fühlt sich fit und wird sicherlich eine gute Vorbereitung auf die Saison 2014 machen, um dann wieder durchzustarten. Sie sieht das alles sehr nüchtern und aufgeräumt und deshalb denke ich auch, dass Jule im nächsten Jahr wieder voll angreifen wird. Denn sie weiß selbst, dass sie dort, wo sie jetzt in der Weltrangliste steht, nicht hingehört.

Anke Huber hat im Interview mit ran.de gesagt, dass sie an Görges‘ Stelle die Saison vielleicht schon früher beendet hätte, um Abstand vom Sport zu bekommen. Sehen Sie das ähnlich?

Rittner: Ja, das hätte ich ihr auch geraten. Ich hätte nach den US Open zu ihr gesagt: Jule, nimm‘ Dir doch mal eine Auszeit. Aber natürlich gibt es da auch Argumente dagegen. Zum einen sind die Turniere in Asien, Tokio und Peking, für die Spielerinnen Pflichturniere. Wer dort nicht antritt, muss eine saftige Strafe zahlen. Und dann hatte sie im vergangenen Jahr in Linz ja auch noch das Finale gespielt und entsprechend in diesem Jahr gehofft, dass dort vielleicht der sportliche Wendepunkt gelingt. Im Nachhinein hätte sie vielleicht aber doch besser die Saison früher beendet. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.

Was erwarten Sie von Ihren Spielerinnen in der kommenden Saison?

Rittner: Mein Hauptaugenmerk liegt 2014 natürlich erst einmal auf dem Fed-Cup. Wir sind dieses Jahr aufgestiegen, haben somit unsere Pflicht erfüllt. Jetzt wartet in der ersten Runde mit einem Auswärtsspiel in der Slowakei ein schweres Los auf uns. Die haben mit Dominika Cibulkova, Daniela Hantuchova und Magdalena Rybarikova richtig erfahrene Spielerinnen in ihren Reihen. Dennoch hoffe ich, wenn ich denn endlich auch mal personell aus dem Vollen schöpfen kann, dass wir diese erste Runde gewinnen und mal ins Halbfinale einziehen. Darauf liegt meine ganze Konzentration. Und ich hoffe wirklich, dass ich am Ende die Qual der Wahl habe, weil alle Mädels gesund und munter aus Australien zurückkommen. Das ist nämlich meine größte Sorge.

Und was erwarten Sie von jeder Einzelnen?

Rittner: Naja, eine Angie Kerber hat sicherlich das Ziel, mal ein Grand-Slam-Finale zu erreichen und weiterhin ganz vorne mitzuspielen. Genauso wie eine Sabine Lisicki sicherlich die Top-Ten angreifen will. Sie hatte nach Wimbledon wieder mit ein paar Verletzungen zu kämpfen und will jetzt wieder an die Leistungen vor und in London anknüpfen. Das Potenzial dafür hat sie jedenfalls, das weiß jeder. Eine Andrea Petkovic hat ihren Körper jetzt wieder im Griff, so dass sie eine komplette Saison durchspielen und die Top-15 angreifen kann. Eine Annika Beck muss ein gutes Jahr bestätigen, was sicherlich nicht ganz einfach wird. Auch Mona Barthel hat zu Beginn des Jahres viele Punkte zu verteidigen. Jule muss sich dagegen wieder fangen und vor allem gesundheitlich fit bleiben. Und wenn wirklich alle gesund bleiben, dann glaube ich fest daran, dass wir im nächsten Jahr sechs deutsche Spielerinnen unter den Top-30 der Weltrangliste haben können.

Welche Spielerin aus der zweiten Reihe, also dem "Porsche-Talent-Team", kann im nächsten Jahr vielleicht mal für eine Überraschung sorgen?

Rittner: Naja, allen voran sicherlich eine Annika Beck, die sich jetzt an die Top-50 herangespielt und in ihren Leistungen eine gewisse Konstanz gezeigt hat. Aber auch eine Carina Witthöft. Die ist erst 18 Jahre alt, hat aktuell ihr Abitur gemacht und vielleicht gerade einmal 11, 12 Turniere gespielt. Wenn sie jetzt noch professioneller trainiert und anstatt 12 auch mal 25 Turniere in der Saison spielen kann, dann sieht es auch ganz anders aus. Anna-Lena Friedsam sorgte in den letzten Wochen und jetzt gerade beim WTA-Turnier in Nanjing für Furore und ist auf dem Sprung in die Top-100. Aber ich denke auch eine Antonia Lottner, die Jüngste im Bunde. Sie hat bei den French Open im Jugendbereich das Finale erreicht und ist auch bei den US Open weit gekommen. Aber sie haben alle schon noch viel harte Arbeit vor sich. Dennoch ist bei allen das Potenzial vorhanden, um die Lücke zur jetzigen Generation zu schließen.

Was ist mit Dinah Pfizenmaier?

Rittner: Dinah ist mit 21 Jahren nicht mehr ganz so jung und musste aufgrund einer Handverletzung eineinhalb Jahre pausieren. Aber auch sie hat jetzt natürlich das Ziel, die Top-50 anzugreifen. Sie ist eine unheimlich fleißige Arbeiterin, die dieses Jahr bei den French Open richtig gut gespielt hat. Da wird man nun auch sehen müssen wie sie, aber auch alle anderen aus diesem Team, mit dem öffentlichen, aber auch dem eigenen Druck umgehen. Spielerisch haben es jedenfalls alle drauf.

Um den Damen-Bereich muss sich Tennis-Deutschland also keine Sorgen machen …

Rittner: … momentan jedenfalls nicht. Ich bin aktuell auch wieder in Stuttgart und mache einen Lehrgang mit den Kleinen. Da ist die Jüngste elf Jahre alt und die Älteste 15 Jahre. Und ich muss sagen, dass es zwar nicht mehr so viele Talente in der Breite gibt, aber wir haben schon noch ganz tolle Spielerinnen in der Hinterhand. Es ist einfach unser Glück, dass wir mit Porsche als Sponsor gezielt fördern können.

Da hat Davis-Cup-Teamchef Carsten Arriens bei den deutschen Herren ja eine ganz andere Situation.

Rittner: Das stimmt. Aber die hatte ich vor ein paar Jahren auch. Und da muss man einfach an allen Fronten kämpfen. Ich würde dem Carsten natürlich auch so einen Deal wünschen, wie wir ihn mit Porsche haben. So hätte auch er deutlich mehr Mittel zur Verfügung, seine Vorstellungen umzusetzen. Aber ich sehe durchaus auch ein paar gute Talente bei den Jungs.

Am Wochenende steigt das Fed-Cup-Finale zwischen Italien und Russland. Ihre Einschätzung?

Rittner: Naja, nachdem bei den Russinen ja aus welchen Gründen auch immer die Top-Spielerinnen nicht spielen, ist Italien natürlich klarer Favorit. Sie spielen zu Hause auf Sand, haben ein unglaubliches Team in der Breite und auch im Zusammenhalt. Es ist einfach toll, was Italien in den letzten Jahren spielt und es ist auch ein Vorbild für uns, an dem wir uns orientieren können. Und jetzt sieht man halt auch mal, was alles möglich ist: Da spielst du im Finale gegen Russland, bist eigentlich Außenseiter, aber dann spielen die Top-Spielerinnen gar nicht. Aber wenn du den Fed-Cup gewinnst, fragt am Ende keiner mehr, wer beim Gegner alles gespielt hat. Insofern ist das auch für uns eine große Motivation für die kommenden Jahre, Vollgas zu geben.
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Old Apr 17th, 2014, 12:50 PM   #169
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

http://www.barbara-rittner.de/news.html

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HALBFINALE ))))

Was soll ich sagen...es war eine absolut perfekte Woche für das PORSCHE TEAM DEUTSCHLAND. Ich bin unendlich stolz auf das gemeinsame Auftreten, den Kampfgeist, den Einsatz, den Zusammenhalt, die für jeden offensichtliche Einheit - einfach auf das ganze Team.

Und als Belohnung stehen wir nun zum ersten Mal seit 19 Jahren im Halbfinale des Fed Cups, der Mannschafts-WM im Damentennis. Gegner ist Australien mit ihrer Top Spielerin Sam Stosur. Es ist leider wieder ein Auswärtsspiel, aber wir nehmen es wie es kommt. Wir wollen unbedingt ins Finale und werden wieder ALLES dafür tun, es zu erreichen.

Ein Paar Sätze zu meinen Mädels:

Angie:
Sie hat das Team als Nr.1 vorbildlich geführt. Vor allem im zweiten Match am Sonntag gegen Cibulkova hat sie ihr bestes Tennis gezeigt und die positive Energie des Team aufgesogen und in Powertennis umgesetzt. Es wird ihr in den nächsten Wochen auch für die Turniere einen positiven Schub geben. Sie hat Verantwortung übernommen und dem Druck Stand gehalten!!! Bravo Angie!!!

Petko:
Durch die verletzungsbedingte Absage von Bine (Schulter) musste sie am Samstag direkt gegen die vor Selbstvertrauen strotzende Australian-Open Finalistin Dominika Cibulkova ran. Sie hat immer an ihre Chance geglaubt, nie aufgesteckt und ist genau dafür belohnt worden. Es war ihr bestes Match im Fed Cup und hat ihr gezeigt, wie nah sie wieder an der alten Petko dran ist, die vor 2 Jahren (vor ihrer Verletzungsserie) in den Top 10 stand. Nimm den Schwung mit und bleib gesund. Du bist ganz wichtig für unser Team!

Jule:
Kam als Brownie (braun gebrannt) direkt vom Halbfinale in Pattaya nach Bratislava. Gut gelaunt mit viel positiver Energie hat sie die ganze Woche gut trainiert und war zu jedem Zeitpunkt eine Top Alternative im Einzel für Sonntag und im Doppel an der Seite von Anna gesetzt. Jule ist auf dem besten Weg wieder dahin zurückzukommen wo sie hin gehört, nämlich in die Top 20. Sie hat wie das gesamte Team zu 100 Prozent hinter der Spielerin gestanden, die gerade auf dem Platz war. Keine Minute hat sie verpasst...das ist Teamgeist. Klasse Jule!

Anna:
Anna kam als frisch gebackene Siegerin des Turniers in Paris nach Bratislava. Und genau das hat sie von Anfang an auch ausgestrahlt. Selbstvertrauen und Zuversicht. Ich hatte immer das Gefühl es kann ruhig zum entscheidenden Doppel kommen. Anna wird da sein. Hellwach und heiss evtl. zum vierten Mal in einer Partie den entscheidenden Punkt im Doppel zu holen. Das liess mich ruhiger sein und Energie für die Einzel zu bündeln. Genau wie Jule stand Anna jeden einzelnen Punkt in der Box hinter ihren Kolleginnen...danke Anna!

Und natürlich ein paar Worte zum Team ums Team:

Mike der Konditrainer:
Unter der Woche trainiert er mit den Mädels so, dass sie am WE auf den Punkt genau fit und motiviert sind - genau dann, wenn es drauf ankommt. Er macht sie unmittelbar vor den Matches warm und findet immer die richtigen Worte mit Zuversicht und Motivation. Er gibt dem Team Halt und Stabilität in allen Bereichen...und auch das Betreuerteam ist immer nach der Woche fitter als vorher Danke Mike!

Dr.Ulf Blecker unser Ulfi:
Der Mann mit diesem 7. Sinn für Situationen. Mit den feinen Antennen ausgestattet, wer gerade welche Ansprache braucht. Wo man mehr oder weniger Aufmerksamkeit walten lassen sollte. Regelmässig tauschen wir uns in diesen Wochen aus, um wichtige Dinge zum Team zu besprechen. Unser Seelen-Betreuer, Vertrauter und Freund. Er betreut, neben den vielen Patienten seiner Praxis und dem FED CUP Team, noch die DEG im Eishockey und die Fussballer von Fortuna Düsseldorf. Alles aus ganzem Herzen und wir sind alle froh, dass er dabei ist!!! Danke Ulfi!

Petra und Christof, unsere Physios:
Auch wenn ich (leider) in den FED CUP Wochen so gut wie nie in den Genuss einer Massage oder Behandlung komme, so weiss ich, wie wichtig sie sind. Die Mädels vertrauen Euch, können bei Euch entspannen oder sich auch mal etwas den Stress von der Seele reden. Ihr strahlt eine entspannende Ruhe aus und gleichzeitig gebt ihr dann während des WE Vollgas beim Anfeuern in der Box. Petra reist mittlerweile sogar mit Petko regelmässig zu Turnieren auf der Tour. Ihr seid beide unglaublich kompetent, entwickelt Euch ständig weiter und ergänzt Euch hervorragend! Danke!!!

Mirco:
Du hast während der Woche einfach alles im Griff. Egal ob wir abends ein schönes Restaurant brauchen, ob Du mal eben einen Aufdruck auf den T-Shirts organisieren musst, Tickethinterlegung, einen Extraraum zum Video schauen und und und...Du bewahrst immer die Ruhe und denkst ständig mit; damit entlastest Du mich und gibst mir so ein gutes Gefühl, weil ich null Energie für diese ganzen Sachen drum rum aufbringen muss und mich auf das wesentliche konzentrieren kann. Mirco, Du weisst gar nicht, wie wertvoll das für mich in so einer Woche ist. Versprich mir eins: bleib dabei!!! Danke Mirco!

Isa:
Du warst das erste Mal von Anfang an dabei und hast die ganze PR Arbeit alleine gemacht. Du passt zu uns Isa...trau Dich und bleib dabei ;-))) aber warte ab, beim Heimspiel irgendwann kommt die Feuertaufe, aber das wird kein Problem, Du machst das schon...

Last but not least Dirk:
Ich kann es nur immer wieder sagen: der BESTE Co.Trainer der Welt. (Eigentlich natürlich der beste Trainer der Welt, aber das darf ich nicht laut sagen, sonst nimmt ihn irgendwann einer weg...) 100% zuverlässig, loyal, feinfühlig, umsichtig, erfahren, besonnen, motivierend, mit Freude bei der Sache. Einfach ein perfekter Partner (nicht eifersüchtig werden Tina;-) in so einer anspruchsvollen Woche als Coach. Wir werden noch so einiges gemeinsam erleben, denn ohne Dich bin ich nur 50% in diesen schweren Fed Cup Wochen. Danke Dirk!

Ich habe einfach das beste Team der Welt unter einen Hut gebracht und wir werden alles versuchen das auch irgendwann mit einem Titel zu unterstreichen!!! Gemeinsam sind wir stark und denkt immer dran:

GOOD THINGSCOME TO THOSE WHO (WAIT-no!) GO OUT AND FUCKING EARN IT!!!!!!!

Wir sehen uns zum Halbfinale am 19./20.4.2014 gegen Australien!
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Serena: "We have great personalities like Jelena (Jankovic) on the tour."
Jelena: "If I had to pick someone after me, I'd pick Serena."

Good Luck
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

http://tennisnet.com/de/damen/fedcup...-des-Fed-Cups-

Quote:
Barbara Rittner: „Das zeigt den Stellenwert des Fed Cups“

14.04.2014

Barbara Rittner blickt im Interview mit dem DTB auf das Fed-Cup-Halbfinale zwischen Deutschland und Australien voraus.

In wenigen Tagen fällt der Startschuss für das mit Spannung erwartete Halbfinale des deutschen Fed-Cup-Teams gegen Australien in Brisbane (19. und 20. April). Im Interview wagt Teamchefin Barbara Rittner einen Ausblick auf diese Begegnung, analysiert das gegnerische Team und lobt ihre eigene Mannschaft für deren Einsatzbereitschaft.

Vor zwei Monaten hat das deutsche Fed-Cup-Team gegen die Slowakei den Halbfinaleinzug im Fed Cup perfekt gemacht. Wie stufst du diesen Erfolg im Rückblick ein?
Rittner: Mir wird diese Begegnung immer als eine ganz außergewöhnliche Mannschaftsleistung mit absolut hochwertigem Tennis im Gedächtnis bleiben. Wir konnten in Bratislava jedes noch so enge Match für uns entscheiden, das war schon etwas ganz Besonderes. Auch für mich persönlich hat dieses Resultat einen hohen Stellenwert, denn in meinem zehnten Jahr als Teamchefin hat meine Mannschaft nun endlich die Chance auf den Finaleinzug.

Du hast die nominierten Spielerinnen in den vergangenen Wochen intensiv auf den Turnieren beobachtet. Welche Eindrücke hast du von deren Verfassung gewonnen?
Rittner: Angelique Kerber spielt nach wie vor unglaublich konstant auf einem sehr hohen Level. In Doha und auch in Miami hat sie nahtlos an ihre starken Leistungen aus Bratislava angeknüpft. Andrea Petkovic hat mit ihrem Turniersieg in Charleston eindrucksvoll gezeigt, dass die Zusammenarbeit mit ihrem neuen Coach Eric van Harpen nun Früchte trägt. Nach einer Eingewöhnungsphase kann sie die neuen Eindrücke vom Trainingsplatz nun auch ins Match transportieren. Bei Julia Görges sieht man, dass ihre Leistungen im Einzel noch recht schwankend sind. Gemeinsam mit Anna-Lena Grönefeld bildet sie jedoch ein Doppel, das auf allerhöchstem Niveau mitspielen kann.

In Australien übernimmt Angelique Kerber wie bereits gegen die Slowakei die Rolle als Führungsspielerin. Ist sie da jetzt voll und ganz hineingewachsen?
Rittner: Angie hat mich in den letzten zwei bis drei Jahren immer wieder durch ihre konstanten Leistungen auf der Tour beeindruckt. Sie arbeitet unglaublich hart an ihren Schlägen und hat immer das Ziel vor Augen, sich zu verbessern. Mit der Unterstützung ihres Coaches Benjamin Ebrahimzadeh wird sie sicherlich in den nächsten Monaten weitere wichtige Schritte in ihrer Entwicklung machen und sich auf einem noch höheren Niveau bewegen. In Bratislava hat sie alle Erwartungen an die Nummer eins eines Teams erfüllt und zwei Punkte geholt. Sie hat dem Druck standgehalten und vor fremdem Publikum ganz enge und schwierige Matches gegen Topspielerinnen gewonnen. Dieser Erfolg hat ihr richtig Schwung und Selbstvertrauen verliehen. Das konnte man auch in Doha und Miami deutlich sehen. An ihr werden wir - auch im Fed Cup - noch viel Freude haben!

Seitens des Deutschen Tennis Bundes (DTB) hatte man sich intensiv um eine Orts- und Terminverlegung der Partie bemüht. Leider wollte sich der australische Tennisverband nicht darauf einlassen. Beeinträchtigt das in irgendeiner Weise die Erfolgschancen?
Rittner: Ich befürchte, dass diese unglückliche Konstellation leider eher die Leistungen der Spielerinnen beim WTA-Turnier in Stuttgart beeinflussen wird, der direkt im Anschluss an die Fed-Cup-Begegnung stattfindet. Die Australier hatten sicherlich darauf spekuliert, dass sie uns durch das Beharren auf diesen Termin personell schwächen können. Sie hatten wohl gehofft, dass vielleicht die eine oder andere Spielerin nicht gewillt ist, diese strapaziöse Reise auf sich zu nehmen. An dieser Stelle möchte ich den Spielerinnen ein ganz großes Lob aussprechen - alle haben sich ohne Wenn und Aber zur Verfügung gestellt! Das ist wirklich sehr stark, denn zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten und noch dazu direkt vor der Sandplatzsaison nach Australien zu fliegen, ist nicht einfach. Das zeigt den Stellenwert des Fed Cups für meine Spielerinnen!

Wo liegen aus deiner Sicht die Stärken des australischen Teams und wie sind Samantha Stosur & Co. zu bezwingen?
Rittner: Mit Samantha Stosur verfügt das australische Team über eine konstante und gute Nummer eins. Allerdings hat sie sich in den letzten Jahren bei ihren Auftritten in Australien immer sehr unter Druck gesetzt. Nun spielen wir auch noch in ihrer Heimat in Queensland, das wird vielleicht nicht ganz spurlos an ihr vorbeigehen. Dazu kommt mit Casey Dellacqua eine Spielerin, die in Indian Wells und Miami konstante Leistungen gezeigt hat und es richtig genießt, vor eigenem Publikum zu spielen. Sie hat überhaupt nichts zu verlieren und das macht sie gefährlich. Daneben kann meine Kollegin Alicia Molik mit Ashleigh Barty auf eine gute Nachwuchsspielerin zurückgreifen. Zusammen mit Dellacqua bildet sie außerdem ein Doppel, das im letzten Jahr drei Grand-Slam-Finals erreicht hat. Wie man sieht, ist jede Partie offen, die Tagesform wird am Ende entscheidend sein.

Wie wird sich das deutsche Fed-Cup-Team in Brisbane auf die Begegnung vorbereiten?
Rittner: Nach der langen und strapaziösen Anreise stehen die ersten beiden Tage im Zeichen der Regeneration. Zeitzonen- und Klimawechsel müssen erst einmal verarbeitet werden. Ab Mittwoch wird das Tempo im Training dann angezogen und wir steigern die Intensität in Richtung Wochenende. Im gesamten Team herrscht eine riesige Vorfreude auf dieses Fed-Cup-Halbfinale und wir wollen alles tun, um mit einem Sieg zurück nach Deutschland zu reisen!

Das Fed-Cup-Halbfinale zwischen Deutschland und Australien wird live auf SAT.1 Gold übertragen. Am Samstag geht es um 04:00 Uhr deutscher Zeit (12:00 Uhr Ortszeit) los, am Sonntag ist Spielbeginn um 04:45 Uhr deutscher Zeit (12:45 Uhr Ortszeit).
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Good Luck
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

http://blog.ticketmaster.de/sport/ba...40508_23488154

Kurz vor dem Abflug nach Australien, wo ihr Fed-Cup-Team erstmals seit 1995 wieder in einem Halbfinale steht, findet Bundestrainerin Barbara Rittner Zeit für ein Gespräch mit Jörg Staude über den Boom im deutschen Damentennis, warum sie nicht als „Mutter der Kompanie“ gelten möchte, über die Medien im Allgemeinen und ihre Vorliebe für Eishockey im Besonderen.

Frau Rittner, was machen Sie an einem seltenen freien Tag wie diesem?
Vormittags Sport, manchmal gebe ich Interviews so wie Ihnen jetzt; ich telefoniere und organisiere viel Lehrgänge, mache mir Gedanken, wann es Sinn ergibt, welchen Jahrgang mit welchen Trainern einzuladen.

Sie sind seit über 25 Jahren ständig unterwegs, erst als Spielerin, jetzt als Trainerin. Mögen Sie das Reisen noch?
Es quält mich immer mehr, auch weil ich Ende letzten Jahres umgezogen bin und in Köln endlich meine Traumwohnung mit Rheinblick gefunden habe; das macht es nicht leichter wegzufahren. Nichtsdestotrotz liebe ich diesen Sport und bin sehr eng mit den Spielerinnen und den Trainern verbunden. Vor Reisen werde ich übellaunig, denn ich reise viel allein, das ist nicht so schön.

Gibt es bei Ihnen Tage ohne Tennis?
Leider nicht ohne an Tennis zu denken. Ich versuche einmal im Jahr, vor den US Open, Urlaub zu machen. Das habe ich allerdings erst zweimal geschafft. Ich gehe gerne campen oder fliege auf meine Lieblingsinsel Mallorca, wo ich eine Woche zum Runterkommen brauche. Dass ich Tennis spiele, kommt selten vor. Wenn mich jemand anruft, um eine Stunde zu spielen, schlage ich lieber Laufen oder Fußball vor, denn Tennis denken reicht mir.

Was hätten Sie gemacht, wenn Sie 2005 diesen Job nicht bekommen hätten?
Es war ein Riesenglück. Mich hat der damalige DTB-Präsident Georg von Waldenfels schon 2003 gefragt. Klaus Hofsäss, einer meiner Vorgänger, hat mir auch dazu geraten. Da bin ich ins kalte Wasser gesprungen. Einigermaßen gut Tennis gespielt zu haben, bedeutet aber noch lange nicht, diesen Job gut machen zu können. Aber Tennis ist ein großer Teil von mir. Ich werde wohl nichts anderes mehr so gut können und kennen. Ich hatte ja auch nie die Zeit, herauszufinden, was ich sonst hätte machen sollen. Ich weiß, dass ich ein Riesenherz für Tiere habe, mit 15 wollte ich Elektrotechnik studieren. Daran bin ich etwas vorbeigeschrammt.

Wenn man solange wie Sie professionell Sport betrieben hat, meldet sich doch irgendwann der Körper und sendet Alarmsignale.
Das lässt sich nicht vermeiden. Ich hatte aber Glück und in meiner Jugend gute Trainer, die viel auf Ausgleich geachtet haben. Ich habe so gut wie keine Rückenprobleme, bin zweimal am rechten Sprunggelenk operiert worden, kann aber Skifahren, Joggen gehen und Fußballspielen. Beim Tennis versuche ich Aufschläge zu vermeiden, weil die rechte Schulter gelitten hat. Ohne Sport geht es aber nicht, ich fühle mich besser, wenn ich mich bewege. Wenn ich nichts mache, wird mein Körper steif, dann schmerzt der gesamte Körper. Wenn ich schlechte Laune habe, sagt mein Freund immer, ich solle Joggen gehen. Das macht den Kopf frei; und wenn es morgens um sechs ist.

Sie waren selbst 15 Jahre auf der Tour. Wie profitieren die jungen Spielerinnen von Ihren Erfahrungen und wie bekommen Sie es hin, dass es nicht so klingt wie „Oma erzählt aus dem Krieg“?
Den Ausdruck „Mutter der Kompanie“ finde ich fürchterlich. Ich sehe mich eher als Ratgeber im Hintergrund, habe viele Situationen durchlebt, aber auch viel falsch gemacht. Manche Dinge muss man falsch machen, um sie zu begreifen. Ich sage den Mädels, was ich denke; was sie damit machen, bleibt ihnen überlassen. Bei Schwierigkeiten schreibe ich auch schon eine lange E-Mail. Ich erzähle oft Geschichten von Steffi Graf oder Anke Huber, in denen es nicht um mich geht, sondern um erfolgreiche Spielerinnen, die sie selbst respektieren. Es ist wichtig, dass die Mädels ihre eigenen Schlüsse daraus ziehen und Entscheidungen treffen.

Warum hat man bei Frauenmannschaften das Gefühl, richtige Mannschaften zu sehen, während bei den Männern der archaische Konkurrenzkampf vorzuherrschen scheint?
Ist das so? Was machen Frauen, wenn sie zusammensetzen? Quatschen. Wenn wir zusammen sitzen, ist es wie ein Klassentreffen. Männer trinken oder spielen Karten und sind weniger kommunikativ. Dass wir Frauen mehr kommunizieren, hat aber nicht unbedingt mit Nähe zu tun. Ich glaube, das ist charakterabhängig und geschlechtsunabhängig. Zum Glück suchen meine jetzigen Spielerinnen alle das Team.

Hat es Sie überrascht, dass Boris Becker noch einmal einen Trainerjob übernommen hat?
Ja, aber auch gefreut, den Boris Becker in dem Metier zu sehen, in dem er uns alle mitgerissen hat. Denn im Tennis wird er nicht so viele Fehler machen wie in anderen Bereichen, was er neulich im „Aktuellen Sportstudio“ zugegeben hat. Wenn ich mit ihm Essen ginge, würde ich mit ihm auch nur über Tennis reden.

Im Gegensatz zu Becker, der sich auf dem Boulevard präsentiert, erzieht Steffi Graf ihre Kinder in Ruhe zweisprachig. Faszinierend, oder?
Man kann diese beiden deutschen Tennisidole nicht miteinander vergleichen. Steffi war schon früher vor jeder Einladung ins Sportstudio flau im Magen, während Boris extrovertiert ist. Er genießt seine Popularität, während Steffi schon immer bescheiden und zurückhaltend war. Einige aus der jetzigen Generation, wie Andrea Petkovic und Sabine Lisicki, sind auch extrovertierter. Angelique Kerber ist eher ruhiger.

Ganz ehrlich, was haben Sie gedacht, als Sie von Lisickis Beziehung zu Oliver Pocher erfuhren?
Ich habe es zuerst für eine Zeitungsente gehalten. Aber ich habe Pocher als sehr angenehm kennengelernt. Er unterstützt Sabine, wo er kann. Ich wünsche meinen Spielerinnen, dass sie glücklich sind. Und frisch verliebt zu sein, ist immer schön. Auch wenn ich kein großer Fan seiner Art von TV-Unterhaltung bin.

Dass eine solche Beziehung Boulevard-Thema ist, liegt auch am Aufschwung im Damentennis der letzten Jahre. Woher kommt der Ihrer Meinung nach?
Zum einen sind die Jahrgänge 87 bis 89 sehr talentiert, da ist bei jeder sogar noch Luft nach oben. Und durch meine Person, die seit zehn Jahren konstant hinter ihnen steht, bekommen sie zusätzlich Selbstvertrauen, Ruhe und Unterstützung. Dieser Rückhalt spielt eine wichtige Rolle. Beim Nachwuchs haben wir aktuell ein Problem. Wer bis 16 Uhr zur Schule muss, hat kaum Zeit für Leistungssport. Im Fußball gibt es seit einigen Jahren die Internate, da müssen wir auch hin.

Warum ist Tennis nicht mehr der Breitensport, der er einmal war?
Erstens hat sich die Gesellschaft dramatisch verändert. Es gibt Fun- und Randsportarten, die cooler sind; Skateboarding kann sogar bis zu Olympia führen. Tennis kommt, wie andere Sportarten auch, zu kurz, was wir in der Nachwuchssichtung merken. Deshalb müssen wir auch mit den vorhandenen Talenten behutsam umgehen. Zweitens strafen die Öffentlich-Rechtlichen Tennis mit Nichtbeachtung ab. Das finde ich schade. Da werden lieber zehn Minuten eines Viertligaspiels gezeigt als Handball, Basketball oder Tennis. ARD und ZDF kommen ihrem Auftrag nicht nach, Dinge in der Breite zu zeigen. Wahrscheinlich muss erst wieder ein Deutscher einen Grand Slam gewinnen.

Turniere wie der anstehende Versicherungscup in Nürnberg vom 18. bis 24. Mai 2014 sind nur mit Hilfe von Sponsoren durchführbar. Wie haben Sie Porsche ins Boot des Fed-Cup-Teams geholt?
Ich war zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Leuten am richtigen Ort. Der Porsche-Vorstand ist selbst am Tennis interessiert, das ist gelebte Partnerschaft. Das Ganze ist beim Porsche-Grand Prix in Stuttgart zustande gekommen, im Jahr, als Jule Görges gewonnen hat. Vielleicht hat meine Bekanntschaft mit Sigmar Gabriel auch geholfen, der dabei saß. Vielleicht habe ich auch gut etwas herum gejammert (lacht).

Nicolas Kiefer hat gesagt, dass Ihre Arbeit zu wenig geschätzt wird. Freut oder ärgert Sie ein solches Zitat?
Teilweise stimmt es. Ich arbeite gerne im Hintergrund und brauche nicht ständig Lob. Die größte Genugtuung sind Erfolge. Mir tut es weh, wenn von den Medien auf den Mädels herumgehackt wird, weil es nicht zum Finale gereicht hat. Typisch deutsch: Werden wir Fußballweltmeister, sind wir die Könige, fliegen wir im Viertelfinale raus, sind wir die Deppen. Ich denke nicht so. Auch ein Viertelfinale kann gut sein.

Nervt Sie der Vorwurf, Sie seien manchmal zu defensiv, wenn Ihnen etwas nicht passt?
Das kann gar nicht sein! Georg von Waldenfels hat damals Angst davor gehabt, ich könnte an meiner zum damaligen Zeitpunkt gering vorhandenen Diplomatie scheitern. Ich lasse mich nicht verdrehen, aber ich weiß genau, wann ich mich zurückhalten muss. Wenn ich immer sagen würde, was ich denke, dann hätte ich den Job schon lange nicht mehr. Vielleicht schreibe ich in 20 Jahren ein Buch.

Darin stehen dann auch die Gründe für ihre Liebe zum Eishockey.
Ich bin in Krefeld aufgewachsen, da gab es den KEV oder die DEG in Düsseldorf. Ich liebe die Action dieses Sports und habe früher als Aktive sogar mit der DEG zusammen Konditionstraining gehabt. Ich liebe Live-Sport generell und gehe auch regelmäßig zum Fußball.
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Old May 9th, 2014, 09:56 AM   #172
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

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Old May 9th, 2014, 10:03 AM   #173
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

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Old May 9th, 2014, 10:17 AM   #174
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

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Originally Posted by Bodensee View Post

Ich war zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Leuten am richtigen Ort. Der Porsche-Vorstand ist selbst am Tennis interessiert, das ist gelebte Partnerschaft. Das Ganze ist beim Porsche-Grand Prix in Stuttgart zustande gekommen, im Jahr, als Jule Görges gewonnen hat. Vielleicht hat meine Bekanntschaft mit Sigmar Gabriel auch geholfen, der dabei saß. Vielleicht habe ich auch gut etwas herum gejammert (lacht).
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Old May 9th, 2014, 09:42 PM   #175
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

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Beim Nachwuchs haben wir aktuell ein Problem.
Da liegt Rittner ziemlich richtig. Das wird sich dann auch in ca. 5, 6 Jahren in der Breite richtig stark bemerkbar machen.
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Old May 9th, 2014, 10:43 PM   #176
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

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Originally Posted by mk27 View Post
Ja, man hätte gestern auch einen Kompromiss finden können. Entweder das HF wäre eher angefangen, denn dort kamen im BR nur Wiederholungen oder man hätte halt mal eine halbe Stunde von "Wir in Bayern" ausfallen lassen können.
Tut man aber nicht. So sind halt die ÖR.
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Old May 9th, 2014, 10:47 PM   #177
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Immerhin wird da jetzt auch wieder Tennis gezeigt. Das war noch vor ein paar Jahren ganz anders. Die Übertragungen aus Stuttgart bzw. Nürnberg wurden sogar etwas ausgeweitet, obwohl die Einschaltquoten eigentlich nicht dafür sprachen.
Alle Sportarten, die nicht auf größeren Sendern laufen, haben es in Deutschland verdammt schwer. Kaum jemand würde Magdalena Neuner kennen, wenn Biathlon nicht ausführlich bei ARD/ZDF laufen würde.
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Old Aug 2nd, 2014, 08:53 AM   #178
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Und nochmal im Babsi Thread

http://www.schwaebische.de/sport/spo...,10060169.html
Quote:
Fed-Cup-Chefin: „Eine unglaubliche Generation“

Die Bundestrainerin Barbara Rittner über ihre Stars, das Finale in Prag – und Michael Stich

Bad Saulgau sz Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner besucht derzeit die Knoll Open. Das mit 25000 Dollar dotierte Tennis-Weltranglistenturnier in Bad Saulgau läuft noch bis Sonntag. Am Samstag (ab 13 Uhr) steigen die Halbfinalpartien, am Sonntag das Endspiel (13.30 Uhr). In Oberschwaben widmet sich die 41-Jährige vor allem der Betreuung einiger Talente wie der an Position zwei gesetzten Carina Witthöft. Die Hamburgerin gehört jedoch bereits der Generation nach Angelique Kerber, Sabine Lisicki und Andrea Petkovic an. Doch Rittner hat als Bundestrainerin in diesem Jahr noch Großes vor. Am 8./9. November bestreitet die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) das Fed-Cup-Finale in Prag gegen Tschechien. Marc Dittmann unterhielt sich in Bad Saulgau mit Barbara Rittner.

Frau Rittner, Sie haben gesagt ihre Lieblingsschlagzeile 2014 sei „Rittner gewinnt FedCup als Spielerin und Trainerin“. Wie realistisch ist es, dass diese Schlagzeile tatsächlich Wirklichkeit wird?

Ja, das habe ich gesagt, aber wir alle wissen: Das wird unheimlich schwer.

Auch 2013 saßen wir hier im Turnierpark. Damals haben Sie das Halbfinale als Ziel ausgegeben. Das Soll ist mehr als erfüllt ...

Das habe ich ausgegeben, weil ich immer gewusst habe, dass die Mannschaft die Qualität hat. Wir versuchen immer zu gewinnen. Dass wir das Finale erreicht haben, löst eine große Zufriedenheit aus.

Und wie schätzen Sie die Chancen gegen Tschechien in Prag ein?

Angesichts der Resultate, gerade in Wimbledon mit dem Sieg Petra Kvitovas und der Halbfinalteilnahme von Lucie Safarova sind die Tschechinnen der klare Favorit. Unsere Chancen stehen bei 20:80. Aber der November ist noch weit weg.

Andrea Petkovic sagt, sie spüre den wachsenden Druck. Auch jenen, den sie sich selbst macht.

Druck ist aber auch etwas Positives, den man sich verdient hat, weil man etwas kann. Es ist immer die Frage, wie man damit umgeht. Ich finde, Druck muss und kann auch Spaß machen. Man weiß, man hat alles getan, was man leisten kann, hat gut trainiert, die Voraussetzungen geschaffen. Dann kann man einen gewissen Druck auch geil finden. Problematisch ist vielleicht der übergroße Druck von außen.

Was kann die Bundestrainerin tun, um den Spielerinnen in dieser schwierigen Situation zu helfen?

Ich kann die Spielerinnen mit meiner ganzen Erfahrung beraten. Was sie dann damit machen, bleibt ihnen überlassen. Aber viele deutsche Spitzenspielerinnen haben sich ein intaktes Umfeld geschaffen. Sie müssen sagen können: Wir haben uns optimal auf das Fed-Cup-Finale vorbereitet, wir geben unser Bestes. Wenn die Vorbereitung stimmt, fällt schon viel Druck ab.

Sie haben unter anderem die fehlende öffentliche Aufmerksamkeit für das Tennis bemängelt. Ist es seit dem Erreichen des Fed-Cup-Finales besser geworden?

Immerhin steht fest, dass Sat.1 in seinem Hauptprogramm das Finale übertragen wird. Aber wir haben mit dem Erreichen des WM-Finals, dem ersten seit 22 Jahren, ein deutliches Zeichen gesetzt. Aber die Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen finde ich nach wie vor berechtigt. Ich bin selbst Fußballfan, aber wenn die ARD in der Sportschau Spiele aus der 3. und 4. Liga zeigt, anstatt mal andere Sportarten ... Das finde ich extrem schade. Man sieht auch bei den Olympischen Spielen, dass andere Sportarten geschaut werden: Basketball, Leichtathletik, Handball. Und richtig interessant wird es erst dann, wenn ich einen Einblick in die Persönlichkeit eines Sportlers habe, ihn konstant verfolgen kann. Bei der Fußball-WM war es mir zu viel. Ich muss nicht wissen, wie oft bei Podolski nachts das Licht angeht. Ich habe jedes Spiel geschaut, aber ich war am Ende froh, als es vorbei war.

Sie haben gesagt, dass viele Tennisspielerinnen in Deutschland ihr Umfeld professionalisiert haben. Woran machen Sie das fest?

Viele Spielerinnen reisen mit einem richtigen Team, sie öffnen sich für gute, internationale Trainer, haben einen Physiotherapeuten dabei, achten auf ihre Ernährung. Was die deutschen Spielerinnen in der jüngsten Vergangenheit rausgeholt haben, war schon sehr gut.

Da die Spitzenspielerinnen offenbar auf dem richtigen Weg sind, haben Sie angekündigt, sich nun noch mehr um den Nachwuchs kümmern zu wollen?

Das mache ich ja schon seit meinem Amtsantritt vor zehn Jahren, schon damals habe ich Turniere wie in Bad Saulgau oder Hechingen besucht. Damals spielten dort Petkovic, Lisicki und Kerber. Die stehen inzwischen auf eigenen Beinen. Inzwischen kümmere ich mich um Spielerinnen wie Carina Witthöft oder Antonia Lottner. Das ist Teil meines Jobs. Und das macht mir auch sehr viel Spaß.

Hat die Bundestrainerin in den kommenden Jahren womöglich sogar ein Luxusproblem?

Das gilt für das heutige Team, wenn alle fit sind. Die jetzige Generation Petkovic, Kerber, Lisicki und Co. wird noch vier bis fünf Jahre auf diesem Niveau spielen können. Sie hat noch einige gute Jahre vor sich. Aber dahinter kommen vier, fünf jüngere Spielerinnen, die noch eine gewisse Zeit brauchen.

Welche Spielerinnen zählen Sie zu dieser Riege?

Annika Beck, die sich ja schon weiter oben ein Stück weit etabliert hat, Annalena Friedsam, die derzeit an den Top 100 kratzt, Antonia Lottner, Carina Witthöft und Dinah Pfitzenmaier, die ja alle auch zum Porsche-Talentteam gehören. Im Jahrgang 2002 gibt es einige noch jüngere Spielerinnen, nur in den Jahrgängen 1999 und 2000 ist es ein bisschen dünner. Aber da gibt es mit Charlize Hummel und Emiliy Seibold gerade im Bereich des WTB zwei vielversprechende Talente. Aber natürlich ist das noch ein weiter Weg.

Aber fehlt es – bei aller Freude – bei einigen Ihrer Spielerinnen nicht an der nötigen Konstanz?

Spielerinnen wie Andrea Petkovic, mit Siegen in Charleston und Bad Gastein und dem Halbfinale in Paris, sowie Angelique Kerber, die seit zwei Jahren zu den besten zehn Spielerinnen der Welt gehören, zeigen schon große Konstanz. Bei Sabine Lisicki ist das sicher richtig, doch bei ihr verhindern dies immer wieder gesundheitliche Probleme. Auch Julia Görges ist wieder im Kommen, Mona Barthel gehört eigentlich dauerhaft zu den besten 30 Spielerinnen der Welt. Wir haben eigentlich eine unglaubliche Generation an Spielerinnen mit fünf potenziellen Top-30-Spielerinnen.

Ihr Vertrag läuft bis 2015. Sie haben gesagt, dass Sie auch Interessen außerhalb des Tennisbusiness haben und sich auch andere Dinge vorstellen können.

Mein Herz schlägt für das Tennis. Mein Wunsch ist es, 2016 bei Olympia in Rio dabei zu sein. Das würde bedeuten, dass ich meinen Vertrag verlängere. Es wird demnächst Gespräche geben.

Sie haben sich bei der Suche nach einem Präsidenten klar für Michael Stich positioniert. Warum wäre er der richtige Kandidat?

Michael Stich war und ist, als Wimbledonsieger in Einzel und Doppel eine Nummer. Jeder kennt ihn, er hat für Ideen im Sponsoring ein offenes Ohr, er ist der ideale Türöffner. Aber natürlich hängt so eine Entscheidung auch von vorhandenen Verbandsstrukturen ab. Ich will Sepp Klaus (designierter DTB-Präsident, d. Red.) seine Fähigkeiten nicht in Abrede stellen. Die Frage ist ja auch: Was will der DTB, wo steht er? Aber ich würde mich freuen, wenn man Stich einbinden kann.

Was liegt Ihrer Meinung beim DTB im Argen?

Die Öffentlichkeitsarbeit muss besser werden. Ein Verband mit 1,4 Millionen Mitgliedern muss sich besser darstellen. Das geht komplett unter. Da sind zu viele negative Dinge in der Öffentlichkeit.

Machen Sie Ihre Vertragsverlängerung vom zukünftigen DTB-Präsidium abhängig?

Dazu kann ich jetzt nichts sagen. Aber eigentlich möchte ich schon weitermachen. Mein Herz hängt am Tennis. Es wird nie wieder etwas geben, was mir so viel Spaß macht und was ich so gut kann.
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Old Aug 17th, 2014, 01:31 PM   #179
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

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Old Oct 31st, 2014, 08:00 AM   #180
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Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

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Tennis - Rittner: "Mission ist nie erledigt"
Fast noch mehr als Angie Keber oder Andrea Petkovic ist Bundestrainerin Barbara Rittner das Gesicht des deutschen Damentennis.
https://de.eurosport.yahoo.com/news/...7046--ten.html
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