Petko Articles & Interviews - Page 26 - TennisForum.com
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Old Aug 26th, 2014, 02:19 PM   #376
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Re: Petko Articles & Interviews

http://tennisnet.com/de/damen/usopen...-ist-schlimmer
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Der Horror des Erstrunden-Ausscheidens – „Nichts ist schlimmer“

Zittern, Bibbern und Beten auf den ersten Metern. Auch bei den US Open gibt es die Faszination der Erstrundenspiele.

Von Jörg Allmeroth aus New York

Der große Andre Agassi hatte es einst mit gnadenloser Klarheit auf den Punkt gebracht. Zwei Matches, sagte der einstige Superstar des Welttennis, „willst Du als Spieler niemals bei einem großen Turnier verlieren: das Finale und die erste Runde." Tatsächlich wirkt es für das Heer der Berufsspieler wie ein Alptraum: Das Gefühl, nach einem großen Turnier und dem Endspieleinzug dann nur mit dem zweiten Preis ausgezeichnet zu werden und die undankbare Nebenrolle am letzten Tag eines Grand Slams zu spielen. Und, mehr noch vielleicht, das Gefühl, gleich auf den ersten Metern des langen Major-Weges brutal ausgeknockt zu werden, in der verfluchten, verflixten, eben oft verrückten ersten Runde.

„Nichts ist Schlimmer, als gleich zum Auftakt zu verlieren", sagt die Darmstädterin Andrea Petkovic, „das ist der absolute Horror." Nur mit äußerster Kraftanstrengung und viel Massel schrammte sie am glühend heißen Auftaktmontag der US Open 2014 an einer traumatischen Startniederlage vorbei, in einer Achterbahnpartie gegen die unberechenbare Tunesierin Ons Jabeur: „Du bereitest dich wochenlang auf diese Topturniere vor, da steht gleich soviel auf dem Spiel, das ist echt Stress."

Keinen aus dem Heer der Berufsspieler lassen die ersten Spiele bei einem Grand Slam kalt, nicht einmal die ausgebufftesten und routiniertesten Profis des Wanderzirkus, die schon Hunderte von Turnieren in ihren Arbeitszeugnissen stehen haben. „Du musst an den ersten Tagen nur in die Players Lounge gehen und in die Gesichter der Leute schauen", sagt Altmeister Boris Becker, „dann weißt du, was los ist: Jeder zittert, jeder ist nervös, jeder hat Angst und Zweifel - und zwar mehr als nur gesundes Lampenfieber." Beckers Schützling Novak Djokovic, einer der Mitfavoriten bei den Offenen Amerikanischen Meisterschaften in New York, gruselt es stets vor diesem Moment, „wenn du das erste Mal bei einem Grand Slam auf den Platz schreitest": „Du kannst dir noch und noch einreden, dass du ruhig bleiben sollst. Aber dann schießt der Puls doch in die Höhe. Einfach, weil du um keinen Preis verlieren willst." Djokovic nahm die Auftakthürde im Big Apple - in der Nachtshow des Montags - relativ mühelos, gewann 6:1, 6:2 und 6:4 gegen den Argentinier Diego Schwartzman.

Im Eins-zu-Eins-Geschäft des Welttennis ist die Furcht vor blamablen Abstürzen noch ausgeprägter als in der Auftaktrunde etwa eines Fußball-Pokalwettbewerbs. „Du stehst mit deinen Sorgen und Ängsten ganz allein auf diesem Platz und betest nur: Lass' mich nicht gleich ausscheiden", sagt der Schwede Mats Wilander, einst die Nummer eins der Welt, „da hilft dir dann auch der beste Mentaltrainer der Welt nicht weiter." Wie in den Fußballarenen sind zwar auch im Tennis die Überraschungen rarer geworden - Zeichen einer fortschreitenden Professionalisierung der Branche -, aber wenn sie dann einmal passieren, graben sie sich sofort ins kollektive Gedächtnis ein. So wie zuletzt bei Rafael Nadals Erstrunden-Aus in Wimbledon 2013 gegen den belgischen Flitzer Steve Darcis. Oder, lang ist's her, wie bei Boris Beckers legendärem Fehltritt 1987 im All England Club: Nach zwei Siegerjahren war für den Himmelsstürmer, allerdings in Runde zwei, gegen Australiens Nobody Peter Doohan alles vorbei. „Das war die Hölle auf Erden", sagt Becker noch heute, „ich dachte, die ganze Welt stürzt ein für mich."

Kein Wunder, dass einer wie Eric van Harpen sich grundsätzlich weigert, über die Qualität von Erstrundenspielen zu sprechen. Van Harpen ist einer er der erfahrensten und renommiertesten Trainer der Welt, er hat schon Abertausende von Spielen mit den verschiedensten Arbeitgebern erlebt - doch eins ist als Handlungsmuster immer geblieben: „Das erste Spiel ist schrecklich. Es ist immer das Gefühl, dass du mehr verlieren kannst als eben nur dieses Spiel, dass du dich lächerlich machst." Petkovic, seine letzte Schülerin, sieht in der Eröffnungsphase eines Topwettbewerbs keine Kollegin, keinen Coach, keinen aus den Tennisclans, „der so richtig entspannt ist": „Die meisten Leute sehen aus wie Leichen." Eigentlich sei es egal, ob man in der ersten oder zweiten Runde verliert, findet Petkovic: „Für mich ist das kein so großer Unterschied. Aber diese Niederlagen in der ersten Runde sind richtig dämonisiert im Sport - als ultimative Katastrophe."

Banal, aber eben wahr: Die Chance, eine Spitzenkraft, gar im Herrentennis einen aus der absoluten Elitegruppe zu schlagen, ist in der ersten Runde immer am größten. Auch Deutschlands wichtigste Tennis-Hoffnung in New York, Angelique Kerber, zitterte sich beim Start mühselig zu einem Drei-Satz-Sieg über die Russin Ksenia Pervak, im dritten Satz lag die Weltranglisten-Sechste sogar mit 3:4 und Break hinten. Und, was war die Schwierigkeit, Frau Kerber? Da musste die Kielerin nicht lange überlegen: „Erste Runde, mehr muss man gar nicht sagen. Man ist einfach nur froh, wenn man das hinter sich hat."
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Old Aug 27th, 2014, 12:02 PM   #377
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Re: Petko Articles & Interviews

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Originally Posted by Schnffy View Post
Danke. Ein toller Artikel
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Old Aug 27th, 2014, 12:06 PM   #378
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Re: Petko Articles & Interviews

http://tennisnet.com/de/damen/usopen...len-sich-gegen

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US Open

Angelique Kerber und Andrea Petkovic quälen sich gegen Qualifikantinnen weiter

25.08.2014

Angelique Kerber und Andrea Petkovic sind bei den US Open mit reichlich Mühe in die zweite Runde eingezogen.

Andrea Petkovic nahm einen kräftigen Schluck ihres selbst gemixten dunkelgrünen Smoothies. „Das hat mir ganz gut geholfen. Da sind verschiedene Gemüse und Obstsorten drin, auch Spinat“, sagte die 26 Jahre alte Darmstädterin nach ihrem mehr als zweistündigen Kraftakt bei den US Open. Genau wie ihre Fed-Cup-Kollegin Angelique Kerber quälte sich Petkovic am Montag bei dem Grand-Slam-Turnier in New York in die zweite Runde und kommentierte ihren 7:6 (7),-1:6,-6:3-Erfolg gegen die tunesische Qualifikantin Ons Jabeur mehr erleichtert als euphorisch.

„Die erste Runde bei Grand Slams haben wir alle über die Jahre dämonisiert. Ich glaube, dass alle, egal, wie viel Erfahrung sie haben, riesige Angst haben, in der ersten Runde zu verlieren“, sagte die an Nummer 18 gesetzte Petkovic und schränkte scherzend ein: „Bis auf Roger Federer, der ist die einzige Ausnahme.“

„Bitte nicht verlieren“

Eine Stunde nach ihrem Match auf dem kleinen Außenplatz 5 hatte die Hessin ihre gute Laune wiedergefunden, nachdem sie gegen die Nummer 166 der Weltrangliste zuvor doch das eine oder andere Mal gehadert hatte. „Die erste Runde ist immer unheimlich stressig und eine Zitterpartie. Du denkst immer nur: Bitte nicht verlieren, bitte nicht verlieren“, erzählte Petkovic. Sie trifft nun auf Monica Puig aus Puerto Rico, gegen die sie von drei Partien schon zwei verloren hat. „Sie ist auch sehr unangenehm. Aber es ist wichtig, dass ich aus den Erfahrungen von heute lerne“, sagte Petkovic.

Nur wenige Minuten vor ihr hatte auch Kerber die Auftakthürde gemeistert. Die beste deutsche Spielerin kam gegen die russische Qualifikantin Ksenia Pervak in 2:17 Stunden zu einem 6:2,-3:6,-7:5-Erfolg. „Ich war ein bisschen nervös, habe aber versucht, mich auf mich zu konzentrieren“, sagte die 26-Jährige aus Kiel. Die Nummer sechs der Setzliste bekommt es bei der mit 36,2 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung jetzt mit Alla Kudryavtseva aus Russland zu tun.
Entwaffnend ehrliche Worte von Andrea. Das liebe ich an ihr
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Old Aug 28th, 2014, 08:31 AM   #379
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Re: Petko Articles & Interviews

http://tennisnet.com/de/de/damen/uso...ndSlamWahnsinn
Quote:
Andrea Petkovic und das Stück Grand-Slam-Wahnsinn

28.08.2014 | 09:45 · tennisnet

Andrea Petkovic zitterte sich bei den US Open in die dritte Runde. Angelique Kerber und Sabine Lisicki machten es nicht spannend.

Von Jörg Allmeroth aus New York

Vater Zoran brauchte auf den Schreck erst mal einen Drink in der All Sports Bar gleich hinter dem Center Court. Und Trainer Eric van Harpen schüttelte sich den Schreck des Zweitrunden-Dramas mit einem kühlen Bier in der Spielerlounge aus den Gliedern. Mitgenommen sahen sie beide aus, der Papa und der Coach von Andrea Petkovic - der Frau, die ein Stück Grand-Slam-Wahnsinn bei den US Open auf den Platz gezaubert hatte, zuallerletzt mit einer verwegenen Aufholjagd von 1:4 auf 4:4 im letzten Satz und einer verrückten Tiebreak-Lotterie im Schlussakt gegen Monica Puig aus Puerto Rico. 3:0 lag Petkovic bei diesem Glücksspiel unter blauem Himmel in Front, dann verlor sie fünf Punkte in Serie, lag 3:5 hinten. Alles schien verloren und vorbei, doch in allergrößter Not spielte die wundersame Darmstädterin auf einmal und zum Glück mit allergrößter Präzision und Leidenschaft - und gewann nicht nur die nächsten vier Punkte in Serie, sondern auch das Match mit 3:6, 6:3 und 7:6 (5).

„Mir fehlen jetzt selbst ein wenig die Worte. Das will was heißen"[/b], sagte Petkovic nach dem Triumph mit Ausrufezeichen, der nach zuletzt schweren Wochen und einer Viruserkrankung im Vorfeld des Grand-Slam-Spektakels wieder frisches Selbstbewusstsein gab. Und Zuversicht und Rückenwind kann Petkovic auch gut gebrauchen, denn in Runde drei gibt es schon ein Schlagerspiel beim letzten Major-Wettbewerb der Saison gegen die sehr formstarke Dänin Caroline Wozniacki - es treten dann die Nummer 19 (Petkovic) und die Nummer elf (Wozniacki) der Welt zum frühen Ausscheidungskampf an. „Wenn ich da nicht mein bestes Tennis spiele, ist gar nichts drin", befand Petkovic zu Recht, „Caro ist hier sicher eine Mitfavoritin auf den Titel."

Mit Petkovics Sieg nach einer aufwühlenden Entfesselungsnummer waren aller guten Dinge drei an diesem nächsten strahlenden und heißen Sommertag im Big Apple - denn die tüchtigen deutschen Tennisfrauen gingen mit unbeschädigter Bilanz aus ihren Aufgaben heraus. Angelique Kerber gewann mühelos 6:2 und 6:4 gegen die russische Qualifikantin Alla Kudryavtseva, und Sabine Lisicki machte nach stundenlanger Wartezeit auf ihren Einsatz kurzen Prozess beim 6:4 und 6:1 gegen die überforderte US-Amerikanerin Madison Brengle.

Die zahlreichen deutschen US Open-Fans, aber auch die eigene Entourage bekamen von Petkovic eine Aufführung wie im Grand-Slam-Tollhaus geboten - mit einer Hauptdarstellerin, die den ersten Satz im Tiefschlaf abgegeben hatte und danach ihre verzweifelte Comebackmission startete. Bei einem 1:4-Defizit im dritten Satz schien Petkovic auch wegen einiger haarsträubender Schiedsrichterentscheidungen einem Nervenzusammenbruch nahe, unter Tränen zerschmetterte sie ihren Schläger auf dem Boden, kassierte eine Verwarnung. Danach riss sich die Südhessin aber schlagartig und eisern zusammen, beflügelt und nicht geschädigt durch ihre „heilige Wut": „Ich habe mir gesagt: Jetzt erst recht, das gewinnst du noch, Andrea." Selbst in den Wechselfällen des Tiebreaks, von 3:0 über 3:5 zum 7:5, wirkte Petkovic niemals unkontrolliert, niemals hektisch, niemals überfordert mit der Situation - sondern war Herrin ihrer Sinne. Und dann auch die stolze Siegerin und deutsche Mitarbeiterin des Tages in New York.
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Old Aug 28th, 2014, 08:33 AM   #380
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Re: Petko Articles & Interviews

http://www.t-online.de/sport/tennis/...bahnfahrt.html
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"Verrückt trifft es ganz gut": Petkovics Achterbahnfahrt

28.08.2014, 08:54 Uhr | dpa

New York (dpa) - Andrea Petkovic schmiss den Schläger auf den blauen Betonboden, kassierte eine Verwarnung und schimpfte auf Knien wie wild auf den Linienrichter ein. Es half alles nichts. 1:4 lag die impulsive Hessin in ihrem Zweitrunden-Match bei den US Open im dritten Satz zurück.

Ihr unterliefen teilweise "desaströse Fehler", wie sie später einräumte. Doch mit der ihr eigenen Willenskraft und dieser typischen Ich-gebe-niemals-auf-Mentalität drehte die 26 Jahre alte Darmstädterin die Partie gegen Monica Puig aus Puerto Rico.

3:6, 6:3, 7:6 (7:5) hieß es nach dem fast zweieinhalbstündigen Tennis-Spektakel . Für die "New York Times" war es "das bislang dramatischste Spiel der US Open". Die schnöden Zahlen lassen dabei nur ansatzweise erahnen, was sich bei knapp über 30 Grad Celsius auf dem Außenplatz elf im Schatten des Arthur-Ashe-Stadiums ereignete. Allein die Dramaturgie des Tiebreaks verdient einen Platz im Kuriositätenkabinett. Petkovic führte schnell 3:0, geriet 3:5 in Rückstand ("Da habe ich mir gesagt: Ok, Andrea, sie wird es dir nicht schenken, du musst jetzt was machen") und machte dann tatsächlich vier Punkte in Serie zum Matchgewinn.

"Verrückt trifft es ganz gut", sagte Petkovic, als sie mit einer Viertelstunde Verspätung zur Pressekonferenz erschien und sich höflich dafür entschuldigte. Die deutsche Nummer zwei musste allerdings weder zur Dopingkontrolle noch ins Eisbad. "Ich habe in der Umkleidekabine mit Caroline gesprochen, was wir anziehen, damit wir nicht beide das gleiche Kleid anhaben", sagte Petkovic vor dem Drittrunden-Duell mit der früheren Nummer eins Caroline Wozniacki.

Eine Stunde nach ihrem Wutausbruch hatte die eloquent-charmante Fed-Cup-Spielerin ihren Humor und ihre Sonntagslaune längst wiedergefunden. "Ich bin immer drangeblieben, drangeblieben, drangeblieben und habe mich gezwungen, positiv zu bleiben. Ich konnte meine Wut in positive Energie umwandeln", sagte Petkovic und betonte vor dem Spiel gegen die an Nummer zehn gesetzte Dänin: "Das wird mir hoffentlich einen mentalen Schub geben. Ich muss die Balance finden zwischen aggressiv spielen und nicht zu viele Fehler machen."

Mit weitaus mehr Geduld und Gelassenheit als früher hat sich die ehemalige Nummer neun der Welt nach all den Verletzungspausen wieder unter die Top 20 gearbeitet und kämpft nun mit ihrem neuen Trainer Eric van Harpen um den Anschluss an die Weltspitze. Bei den French Open stand sie im Halbfinale, gewann anschließend das Turnier in Bad Gastein und erreichte das Halbfinale in Stanford.

Zuletzt musste sie Anfang des Monats wegen einer Viruserkrankung für das Turnier in Montréal absagen. "Die Krankheit hat unheimlich viel Substanz gekostet, mental und körperlich", sagte Petkovic. Nicht nur deshalb würde ihr ein Achtelfinal-Einzug in New York noch einmal einen Motivationsschub für den Saison-Endspurt bescheren.

Weil auch Angelique Kerber und Sabine Lisicki ihre Aufgaben - weitaus stressfreier - lösten, hat es von anfangs sechs deutschen Damen schon ein Trio in die dritte Runde geschafft. Ein besonders reizvolles Duell wartet auf die letztjährige Wimbledon-Finalistin Lisicki, die sich mit French-Open-Siegerin Maria Scharapowa messen darf. Eine von beiden wäre die mögliche Achtelfinal-Gegnerin von Petkovic - wenn diese gegen Wozniacki ihre Balance zwischen Wut und Energie findet.
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Old Aug 29th, 2014, 03:34 PM   #381
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Re: Petko Articles & Interviews

http://www.hr-online.de/website/rubr...k=6080&seite=1
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Smooth durch die US Open

Andrea Petkovic hat ein Erfolgsgeheimnis und das ist grün. Die Darmstädterin schwört auf ein natürliches Hilfsmittel und hat es in einem kleinen Becher auch bei den US Open immer dabei. hr-Reporter Tim Brockmeier verrät das Erfolgsrezept von Petkovic.


Andrea Petkovic mit ihrem Erfolgsgeheimnis

von hr-Reporter Tim Brockmeier, New York

"Saueklig", sagt sie selber von dem Zeug, das Andrea Petkovic da in einem Plastiktrinkbecher mit sich rum trägt. Beim Training, bei der Behandlung, bei Pressekonferenzen – immer ist dieser Becher dabei. Mit einem nicht zu definierenden meist grünen glibberigen Inhalt. "Saueklig, aber hat mir ganz gut geholfen", so Petkovic über ihren selbstgemixten Smoothie. Smoothie, das ist der Werbebegriff für einen Frucht- oder Gemüsemixgetränk.

In diesem Fall ist es vor allem Gemüse, wie die Darmstädterin erklärt. "Ich will jetzt nicht alle meine Geheimnisse verraten, aber es ist Spinat drin, Salat, Gurke und viele andere Sachen, die Antioxidantien enthalten", so Petkovic. Antioxidantien sind, einfach ausgedrückt, Inhaltsstoffe, die die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen schützen. Die Ernährung ist ein großes Thema bei Tennisspielern. Der Weltranglistenerste Novak Djokovic hat ein ganzes Buch darüber geschrieben. Darin geht es um glutenfreies Essen, darum, dass er jeden Morgen nach dem Aufstehen zwei Teelöffel Honig isst und ausschließlich lauwarme Getränke zu sich nimmt. Auch wenn er drei Stunden in der Mittagshitze des US Open Tennis spielen muss. Lauwarm ist besser für die Verdauung, sagt der "Djoker".

Fiese Farbe, große Wirkung

"Nein, aus Novkas Buch kommen die Rezepte nicht", verrät Petkovic. Ihre Physiotherapeutin Petra Winzenhöller mixt die "sauekligen" Smoothies zusammen. "Ich versuche einfach alles, so naturbelassen wie möglich zu machen", erklärt Petkovic weiter, "diese künstlichen Proteinshakes nehme ich nicht." Solange es hilft, ist alles gut. In der ersten Runde ging es mit dem grünen Smoothie zu einem Dreisatzsieg. In der zweiten Runde schaffte sie, nach einer Energieleistung in der Mittagshitze von New York, ebenfalls in drei Sätzen den Sprung in die dritte Runde.

In der Pressekonferenz danach packte sie einen sehr bedenklich aussehenden, braunen Smoothie aus. Manch einer sah sich an bereits verdaute Substanzen erinnert. "Der war auch mal grün", lacht die Hessin, "aber ich hab noch jede Menge Blaubeeren reingemixt, deswegen ist er so dunkel geworden. Blaubeeren enthalten total viele Antioxidianten." Kurzum – Petkovic spielt sich mit oder dank Smoothie durch die US Open. Für die dritte Runde muss jetzt allerdings schon ein kleiner Wunder-Smoothie her, denn Petkovics Gegnerin heißt Caroline Wozniacki, und die geht als klare Favoritin in die Partie.

"Petkos ekliges Geheimnis"
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