Re: Angie: Interviews, Tweets and Video Appearances
Bullet points from the interview:
- prepared very well because I lost the last two matches against her and I wanted to win this time
- I tried to move well and to return well to put pressure on her. Did that wrong in the last matches, this time it worked
- (in Stuttgart) organized very well, great fans, so much fun off- and on-court. Very special tournament.
Re: Angie: Interviews, Tweets and Video Appearances
tennisnet.com
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Zurück auf Spitzenniveau: Kerber spielt wieder auf Augenhöhe mit den Großen
"Ich bin wieder vorne dran", sagt die deutsche Nummer eins, die in Stuttgart im Halbfinale knapp an Maria Sharapova scheiterte.
Von Jörg Allmeroth
Am Ende war der kleine Unterschied dann doch noch einmal in bitterer, schonungsloser Klarheit zu bestaunen. Der Unterschied zwischen einer Weltklassespielerin des Tennis-Wanderzirkus und - Maria Sharapova. Die Weltklassespielerin war Angelique Kerber, und bis zum 5:5 des dritten Halbfinalsatzes in der Stuttgarter Porsche Arena stemmte sich die deutsche Frontfrau mit ziemlich guten Nerven und höchster Leidenschaft gegen das Turnier-Aus. Doch dann, in den Momenten des höchsten Bewährungsdrucks, wenn jeder Punkt ein Big Point ist, schlug die Stunde der eiskalten Blondine: Erst stürmte Sharapova mit eigenem Aufschlag zu Null zur 6:5-Führung, und dann holte die zupackende Titelverteidigerin auch noch einmal alle vier Punkte bei Kerbers Service. 8:0-Punkte also zum 6:3, 2:6, 7:5-Sieg gegen die beste Deutsche, gegen die starke, lange Zeit so unbeugsame Lokalmatadorin. Wie sie in diesen kritischen Augenblicken spielt, ist schon der Hammer, sagte Kerber hinterher.
Wobei die Deutsche das keinesfalls resigniert, frustriert oder niedergeschlagen zu Protokoll gab, sondern eher mit einer trotzigen Selbstverpflichtung, auch noch diese feinen Nuancen zu den absoluten Klassefrauen wie Sharapova oder Serena Williams auszugleichen und aufzuschließen nicht nur zu deren Schlagpower, sondern auch zu deren mentaler Coolness. Kerber, auch 2013 wieder die einzige unter den deutschen Stars, die für ganz große Erfolgsmomente in Frage kommt, hat sich längst abgewöhnt, ihre Position in der Hackordnung nach unten absichern zu wollen. Die Kielerin schaut, und das nach dem Halbfinalvorstoß in Stuttgart umso mehr, lieber nach oben zu den wenigen Spielerinnen, die sich noch vor ihr, der Sechsten in der Bestenliste der WTA-Größen, bewegen. Und die sie somit auch noch überholen kann. Dass sie nach einem eher mittelprächtigen Saisonstart und zusätzlichem Verletzungspech nun wieder rechtzeitig vor den Höhepunkten des Spieljahres in starke Form gekommen ist, den kleinen Knick in der Arbeitsbilanz also überwunden hat, verleiht ihr Sicherheit. Ich bin wieder vorne dran. Und kann auch wieder voll angreifen, sagt die 25-jährige.
Wieder Tempo aufgenommen
Der lieben Konkurrenz ist keineswegs verborgen geblieben, dass die Frau mit dem Faible für schnelle Autos wieder Tempo aufgenommen hat im rastlosen Rennen um Plätze, Punkte und Positionen. Im europäischen Tennis-Frühling, also vor den Grand-Slam-Festivitäten in Paris und London, passt Kerbers Qualität auf dem Centre Court auch wieder zur durchaus erhabenen Einstufung in der Weltrangliste ganz anders als noch im Februar, als sie auch, aber nicht nur wegen körperlicher Probleme zwei bittere, nicht mehr gewohnte Auftaktniederlagen in Doha und Dubai kassiert hatte. Die kämpferische Kielerin verzagte indes nicht und setzte schon unmittelbar danach bereits ein Ausrufe- und Achtungszeichen mit dem Halbfinaleinzug in Indian Wells. Anfang April stürmte sie dann sogar ins Finale im mexikanischen Monterrey, in dem sie zwar gegen die Russin Anastasia Pavlyuchenkova verlor, aber zugleich doch endgültig die frühe Ergebniskrise des Spieljahres hinter sich ließ. Ein Lerneffekt war sicher auch, dass ich nach Verletzungen genau aufpassen muss, wann ich wieder einsteigen kann auf die Tour, sagt Kerber, da muss man den eigenen Ehrgeiz schon kontrollieren.
Nach dem Aufstieg in die Fed-Cup-Weltgruppe mit dem deutschen Team und dem persönlichen Halbfinalmitwirken kann Kerber die zwei Stuttgarter Wochen als dickes gemeinsames Plus in der Arbeitswertung verbuchen und als Antriebsstoff für die Herausforderungen, die jetzt auf sie zukommen. Was im übrigen auch Gegnerin Sharapova so sah: Angie ist wieder auf einem Toplevel. Ganz schwer zu spielen, ganz zäh und sowieso immer topmotiviert. In den acht verlorenen Punkten am Ende konnte Kerber sehen, was kurz- und mittelfristig noch fehlt zu ganz großen Triumphen und zu Sharapova: Aggressivität und gleichzeitig Kontrolle in höchster Anspannung. Eine souveräne Siegermentalität, die auch mit mehr und mehr und immer mehr Siegen kommt. Kerber bewegt sich auf dem Weg dorthin, zu dieser Qualität, zu dieser Kraft des starken Geistes, gerade in die richtige Richtung. Als einzige Deutsche allerdings auch. Als einsame Nummer eins der deutschen Fräuleins.
Re: Angie: Interviews, Tweets and Video Appearances
ran.de
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Kerber bläst zur Jagd
Bei Angelique Kerber war die Enttäuschung nach ihrem Halbfinal-Aus beim Stuttgarter WTA-Turnier schnell verflogen. Die deutsche Nummer eins blickte zuversichtlich nach vorne und will die Top 5 ins Visier nehmen.
Stuttgart - Nachdem der Traum vom Heimcoup im Halbfinale von Stuttgart geplatzt war, befand sich Angelique Kerber nur kurz im Gefühlschaos. Am Tag nach dem denkbar knapp verpassten Endspiel verließ die Weltranglistensechste hoch erhobenen Hauptes die schwäbische Metropole.
Im Gepäck: Viel Selbstvertrauen für die bald anstehenden French Open (ab 26. Mai) und eine beruhigende Erkenntnis. "Ich merke, dass ich an den ganz Großen dran bin und mithalten kann. Für mich ist es wichtig zu sehen, dass ich dazugehöre", sagte Kerber nach dem 3:6, 6:2, 5:7 in einem hochklassigen Semifinal-Krimi gegen die topgesetzte Titelverteidigerin Maria Scharapowa (Russland).
Zumindest Kerbers Coach Torben Beltz dürfte neben der Enttäuschung auch ein wenig Erleichterung verspürt haben. Der 2,02-m-Hüne hätte bei einem Turniersieg seines Schützlings auf dem Stuttgarter Wasen-Frühlingsfest eine Fahrt mit dem "Turbo Force"-Karussell absolvieren müssen.
Rittner: "Angie hat sich wirklich teuer verkauft"
Und zwischenzeitlich sprach einiges dafür, dass Beltz sich seinem persönlichen Horrorszenario stellen muss. In dem 2:07 Stunden langen und spannenden Match hatte die deutsche Nummer eins Kerber im entscheidenden Satz bereits mit 2:0 geführt. Die siebte Final-Teilnahme ihrer Karriere schien greifbar, der dritte Turniersieg im Bereich des Möglichen.
Erst recht, als Kerber wenig später einen 3:5-Rückstand ausgleichen konnte und eigentlich am Drücker war. Doch im Stil eines Champions schlug French-Open-Gewinnerin Scharapowa zurück - und machte danach die letzten acht Punkte des Duells in Serie.
Die wie immer in der Kerber-Box sitzende Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner hatte eine Erklärung für das blitzschnelle Ende. "Scharapowa hat einfach noch mehr Erfahrung mit dieser Art von Matches", analysierte die 40-Jährige, die ihren Hut vor Wimbledon-Halbfinalistin Kerber zog: "Angie hat sich wirklich teuer verkauft. Das war ein Weltklasse-Match vom Anfang bis zum Ende."
Kerber lässt sich nicht unter Druck setzen
Nach der ersten Enttäuschung zog auch Kerber, deren kometenhafter Aufstieg mit der sensationellen Halbfinal-Teilnahme bei den US Open 2011 begann, ein positives Fazit ihres Heimspiels. Sie könne sich "nichts Großes" vorwerfen. "Am Ende waren zwei, drei Bälle entscheidend. Aber dieses Match hat mir sehr geholfen, denn ich lerne immer noch für die Zukunft."
Besagte Zukunft soll bald schon Gegenwart sein. Ziel der 25-Jährigen ist es, die vor ihr stehenden Top 5 um Branchenführerin Serena Williams (USA) zu attackieren. "Ich gucke immer nach vorne und möchte sie angreifen", meinte Kerber selbstbewusst.
Wohlwissend, dass in diesem Jahr "alles komplett anders ist" als in ihrer Aufsteiger-Saison 2012. Doch die Linkshänderin, die zusammen mit Andrea Petkovic auch im Doppel-Halbfinale ausschied, will sich ob des gestiegenen Drucks nicht verrückt machen lassen: "Ich genieße es immer noch."
Lob von Boris Becker
Das wurde auch in den Tagen von Stuttgart deutlich. Kerber absolvierte als Aushängeschild des deutschen Fräuleinwunders gut gelaunt ihr Programm abseits des Courts. Mit ihrer Longline-Vorhand und ihrem beeindruckenden Defensivverhalten sorgte sie im Halbfinale gegen die Weltranglistenzweite Scharapowa dann auch für Jubelstürme in der ausverkauften Arena.
Kerbers in der Box sitzende Doppelpartnerin Petkovic war so begeistert wie Coach Beltz: "Angie wächst an ihren Aufgaben", meinte der 36-Jährige, der mit ihr vor allen Dingen noch am Aufschlag arbeitet. Jüngst hatte sich sogar Boris Becker als Fan der sympathischen Kielerin geoutet. "Respekt. Angelique ist eine tolle Spielerin, auf die wir stolz sein können", sagte Becker.