Petko Articles & Interviews - Page 23 - TennisForum.com
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Old Apr 18th, 2014, 01:25 PM   #331
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Re: Petko Articles & Interviews

http://www.spiegel.de/sport/sonst/an...-a-965094.html

Quote:
SPIEGEL ONLINE: Frau Petkovic, es ist nicht lange her, da sagten Sie über Ihre Zukunft: Ich sehe mich schon als Alkoholikerin in einem Wohnwagen mit zehn Kindern. Wo wohnen Sie zurzeit?

Petkovic: In einem Haus in Darmstadt, zusammen mit meiner Schwester.
SPIEGEL ONLINE: In den vergangenen zwei Jahren zogen Sie sich drei schwere Verletzungen zu. Vor zwei Wochen feierten Sie ein Comeback, Sie gewannen das Turnier in Charleston, USA. Zum ersten Mal seit drei Jahren stehen Sie wieder unter den Top 30 der Weltrangliste. Sind Sie selbst überrascht davon?

Petkovic: Ja, schon. Ich hatte nicht mehr daran geglaubt, dass ich noch ein großes Turnier gewinnen kann. Nach dem Finale hagelte es Gratulationen. Steffi Graf und Boris Becker schrieben mir, auch Dirk Nowitzki. Das war schön, aber ein Erfolg bedeutet für mich auch Zweifel und Angst, dass es wieder bergab gehen kann. Ich kenne jetzt beide Seiten.

SPIEGEL ONLINE: Wie erklären Sie sich Ihr Verletzungspech?

Petkovic: Früher trainierte ich vier Stunden Tennis am Tag, dazu machte ich zwei Stunden Krafttraining und eine Fitnesseinheit. Und das an sechs Tagen in der Woche. Ich wollte so hart trainieren wie die Männer. Ich verstand mich als Maschine, ließ keinen Schmerz zu. Ich trainierte auch bei Übelkeit oder Kopfweh, ich ging immer über meine Grenzen.
SPIEGEL ONLINE: Was trieb Sie dazu?

Petkovic: Meine Siege. Ich wurde auf diese Weise zunächst immer besser. Ich wusste: Ich kann mich auf meine Fitness verlassen, ich habe viel Power. 2011 stand ich auf Platz neun der Weltrangliste. Der Erfolg war mein einziger Gradmesser. Dass ich mich damals schon teilweise elend fühlte, war mir egal.

SPIEGEL ONLINE: 2012 erlitten Sie einen Ermüdungsbruch im Rücken, später einen Bänder- und einen Meniskusriss.

Petkovic: Für eine Frau habe ich zu viel trainiert, mein Körper streikte. Ich wurde durch die Verletzungen immer wieder aus dem Tennisgeschäft rausgeworfen. Ich dachte damals: Ok, jetzt machst du einfach deine Reha, und sobald du wieder auf dem Platz stehst, wird alles wieder gut.

SPIEGEL ONLINE: Ein Trugschluss?

Petkovic: Ja. Das Gegenteil trat ein. Nach einer schweren Verletzung erlebst du den Tiefpunkt erst dann, wenn du wieder einen Schläger in der Hand hältst. Ich spielte in den ersten Trainingseinheiten einfach nur scheiße. Mein Timing war weg, ich sah die Bälle nicht mehr.

SPIEGEL ONLINE: Kann man Tennisspielen so schnell verlernen?

Petkovic: Wenn du nur ein paar Wochen raus bist, verlierst du sofort deinen Rhythmus. Ich hatte an einem Tag ein sensationelles Training, und am nächsten Tag spielte ich plötzlich so mies, dass ich heulen musste. Die Unvorhersehbarkeit hat mich schockiert, richtig wütend gemacht.

SPIEGEL ONLINE: Jeder hat doch mal einen schlechten Tag.

Petkovic: Als Profisportler darfst du dir aber keine Höhen und Tiefen erlauben. Du musst ein Gewohnheitstier sein, das immer alles gleich gut macht. Du musst zu jeder Zeit solide deine Leistung abrufen. Das macht die Topspielerinnen im Tennis aus: Sie spielen 30 Wochen im Jahr mit einer Leistungsschwankung von höchstens zwei bis drei Prozent.

SPIEGEL ONLINE: Sie flogen bei Ihren letzten drei Grand Slams in der ersten Runde raus, in der Weltrangliste rutschten Sie auf Platz 177 ab. Wie verändert sich das Leben als Profi, wenn man nicht mehr unter den Top Ten steht?

Petkovic: Früher bekam ich bei Turnieren drei Stunden Trainingszeit pro Tag. Als ich nicht mehr gesetzt war, gab es noch eine Stunde, auf einem Platz, den ich mir mit anderen teilen musste. Früher konnte ich spontan 20 Freunde mit zu den Turnieren bringen, es gab immer Hotelzimmer für alle. Wenn du unten stehst, darfst du deinen Trainer mitbringen, mehr nicht. Bei manchen Veranstaltern musste ich um eine Wildcard bitten, um überhaupt mitspielen zu dürfen.

SPIEGEL ONLINE: Nagte das an Ihnen?

Petkovic: Schon. Ich habe ein großes Ego.

SPIEGEL ONLINE: Sie spürten die Zweiklassengesellschaft.

Petkovic: Wenn es super läuft, wenn du hochkommst, wird dir das alles nicht bewusst. Erst wenn es bergab geht, merkst du, welchen Luxus du immer genossen hast. Dir fallen viele Dinge erst auf, wenn du abstürzt.

SPIEGEL ONLINE: Zum Beispiel?

Petkovic: Es gibt jedes Jahr ungefähr zehn neue Talente unter den Top 50. Es sind 18- und 19-jährige Mädchen, die wollen da oben rein, und du denkst dir: Boah, sind die gut.

SPIEGEL ONLINE: Was ist an denen so beeindruckend?

Petkovic: Das sind Alleskönnerinnen. Die erlaufen fast jeden Ball, haben einen guten Überblick über das Spiel und einen Gewinnerschlag. Die Mädchen haben oft schon als Zehnjährige mit hartem Training begonnen.

SPIEGEL ONLINE: Das klingt ein bisschen erschreckend.

Petkovic: Deswegen hatte ich eineinhalb Jahre konstant Schiss, dass ich es nicht mehr zurück in die Spitze schaffe.

SPIEGEL ONLINE: Gab es einen Moment, in dem Sie alles hinschmeißen wollten?

Petkovic: In der Qualifikation für die French Open 2013 verlor ich gegen eine Spielerin, die in der Rangliste auf Platz 170 stand. Das war eine Katastrophe, ich sah mich selbst immer noch als Top-Ten-Spielerin. Ich sagte zu meinem Trainer: Ich will kein durchschnittlicher Profi sein, da mache ich lieber was anderes.

SPIEGEL ONLINE: War es Ihnen ernst damit?

Petkovic: Ja, ich habe mich um Praktika beworben, bei einer Vermarktungsfirma, einer Tageszeitung und in der Politik. Ich bekam sogar einige Zusagen.

SPIEGEL ONLINE: Warum machten Sie trotzdem weiter mit dem Tennis?

Petkovic: Ich hatte zwar oft aufgehört, an mich zu glauben. Aber ich habe nie aufgehört, Tennisprofi sein zu wollen. Da brannte immer noch eine kleine Flamme in mir. Das hat mich vorangetrieben. Ich sagte mir: Komm, probiere es noch eine Woche, und noch eine Woche, und noch eine Woche.

SPIEGEL ONLINE: Wie kamen Sie wieder in die Spur?

Petkovic: Mein Coach und ich stellten das Training um. Ich spiele inzwischen nur noch höchstens drei Stunden am Tag und mache moderates Krafttraining. Wir haben meine Schlagtechnik verändert. Ich nutze einen längeren Beschleunigungsweg bei der Vorhand. Du kannst auch durch gute Technik viel Power entwickeln, nicht nur durch stumpfes Krafttraining mit Hanteln.

SPIEGEL ONLINE: Mit dem deutschen Team treten Sie an diesem Wochenende im Fed-Cup-Halbfinale in Australien an. Was nehmen Sie sich vor?

Petkovic: Unser Ziel ist es, den Pott zu holen. Wir werden aber mit der langen Anreise und dem Jetlag zu kämpfen haben.
SPIEGEL ONLINE: Was hilft dagegen?

Petkovic: Manche arbeiten mit Schlaftabletten. Doch das ist nicht mein Ding. Ich habe mittlerweile gelernt, auf Kommando einzuschlafen. Ich schaffe zehn Mittagsschläfchen am Tag, so hole ich mir ein bisschen Energie zurück.
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Old Apr 18th, 2014, 01:26 PM   #332
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Re: Petko Articles & Interviews

http://tennisnet.com/de/damen/wta/15...-Jahre-vor-mir

Quote:
Frau Petkovic, kürzlich haben Sie sich mit dem Turniersieg in Charleston, auch im Vorfeld des Fed-Cup-Halbfinales, eindrucksvoll im Tourbetrieb zuzrückgemeldet. Doch 2012 und 2013 waren schwere Jahre für Sie, immer neue Verletzungen, die Weltspitze in weiter Ferne. Wie haben Sie sich da für die neue Saison und überhaupt für die weitere Karriere motivieren können?

Andrea Petkovic: Die Motivation ist größer denn je gewesen. Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich viel verpasst habe. Und dass ich noch viel vor mir habe. Das Ende des Jahres 2013 war ja auch ermutigend gewesen - nach all den Tiefschlägen vorher.

Bevor Sie dieses ganze Verletzungspech erwischte, schadeten Sie sich auch selbst: Durch eine Rücksichtslosigkeit, mit der Sie nach ihrem rasanten Sturm in die Weltspitze plötzlich Ihre Ziele verfolgten.

Petkovic: Es war eine komplizierte Phase. Ein gewisser Überehrgeiz war immer in mir drin. Aber ich bin damals total vom Weg abkommen, habe auf niemanden mehr gehört. Ich habe den Erfolg über alles gestellt. Und ich hörte nicht mehr auf den Menschen Andrea Petkovic, sondern nur noch auf die Tennisspielerin Petkovic und deren Bedürfnisse.

Dann kam diese schwarze Verletzungsserie...

Petkovic:...und sie kam zwingend, es war eine schicksalhafte Logik. So bitter es klingt: Ich brauchte diese Warnschüsse, um überhaupt mit meiner Karriere weitermachen zu können. Es musste wirklich knallen, damit ich aufwachte aus diesem traurigen Zustand. Ich bin froh, dass diese Nackenschläge früh kamen, denn so habe ich noch viele gute Tennisjahre vor mir.

Hatten Sie damals das Gefühl: Der Erfolg, diese öffentliche Vereinnahmung, diese Unsere-Petko-Slogans überrollen mich.

Petkovic: Ganz sicher. Aber ich habe das doch gemeistert Jetzt ist es ein wenig umgekehrt. Ich bin als Persönlichkeit stärker, gereifter. Aber als Tennisspielerin noch nicht wieder da, wo ich einmal war. Ziemlich weit oben, in den Top Ten.

Sie sagen jetzt, Sie hätten ihre Balance gefunden. Was macht Sie da so sicher?

Petkovic: Erst mal weiß ich jetzt genauer, wer und was wichtig ist in meinem Leben. Ich weiß, wer zu mir steht als Mensch und als Tennisspielerin. Ich kann mich und meine Arbeit als Tennisprofi besser analysieren. Klar: Ich bin stinksauer, wenn ich ein Match, einen Trainingssatz verliere. Das gehört zu mir, diese Wut, dieser Hass auf Niederlagen. Aber ich schleppe das nicht mehr ewig mit mir rum und ziehe dann auch die richtigen Konsequenzen.

Wie schwer waren diese ewigen Comeback-Anläufe, wie verkraftet man eine so unglaubliche Serie von Rückschlägen?

Petkovic: Am schlimmsten war gar nicht mal die Rehazeit. Sondern die Rückkehr auf den Trainingsplatz. Der Schock, dass gar nichts mehr stimmte. Das Timing ist weg, die Schläge passen nicht mehr, die Bewegungen sind fahrig. Ich fühlte mich wie ein Boxer, der in einer Ecke steht, Prügel kassiert. Und denkt: Da komme ich nicht mehr raus. Die Begegnung mit der Realität war furchtbar, absolut ernüchternd.

Und dann sind die Fortschritte im Tourgeschäft auch nicht wirklich gleich bemerkenswert.

Petkovic: Das Ziel, gesund und fit zu werden, ist das eine. Aber das Ziel, wieder eine richtig gute Tennisspielerin zu werden, ist viel, viel schwerer zu erreichen. Als Kranke bist du in einer Blase drin, hast mit dem Ganzen drumherum gar nichts zu tun. Und dann stehst du wieder auf dem Centre Court und weißt sofort: Die anderen spielen in einer anderen Liga. Und du, Andrea Petkovic, bist einfach nicht mehr gut genug. Wenn ich sage, dass das eine schwierige Zeit war, dann ist das echt eine Untertreibung.

Dachten Sie da auch an Rücktritt?

Petkovic: Es gab diese Momente. Kurz nur. Aber sie waren da. Ich dachte: Ich bin abgehängt.

In der Zeit Ihrer Verletzungskrisen sorgten zwei deutsche Kolleginnen für Furore: Angelique Kerber mit dem Sprung in die Top Ten, Sabine Lisicki mit dem Einzug ins Wimbledon-Finale. Wird man da als ehemalige Leitfigur des deutschen Fräuleinwunders nicht neidisch?

Petkovic: Ganz und gar nicht. Das sehe ich grundsätzlich komplett entspannt. Es ist wirklich wahr: Das sind meine Freundinnen, und denen gönne ich nur das Schönste und Beste. Wenn sie besser sind als ich - kein Problem für mich. Ich bin selbstbewusst genug, um nur auf mich zu gucken.

Ist ihnen ein Gefühl wie Neid grundsätzlich fremd?

Petkovic: Wenn man Neid definiert als etwas, was ich auch gern hätte im Tennis, dann bin ich neidisch. Ich wäre gern wieder in einem Grand-Slam-Viertelfinale und in den Top Ten, klar doch. Aber ich definiere Neid als etwas, was man einem anderen nicht gönnt. Und das ist bei mir total Fehlanzeige.

Haben Sie eine Erklärung dafür, dass es im Fed-Cup-Team so harmonisch läuft??

Petkovic: Wir alle, nicht nur Angie und ich, haben sehr starke Egos. Aber wir sind auch alle ungefähr gleich alt, haben über die vielen Jahre seit der Kindheit und Jugend gelernt, dass man mal weiter vorne, mal weiter hinten ist im Tennis. Konkurrenz wird akzeptiert, das ist keine Bedrohung. Sondern Motivation. Du willst es besser machen als die anderen.

An diesem Wochenende nun kämpft Deutschland in Brisbane um den Einzug ins Finale. Kann das Team sogar den Pott holen?

Andrea Petkovic: Das Potenzial ist glasklar da. Wir haben so viele tolle Spielerinnen. Und jede von uns hat in den letzten Jahren bittere Erfahrungen als Führungsspielerin gemacht, aber auch daraus gelernt. Das hat man beim 3:1-Auftakterfolg in der Slowakei gesehen. Da haben wir gepunktet, als es zählte, sogar in beiden Matches gegen Australian-Open-Finalistin Dominika Cibulkova. Vielleicht ist jetzt wirklich die Zeit reif für einen deutschen Sieg.

Zwischenzeitlich hatten Sie sogar mal an dieser großen Chance gezweifelt, weil es trotz des guten Binnenklimas im Team immer wieder herbe Enttäuschungen gab.

Petkovic: Mir ging manchmal die Frage im Kopf herum, ob es zu viel Einigkeit gibt, eine unklare Hackordnung. Da dachte ich sogar, wir bräuchten eine im Team, die auch mal Stunk macht und das Wohlfühlklima durcheinanderbringt. Ich konnte nicht begreifen, wieso wir mit dieser Truppe nicht wenigstens mal das Halbfinale erreichten.

Sie wollen in dieser Saison noch weiter an die engere Weltspitze heranrücken. Können Sie Kerber und Lisicki überholen?

Petkovic: Im Moment bin ich noch ein Stück weg von ihnen. Mein Ziel ist: Ich will wieder so gut werden wie die beste Andrea Petkovic. Also die, die schon mal in den Top Ten war.

In ihrem Privatleben gab es eine größere Veränderung: Sie sind zuhause ausgezogen, haben ein Haus gekauft und leben dort in einer WG mit ihrer Schwester.

Petkovic: Ja, ich habe mich endlich selbstständig gemacht und bin selbstständiger geworden. Den häuslichen Dreikampf beherrsche ich auch schon ganz gut: Waschen, Putzen, Kochen. Und ich bin jetzt auch meine Finanzchefin, kontrolliere die Ein- und Ausgaben, die Rechnungen. Mannomann, fühle ich mich jetzt erwachsen!

Zum Schluss noch ein paar Tipps für den Rest des Jahres: Wer wird es bei den Damen und Herren als Nummer eins beenden?

Petkovic: Serena Williams und Novak Djokovic.

Gewinnt eine deutsche Spielerin einen Grand Slam?

Petkovic: Schwer genug wird´s. Aber Sabine ist in Wimbledon immer alles zuzutrauen. Klar ist aber auch: Viele wollen dort den Titel - und Sabine schlagen.

Und wer wird Fußball-Weltmeister?

Petkovic: Deutschland. Das sage ich schon seit einem Jahr und werde dafür gern und hartnäckig belächelt. Für mich sind die Jungs buchstäblich reif für den Titel.
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Old Apr 18th, 2014, 08:01 PM   #333
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Re: Petko Articles & Interviews

http://tennisnet.com/de/damen/fedcup...s-FedCupFinale

Quote:
Kerber und Petkovic: Zwei dicke Freundinnen wollen ins Fed-Cup-Finale

16.04.2014

Beim Fed-Cup-Halbfinale zwischen Deutschland und Australien wird es vor allem auf die Einzel-Qualitäten von Angelique Kerber und Andrea Petkovic ankommen.

Von Jörg Allmeroth

Als ihre Freundin Angelique Kerber vor fast drei Jahren in einer schweren Tennis- und Sinnkrise steckte, hatte Andrea Petkovic eine „ganz einfache Idee". Petkovic, damals die Leit- und Vorzeigefigur des neuen deutschen Fräuleinwunders, lud die verzweifelte Kerber zu einem gemeinsamen Sommer-Trainingscamp nach Offenbach ein, in die Fitnessschmiede der früheren Profis Alexander Waske und Rainer Schüttler. Was aus dem kleinen Freundschaftsdienst wurde, ist auch heute noch verblüffend, eine keineswegs kleine Wundergeschichte nämlich - Kerbers nahezu unaufhaltsamer Aufstieg, befördert durch die Neuerfindung in jenen Sommertagen, führte die unscheinbare Mitläuferin im Tourbetrieb steil hinauf in die Top Ten und inzwischen schon zu zwei Weltmeisterschafts-Teilnahmen.

Achterbahnfahrt in den letzten Jahren

Zwischendrin hatte sich das Rollen-Bild der beiden verschworenen Spitzenspielerinnen einmal komplett verändert, da war Kerber als Nummer fünf der Tennis-Hitparade die strahlende Aufsteigerin und Projektionsfläche für deutsche Erfolgssehnsüchte. Und Petkovic, von Verletzungen und immer neuen Rückschlägen gebeutelt, die national wie international bemitleidete Pechmarie des Wanderzirkus. Doch vor diesem Osterwochenende, an dem das deutsche Fed-Cup-Team am Samstag und Sonntag (live auf SAT.1 Gold) im australischen Brisbane um den ersten Finaleinzug seit 1992 kämpft, gehen sie als vereint starkes Duo an den Start - Kerber, das zurückhaltende, bodenständige Nordlicht aus Kiel, als gewachsene und gereifte Führungskraft in dieser schwarz-rot-goldenen Auswahl. Und Petkovic als wieder mit Selbstvertrauen und Siegesbewusstsein ausgestattete Nummer zwei in der DTB-Equipe, gerade dekoriert mit dem hochwertigsten Titel ihrer Karriere im US-amerikanischen Charleston. „Wir alle haben mit dem Team eine Achterbahnfahrt hinter uns. Wir haben harte Erfahrungen gemacht, aber auch daraus gelernt", sagt Petkovic, „jetzt sind wir bereit für etwas Großes." Wir, das sind neben Petkovic und Kerber die Bad Oldesloerin Julia Görges und die Neu-Saarbrückerin Anna-Lena Grönefeld.

Tatsächlich ist es ein Anlauf über drei, vier Jahre gewesen, der zu der realistischen Chance eines Fed-Cup-Sieges geführt hat. Auch Australien, der jetzige Halbfinal-Gegner, spielt eine Rolle in dieser Geschichte der Hürden und Hindernisse. Denn vor zwei Jahren glaubten sich die deutschen Frauen schon einmal reif für eine Erfolgsmission, doch dann verloren sie zunächst das Erstrundenmatch gegen Tschechien daheim in Stuttgart. Und dann auch noch die Playoff-Partie gegen Australien, wieder in der Porsche-Arena, gegen Australien - eine Bruchlandung, die in der Zweiten Liga des Fed Cup endete. „Alle gingen in den letzten Jahren mal als Nummer eins in ein Match, alle haben erlebt, was das heißt, welcher Druck da herrscht", sagt Bundestrainerin Barbara Rittner, „aber alle haben daraus auch gelernt. Für ihre individuelle Karriere, für den Fed Cup." Das sieht auch Petkovic so, die bereits 2010, bei zwei verlorenen Einzeln gegen Tschechien als Spitzenspielerin, „komplett die Nerven verloren hatte": „Das waren Matches, da war ich gar nicht mehr ich selbst. Ich hatte irgendwie die Last der ganzen Welt auf mir. Das war richtig surreal."

Kerbers Reifeprüfung in der Slowakei

Die Wirklichkeit des Jahres 2014 war indes, dass Kerber und Petkovic, die alten, unzertrennlichen Freundinnen, mit einer großen Energie- und Willensleistung den Weg bereiteten für den Traum vom Titelgewinn. Anfang Februar, bei dem heiklen Auswärtsmatch in der Slowakei, traten sie beide als wichtigste Punktehoffnungen an, doch anders als in den Spielzeiten zuvor meisterten sie die Herausforderung nun mit spielerischer Bravour und großer Leidenschaft. Petkovic wies den bahnbrechenden Coup von Bratislava mit dem Sieg über Australian-Open-Finalistin Dominika Cibulkova, anschließend machte Kerber mit zwei Punkten gegen Hantuchova und Cibulkova den Triumph perfekt - zu sehen war in der Kielerin auch eine Anführerin des Teams, die ihre ganze Routine aus hochwertigen Tourmatches in zugespitzten Situationen gewinnbringend einzusetzen wusste. „Ich habe mein Potenzial optimal genutzt. Es war ein wunderbarer Moment", sagt Kerber. Petkovic hingegen lebte auch damals vor, was sie allgemein auszeichnet: Ein stoisches Naturell, das ihr hilft, sich immer wieder über Schwierigkeiten und Rückschläge hinwegzusetzen. Und die besondere Kraft, die aus dem großen Gemeinschaftsgeist in diesem Team erwächst. Schließlich hatte gerade sie, Petkovic, als Begründerin des deutschen Fräuleinwunders vorexerziert, wie man Einheit trotz aller Individualität buchstabiert.

Auf Kerber und Petkovic kommt es zuallererst an in Brisbane, auf diese beiden jungen Frau, die in aller ihrer Verschiedenartigkeit eine dicke Freundschaft verbindet. Doch man muss vor diesem Wochenende der großen Möglichkeiten auch einmal die große Fülle sehen, die das deutsche Frauentennis nun auszeichnet- und für das es von vielen konkurrierenden Nationen bewundert wird. Denn hinter den etablierten Kräften tut sich regelmäßig Neues, junge Spielerinnen mit Perspektive gibt es zur Genüge. Diese Erfolgsgeschichte ist in einem permanenten Fluss, vor allem dank Rittner, der souveränen Moderatorin des Betriebs. Das Beste an alledem: Die Deutschen haben eine reelle Chance in dieser Saison, 22 Jahre nach Steffi Graf und Co. wieder zu siegen und ein dickes Ausrufezeichen zu setzen. Aber es muss kein einmaliges Glückserlebnis bleiben, es können noch weitere Erfolgsjahre folgen.
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Re: Petko Articles & Interviews

http://www.fedcup.com/en/news/175574.aspx

Quote:
19 April 2014

Germans in control on opening day in Brisbane

By Craig Gabriel

BRISBANE, AUSTRALIA: Germany has taken a commanding 2-0 lead in the semifinals of the Fed Cup by BNP Paribas against Australia.

The tie, being played at the Pat Rafter Arena in Brisbane, saw Germany sweep all the sets that were played.

Andrea Petkovic got the visitors off to a flying start when she defeated Sam Stosur 61 76(7) and then world No. 7 Angelique Kerber overwhelmed Casey Dellacqua 61 60 in 51 minutes.

“I saw two great matches and I was very proud of the performance of my two girls,” said German captain Barbara Rittner. “There are still three points to go and tomorrow is a new day. I think the matches were closer than they look.

“It was one of those days when Angie played a perfect match but if she took a bit off, Casey would be right there; Casey is very consistent and tricky, she plays so well at home so you have to put pressure on her all the time.”

In the opening rubber, Stosur started with an ace but soon after lost her serve when Petkovic cracked a forehand cross court winner. A game later and the early advantage had been handed right back; however the German was looking a touch stronger as she pressured Stosur into dropping serve once more.

Petkovic went on a roll and when Stosur failed to hold serve in the fifth game, which was the longest game of the match at close to eleven minutes, there was a sense that this was trouble for the Australian.

Petkovic claimed the first set when Stosur dropped serve again by sending a forehand long, but Stosur was still trying hard to make inroads with the German’s game. In the third game of the second set Stosur got aggressive and broke with a glorious forehand winner down the line.

“My energy level dropped a little, I don’t know why and Sam started serving better; heavier and deeper and she pushed me back,” said Petkovic. “I think in the end I was a little lucky and glad I got through in two sets.

“I didn’t think Sam was nervous in the match. I just played aggressive in the beginning and she wasn’t in the match but then she was playing well.”

It was in the seventh game of the second set when Petkovic was serving that she cracked her left shin with her racquet during the service motion. It resulted in a sizable lump and a slight cut. She joked later: “It is hurting lots. I think I like broke my leg, but what can you do, it’s Easter and this is my Easter Egg!”

Stosur had a 5-3 lead and served for the set at 5-4 but Petkovic broke in the tenth game. In the tiebreak the German jumped to a quick start but she needed five match points before giving her nation the first point of the weekend.

“I had put myself in a good position in the second set so it was disappointing to lose it,” said Stosur. “She was able to get a good strike on the ball. The court is quick and she was striking the ball well. I wasn’t overly nervous but she came out pretty clean and I should have been able to do that the way my opponent did.”

Kerber was truly awesome as her left-handed game overwhelmed Dellacqua. The Australian was not being given any opportunities and it was really only in the final game of the match that she was able to trouble the German and unfortunately for the local fans, it was short lived.

“I played very good,” said Kerber. “Of course it is easier to go on the court when your country is leading 1-0 but I knew I had to play very good because Casey is playing very good at home … but it is a very good feeling to be up 2-0.”

Dellacqua, as expected, was very dejected with the lack of opportunities.

“I hoped to put in a better performance, I can’t deny that,” she said. “I wanted to go out and do what I do well; Kerber did that and my game was not good enough today. Tomorrow will be a better match-up for me than today when I play Petkovic.”

Certainly the task is ahead for the Australian captain Alicia Molik but she remains optimistic that her team can turn things around.

“I was quietly confident that our worst result would be 1-1 (on the first day),” said Molik. "We had a great week of practice but it didn’t go that way (on the court).

“I think Sam and Casey will be better tomorrow; we don’t have anything to lose. Sam has a great track record against Kerber and if it goes to a fourth singles, Casey has had a good run this year. We’ll have a rest and re-group and give it all. I don’t see why we can’t claw back from this.”
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Re: Petko Articles & Interviews

http://www.fedcup.com/en/news/175592.aspx

Quote:
20 April 2014

Germany through to first Fed Cup Final in 22 years

By Craig Gabriel

BRISBANE, AUSTRALIA: It has been a long time coming but the drought has been broken for Germany. An ace on match point from Angelique Kerber in the first reverse singles gave Germany an unbeatable 3-0 lead over Australia and after 22 years they are in the final of the Fed Cup by BNP Paribas.

Coming into the match Kerber had never beaten Stosur in two previous encounters and it looked as though the Australian No. 1 was going to keep Aussie hopes alive after winning the first set.

However, on returning from a bathroom break at the end of the first set, Kerber turned the match around and won seven games in a row and eventually closed out the match 46 60 64.

She could not have ended the match in a sweeter manner… it was an ace.

“It’s a very special moment for me and the whole team,” said Kerber. “It feels very great. I played a good match but it was a tough one because Sam was playing also very tough and I have never beaten her before. It just means a lot; it’s a special moment for all of us.

Stosur’s performance was in total contrast to how she played the day before. She got off to a solid start by breaking serve in the second game and then went up 3-0 and 4-1, but Stosur gave the break back in the seventh game only to break the German once more a game later.

It was like a rollercoaster because then Kerber struck once more in a game that last about ten minutes – on her seventh break point she got the better of Stosur.

The Australian was not giving in and a game later she got the better of Kerber’s serve once again, striking a beautiful hooked forehand passing shot down the line.

The crowd went wild and the Aussie bench was on their feet.

Unfortunately the euphoria did not last long. After returning from a bathroom break, Kerber went on a roll. There was nothing Stosur could do.

“After the first set I was just thinking, just play every single point for your team, you’re playing for Germany, your country, and keep fighting and keep fighting till the last point. I really tried that and I’m just so happy,” said Kerber.

The German reeled off seven consecutive games to lead 1-0 in the third when Stosur double faulted on break point. The next two games were also breaks but it was the third game, which lasted an incredible 15 minutes when Stosur was broken, that made an impact.

Kerber opened a 5-2 lead and served for the match but Stosur managed to keep things alive for another two games. Serving for the tie for the second time Kerber made no mistake, cracking that ace on match point.

“It was overall reasonably disappointing, especially when you don’t get through,” said Stosur. “I don’t know if I can fight any harder than I did in that match.

“In the second set I have to say I lost my way and that didn’t help. I knew I had to regroup and start again. I had chances today to win in but that’s what it comes down to playing a top player.”

“It’s not a lost opportunity, the only opportunity lost was not making the final and that was always going to be tough. We came up short but we tried everything. 3-0 doesn’t sound great but that’s the way it is sometimes. Last time we beat them 3-0 in Germany, they turned it and did it to us this time.”
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