Reisebericht Wien + Rosmalen - TennisForum.com
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Old Jun 20th, 2003, 07:53 AM   #1
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Reisebericht Wien + Rosmalen

Reisetagebuch Wien / Rosmalen 2003

Freitag, 06.06. Start Hamburg 15.00 Uhr, Ankunft Montabaur 19.00,
Andre und ich haben die geniale Idee, vor Abreise noch im ca. 20 km von Montabaur entfernten Restaurant von Antonia Matic’s Vater zu Abend zu essen. Sie selbst ist nicht da, aber Vater und Onkel sowie Antonias kleine Schwester, die ihrer großen Schwester so ähnlich sieht, als sei sie eine drei Jahre jüngere Zwillingschwester. Sie hat aber keinerlei Tennisambitionen, sie will eher in die Musikbranche.
Nach ausführlichen Berichten von der letzten Bundesligabegegnungen und gutem Essen werden wir noch zu Erdbeeren mit Sahne eingeladen.
Start nach Wien 23.00 Uhr, Pause unterwegs 04.00 – 05.30 im Auto geschlafen.

Samstag, 07.06.
Ankunft in Wien 09.30 Uhr. Gleich als erstes direkt zum Flughafen Schwechat, Britta abholen. Eine Vollsperrung des Knotens Vösendorf verursacht wegen völlig fehlender Umleitungsschilder eine halbstündige Irrfahrt.
Fahrt zum Tennisclub quer durch die Stadt. Der erste Blick auf drei Trainingsplätze ist der Schock der Woche: die Plätze sind in einem erbärmlichen Zustand, von einem Center Court ist weit und breit nichts zu sehen, nur ein großes, verfallenes Fußballstadion. Wir haben aber nur vom Parkplatz aus den falschen Weg genommen: das Clubhaus liegt auf der anderen Seite: eine schöne Terrasse, mit Tischen unter Sonnenschirmen, bietet einen Blick auf den Center Court. Annehmbar.
Wir haben Frühstück zusammen mit Conchita Martinez Granados und Gala Leon Garcia, die auch gerade angekommen sind und sich an unseren Tisch setzen.
Britta bekommt von Gala ein Coach – Badge und geht gleich mit beiden zum Training.
Gala gewinnt die 1.Runde Qualy 6:0 6:0 gegen Susanne Aigner/AUT.
Annamaria Foeldenyi, aufgetakelt wir eine Dorfnutte, erscheint.
Angelika Roesch hat mehrere riesige Pickel im Gesicht.

Britta und ich bekommen von Gala und Conchi Essenmarken für die Players Lounge, es gibt aber nur Reis mit weißer Sauce oder Spaghetti mit roter Sauce. Gala erkundigt sich, wer für das Essen zuständig ist, worauf ihr „Miriam“ genannt wird. Sie läuft über den Platz, mehrmals laut „Miriam“ rufend, bis sie sie gefunden hat, und beschwert sich: „no vegetable, no meat, no salad, no nothing!“ Miriam verspricht umgehende Nachbesserung, die eine Stunde später in Form von einem Teller mit kleinen Frikadellen geliefert wird.

Abends Unterkunft etwas außerhalb Wiens eingecheckt,
wegen Doppelbuchung werden wir weitergeschickt zu einer Nachbarin. Zimmer sind akzeptabel, der kleine Balkon bietet Blick auf ein waldbestandenes Nachbargrundstück..
Abendessen in der benachbarten Waldschänke.

Sonntag, 08.06. Pfingsten
Frühstück auf dem Balkon: neben einer kleinen Wurst- und Käseplatte pro Person ½ hart gekochtes Ei und zwei kleine Tomaten.
Gala gewinnt auf C1 gegen die Dorfnutte 6:1 6:3
Während eines Seitenwechsels, als Gala auf ihrem Stuhl sitzt, wird sie von einer geistig wohl etwas behinderten Frau um ein Autogramm gebeten, der Schiedsrichter verscheucht sie.
Nachmittags sitzen Andre und ich auf der Terrasse, Britta schaut sich währenddessen ein Match an. Gala erscheint mit der Frage: „Where is my coach?“
Meine Antwort, sie schaue sich das Match ihrer nächsten Gegnerin an, beruhigt sie, und sie zieht wieder ab.
Andre und ich überreichen der WTA-Pressetante unsere Liste mit Interview-Requests für diese Woche: Cris Torrens, Iveta Benesova, Ashley Harkleroad, Clarisa Fernandez

Zum Abendessen nach Wien. Wir treffen zunächst Angelika Roesch und Boyfriend, erkennen sie zunächst nur an den großen Pickeln; dann begegnen uns Patricia Wartusch und Petra Mandula. .
Wir essen bei Pizza Hut, in eimnem netten Hinterhof-Garten unter Bäumen. Um 21.45 will der Kellner kassieren, es sei schon seit 21.00 Polizeistunde. Ich weiß nicht, was das ist, aber jedenfalls will er schließen….

Pfingst-Montag, 09.06.
Cristina Torrens erscheint rechtzeitig zu Galas letztem Quali-Match, schaut zu, macht sich dann für ihr eigenes Erstrunden-Hauptfeldmatch fertig, verliert dies aber. Sie ist am Sonntag mit ihrem Club deutsche Bundesligameisterin geworden (obwohl sie ihr Einzel gegen Farina verloren hat.)
Abends fahren wir auf Brittas Drängen zum Prater, GoGo (eigentlich Gottfried, ein Bespanner, den wir aus Linz kennen) hat uns das Schweizer Haus empfohlen. Die Hax’n heißen hier „Stelze“, schmecken aber ebenso lecker. Am Nebentisch teilt sich ein verliebtes Pärchen eine Stelze und schaffen sie nicht, ich lasse von meiner eigenen nichts außer Knochen übrig und fühle mich für einen Moment wie Obelix.

Dienstag. 10.06.
Frühstück im „Hotel“ um 09.00 Uhr auf dem Hof, denn auf dem Balkon in praller Sonne ist es schon zu dieser Stunde nicht auszuhalten. Der Apfelsaft ist aus, wir erbitten neuen. Der „Herbergsvater“ bringt zwei kleine Mini-Packs mit Strohhalm mit der Bemerkung, dies seien seine letzten Schätze. Britta und ich trinken je eines aus; erst nachdem es leer ist, sieht Britta, dass das Haltbarkeitsdatum seit Januar abgelaufen ist. Sofort bildet sie sich Leibschmerzen ein.
Andres Bemerkung, auch die Literbox, aus der wir bisher getrunken haben, sei seit März abgelaufen gewesen, hilft dabei nur wenig.

Fislova führt gegen Majoli 6:0 4:0 – endet dann 6:0 6:1
Gala verliert gegen Farina.
Auf der Terrasse mache ich ein ausführliches Interview mit Cristina für ihre Homepage.
Sie erzählt ausgiebig und offen über ihr Leben und ihre Situation, beantwortet alle aufgelaufenen Fan-Fragen. Conchi und Gala hören zu.
Cris fragt, ob ich weiß, was in Spanien ein „ocupa“ sei? Da sei jemand, der keine eigene Wohnung habe und bei jemand anderem zur Untermiete wohne. Cristinas Ocupa sei z. ZT. Gala, die in ihrer Wohnung in Valencia zur Untermiete wohne.

Britta macht sich Sorgen wegen des am Morgen getrunkenen abgelaufenen Apfelsafts, grad auf ihrer heutigen Heimreise Magenprobleme zu bekommen.

Später hören wir bei dem Interview eines österreichischen Journalisten mit Ashley Harkleroad zu, das er auf der Terrasse an unserem Nebentisch führt. Ich schreibe alle Antworten mit, das gibt uns eine gute Ausgangsbasis für ein eigenes Interview.

Britta hat durch ihr Coach-Badge Anspruch auf den Turnierfahrservice und lässt sich abends zum Flughafen bringen. Andre und ich sind froh, dass die Probleme, die bei Brittas Lebensmittelvergiftung aufgetreten wären, nun nicht mehr in unserem Verantwortungsbereich liegen.

Gemäß eines Anschlags am Spielereingang ist heute abend im VIP-Zelt eine „Sponsoren- und Players Party“, aber nur wenige Spielerinnen wissen davon. Für Presse auch auf Nachfrage kein Zutritt.
Wir essen in einer benachbarten Pizzeria Wiener Schnitzel.

Mittwoch, 11.06.
Frühstück auf der Terrasse mit Conchita.
Andre sprich die WTA-Tante an, was sie bisher für uns erreicht hat. Sie schlägt vor, dass wir mit den Spanierinnen selbst sprechen, da wir ja sowieso Kontakt haben. Das entspricht zwar nicht den Regeln, ist aber akzeptabel.
Harkleroad habe für diese Woche, schon mehere Termine, also entgegnet Andre, bliebe noch Clarisa Fernandez. Sie verspricht, es zu versuchen.
Während des Matches gegen Anca Barna bereiten wir einige Fragen vor. Da Clarisa das Match verliert, gibt es heute kein Interview, aber sie spiele ja morgen noch Doppel, dann wolle sie es noch mal versuchen.

In der Sportwoche erscheint ein weiteres Interview mit Harkleroad, dessen Fakten wir auch für ein eigenes Interview verwenden könnten. In uns reift immer mehr der Gedanke, statt eines Interviews gelegentlich einen Text unter Verwendung der Interviews zu versuchen.
Ein Text aus der PRESSE regt uns auf, da er vor Allgemeinplätzen nur so strotzt („Anna Doppelgängerin“ und angesichts ihres Verlustes 0:6 0:6: „die Vorschußlorbeeren werden selten eingelöst“ – das kann man vielleicht in zehn Jahren nach einer verpatzten Karriere schreiben, aber doch nicht über eine 18jährige….)

Barbara Schwartz und Barbara Paulus (meine große Liebe) geben eine Autogrammstunde. Ich ziehe ca. 2 ½ Filme mit Porträtaufnahmen durch. Anschließend gelingt es uns, sie für einige Fotos auf eine Parkbank zu setzen.
Sie erzählt, sie wohne zusammen mit dem Keyboarder eines Musicals, das Conny gerade heute abend besuchen will.
Als wir erzählen, dass wir auch noch den Besuch von Marion Maruska erwarten, ruft sie sie kurz entschlossen an, um ihr zu sagen, dass ihre Fans auf sie warten. Marion verspricht, am nächsten Tag vorbeizuschauen.

Donnerstag, 12.06.
Den ganzen Vormittag auf der Terrasse des Tennisclubs verbracht; Andre schreibt Paulus-Bericht über die Autogrammstunde. Andre ruft Marion Maruska an, sie hat heute keine Zeit. Da sie am Freitag nachmittag für ihren Club österreichische Staatsliga spielt, kann sie auch morgen nicht nach Wien kommen. Auf Andres Angebot, sie abends in ihrem Ort zum Essen einzuladen, lädt sie uns ihrerseits für Freitag um 10.00 Uhr zu sich nach Hause zum Brunch ein.
Clarisa Fernandez gewinnt ihr Doppel, danach klappt es wirklich mit unserem ersten offiziellen WTA-Interview ; Dauer: fast 30 Minuten. Zunächst bittet Clarissa die WTA-Tante, dazubleiben, aber nach den ersten Fragen ist sie schnell entspannt und fasst Vertrauen, so dass sie sie fortschickt. Es wird auch ein sehr nettes Gespräch.

Abends, im Heiligenstädter Gasthaus, bei böhmischen Spezialitäten, schreiben wir die erste Hälfte des Interviews nieder, um 23.00 Uhr nach vier großen Bieren, haben wir aber keinen Bock mehr. Diese ewige Sauferei den ganzen Tag…

Freitag, der 13.
Für 08.00 Uhr Frühstück bestellt (man weiss ja nie, was es bei Marion zum Brunch gibt…) Andre hat verschlafen…
Start um 09.00 Uhr für eine theoretisch viertelstündige Fahrt, aber man weiss ja nie, wie leicht man die Adresse findet…. Auf dem Wiener Gürtel herrscht Stau, wie stehen trotz immer häufigen Spurwechsels immer in der falschen Spur, Ankunft bei Marion um 10.15 Uhr.
Wir drehen ein Video von der Ankunft nach Art eines RTL-EXPLOSIV- oder SPIEGEL-TV-Enthüllungsinterviews; ich habe extra dafür einen rtl-Aufkleber auf das Mikrofon geklebt,
Andre filmt, wie ich die Zuschauer zu einem Besuch bei einer ehem. Tennisspielerin begrüße, bei MARUSKA klingele und das Treppenhaus hinaufstürme.. Vor ihrer Wohnungstür angekommen, ist der Akku leer.
Also drehen wir die letzten Stufen nochmals, Marion öffnet, wir erbitten Einlaß, um einen Kontrollblick in ihren Kühlschrank zu werfen. Verblüft lässt sie uns ein.
Später, nach dem Brunch mit Brötchen und Marmelade und einem Nougatkuchen, drehe ich ohne Mikrofon noch einige Szenen in der Wohnung.
Gemeinsam fahren wir zum Club BMTC. Marion trägt mit ihrem Einzelsieg zum Geamtsieg des Clubs gegen den WAC bei; Nr. 1 des BMTC ist Jasmin Wöhr.
Zu den etwa zehn Zuschauern gehören u.a. Patricia Wartusch mit ihrer Mutter, sowie Marions Mutter.
Unsere obligatorische Neuentdeckung: die an Nr. 5 gesetzte. 17jährige Carina Hirsch (sehr süß anzuschauen). Mal sehen., was aus ihr wird….

Abends im Heiligenstädter Gasthaus, wieder bei böhmischen Spezialitäten, schließen wir das Fernandez-Interview ab und sind mit uns zufrieden. Ein schöner Freitag der 13., trotz der anfänglichen schlechten Omen…

Auf dem Balkon checke ich mit Kopfhörer die Videoszenen vom Besuch bei Marion: das Mikrofon hat offenbar einen Defekt, exakt die Szenen, die wir mit Mikrofon gedreht haben, sind ohne Ton; die Enttäuschung ist groß, dies hätte ein Highlight des ganzen Jahresvideos werden können. Naja, eben doch Freitag, der 13.

Samstag, 14.06. Finale.
Den gestrigen Halbfinaltag haben wir ja komplett verpasst, die Finalbegegnung ist für uns also eine Überraschung, entspricht aber doch genau unseren Erwartungen: Paola Suarez/ARG gegen Karolina Sprem/CRO.
Den Vormittag verbringen wir wieder auf der Clubhausterrasse,: als Karolina Sprem mit ihrem Coach erscheint, geht dieser zum Turnierdirektor und bittet: „I need 50 tickets, there is a bus coming from our home town.“ Auf die Nachfrage, ob er wirklich 50, und nicht 15 meint, bestätigt er: „Yes, 5 - 0 . You will have a full stadium today!“
Exakt 30 Minuten vor Spielbeginn trifft der Bus ein, die Fans sind zumeist in kroatische Flaggen gehüllt, oder schwenken sie an Stangen, oder tragen T-Shirts in den Nationalfarben. Ein buntes und lautstarkes Völkchen macht sich auf dem Center Court breit….
Karolina legt durch ihren gewaltigen Aufschlag, der an Venus Williams erinnert, mit einer 5:0 Führung gewaltig vor, verpasst jedoch insgesamt 8 Set Points, lässt Paola zunäcst auf 5:5 ausgleichen, kann dann aber wenigsten noch einen TieBreak erzwingen, den sie aber doch 0:7 verliert. Im zweiten Sartz dreht sie noch mal auf, kann ihn gewinnen, aber im dritten behält Paola die Kontrolle und gewinnt das Turnier. Karolina ist enttäuscht, ist ihr eine Finalniederlage doch kürzlich erst in Strassburg passiert.

Ich habe Polly während des Spiels immer wieder mit Vamos-Rufen angefeuert; bei der Siegerehrung bedankt sie sich, indem sie erst mit dem Finger auf mich zeigt, dann mir den Daumen nach oben zeigt. Eine schöne Geste.
Bei der Siegerehrung und bei der anschließenden PK lächelt sie fast ausschließlich in meine Kamera.

Im Doppelfinale stehen sich vier Chinesinnen gegenüber; wir haben deshalb keine Skrupel, sofort gen Heimat aufzubrechen. Um ca. 01.00 Uhr sind wir in Montabaur.

Sonntag, 15.06.
Andre will gegen Mittag nach Dortmund zu einem Leichtathletik-Meeting fahren, ich habe mich mit Britta per sms abgestimmt, gemeinsam nach Rosmalen zu fahren. Als ich um 07.00 Uhr starte, schläft Andre noch.
Ich treffe Britta zu einem gemeinsamen Frühstück beim letzten deutschen McDonalds vor Venlo.
Wir schauen in Rosmalen Training (Quali gibt es dort nicht), Krizan/Srebotnik erscheinen mit einer bisher unbekannten Begleiterin; Britta hat Herzschmerzen.
Auch Polly Suarez ist schon da. Auf meine Frage, wie sie den Pokal aus Wien transportiert habe, lacht sie, der werde direkt zu ihr nach Hause nach Argentinien geschickt.
Bei der Auslosung des Maindraws assistiert als Spielervertreterin ein junges Mädel, das mir auf Anhieb gut gefällt; ich schätze sie auf ca. 14 Jahre. Es handelt sich um Michaella Krajicek, Halbschwester von Richard. Ich verschieße mehrere Fotos, ebenso bei ihrem nachmittäglichen Training. Sie trägt heiße Hotpants.
Abendessen in s’Hertogenbosch bei einem Mexikaner, bevor Britta heim fährt, und ich ein Hotel suche. Für 60.- Euro werde ich in der Innenstadt fündig, aber auch das Satelliten-TV rechtfertigt den Preis nicht, erst recht nicht das spärliche und phantasielose Frühstück.

Montag, 16.06.
Morgens kaufe ich in der Stadt drei Dreier-Packs Filme. Es wird Zeit, auf Digitalfotogafie umzusteigen….
Auf dem Trainingsplatz erscheint überraschenderweise Maria Antonia Sanchez Lorenzo.
Sie ist gestern mit ihrem Club Groenekan holländische Meisterin geworden. Sie ist überrascht, mich hier zu sehen, ich hätte es nicht erzählt. Ich entgegne, genauso gehe es mir mit ihr; auch sie habe nicht erzählt, dass sie hier spiele. Sie erzählt, sie sei exakt „one out of main draw“, hoffe aber noch, als Lucky Loser nachrücken zu können.
Ich schaue diverse Matches, z.B. Michaella Krajicek, verschieße alle meine restlichen Filme, denn ich will abends heimfahren.
Ich habe mich schon von allen verabschiedet, bin auf den letzten Metern vor dem Ausgang auf dem Weg zum Auto, als ich von einem Fan angesprochen werde, der mich drauf aufmerksam macht, dass Maria tatsächlich ins Hauptfeld gerutscht ist, denn Klara Koukalova habe zurückgezogen.
Ich ändere meine Pläne von einer Minute zur anderen und entschlkiße mich, doch noch uu bleiben. Mit anderen Fans zusammen finde ich ein merkwürdiges, aber billiges Hotel.
Zusammen laufen wir in die Innenstadt, um in einer Pizzeria zu Abend zu essen.

Dienstag, 17.06.
Britta kehrt zurück. Sie feiert zwei Tage krank.
Maria gewinnt ihr Erstrundenmatch gegen Nicole Pratt überraschend leicht.

Bernhard, ein Fotografen-Kollege, der ausschließlich auf Kournikova fixiert ist, ist angekommen. Er ist hier wegen Harkleroad. Gestern hat ihn eine Reifenpanne so lange aufgehalten, dass er erst spät abends auf dem Turniergelände ankam, und so auch keine Chance hatte, Fotos von Ashley Harkleroad zu machen, wegen der er da sei.
Er ist beruhigt, dass sie heute noch Doppel spielt.
Bis zu ihrem Match will er sich die Zeit auf einem Nebenplatz bei Iroda Tulyaganova vertreiben. Als das Match vorüber ist, kommt er zu Ashleys Doppel herüber und sieht gerade noch den Matchball, mit dem sie ausscheidet.

Nachmittags sprechen wir mit Jana Novotna, die von den Zuschauern völlig unerkannt über das Gelände schlendert. In der Unterhaltung kommt heraus, dass sie die Eigentümerin dieses Turniers (und zusätzlich des Turniers in Luxemburg) ist. Was das denn bedeute, “Owner“ des Turniers zu sein, nicht etwa Veranstalterin oder Turnierdirektorin. “It means that I own the tournament, it’s mine.“
Außerdem scheint sie gewisse Initiativen für eine Damen-Seniorentour zu betreiben, wäre jedenfalls einer eigenen Beteiligung nicht abgeneigt, obwohl sie derzeit nur noch geschäftlich mit Tennis zu tun hat, nicht mehr aktiv auf dem Court.


Mittwoch, 18.06.
Britta erzählt, Maria sei ihr begegnet, und die habe gleich nach mir gefragt. „Where is Dieter? Did he go home?“ – Nein, der werde bei ihrem Match sicher zuschauen, habe sie sie beruhigt.
Nach dem Training von Anastassia Rodionava werde ich von ihrem Begleiter in perfektem Deutsch angesprochen. Er stellt sich als ihr Manager vor und erbittet die Erlaubnis, die Fotos aus unserer letztjährigen Fotosession in Wimbledon für ihre neue Homepage nutzen zu dürfen. Ich willige ein, wenn er meinen Namen nennt und einen Link zu meiner Homepage schaltet.:
Ich treffe Walter Theijs, den Chefredakteur des belgischen Tennismagazins, und erzähle ihm von unseren Interviews und Fotostories. Zur Zeit sei sein Magazin mit belgischen Berichten voll, er brauche momentan jede Seite, aber gegen Ende der Saison komme er gern darauf zurück, verpricht er.
Maria hat heute das dritte Match auf dem Center Court, gegen Justine Henin-Herdenne. Das wird kein Spaziergang.
Ich habe alle Filme verschossen, also setze ich mich ohne Kameras in den Fotografenbereich, neben die Fernsehkameras. Ich habe einen sehr guten Blick und kann Maria gut anfeuern. Maria verkauft sich sehr teuer, Justine hat ihre Mühe, aber letztendlich hat Maria keine Chance.
Nach dem Match suche ich Britta und Sandra ohne Erfolg, es bleibt mir nichts anderes übrig, als ohne Abschiedskuß heimzufahren.
Ich folge dem Rat unseres Hotelwirts, über Nijmegen heimzufahren, verpasse aber irgendwo die richtige Autobahn. Ich finde mich irgendwann auf der Autobahn nach Oberhausen wieder, die für mich viel zu weit südlich führt. Also kürze ich auf Bundesstraßen via Bocholt – Borken – Coesfeld nach Münster ab; unmittelbar vor der Auffahrt in Münster erwischt mich ein Radarmesswagen; es bleibt aber bei 30,- Euro, praktischerweise gleich vor Ort zu zahlen. Ganz in meinem Sinne, man soll den Verwaltungsaufwand so gering wir möglich halten.
Um 23.00 Uhr daheim.
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Last edited by dnadd : Jun 20th, 2003 at 08:21 AM.
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Old Jun 20th, 2003, 05:52 PM   #2
seldom83
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hey, interessant dein ausflug...du bist ein bekannter fotograf oder? gehst du auch zu allen grand slams?
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Old Jun 21st, 2003, 02:26 PM   #3
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hey, interessant dein ausflug...du bist ein bekannter fotograf oder? gehst du auch zu allen grand slams?
wie man's nimmt. frag die, die mich nicht kennen: die haben noch nie von mir gehört...

ich war in den letzten jahren 5 x bei roland garros und 3 x in wimbledon. angesichts meiner bisherigen reisen in diesem jahr (budapest, bol, madrid, wien/rosmalen. - und leipzig, zuerich, linz kommen ja auch noch) war es mir aber diesmal zu viel stress. im nächsten jahr sicher wieder, aber vorrangig wimbledon statt roland garros. (kein interesse an australian- oder us-open).
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Old Jun 21st, 2003, 07:27 PM   #4
Iconoclast
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Another superb report from Dieter!

I love all the details about food, hotels, and traffic - and the tennis, of course. I can't believe someone asked for an autograph during a changeover. LOL

I was wondering about the exact meaning of "pickeln", in regards to Roesch. I understood that to be zits (acne)?
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Old Jun 21st, 2003, 08:09 PM   #5
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Originally Posted by Iconoclast
I was wondering about the exact meaning of "pickeln", in regards to Roesch. I understood that to be zits (acne)?
In general: correct. in this case: she had only ONE "zit", one really big one ....
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