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Old Dec 18th, 2013, 09:32 PM   #153
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Re: Patricia Mayr

http://www.laola1.at/de/sport-mix/te...-103-152-.html

Quote:
"Beim Fed Cup vertraue ich meinem Gefühl"

Wien, Mittwoch, 18.12.2013

Patricia Mayr-Achleitner hat 2014 viel vor.

Nachdem sich die 27-jährige Tirolerin im Vorjahr nach einigen Verletzungen wieder zurück in die Top 100 gekämpft hat, will die Weltranglisten-92. nun voll durchstarten.

„Ich habe bis Mai, Juni kaum Punkte zu verteidigen. Wenn ich gut spiele, kann es eigentlich nur vorwärts gehen“, erklärt Mayr-Achleitner, die vor vier Jahren schon einmal Nummer 70 der Welt war, im LAOLA1-Interview.

Um ihre Ziele zu erreichen engagierte die meist mit ihrem Ehemann Michael Achleitner reisende Tirolerin auch wieder einen Vollzeit-Coach.

Erfahrener Coach

Der Slowake Vladimir Platenik wird Österreichs Nummer zwei in der kommenden Saison mehrere Wochen begleiten. Der 37-Jährige arbeitete bereits unter anderem mit Dominika Cibulkova, Yanina Wickmayer oder Nadia Petrova zusammen.

Die zweiwöchige Vorbereitung bestreitet Mayr-Achleitner deshalb auch erstmals nicht in ihrer Heimat sondern in Bratislava, wo sie auf Sparring-Partner wie Daniela Hantuchova, Jana Cepelova oder Anna Schmiedlova zurückgreifen kann.

Bei LAOLA1 spricht Mayr-Achleitner aber nicht nur über ihre Erwartungen und Zielsetzungen für die neue Saison, sondern auch über das Thema „Fed Cup“.

Dabei erklärt sie, warum unter einer ÖTV-Kapitänin Patricia Mayr-Achleitner Tamira Paszek wohl keine große Zukunft hätte, warum der Fed-Cup-Modus „idiotisch“ ist und wann man nicht auf seinen Trainer hören sollte.

LAOLA1: Wie hat sich das Engagement von Vladimir Platenik ergeben?

Mayr-Achleitner: Wir kennen uns schon seit ein paar Jahren von der Tour. In Linz war er noch mit Daniela Hantuchova unterwegs. Die beiden haben den Vertrag aber nicht verlängert und wir sind ins Reden gekommen. Platenik hat fast alle seine Spieler in die Top 30 geführt.

LAOLA1: In welchen Bereichen kann er dir besonders helfen?

Mayr-Achleitner: Ich haben den Sprung in die Top 100 schon vor einiger Zeit geschafft. Bislang haben immer ein paar Kleinigkeiten gefehlt, um den nächsten Schritt zu machen. Platenik kann mir helfen, dass mein Spiel perfekt zusammenpasst. Er hat zudem viel Erfahrung, so dass er mir auch im taktischen Bereich helfen kann, da er fast alle Spielerinnen auf der Tour gut kennt.

LAOLA1: Du trainierst zum ersten Mal außerhalb von Tirol. Ist das sehr ungewohnt für dich?

Mayr-Achleitner: Ja, aber es ist sehr angenehm. Hier kann ich mich rein auf das Tennis und das Konditionstraining konzentrieren. Zuhause ist das anders, wenn man immer die Familie um sich hat. Ich habe den eigenen Konditionscoach mit, weil wir hier auch sehr viel an der Fitness arbeiten. In Bratislava habe ich zudem sehr starke Sparring-Partner wie Hantuchova, Cepelova oder Schmiedlova. So etwas hat man in Österreich nicht.

LAOLA1: Begleitet dich Platenik im nächsten Jahr auch auf der Tour?

Mayr-Achleitner: Ja, er fährt gleich am 25. Dezember mit mir zum WTA-Turnier nach Shenzen. Dann machen wir eine Woche Vorbereitung in Australien und dann sind ohnehin schon die Australian Open. Wir werden immer so zwei- bis dreiwöchige Einheiten machen – einmal mit ihm und dann wieder alleine. Er wird auch einmal zum Training nach Innsbruck kommen.

LAOLA1: Aufgrund des unglücklichen Jahresbeginns 2013 mit vielen Problemen und Verletzungen hast du zu Saisonanfang kaum Punkte zu verteidigen und kannst im Ranking voll durchstarten.

Mayr-Achleitner: Ich habe 2013 erst im März begonnen. Bis Mai, Juni habe ich kaum Punkte zu verteidigen. Wenn ich gut spiele, kann es eigentlich nur vorwärts gehen. Kurz vor Bad Gastein war ich dann auch fünf Wochen verletzt. Es gibt viel Spielraum, es heuer besser zu machen. Ich muss nur gesund bleiben. Solange ich fit war, hat es ja schon 2013 ausgezeichnet funktioniert. Der Körper muss 2014 mitspielen.

LAOLA1: Du wirst heuer wahrscheinlich bei allen vier Grand-Slam-Turnieren im Hauptbewerb stehen. Ein zusätzlicher Motivationsschub?

Mayr-Achleitner: Darauf freue ich mich natürlich. Vor allem auf Australien, da ich ja im vergangenen Jahr gar nicht dabei war. Ich kann in den ersten Monaten alles im Hauptbewerb spielen.

LAOLA1: Du hast heuer trotz einiger sehr guter Ergebnisse nur 112.000 Dollar an Preisgeld verdient – auch finanziell wirst du heuer in andere Dimensionen vorstoßen können. Bleibt da nach so einem Jahr wie 2013 überhaupt etwas übrig?

Mayr-Achleitner: Wenn man verletzt ist und im Ranking zurückfällt, muss man leider wieder bei den kleinen Turnieren spielen und sich langsam wieder zu den großen Turnieren hinarbeiten, wo man richtig Geld verdienen kann. Es ist aber auch heuer nicht so schlecht gewesen. Ich habe viel in den verschiedenen Ligen gespielt und auch dort gut verdient. Zudem habe ich mit der Firma Simacek einen super Sponsor, der sowohl meine Reisen als auch meinen Trainer bezahlt, der auch nicht wirklich billig ist. Das spüre ich sicher weniger als andere Spieler. Dadurch kann ich auch ein bisschen freier aufspielen.

LAOLA1: Inwiefern hat dich der Aufstieg von Yvonne Meusburger gefreut, die ebenfalls schon sehr lange dabei ist und heuer erstmals den Sprung in die Top 50 geschafft hat. Kann man sich da etwas abschauen?

Mayr-Achleitner: Ich vergönne es jeder, die es in die Top 50 schafft. Vergleichen möchte ich mich aber mit niemandem. Es gibt auch in anderen Ländern viele Spielerinnen, denen erst nach vielen Jahren der Sprung nach vorne gelingt. Für die Yvonne ist es natürlich super. Sie hat wirklich eine tolle Saison gespielt. Es wäre halt super, wenn sie es jetzt auch halten würde und auch im kommenden Jahr dort abschließt. Man sieht aber, dass alles möglich ist, wenn man fleißig ist und an sich glaubt.

LAOLA1: Meusburger hat 2013 in Bad Gastein auch ihren ersten WTA-Titel gewonnen. Ist das ein Ziel von dir im kommenden Jahr?

Mayr-Achleitner: Ein Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier wäre mir wahrscheinlich tausend Mal lieber. Dafür gäbe es mehr Punkte und mehr Preisgeld als für einen Turniersieg bei einem kleinen WTA-Turnier. Ich möchte einfach gesund sein, gut spielen und Freude am Tennis haben. Dann lasse ich mich überraschen.

LAOLA1: Positiv ist der Aufschwung von euch beiden auf jeden Fall auch für das Fed-Cup-Team. Welche Rolle spielt er heuer in deiner Saisonplanung?

Mayr-Achleitner: Ich habe noch keinen einzigen Fed Cup ausgelassen. Das ist ein Fixpunkt in meinem Turnierplan und das wird sich auch nicht ändern. Für das Team ist es sicher optimal, dass wir beide weiter vorne sind und Selbstvertrauen haben. Ich hoffe nur, dass wir nicht wieder so starke Gruppen haben. Bei den Damen ist es einfach zehn Mal schwieriger als bei den Herren in die Weltgruppe zu kommen. Wir müssen jeden Tag Einzel und Doppel spielen und noch dazu sind da Leute wie Azarenka oder Radwanska dabei. Dann überstehst du die Gruppenphase (Anm.: drei Länderkämpfe) und spielst gegen einen anderen Gruppen-Ersten. Erst wenn du das schaffst, spielst du im April um den Aufstieg. Verlierst du dort, fängst du wieder von vorne an. Das ist echt idiotisch und gehört eigentlich geändert. Viele Leute, selbst viele Journalisten, wissen nicht, wie schwierig es im Fed Cup ist, den Aufstieg zu schaffen. Es ist aber angenehm, dass er heuer in Budapest ist und nicht mehr in Israel. Ich glaube, dass uns die Halle dort mehr liegt.

LAOLA1: Durch die Weltranglisten-Positionen scheint es heuer auch keine Diskussion um ein eventuelles Antreten von Tamira Paszek zu geben. Bist du froh, dass euch das diesmal erspart bleibt?

Mayr-Achleitner: Meiner Meinung nach muss das sowieso der Kapitän (Anm.: Jürgen Waber) entscheiden. Wenn er sie ins Team holt und sie ist dabei, ist es gut. Derzeit schaut es aber nicht so aus, da sie ja sowieso nie spielt. Es ist aber nicht meine Aufgabe, sie zu fragen, warum sie uns nicht hilft. Das ist die Aufgabe vom Kapitän. Wir können nur für unser Land bereit sein und spielen, wenn es darauf ankommt. Wer das nicht machen will, soll es nicht machen. Da hat jeder seine eigene Einstellung dazu. Ich möchte Tamira aber nicht schlechtreden, sie wird schon ihre Gründe haben. Ich finde, dass jeder Sportler in seinem Land die paar Pflichttermine im Jahr wahrnehmen sollte. Das sind Linz, Bad Gastein und eben der Fed Cup. Wenn man Fed Cup nicht spielt, bist du medial ja auch nicht gut dran. Da bekommst du schnell einen schlechten Ruf – und das muss wirklich nicht sein. Außerdem muss es natürlich auch eine gewisse Ehre sein, sein eigenes Land zu vertreten. In anderen Sportarten ist es DAS Highlight. Das ist bei ihr und bei manchen anderen ein bisschen verloren gegangen.

LAOLA1: Ist das deiner Meinung nach gerade beim Tennis ein Problem, weil hier jeder in einem gewissen Maße ein Egoist sein muss, da es ja ein Einzelsport ist?

Mayr-Achleitner: Einzelsportler tun sich im Team sicherlich ein bisschen schwerer. Manche Spieler, ich will hier keine Namen nennen, fordern dann doch gerne mal ein bisschen mehr Geld oder sonst etwas. Der Kapitän sollte meiner Meinung so stark sein, dass nur seine Entscheidung zählt. Ich bin der Meinung, dass man im Fed Cup einen starken Kapitän braucht, der alle Spieler führen kann und eine Respektperson ist – dann kommt es zu solchen Situationen gar nicht. Wenn ich Kapitän wäre und mir spielt einmal eine Spielerin nicht, dann spielt sie mir die nächsten fünf Jahre auch nicht. Man muss manchmal eine gewisse Härte an den Tag legen. Dann führe ich halt ein jüngeres Team auf den Platz. Mit der Begründung abzusagen, dass es einem nicht in den Turnierplan passt, ist ja schon so eine Sache. Es passt niemandem in den Turnierplan. Weder einer Azarenka noch einer Radwanska.

LAOLA1: Hast du mit Waber darüber gesprochen?

Mayr-Achleitner: Wir haben schon viel darüber gesprochen. Er meint, dass er oft durch den ÖTV gebunden ist und das machen muss. Ich kenne mich da zu wenig aus, aber ich glaube, dass er es auch gerne so machen würde. Vielleicht nominiert er sie heuer aber nicht mehr und spielt mit dem Team vom letzten Jahr. Ich habe die Tamira sehr gerne, aber man sollte nicht das Gefühl haben, dass man nicht weiß, was im nächsten Jahr mit ihr ist. Man sollte ein Team haben, auf das man sich verlassen kann.

LAOLA1: Ähnlich wie im Davis-Cup-Team, wo der verletzte Alex Peya sogar mit nach Groningen gereist ist?

Mayr-Achleitner: So etwas ist natürlich super. Das ist ein Team, wie ich es mir vorstelle. Wir werden aber immer wieder zerrissen. Das macht es ein bisschen schwierig. Ich werde auf jeden Fall immer spielen. Mir haben auch schon viele Trainer gesagt, dass ich nicht Fed Cup spielen soll, weil ich dafür zu wenig bezahlt bekomme und ich mich auf meine Karriere konzentrieren soll. Bei diesem Punkt höre ich aber nicht auf den Trainer. Da vertraue ich meinem Gefühl. Da will ich einfach für mein Land spielen und da hat mir mein Trainer nichts zu sagen. In einem gewissen Alter muss man seine eigenen Entscheidungen treffen können. Irgendwann bereust du es sonst, wenn du nie gespielt hast. Ein schlechter Ruf ist kaum wiedergutzumachen. Vor allem wenn man weder im Fed Cup noch in Linz oder in Bad Gastein spielt. Tamira hat sich halt immer schon sehr schwer getan, in Österreich zu spielen. Manchmal hat sie sogar geweint, weil der Druck so groß war. Das verstehe ich auch, aber es sind ja nur drei Wochen im Jahr und irgendwann legt man das auch einmal ab. Ich habe das zum Glück noch nie gehabt und ich spiele auch sehr gerne zuhause. So wie es heuer in Linz gelaufen ist, war das schon eine tolle Sache (Anm.: Einzug ins Viertelfinale). Es macht Spaß, auch wenn es ein bisschen stressiger ist als sonst.

Das Gespräch führte Christian Frühwald
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Serena: "We have great personalities like Jelena (Jankovic) on the tour."
Jelena: "If I had to pick someone after me, I'd pick Serena."

Good Luck
Serena Williams Maria Sharapova Jelena Jankovic
A. Radwanska V. Zvonareva C. Wozniacki N. Petrova M. Hingis
T. Paszek A. Chakvetadze K. Sprem J. Dokic I. Tulyaganova A. Myskina
GNTM 2014 ist Stefanie !
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