TennisForum.com - View Single Post - Tamira Paszek Articles and Interviews Thread

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Re: Tamira Paszek Articles and Interviews Thread

http://derstandard.at/1371170541627/...-Tamira-Paszek

Quote:
Das hartnäckige Tief der Tamira Paszek

26. Juni 2013

Die einst als Tennis-Wunderkind titulierte Vorarlbergerin ist mittlerweile 22 Jahre alt, seit Saisonbeginn steckt Österreichs Nummer 1 in einer Krise. Ex-Profi Alexander Antonitsch gibt im Gespräch Aufschlüsse

15 Jahre, 9 Monate und 24 Tage. So jung war Tamira Paszek als sie 2006 im slowenischen Portoroz ihr erstes Turnier auf der WTA-Tour gewann. Die siebtjüngste Turniersiegerin der Geschichte, ein Versprechen für die Zukunft. Die Erwartungshaltung der heimischen Öffentlichkeit war angeheizt. Und Paszek ließ große Spiele folgen: sie lieferte der belgischen Weltranglisten-Zweiten Justine Henin in Dubai einen sehenswerten Schlagabtausch, erreichte als 16-Jährige das Achtelfinale von Wimbledon.

Just in Wimbledon, der Stätte ihrer größten Erfolge, ortete Paszek am Dienstag nach der Auftaktniederlage gegen Alexandra Cadantu "die schlimmste Phase meiner Karriere". In der Tat verlor die Österreicherin nicht nur 495 ihrer 1083 Punkte in der Weltrangliste, sondern auch ihren Platz in den Top 100. Bei den US Open wird sie wohl schon Qualifikation spielen müssen. So fällt es ihr nun auch "schwer, positiv zu bleiben. Ich brauche jetzt etwas Zeit für mich, Abstand vom Tennis. Ich will wieder fit werden und dann geht es weiter."

Ex-Tennisprofi Alexander Antonitsch hat die Karriere der Vorarlbergerin von Anfang an intensiv erfolgt. "Sie war extrem jung als sie ihre ersten großen Erfolge gefeiert hat. Ihr Biss, ihre Einstellung, ihre Überzeugung war schon damals beeindruckend", sagt er im Gespräch mit derStandard.at. Ihre Niederlage in Wimbledon hat er beobachtet: "Man sah sofort, dass sie sich auf Rasen wohl fühlt. Aber man hat auch gesehen, dass ihr das Selbstvertrauen fehlt. Zudem war der Druck enorm, das hat man gespürt."

An der Motivation sei Paszek laut Antonitsch nicht gescheitert: "Sie wollte, man kann sich Selbstvertrauen und Fitness aber nicht kaufen." Und genau an diesem Punkt gilt es nun anzusetzen: "Verletzungen sollten auskuriert werden. Sie muss ihre gesundheitlichen Probleme unbedingt bewältigen." Zuletzt war es der fest einbandagierte Oberschenkel, der die Spielerin plagte, davor waren es Nackenschmerzen und Krankheiten. "Sie hat in diesem Jahr mehr Therapien als Trainings absolviert. Der Sport geht aber über die Intensität im Training", gibt Antonitsch den Kritikern zu bedenken. Optimale Vorbereitung sei das Um und Auf.

"Das ganze ist ein Desaster und hat keine Zukunft", meint am Dienstag ein User auf derStandard.at. Eine Matchbilanz von 1:14 in der aktuellen Saison sieht eben ungünstig aus. "Sie kommt sicher wieder", entgegnet Antonitsch. Aber auch der Kärntner sieht die Luft in der Weltklasse dünner werden: "Aus allen Teilen der Welt kommen plötzlich Mädels, die tolles Tennis spielen, der Sport hat sich auch in Paszeks Zeit weiterentwickelt."

Eine Weiterentwicklung, die Paszek nicht in allen Teilbereichen mitgegangen ist. Der Aufschlag ist keine Waffe, im Gegenteil: mit dem zweiten gerät sie zumeist selbst unter Druck. Die Rückhand ist zwar nach wie vor Weltklasse, die Vorhand aber angreifbar. Letzteres macht sich vor allem auf Sand bemerkbar. "Spielt man ihre Vorhand hoch mit Spin an, bekommt sie Probleme. Will sie die Bälle früh mit der Rückhand nehmen, fällt ihr das auf Hartplatz leichter", so Antonitsch.

In den vergangenen vier Saisonen konnte Paszek tatsächlich nur 2 (!) Spiele auf Sand gewinnen.

Dementsprechend verteilt sind auch die Einzelsiege an den heiligen Stätten des Tennissports, bei den Grand-Slam-Turnieren. Bei den French Open hat Paszek seit 2007 kein Spiel mehr gewonnen, bei den Australian Open gelang ihr ausgerechnet in dieser Saison der erste Sieg seit 2007. Bei den US Open liegt ihr größter Erfolg, nämlich das Achtelfinale, auch schon sechs Jahre zurück. Das liest sich ernüchternd.

In Wimbledon aber erreichte Paszek zwei Mal (2011, 2012) das Viertel- und ein Mal (2007) das Achtelfinale. Wohl auch ein Grund, warum Paszek ebendort trotz Verletzung antreten wollte. Dass jeder Profi unbedingt bei den Grand-Slam-Turnieren dabei sein will, ist für Antonitsch durchaus verständlich: "Die erste Runde ist schon wie ein Finale bei einem kleinen Turnier, es geht um viele Punkte. Und es geht auch um viel Geld."

Für eine Niederlage in der ersten Runde von Wimbledon kassieren Damen und Herren jeweis rund 36.000 Dollar (27.000 Euro). Paszek hat in dieser Saison trotz eines einziges Sieges 195.951 Dollar an Preisgeldern kassiert. Das mag in den Augen des Normalverdieners unverständlich klingen, Ex-Profi Antonitsch sieht das freilich anders: "Man muss viel investieren und gewinnen, um hier einmal verlieren zu dürfen." Zudem seien die Kosten eines Tennisprofis nicht zu unterschätzen: Das Reisen und die Betreuer müssen erst einmal bezahlt werden.

Läuft es gut, fängt aber wirklich der große Reibach an: allein in den Jahren 2011 und 2012 hat Paszek addiert über eine Million Dollar an Preisgeldern verdient, knapp die Hälfte davon in Wimbledon. Karriereübergreifend hat Paszek bisher rund 2 Millionen Dollar erspielt.

Dass der Tennissport nur für wenige Profis ein ewiges Hoch darstellt, ist für Antonitsch Tatsache: "Da draußen auf dem Platz geht es schließlich um Nuancen." Paszek müsse jetzt "den Reset-Button drücken und volle Fitness erlangen, dann kommt auch wieder das notwendige Selbstbewusstsein zurück."

Und eines dürfe man auch in weniger erfolgreichen Zeiten nicht vergessen: "Es geht um eine immer noch junge, 22-jährige Frau, die mit 15 schon in der erweiterten Spitze war. Da gab es sicher auch einiges zu verarbeiten."
The article is from June, but a good analysis. Ich denke, Tamira fehlt einfach der Biss
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Serena: "We have great personalities like Jelena (Jankovic) on the tour."
Jelena: "If I had to pick someone after me, I'd pick Serena."

Good Luck
Serena Williams Maria Sharapova Jelena Jankovic
A. Radwanska V. Zvonareva C. Wozniacki N. Petrova M. Hingis
T. Paszek A. Chakvetadze K. Sprem J. Dokic I. Tulyaganova A. Myskina
GNTM 2014 ist Stefanie !
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