TennisForum.com - View Single Post - Julia Görges Interviews and Twitter thread

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Old Feb 17th, 2013, 12:13 AM   #941
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Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Finally an interesting interview. I'm too tired to translate right now, maybe someone else can do it. Here's the proof that Julia's got some great (dry) sense of humor.

„Liebesbriefe? Auch die sind in der Post“

Lübeck. Lübecker Nachrichten: Siege im Fed Cup oder auf der Tour, was ist wichtiger — oder schöner?

Julia Görges: Man kann das schlecht miteinander vergleichen. Beim Fed Cup hast du wesentlich mehr Druck! Du spielst für dein Land, das hinter dir steht, aber von dir auch einiges erwartet.

Wenn du dann im Fed Cup wichtige Punkte holen kannst, ist das ein besonderes emotionales Erlebnis.

LN: Der letzte Turniersieg liegt schon eine Weile zurück, 2011 in Stuttgart. Wann folgt der Nächste?

Görges: 2012 habe ich zwei Finalteilnahmen gehabt, wo ich gegen die Nummer 4 und die Nummer 1 der Welt verloren habe. Ich habe meinen Fokus bekanntlich ja nicht auf Turniersiege und Ranglistenpunkte gelegt. Ich will gutes Tennis spielen und mich jeden Tag ein wenig verbessern — der Rest kommt von allein.

LN: Ist Trainer Sascha Nensel ein Glücksfall für Sie?

Görges: Durch meinen Trainer Sascha Nensel habe ich mich kontinuierlich jedes Jahr verbessert. Man muss in dem Beruf längerfristig und konstant denken. Über Jahre konstant gutes Tennis spielen und stetig deine Leistung bringen, das macht einen Topspieler aus, und daran arbeiten wir akribisch.

LN: Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Görges: Ich habe einen sehr guten Aufschlag, verbunden mit einem aggressiven Spiel. Zudem kann ich den Ball verändern, mehr Spin, mehr Höhe oder auch einen Slice spielen beziehungsweise durch das viele Doppelspielen auch mehr den Weg ans Netz suchen.

LN: Und woran müssen Sie noch arbeiten?

Görges: An meiner Konstanz.

LN: Gibt es — wie etwa im Fußball — Angstgegner?

Görges: Ich denke nicht in diesen Kategorien. Man muss sich jeder Aufgabe stellen und versuchen, sie zu lösen.

LN: Und „einfache“ Gegnerinnen?

Görges: Auch das reflektiere ich so nicht. Jede Spielerin kann dich schlagen, auch wenn du vielleicht noch nie gegen sie verloren hast. Ich werde mich aber davor hüten, sie allein deshalb zu einer Lieblingsgegnerin zu erklären und leichtfertig zu sein, das wäre vielleicht schon der Anfang vom Ende im Match.

LN: Ihre Lieblingsturniere?

Görges: Australian Open, Stuttgart und Indian Wells, das sind Turniere mit einer schönen Atmosphäre.

LN: Und wo spielen Sie ungern?

Görges: Regelrechte Abneigungen gegen Turniere habe ich nicht.

LN: Wie ist Ihr Verhältnis zu den anderen deutschen Spielerinnen?

Görges: Unser Verhältnis ist gut, sehr kameradschaftlich-freundschaftlich, auch außerhalb der Fed Cups.

LN: Mona Barthel hat den Fed Cup abgesagt, will ihre eigene Karriere forcieren. Ist sie eine Außenseiterin?

Görges: Sie hat ihre eigenen Vorstellungen, geht ihren eigenen Weg, das muss man respektieren.

LN: Gibt es einen Grund, warum drei Spielerinnen aus Schleswig-Holstein in der Weltspitze mitmischen?

Görges: Das macht die gute Luft in Schleswig-Holstein und der Überblick — weil das Land so flach ist . . . [ brilliant ]

LN: Wenn Sie ein Turnier spielen, wie jetzt in Dubai: Kennen Sie dann nur den Flughafen, das Hotel und die Tennis-Anlage?

Görges: Meist nur Hotel und Tennisanlage. Kommt immer darauf an, wie lange man an einem Ort ist. Vor dem Turnier bin ich auf die Aufgabe fokussiert, danach müssen wir meistens schnell zum Flughafen.

LN: Sie leben praktisch aus dem Koffer. Was nehmen Sie alles auf Reisen mit? Auch Schminksachen?

Görges: Ich reise wie jeder andere auch, nur das ich ein paar Sportsachen mehr mitnehme.

LN: Wenn Sie nicht Tennis-Profi geworden wären, wo würden Sie wahrscheinlich heute arbeiten?

Görges: Mode, Uhren und Schmuck interessieren mich sehr — vielleicht Modedesignerin, auch das Führen eines Modeunternehmens ist wohl eine spannende und komplexe Aufgabe.

LN: Wenn Ihre Karriere in vielen Jahren beendet ist, was folgt dann?

Görges: Also bestimmt kein Tenniscoach und das ganze Jahr unterwegs sein. Noch habe ich ja ein wenig Zeit, mir das zu Überlegen.

LN: Es hieß mal, Sie werden bei Katjes Nachfolgerin von Heidi Klum und Alexandra Neldel. Wir sehen Sie leider nicht auf Fotos oder in Werbe- Spots im Fernsehen.

Görges: Ich bin als Vertragspartnerin von Katjes sozusagen die Nachfolgerin der beiden geworden und trage auch weltweit Katjes auf der Brust — und esse es noch viel lieber! Die Planungen hinsichtlich einer Kampagne sind noch in der Abstimmung.

LN: Wenige Spielerinnen sind verheiratet. Ist Tennis „Gift“ für die Gründung einer Familie?

Görges: Warum sollte das so sein? Es gibt einige Familien auf der Tour, das funktioniert schon.

LN: Wie viel Fan-Post bekommen Sie? Sind auch Liebesbriefe oder Heiratsanträge dabei?

Görges: Ja, das ist alles dabei. Aber ich denke, die Absender erwarten Stillschweigen darüber . . .

LN: Sie sehen sehr gut aus — Model-Ambitionen?

Görges: Ich möchte gut Tennis spielen und vor allem nicht auf Äußerlichkeiten reduziert werden.

LN: Wenn der Playboy anruft — was sagen Sie dann?

Görges: Das kommt darauf an, was der Anrufer fragt. [brilliant as well ]
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