TennisForum.com - View Single Post - Australian Open 2013

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Old Jan 21st, 2013, 10:27 PM   #893
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Re: Australian Open 2013

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Originally Posted by Indianer Slobo View Post
In der ganzen Dopingdiskussion herrscht doch eine Doppelmoral, die nicht nur von den Anbietern(den Sportorganisationen), sondern genauso von den Zuschauern mitgetragen wird.
Jeder Mensch der sich kritisch mit den Entwicklungen im Spitzensport(durch alle Disziplinen hindurch) auseinandersetzt, und das nicht einmal allzu tiefschürfend, der wird doch erkennen, dass die ständigen Leistungssteigerungen nicht allein durch verbesserte Trainingsmethoden, Materialien etc. zustande kommen.
Ich schaue Tennis ohne ständig darüber nachzudenken ob diese oder jene Spielerin gedopt ist. Ich denke mal den meisten hier im Forum geht es sicher ähnlich. Fragt man mich nach einem Spiel aber ob eine der Spielerinnen gedopt sein könnte dann sage ich: " Ja definitiv nicht auszuschliessen!!!"

Nimmt mir das Wissen, dass die Spieler gedopt sein könnten die Spannung, wenn ich den Wettkampf verfolge?- Nein!
Empöre ich mich wenn ein Spieler erwischt wird - Ja! Unerhört wie konnte er/sie das machen, führt seine Konkurrenz und seine Fans über Jahre hinters Licht!!!
Freue ich mich unkritisch, wenn mein/e Lieblingsspieler/in plötzlich viel besser spielt als früher und auch in den langen Matches noch so frisch wie am Anfang ist - Ja! endlich schafft er/sie den Durchbruch und hat durch hartes Training und Arbeitsmoral den Weg auf die richtige Spur gefunden.

Nur ein paar Beispiele aber ich denke mal so oder so ähnlich denken die meisten hier unter uns, nicht ohne vielleicht im Hinterkopf zu behalten, dass Doping im Spitzensport Gang und Gäbe ist. Fakt ist aber auch, dass wir als Zuschauer, bei aller political correctness im Bezug auf das Thema Doping,darüber hinwegsehen solange es im Verborgenen stattfindet.
Die einzig klare Positionierung gegenüber dem Doping wäre konsequentes abschalten von Leistungssport.
Wir wollen aber weiter Unterhalten werden( das ist ja auch absolut in Ordnung)und sind daher dazu bereit uns "dumm" zu stellen was das ganze Thema betrifft, weil uns sonst unter Umständen der Spass an den ganzen Sportveranstaltungen vergehen würde.

Die einzigen Verlierer bei der aktuellen Situation sind eigentlich die Sportler selbst, die Gesundheit und Leben aufs Spiel setzen um uns die bestmögliche show zu bieten, gleichzeitig aber auch immer in der Abhängigkeit leben müssen, durch die Verbände als "Bauernopfer" eingesetzt zu werden.

Es geht hier um keine Gewaltdelikte oder Sexualstraftaten, sondern um die Einnahme von Leistungssteigernden Mitteln. Es ist meiner Ansicht nach daher völlig absurd, so wie es aktuell geschieht, halbherzig und doppelzüngig mit dem Thema umzugehen. Entweder man führt extrem restriktive Antidopingregeln ein und erzwingt die Reinheit des Sports oder man gesteht sich endlich ein, dass man dem Doping nicht wird beikommen können und gibt es frei um zumindest eine moralische Chancengleichheit zu schaffen.

Die jetzige Lösung entspricht aber am ehesten unserer heutigen Gesellschaft. Man mokelt irgendwie vor sich hin ohne die offensichtlichen Missstände entschlossen anzugehen. und durch das öffnen von Nebenkriegsschauplätzen und dem Verzetteln in Details wird immer schön um das eigentliche Problem herumgekurvt.

Gutes Posting!!! Absolute Zustimmung.
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