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Old Dec 28th, 2011, 10:48 PM   #122
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Re: Petko Articles & Interviews

Interview auf tennisnet.com
http://www.tennisnet.com/deutschland...London/3434567
Quote:
Andrea Petkovic im Exklusiv-Interview:
"Ich freue mich wie ein kleines Kind auf London"
Die deutsche Nummer eins über die Vorbereitung auf die neue Saison, die Höhen und Tiefen von 2011 sowie über die Olympischen Spiele.

Von Christian Albrecht Barschel

Andrea Petkovic (24) spielte 2011 die bislang beste Saison ihre Karriere. Bei den Grand-Slam-Turnieren in Melbourne, Paris und New York erreichte die Darmstädterin jeweils das Viertelfinale. In Straßburg gewann sie ihr zweites WTA-Turnier. Mit dem deutschen Fed-Cup-Team feierte sie den Aufstieg in die Weltgruppe. Im weiteren Verlauf des Jahres zog sie erstmalig in die Top 10 ein und verpasste nur hauchdünn die direkte Teilnahme für die WTA Championships in Istanbul. Petkovic geht als Weltranglisten-Zehnte in das Tennisjahr 2012.

Frau Petkovic, nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison. Haben Sie sich von den Strapazen der letzten Monate gut erholt?

Petkovic: Die Off-Season ist ehrlich gesagt fast die stressigste Zeit im ganzen Jahr. Ich hatte zwar ein paar Tage frei, habe aber Mitte November bereits wieder die Vorbereitung aufgenommen. Dazu kam ein wahrer Medien-Marathon, TV-Aufzeichnungen, ein Werbe-Dreh für meinen Sponsor Gerolsteiner in Südafrika und zwischendrin noch die ein oder andere Gala. Da kommt mir die bevorstehende Saison fast schon wie Urlaub vor (lacht).

Bereitet das Knie noch irgendwelche Probleme oder sind Sie jetzt völlig schmerzfrei?

Petkovic: Das Knie bereitet keine Probleme, ich konnte es in der Vorbereitung jeden Tag voll belasten.

2011 war mit Abstand Ihr bestes Jahr. Was war Ihr schönster Sieg?

Petkovic: Ein einzelnes Spiel herauszupicken, ist immer schwierig. Die Siege gegen Wozniacki, Sharapova, Jankovic oder Bartoli stechen natürlich heraus. Aber andere Siege sind aus anderen Gründen ganz besonders. Zum Beispiel, weil ich mich dort perfekt an meinen Spielplan gehalten habe. Ein Sieg steht aber doch ein wenig über allen anderen: der Playoff-Erfolg gegen die USA im Fed Cup und der damit einhergehende Aufstieg in die Weltgruppe. Das war ’ne tolle Teamleistung.

Und was war die schlimmste Niederlage?

Petkovic: Das ist ähnlich wie bei den Siegen schwer zu sagen. Die Final-Niederlage gegen Radwanska in Peking war bitter, weil ich so dicht dran war. Aber ich kann mir da nicht soviel vorwerfen, ich habe trotz Verletzung alles rausgeholt und Radwanska hat unglaublich gut gespielt. Das Aus in Wimbledon gegen Pervak war sicher ein Tiefpunkt, danach war ich echt down.

Dieses Jahr waren Sie oft die Jägerin, die vor allem zu Beginn der Saison frei aufspielen konnte. Nächstes Jahr werden sie die Gejagte sein und häufig als Favoritin ins Match gehen. Ist das zusätzlicher Druck für Sie oder Belohnung für die harte Arbeit?

Petkovic: Es ist für mich mehr eine Belohnung. Der Druck wird höher, aber es gibt ohnehin niemanden, der mir soviel Druck macht wie ich selbst.

Welche Ziele haben Sie sich für 2012 gesetzt?

Petkovic: Das ist jetzt die Stelle, an der ich „Grand-Slam-Titel“ sagen muss, richtig? (lacht) Das Wichtigste ist, dass ich mein Spiel weiterentwickle und mich Schritt für Schritt verbessere. Wenn ich das schaffe, dann kann ich auch meinen Traum realisieren, einen großen Titel zu holen.

2012 findet mit den Olympischen Spielen in London ein weiteres Highlight statt. Es wäre Ihre erste Teilnahme. Ist das etwas Besonderes oder auch nur ein weiteres Turnier?

Petkovic: Die Olympischen Spiele sind nicht einfach ein weiteres Turnier. Sie finden nur alle vier Jahre statt und ich kenne keinen Sportler, der nicht daraufhin fiebert. Das ist etwas ganz Besonderes und auch ich freue mich wie ein kleines Kind auf London.

Zwei deutsche Damendoppel können es maximal bei Olympia werden. Welche deutsche Doppelpaarung würden Sie in Wimbledon bevorzugen? Petkovic/Görges, Petkovic/Lisicki, Petkovic/Kerber oder vielleicht Petkovic/Grönefeld?

Petkovic: Alle diese Doppelpaarungen hätten natürlich ihren Reiz. Ich habe mich seit längerer Zeit mit Jule darauf vorbereitet, als Doppel in die Olympischen Spiele zu gehen. Wenn das alles hinhaut mit den Qualifikationsnormen, dann gehen wir beiden zusammen in den Doppel-Wettbewerb.

Sie haben schon angedeutet, dass sie im Mixed gerne mit Tommy Haas spielen würden. Haben Sie bei ihm schon angefragt?

Petkovic: Nein, das muss ich noch machen. Und zwar bald, sonst schnappt ihn mir noch jemand weg. Ich glaube aber, dass uns da definitiv die Qualifikationsnormen einen Strich durch die Rechnung machen.

Wollen Sie im olympischen Dorf wohnen oder sich lieber ein Hotelzimmer nehmen?

Petkovic: Das habe ich noch nicht entschieden. Aber die Vorstellung, mit den ganzen Sportlern im olympischen Dorf zu wohnen, ist schon sehr gut. Und schlafraubend.

2008 war Dirk Nowitzki deutscher Fahnenträger. Auch Sie wären nächstes Jahr eine geeignete Kandidatin für dieses Amt. Das Tennisturnier beginnt einen Tag nach der Eröffnungsfeier. Würden Sie die deutsche Fahne tragen, wenn Sie gefragt werden? Oder eher ablehnen für eine bessere Vorbereitung?

Petkovic: Das ist etwas, das in meinen Gedanken ganz weit weg ist, denn ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass ich gefragt werde.

Wie starten Sie ins neue Jahr?

Petkovic: Ja. Ich fliege am 25. Dezember schon nach Australien, um mich zu akklimatisieren. Silvester werde ich wie immer die letzten Jahre ganz ruhig feiern. Und dann stehen die Vorbereitungsturniere in Brisbane und Sydney an.

Angesichts der Ausgeglichenheit in der deutschen Mannschaft kann das Ziel nur Gewinn des Fed Cups lauten. Stimmt's?

Petkovic: Wir haben das Potenzial, da bin ich mir sicher. Mit Tschechien haben wir allerdings gleich einen sehr schweren Gegner. Aber wenn wir da gewinnen, kann das nochmal Kräfte freisetzen.

Im Schatten von Ihnen, Lisicki, Görges und Kerber hat sich mit Dinah Pfizenmaier eine weitere Deutsche bravourös von 0 bis auf Platz 262 gespielt – und das innerhalb von nur vier Monaten. Kennen Sie Dinah Pfizenmaier persönlich?

Petkovic: Persönlich kenne ich sie nicht, aber ich habe ihren Namen schon häufig gehört und mitbekommen, dass Dinah einige Challenger-Turniere gewonnen hat. Ich drücke ihr natürlich die Daumen, da oben ist noch genug Platz für weitere deutsche Mädels.

Zum Schluss noch die Frage nach dem Umbruch im DTB. Wie sehen Sie die Entwicklung und welche Erwartungen haben Sie an das neue Führungsteam?

Petkovic: Nach einem Umbruch erhofft man sich ja irgendwie immer, dass etwas besser wird, dass Dinge optimiert werden. Persönlich erwarte ich aber keine Wunder. Ich war mit der Unterstützung des DTB in der Vergangenheit sehr zufrieden. Ich wäre froh, wenn das so bleibt.
Some interesting questions, unfortunately I don`t have time to do a translation these days!
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