TennisForum.com - View Single Post - Carina Witthöft!

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Re: Carina Witthöft!

Carina Witthöft hofft auf Wimbledon-Start

Freitag, 11. Februar 2011 20:49 - Von Volker Gast

Jenfeld. Erfolge im Tennis ist Carina Witthöft gewöhnt. Trotz ihrer erst 15 Jahre ist die gebürtige Wentorferin bereits amtierende Hamburger Damen-Meisterin, hat bei einigen Profi-Turnieren geglänzt und führt die deutsche Juniorinnen-Rangliste ihrer Altersklasse an.


Foto: Holger Suhr
Carina Withöft „ hat das Potenzial, unter die Top 30 der Welt vorzustoßen,“ sagt Trainer Nick Bollettieri.


Eine beeindruckende Bilanz.

Doch in der Tennis-Akademie von Nick Bollettieri in Bradenton (Florida) half ihr das wenig. Der amerikanische Coach Steven, der sie dort persönlich betreute, verschwendete keinen Gedanken daran, auch nur einen der von ihr geschlagenen Bälle zu retournieren, wie es andere Trainer gerne tun, um das Tempo herauszunehmen. Stattdessen nahm er in schneller Folge immer neue Bälle aus dem Korb und platzierte sie in den Ecken des Platzes – mal hoch, mal flach, mal kurz, mal lang, aber immer schwierig. Die über den Court gescheuchte Carina hatte alle Mühe, die Bälle zu erlaufen, geschweige denn, diese noch sauber zu treffen. Doch genau darum ging es ja: die Defizite des Ausnahme-Talents aufzuzeigen.

Trotz der Plackerei war Carina Witthöft begeistert vom Besuch in der weltberühmten Akademie, in der einst Monica Seles und Andre Agassi zu Profis geformt wurden. „Die Trainingstage dauern von 8 bis 16.30 Uhr, das ist natürlich sehr lang“, schilderte sie, „aber dort gibt es einen Riesen-Zusammenhalt, das ganze Trainerteam steht hinter einem. Hier in Deutschland macht eher jeder sein eigenes Ding.“ Dann kam der Moment, als Nick Bollettieri höchstpersönlich „die Deutsche“, wie Witthöft in Florida häufig genannt wurde, in Augenschein nehmen wollte. Der 79-Jährige baute sich circa zwei Meter hinter ihr auf und ging bei jedem einzelnen Schlag so mit, als handele es sich um ein Grand-Slam-Finale. Schließlich sein Urteil: „Sie hat das Potenzial, unter die Top 30 der Welt vorzustoßen.“ „Das ist Motivation für mich, kein Druck“, stellt Carina Witthöft klar.

„Der ganze Aufenthalt hat ihr einen gewaltigen Motivationsschub gegeben“, hat auch ihre Mutter Gabriele Witthöft beobachtet, die Anfang März noch einmal mit ihrer Tochter nach Florida reisen wird. Dann soll der Grundstein für ein Jahr der Herausforderungen gelegt werden. Der Vermarktungsriese IMG, der schon den Aufenthalt in der Bollettieri-Akademie vermittelt hat, will seine Kontakte nutzen und sich für sie um Wildcards für die Qualifikation zu den Junioren-Turnieren der French Open in Paris und von Wimbledon bemühen, die parallel zu den Hauptturnieren ausgetragen werden. Dort sind die weltweit besten Spielerinnen ihrer Altersklasse am Start. Vielleicht wichtiger noch: Carina könnte dann – Seite an Seite mit den Top-Stars der Szene – die Atmosphäre bei zwei der bedeutendsten Tennisturniere der Welt schnuppern.

Sportlich noch schwieriger zu lösen dürfte die dritte Herausforderung sein, für die IMG sorgen möchte – eine Wildcard für die Qualifikation zum WTA-Turnier in Miami Ende März. Hier ist es kein Juniorinnen-Turnier, sondern eine Damen-Konkurrenz, bei der die gesamte Weltelite am Start ist. „Selbst wenn sie Losglück hat, trifft sie in der ersten Runde der Qualifikation auf eine Spielerin, die in der Weltrangliste um Platz 100 herum steht“, schätzt Kai Witthöft. Zum Vergleich: Carina ist die Nummer 808 der Welt, hat aber schon bewiesen, dass sie sich vor einer Nummer 400 oder 500 nicht zu verstecken braucht. Aber eine Nummer 100? „Das zu gewinnen, ist eine große Aufgabe“, ist ihr Vater überzeugt.

Im Fokus soll in den kommenden Jahren ohnehin noch das Abitur an der Elite-Schule des Sports am Alten Teichweg stehen, parallel dazu in Ruhe eine Profi-Karriere in Angriff genommen werden. Kraft, Athletik und Kondition sind die wesentlichen Faktoren, in denen Carina Witthöft gegenüber der absoluten Weltelite noch Defizite hat, wie sie im vergangenen Sommer bei einem Trainingsmatch mit Julia Görges aus Bad Oldesloe feststellen konnte, die jüngst bei den Australian Open für Furore sorgte, als sie nur denkbar knapp 6:4, 4:6, 4:6 gegen Maria Sharapova verlor. „Carina ist schon in der Lage, eine Weile auf absolutem Top-Niveau zu spielen“, erläutert Kai Witthöft, „aber Görges spielt zweieinhalb Stunden so.“

Aber wer weiß, vielleicht muss diese Einschätzung ja schon bald revidiert werden. Carina Witthöft traf nämlich in Florida auch auf den regulären Trainingspartner von Sharapova und Jelena Jankovic. Der Legende nach haben die beiden Weltklasse-Spielerinnen noch nie einen Satz gegen ihn gewonnen. Carina hingegen fegte den jungen Mann mit 6:3 vom Platz


http://www.bergedorfer-zeitung.de/sp...don_Start.html

WC für die Quali in Miami, das wäre doch was.
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