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RU90
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Jun 15th, 2017 03:46 PM
rucolo
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Jun 15th, 2017 03:44 PM
rucolo
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

https://www.fedcup.com/en/news/262313.aspx

Quote:
Sasnovich and Görges win Fed Cup Heart Awards

05 Jun 2017

Sasnovich battled to victory on the opening day of the semifinal against Switzerland, giving Belarus the lead with a 63 57 75 win over Viktorija Golubic. Then, with the tie locked at 1-1, she defeated Timea Bacsinszky, ranked some 60 places higher, 62 76(2) to put Belarus one win away from a first-ever Fed Cup Final.

Sasnovich will receive a cheque for US$10,000, which will be donated to her chosen charity.

Sasnovich said: “This is so unexpected for me as I received such an award last year. For this reason this is even more pleasant for me. I want to say thank you not only to those people who have found time to vote for me, but also to those who have created such a charity project. If this money helps at least one person, I would be so happy.”

Sasnovich was selected for the latest award alongside Aryna Sabalenka (BLR), CoCo Vandeweghe (USA) and Bethanie Mattek-Sands (USA). All four players competed in the World Group semifinals on 22-23 April.

Görges defeated Ukrainian No. 1 Elina Svitolina, a Top 10 player, in the opening rubber of the World Group play-off in Stuttgart, battling back from a set and a break down. She then sealed the victory for Germany with a straight-set win over Lesia Tsurenko, another player ranked higher than the German.

Görges will receive a cheque for US$6,000, which will be donated to her chosen charity.

Görges said: “I would like to thank the ITF for the nomination to the Fed Cup Heart Award. The Fed Cup tie against the Ukraine with the German team in front of our home crowd in Stuttgart was a special one. I enjoyed every minute there. Thanks a lot everybody for voting for me to make the Award possible. This really means a lot to me.”

Görges was selected for the latest award alongside Elise Mertens (BEL), Francoise Abanda (CAN) and Pauline Parmentier (FRA). All four players competed in the World Group and World Group II play-offs on 22-23 April.

The players were shortlisted by the Heart Award judging panel, consisting of ITF President David Haggerty and a mixture of former players and members of the international media. A public vote, which ran on 26 May-2 June, was held on FedCup.com and FedCup.com/es to decide the winners.

A total of six Heart Awards have now been presented in 2017. Sasnovich and Görges follow in the footsteps of Aryna Sabalenka (BLR), Bianca Andreescu (CAN), Galina Voskoboeva (KAZ) and Heather Watson (GBR) who were honoured earlier this year.

ITF President David Haggerty said: “Fed Cup by BNP Paribas creates new heroes in every round, and both players’ fighting qualities and strong team spirit in April were a perfect example of how players can rise to the challenge of representing their country.”

The Fed Cup Heart Award is an ITF initiative that was first presented to USA's Melanie Oudin at the 2009 Fed Cup Final. It aims to recognise players who have represented their country with distinction, shown exceptional courage on court and demonstrated outstanding commitment to their team.
Jun 15th, 2017 03:41 PM
rucolo
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread



Jun 15th, 2017 03:40 PM
rucolo
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Julia won the Fed Cup Heart Award !

May 2nd, 2017 12:12 AM
selesia
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

So gut, dass sie zum Politikum wird


Von Matthias Schmid, Stuttgart

Irgendwann legte dann auch Julia Görges den Stift zur Seite. Sie lächelte, obwohl sich umstehende Menschen längst schon Sorgen um ihr Handgelenk machten, so viele Plakate musste sie unterschreiben. Doch ihre Signatur war begehrt nach dem 3:2-Sieg im Fed Cup gegen die Ukraine in Stuttgart. Mit zwei Einzelsiegen hatte Görges großen Anteil daran, dass die deutsche Tennis-Nationalmannschaft nicht aus der Weltgruppe der besten acht Mannschaften abstieg. "Es waren viele Emotionen im Spiel", sagte Görges hinterher, sie weinte, es waren Tränen größtmöglicher Erleichterung nach einer langen Reise zu sich selbst. Dann sagte sie: "Es wird einige Tage dauern, bis ich das alles realisieren, alles sacken lassen kann."

In den vergangenen Jahren war es ruhig geworden um Julia Görges, sie bewegte sich vor allem im großen Schatten von Angelique Kerber und musste herausfinden, ob Tennis noch der Sport ist, der sie glücklich macht. Vor sechs Jahren war sie in die Weltelite aufgestiegen war, mit dem überraschenden Turniersieg in Stuttgart. Als Weltranglisten-15. galt sie als großes Versprechen für die deutsche Tenniszukunft, als Hochbegabte mit großem spielerischen Potenzial, die alle Schläge beherrscht. Damals sprach noch niemand von Angelique Kerber, doch während die Kielerin im vergangenen Jahr zwei Grand-Slam-Turniere gewann und den Aufstieg zur Nummer eins erlebte, musste Görges ihre Karriere neu sortieren. Sie trennte sich nicht nur von ihrem langjährigen Coach Sascha Nensel, sondern zog auch von Bad Oldesloe nach Regensburg um, um mit Michael Geserer trainieren zu können. Es war ein Trainer- und Ortswechsel mit erfreulichen Konsequenzen "Ich habe dadurch wieder Spaß am Tennis gefunden", erzählt Görges heute.

Görges' neuer Spielstil

Vor allem die Zusammenarbeit mit Hittingpartner Andreas Trägner, einem Regensburger Regionalligaspieler, sowie Athletiktrainer und Physiotherapeut Florian Zitzelsperger bringt sie an ihre Grenzen. "Sie ist sehr zielstrebig, hat aber noch viel Raum nach oben", sagt Geserer. Sie haben sich im Team zum Ziel gemacht, Görges' großes Repertoire voll auszuschöpfen. Das ist nicht leicht, weil sie sich mit ihrem vehementen Einsatz in der Vergangenheit häufig selbst das Leben schwer machte. Geserer arbeitet nun daran, dieses Haurucktennis mit Raffinesse und Geduld zu mixen, ohne ihre Stärken zu vernachlässigen.

Bei ihren Siegen im Fed Cup gegen die Weltranglisten-13. Jelina Switolina und gegen Lessia Zurenko konnten die Zuschauer erkennen, dass sie ihren neuen Spielstil schon gewinnbringend einzusetzen vermag. Görges spielt bedachter, sie baut die Ballwechsel ruhiger auf und schlägt mit mehr Vorwärtsdrall, also etwas langsamer und höher übers Netz, um dann voll durchzuziehen, sobald die Bälle der Gegnerinnen kürzer zurückkommen. Sie rückt dann vor ans Netz und versteht es dabei wie kaum eine andere Spielerin, mit einem Flugball oder Schmetterball zu punkten.

Ihre gewonnene Reife wird vor allem dann deutlich, wenn sie zurückliegt. Am Sonntag, als es darum ging, den entscheidenden dritten Punkt für die deutsche Mannschaft zu sichern, lag sie gegen Zurenko in den Sätzen jeweils deutlich zurück, im ersten Durchgang musste sie sogar einen Breakball ihrer Gegnerin zum 1:5 abwehren, bevor sie den Satz noch mit 6:4 gewann. Der zweite Durchgang endete mit dem gleichen Resultat.

Ihren Anteil am Sieg gegen die Ukraine wollte sie allerdings nicht überbewerten. "Es war eine Teamleistung, das war nicht nur ich", sagte Görges. Während ihre Teamkolleginnen Angelique Kerber und Laura Siegemund in dieser Woche in Stuttgart bleiben dürfen und beim wichtigsten und mit 776 000 US-Dollar höchstdotierten deutschen Tennisturnier aufschlagen, muss sie erst einmal eine kleine Enttäuschung verarbeiten.

Fürs WTA-Turnier in Stuttgart bekommt Görges keine Wildcard

Görges fährt nämlich heim nach Regensburg, um sich dort für das nächste Turnier in Prag zu präparieren. Dass sie nicht in Stuttgart mitspielen darf, entwickelte sich am Rande des Fed Cups noch zu einem kleinen Politikum. Görges fühlte sich benachteiligt, weil sie als Siegerin von 2011 nicht in den Genuss einer sogenannten Wildcard gekommen ist, einer direkten Startberechtigung fürs Hauptfeld. "Ich glaube", sagte sie trotzig, "dass die zwei Siege an diesem Wochenende genug gesagt haben."
Mit ihrer Weltranglistenposition hätte sie nur in der Qualifikation spielen können, da diese zeitgleich zum Fed Cup stattfand, findet der Porsche Grand Prix nun eben ohne Görges statt.

(...) Görges' Trainer Geserer möchte seine Sicht der Dinge nirgendwo lesen. "Aber wir arbeiten daran, dass Jule künftig solche Diskussionen erspart bleiben und sie direkt im Hauptfeld steht", sagt der frühere Profi.

Tennis - Julia Görges überzeugt beim Fed-Cup - Sport - Süddeutsche.de
Apr 17th, 2017 01:11 AM
selesia
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Nice memories

Mein erster Fed Cup: Erinnerungen von Julia Görges

VON DEUTSCHER TENNIS BUND 13. 4. 2017.


Vor neun Jahren debütierte Julia Görges im deutschen Fed Cup-Team. Für uns blickt die 28-Jährige auf ihre Premiere 2008 im amerikanischen La Jolla Beach zurück – die mit einem überfluteten Hotelzimmer begann und ihr trotz einer Niederlage schöne Momente bescherte.





Ich erinnere mich noch bestens an meine Fed Cup-Premiere: Damals, 2008, nominierte mich Barbara Rittner für die Viertelfinalpartie gegen die USA in La Jolla Beach (Kalifornien). Ich war überglücklich und wahnsinnig stolz. Schließlich war ich gerade einmal 19 Jahre alt und versuchte erst, auf der WTA-Tour Fuß zu fassen.

Zum Glück war ich nicht das einzige Küken in der Mannschaft: Mit Tatjana Malek, Anna-Lena Grönefeld und Sabine Lisicki, die ebenfalls zum ersten Mal dabei war, liefen wir mit einem Altersdurchschnitt von nicht einmal zwanzig Jahren auf. Und das Schöne war: Wir alle kannten uns aus unserer Jugendzeit, weil wir zusammen an zahlreichen DTB-Lehrgängen mit Barbara teilgenommen hatten. Dadurch waren wir von vorneherein eine eingeschworene Gemeinschaft, die bereit war, es den Amerikanerinnen so richtig schwer zu machen.

Die Rekord-Siegerinnen aus den USA waren natürlich ein echt harter Gegner – das war schon vorher klar. Doch als „Bine“ zum Auftakt die ehemalige Weltranglisten-Erste Lindsay Davenport, mit 31 Jahren und 33 Fed Cup-Einsätzen extrem erfahren, mit 6:1, 7:5 vom Platz fegte, schöpften wir Hoffnung. Im zweiten Einzel musste sich „Tadde“ aber leider recht deutlich Ashley Harkleroad geschlagen geben.

Zwei Tage später war es dann für mich soweit: Ja, tatsächlich erst zwei Tage später! Es regnete nämlich am Sonntag in Strömen, so dass der zweite Spieltag auf Montag verlegt werden musste. Barbara hatte entschieden, dass ich anstelle von „Tadde“ das dritte Einzel gegen Lindsay Davenport bestreiten sollte. In der Nacht zuvor stand ich in meinem Hotelzimmer knöcheltief im Wasser. Die Toilette hatte sich selbstständig gemacht und den Raum komplett geflutet – es war der Lacher des Wochenendes und passte zu meiner verständlicherweise großen Nervosität.

Während ich also zum ersten Mal für Deutschland auf den Court marschierte, sollte es für Lindsay das letzte Fed Cup-Einzel ihrer großartigen Karriere werden. Es war mein erstes Duell mit einer so erfahrenen Spielerin. Den Matchverlauf werde ich nicht vergessen: Trotz meiner Aufregung gelang mir im ersten Spiel ein Break. Leider verlor ich danach sechs Spiele in Folge und wenig später auch das Match – 1:6, 2:6. Am Ende unterlagen wir mit 1:4. Und trotzdem bleiben die Tage in La Jolla als großartige Erfahrung in Erinnerung. Wenn ich zurückblicke, hat mir der Fed Cup viele erfolgreiche, interessante, aber manchmal auch schwierige Momente beschert, die mich sportlich und persönlich immer weiter haben wachsen lassen. Bei einigen Erinnerungen bekomme ich noch immer Gänsehaut.

Für ein Team auf dem Court zu stehen, ist etwas völlig anderes, als bloß für sich selbst zu spielen. Ich wünsche jeder Spielerin, diese Erfahrung einmal zu erleben. Ich bin froh und dankbar dafür, dass ich seit meinem ersten Einsatz in den USA bis heute Teil einer tollen Mannschaft sein darf und hoffe, dass wir an diesem Wochenende die Ukrainerinnen von der Platte hauen und erstklassig bleiben. Drückt uns dafür die Daumen!

Eure Jule

Julia Görges: Wasserschaden in Kalifornien - Deutscher Tennis Bund
Mar 14th, 2017 09:50 PM
RU90
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

GOERGES TALKS THROUGH PLISKOVA SPLIT, PROGRESS WITH COACHES
Dec 5th, 2016 02:35 PM
Bonk
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Julia Görges und das Christkind!
Oct 21st, 2016 02:04 PM
RU90
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Oct 18th, 2016 05:24 PM
Bonk
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Fünf Fragen an: Julia Görges - Deutscher Tennis Bund
Sep 22nd, 2016 07:28 PM
Katja
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Julia Görges spielt für die Krönung - Sportnachrichten - Mittelbayerische

Quote:
Julia Görges spielt für die Krönung

Die Tennisspielerin stellte in Regensburg alles um. Im Jahr eins lief es vor allem im Doppel blendend. Jetzt lockt Singapur.

Zahlen regieren den Sport. Auch im Tennis: Wer Turniere gewinnt, sammelt viele Punkte und ist irgendwann die Nummer eins – wie jetzt Angelique Kerber. So einfach ist das. Bei Kollegin Julia Görges liegt es nach der Zahlenlehre nahe, 2016 so zu analysieren: Stagnation im Einzel, Fortschritt im Doppel. Doch so einfach ist es nicht immer. „Ich sehe bei beidem eine sehr positive Entwicklung“, sagt die 27-Jährige. Am Mittwoch saß Görges mit ihren Trainern im Flugzeug nach China: In Wuhan geht es in die letzten vier Turniere des Jahres. Eines ist dabei sehr wohl anders als zuletzt. „Ich fühle mich fit und nicht wie die vergangenen Jahren, wo es im Endspurt hieß: Das zehrt schön langsam.“

Julia Görges hat vor der Saison vieles, ja alles umgestellt. Ihr Geburtsort Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein ist immer noch die Heimat, aber als Wohnort steht auf der offiziellen WTA-Seite seit Jahresanfang Regensburg, das sie kennen und lieben gelernt hat. Görges startete in der Hauptstadt der Oberpfalz einen Neuanfang mit komplettem Regensburger Team: Michael Geserer und Matthias Mischka coachen, Florian Zitzelsberger ist Athletiktrainer. Trainiert wird zwischendrin auch in Regensburg – und mit den Eckert-Damen des TC Rot-Blau wurde Görges so ganz „nebenbei“ deutscher Mannschaftsmeister.

„Singapur wäre ein Highlight“

Ein hübscher Erfolg, doch international zählt Anderes. Der Knüller 2016 für die Tennis-Vita sind die starken Doppel-Auftritte mit Karolina Pliskova an der Seite, die sich bei den US Open mit dem Finale gegen Kerber auch im Einzel in Sphären wie noch nie bewegte und auf Platz sechs der Weltrangliste vorstieß. Das Duo, das in der Bundesliga gemeinsam für Rot-Blau spielt, belegt in der Doppel-Wertung Rang acht der Weltwertung. Acht Teams dürfen von 23. bis 30. Oktober zum Masters. Würde sich die Asientour, die in Peking weitergeht, um Singapur als dritte Station verlängern, wäre das „ein Karriere-Highlight“, sagt Michael Geserer. „Es ist meine beste Saison im Doppel“, sagt Görges, die im August an Position zwölf der Welt (jetzt 15) notiert war – Bestwert.

Im Einzel ist der Fortschritt nicht so offensichtlich. Als Nummer 50 beendete Julia Görges das Jahr 2015, als Nummer 59 geht sie in den Endspurt 2016. „Spielerisch und auch körperlich ist ein Fortschritt von Turnier zu Turnier, von Vierteljahr zu Vierteljahr zu erkennen. Auch wenn es für den Sieg noch nicht reicht, aber das ist für mich schön zu sehen“, sagt Görges und bemisst den Fortschritt in nicht für jedermann sichtbaren Kleinigkeiten. „Man kommt an Bälle, an die man vorher nicht gekommen ist. Solche Rallyes nimmt man unterbewusst wahr und sagt sich: Hej, die Arbeit trägt Früchte. Im Training zeigt sich das definitiv – und irgendwann wird es auch ins Match rüberkommen.“

Manches von dieser Arbeit kam schon rüber und führte in den Turnieren weit. „Sehr, sehr positiv waren der Jahresbeginn mit der Finalteilnahme in Auckland, aber auch die French Open und das Halbfinale von Nürnberg. Diese Turniere haben gezeigt, was wir schon geschafft haben und dass wir auf einem sehr guten Weg sind.“ In Paris verlor Görges gegen eine gewisse Monica Puig, deren Aufstieg danach bis hin zum Olympiasieg mit dem Finalerfolg gegen Angelique Kerber begann. „Klar ärgert es einen, wenn man verliert. Aber es hat sich nicht negativ angefühlt“, blickt Julia Görges entspannt zurück. „Es gibt keinen Platz für Negatives. Mit jeder Niederlage wächst man als Spieler.“

Dass sich die gefühlte Verbesserung nicht in der Weltranglistenposition ausdrückt, stört Julia Görges nicht – noch nicht. „Es ist eine Zahl, die vor dem Namen steht. Ja, sie spiegelt wieder, was man in dem Jahr gespielt hat. Aber wie ich mich weiterentwickelt habe, kann nur ich sagen.“ Julia Görges setzt auf Geduld. „Es ist ein Jahr des Kennenlernens gewesen – und es ist ja noch nicht einmal vorbei. Es sind viele Dinge umgestellt worden, die bei mir über sieben Jahre lang eine gewisse Regelmäßigkeit hatten. Die Entwicklung braucht Zeit, so ein Neuanfang dauert.“ Die Konsequenz ist klar: „Ob 60, 80 oder 40, ist mir egal: Es geht darum zurückzukommen, wo man schon mal war.“ Und vor vier Jahren war Julia Görges eben schon einmal an Nummer 15 im Einzel notiert.

Finale im Viertelfinale in New York

Exakt auf dieser Position steht sie im Doppel – ohne allzu viel spezielles Doppeltraining übrigens. Mal ein paar Minuten Volleys hier, ein paar Minuten da und eine Trainingseinheit in Wimbledon. Und doch: „In New York hat der Mann von Bethanie Mattek-Sands gemeint, das könnte auch das Finale sein“, sagt Geserer. Die Amerikaner setzte sich mit Lucie Safarova im Viertelfinale in drei Sätzen durch – und gewann am Ende die US Open. „Wir schlagen gut auf, sind sehr aggressiv, wir sind ein sehr gefährliches Doppel“, charakterisiert Julia Görges sich und ihre Partnerin. „Wir machen nichts Verrücktes, aber man sieht, wie viel Druck wir machen mit unseren Aufschlägen und unseren Returns.“ Vor allem aber stimmen Harmonie und Chemie: „Wir verstehen uns super und haben eine Menge Spaß.“

In Wuhan, Peking sowie danach in Linz und Moskau geht es um die Krönung des Jahres in Singapur. „Wenn wir gut genug spielen, sind wir gut genug, um da hinzukommen: Mit Spaß, aber humanem Ehrgeiz“, sagt Görges, die in Wuhan im Einzel über die Qualifikation ins Hauptfeld will. Schön wär's bestimmt, wenn auch im Einzel die Zahlen stimmen.
Jul 11th, 2016 02:06 PM
Katja
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Quote:
Die Eckert-Tennisdamen holen den Titel

HANNOVER. Michael Geserer wünschte sich hinter vorgehaltener Hand im Vorfeld wenig Nervenkrieg im Kampf um die deutsche Tennis-Meisterschaft: „Am liebsten wäre es mir, wenn wir es schon nach den Einzeln geschafft hätten.“ Der Wunsch des Teamchefs war seinen Eckert-Damen vom TC Rot-Blau in Hannover Befehl – und zwar in den klarsten aller möglichen Formen. Polona Hercog, Richel Hogenkamp und Tereza Martincova, die als einzige in den dritten Satz in Matchtiebreak-Form gehen musste, holten in der ersten Runde an den Positionen zwei, vier und sechs die Optimalausbeute von drei Siegen.

Tatjana Maria legte an Nummer drei ebenso glatt nach und Lesley Kerkhove holte schon den entscheidenden fünften Punkt, noch ehe die direkt aus Wimbledon angereiste Regensburgerin Julia Görges im Spitzeneinzel fertig geworden war. Beim Stande von 6:2, 5:6 konnte die Fed-Cup-Spielerin bei der 5:0-Führung für die Regensburgerinnen den Schläger fallen lassen und musste die Partie nicht mehr zu Ende spielen, denn mit dem 5:1 war alles klar. „Julias Match war das beste von allen“, lobte Geserer, hatte aber schon zuvor angekündigt. „Wenn wir fünf Punkte, dann können wir die Schläger fallen lassen.

„Wir genießen das jetzt erstmal“

„Wir können Historisches für die Stadt und den Verein schaffen“, hatte Geserer im Vorfeld gesagt. Jetzt geht der deutsche Mannschaftstitel im zweiten Bundesligajahr das erste Mal nach Regensburg. „Ich muss das jetzt erst einmal sacken lassen. Wir genießen das jetzt erst einmal.“ Gefeiert wurde mit einer Sektdusche. „Florian Zitzelsberger hat mir den ganzen Rücken nass gespritzt“, berichtet Geserer von den Feierlichkeiten an Ort und Stelle. In einer Liga, in der 25 Top-100-Spielerinnen für das Prädikat „stark wie nie“ sorgten

Viel Zeit bleibt freilich nicht. Julia Görges legt einen kurzen Zwischenstopp zuhause in Regensburg ein und ist am Dienstag oder Mittwoch schon wieder beim nächsten Turnier im schweizerischen Gstaad in der ersten Runde gegen die Slowakin Jana Cepelova im Einsatz. Und für die Slowenin Polona Hercog fädelte Geserer noch einen passenden Start in Bukarest ein.

Die Slowenin war eine derjenigen Spielerinnen, die der Beleg dafür waren, dass es knapper war, als es aussah. Hercog setzte sich gegen die Spanierin Maria Jose Martinez-Garcia 7:5 und 7:6 durch. Tereza Martincova hatte Anlaufschwierigkeiten, verlor den ersten Durchgang gegen Alicja Rosolska. „Das ist eine Spielerin unter den ersten 50 der Doppel-Weltrangliste“, hatte Geserer schon vorher gewusst, dass das unangenehm würde. „Aber Tereza hat sich super reingekämpft“ und gewann den Match-Tiebreak. Und selbst der vermeintlich so lockere Erfolg der Niederländerin Richel Hogenkamp wackelte im zweiten Satz. „Da lag sie 0:3 hinten und es gab eine strittige Schiedsrichterszene“, erzählte Geserer. Doch auch das ging glatt – und mit der 3:0-Führung spielte es lockerer.

Maria kämpft wie eine Löwin

Zumal Tatjana Maria erst von den mitgereisten Corpus-Care-Physios Florian Zitzelsberger und Daniel Pohl „hergestellt“ wurde, wie es Geserer formuliert. „Tatjana hat das toll gelöst und gekämpft wie eine Löwen“, sagte der Eckert-Teamchef über die Leistungsträgerin an Position drei. Und so machte Lesley Kerkhove gegen Syna Kayser ohne größere Mühe mit dem 6:1 und 6:2 schon den Deckel drauf und die Doppel waren überflüssig.

Den Gastgeber verurteilten die Regensburgerinnen mit ihrem 5:4-Erfolg zum Abstieg. „Das ist eine gute Mannschaft und ein toller Klub mit 1700 Mitgliedern, Fitnessbereich und Sauna auf der Anlage. Für die ist das wirklich bitter.“ Die Regensburger dagegen feierten einen schnellen Triumph in einer starken Liga und haben nicht vor nachzulassen. „Wir werden auch aus diesem Jahr wieder lernen“, sagt Geserer und es klingt nicht, als wolle man die Ambitionen zurückschrauben.

Lesen Sie auch: Eckert-Damen schlagen auch den Meister.

Das Ziel: Topleute präsentieren

Im Gegenteil: Das Ziel bleibt nach wie vor, den Regensburger Zuschauern an den drei Heimspieltagen Topspielerinnen zu präsentieren, die sie sonst nur aus dem Fernsehen kennen. Erste Ideen dafür gibt es natürlich. „Wir haben auch heuer nicht so rausposaunt, dass wir Meister werden wollen.“ Auch ohne große Worte folgten allerdings große Taten – und vielleicht beginnt damit in Regensburg ja eine längere Tennis-Ära.
Jule's Bundesliga team won the title yesterday.

Hilarious: Jule just abandoned her match at 6-2 5-6 when it was clear that they had won the tie.
May 28th, 2016 06:42 PM
Katja
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

via @Saraya!

French Open Julia Görges ? Olympia kann warten - de.tennisnet.com

Quote:
Julia Görges – Olympia kann warten

Deutschlands beste Doppelspielerin sieht Rio nicht als ihre letzte Medaillenchance.

Hobbyspieler mit Ambitionen auf LK-Punkte sind Woche für Woche bereit, sich an den Unkosten der Veranstalter mit einem kleinen Schutzgeld zu beteiligen. Julia Görges geht naturgemäß den umgekehrten Weg, die deutsche Fed-Cup-Spielerin nimmt im Regelfall einen Scheck der Turnierleitung mit nach Hause. Zu sagen, dass Görges in jüngster Vergangenheit „ihr Nenngeld ausgespielt“ hat, ist dennoch nicht ganz verkehrt. Vergangene Woche in Nürnberg trieb sie das Halbfinale gegen Kiki Bertens bis in die Kurzentscheidung im dritten Satz, die Zweitrunden-Partie gegen Monica Puig in Paris wurde mit 7:5 im Dritten entschieden.

Unangenehmerweise beide Male zu Ungunsten der Neu-Regensburgerin, die Ende der vergangenen Saison ihr Umfeld neu geordnet hat: Michael Geserer, der sich auch schon um Philipp Kohschreiber gekümmert hat, übernimmt seit einem halben Jahr die Übungsleitung, als größter Erfolg steht der Finaleinzug in Auckland im Zwischenzeugnis. Die Form stimmt, die Ergebnisse in letzter Zeit nicht immer. „Gegen Puig war es ein hochklassiges Spiel, ein Riesen-Fight bis zum Ende.“ Dass am Ende nur eine gewinnen kann, mag bei Matches wie diesem tatsächlich ein Argument gegen das Regelwerk im Tennissport sein.

Stürze im Wettkampf und im Training
Julia Görges ist nicht zwingend eine Freundin der Eistonne. Nach dem Marathon gegen die 22-Jährige aus Puerto Rico hat sie sich stattdessen unter Court 1 gedehnt, nicht erreichbar für die WTA und etwaige Pressewünsche. Diese werden einen Tag später erfüllt, wieder nach einem Herzschlagfinale, diesmal mit gutem Ende für die Deutsche, auch wenn es für sie und Karolina Pliskova in Runde zwei des Doppelwettbewerbes bei 2:5 im Entscheidungssatz nicht gut ausgesehen hatte. „Ich wollte nur nicht noch einmal ein Match im Tiebreak im dritten Satz verlieren.”

Das Schicksal hat es zumindest in diesem Fall gut mit ihr gemeint. Die Jahre auf der WTA-Tour haben Görges mit einem großen Maß an Souveränität imprägniert, kleine Stolpersteine wie ein Sturz gegen Puig gehören mit zum Geschäft. „Beim Training mit Karin Knapp bin ich hier sogar in die Wand geflogen.“ Die Achillessehne hat leichten Schaden genommen, musste auch im Match gegen Puig behandelt werden.

Nächste Chance in 4 Jahren
Rio de Janeiro wird Julia Görges in diesem Sommer aller Voraussicht nach nicht bereisen, auch wenn sie im Moment die beste deutsche Doppelspielerin ist. „Mein Ziel war es, dass ich mich für das Einzel qualifiziere. Das habe ich nicht geschafft. Jetzt sollen dann auch jene Mädchen Doppel spielen, die sowieso schon dort sind.“ Mit jetzt 27 sei Rio schließlich nicht ihre letzte Chance, die Konzentration gilt ohnehin der Aufgabe vor Ort: In Runde drei warten mit Ekaterina Makarova und Elena Vesnina zwei ausgewiesene Doppel-Expertinnen.
Jule will likely skip the Olympics (she'd only be in for doppio).
May 26th, 2016 09:59 PM
~Poseidon~
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

She was great and she knows it.
And she wants it.

Great to see, she caught fire again.
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