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Thread: Julia Görges Interviews and Twitter thread Reply to Thread
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Dec 5th, 2016 03:35 PM
Bonk
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Julia Görges und das Christkind!
Oct 21st, 2016 03:04 PM
RU90
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Oct 18th, 2016 06:24 PM
Bonk
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Fünf Fragen an: Julia Görges - Deutscher Tennis Bund
Sep 22nd, 2016 08:28 PM
Katja
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Julia Görges spielt für die Krönung - Sportnachrichten - Mittelbayerische

Quote:
Julia Görges spielt für die Krönung

Die Tennisspielerin stellte in Regensburg alles um. Im Jahr eins lief es vor allem im Doppel blendend. Jetzt lockt Singapur.

Zahlen regieren den Sport. Auch im Tennis: Wer Turniere gewinnt, sammelt viele Punkte und ist irgendwann die Nummer eins – wie jetzt Angelique Kerber. So einfach ist das. Bei Kollegin Julia Görges liegt es nach der Zahlenlehre nahe, 2016 so zu analysieren: Stagnation im Einzel, Fortschritt im Doppel. Doch so einfach ist es nicht immer. „Ich sehe bei beidem eine sehr positive Entwicklung“, sagt die 27-Jährige. Am Mittwoch saß Görges mit ihren Trainern im Flugzeug nach China: In Wuhan geht es in die letzten vier Turniere des Jahres. Eines ist dabei sehr wohl anders als zuletzt. „Ich fühle mich fit und nicht wie die vergangenen Jahren, wo es im Endspurt hieß: Das zehrt schön langsam.“

Julia Görges hat vor der Saison vieles, ja alles umgestellt. Ihr Geburtsort Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein ist immer noch die Heimat, aber als Wohnort steht auf der offiziellen WTA-Seite seit Jahresanfang Regensburg, das sie kennen und lieben gelernt hat. Görges startete in der Hauptstadt der Oberpfalz einen Neuanfang mit komplettem Regensburger Team: Michael Geserer und Matthias Mischka coachen, Florian Zitzelsberger ist Athletiktrainer. Trainiert wird zwischendrin auch in Regensburg – und mit den Eckert-Damen des TC Rot-Blau wurde Görges so ganz „nebenbei“ deutscher Mannschaftsmeister.

„Singapur wäre ein Highlight“

Ein hübscher Erfolg, doch international zählt Anderes. Der Knüller 2016 für die Tennis-Vita sind die starken Doppel-Auftritte mit Karolina Pliskova an der Seite, die sich bei den US Open mit dem Finale gegen Kerber auch im Einzel in Sphären wie noch nie bewegte und auf Platz sechs der Weltrangliste vorstieß. Das Duo, das in der Bundesliga gemeinsam für Rot-Blau spielt, belegt in der Doppel-Wertung Rang acht der Weltwertung. Acht Teams dürfen von 23. bis 30. Oktober zum Masters. Würde sich die Asientour, die in Peking weitergeht, um Singapur als dritte Station verlängern, wäre das „ein Karriere-Highlight“, sagt Michael Geserer. „Es ist meine beste Saison im Doppel“, sagt Görges, die im August an Position zwölf der Welt (jetzt 15) notiert war – Bestwert.

Im Einzel ist der Fortschritt nicht so offensichtlich. Als Nummer 50 beendete Julia Görges das Jahr 2015, als Nummer 59 geht sie in den Endspurt 2016. „Spielerisch und auch körperlich ist ein Fortschritt von Turnier zu Turnier, von Vierteljahr zu Vierteljahr zu erkennen. Auch wenn es für den Sieg noch nicht reicht, aber das ist für mich schön zu sehen“, sagt Görges und bemisst den Fortschritt in nicht für jedermann sichtbaren Kleinigkeiten. „Man kommt an Bälle, an die man vorher nicht gekommen ist. Solche Rallyes nimmt man unterbewusst wahr und sagt sich: Hej, die Arbeit trägt Früchte. Im Training zeigt sich das definitiv – und irgendwann wird es auch ins Match rüberkommen.“

Manches von dieser Arbeit kam schon rüber und führte in den Turnieren weit. „Sehr, sehr positiv waren der Jahresbeginn mit der Finalteilnahme in Auckland, aber auch die French Open und das Halbfinale von Nürnberg. Diese Turniere haben gezeigt, was wir schon geschafft haben und dass wir auf einem sehr guten Weg sind.“ In Paris verlor Görges gegen eine gewisse Monica Puig, deren Aufstieg danach bis hin zum Olympiasieg mit dem Finalerfolg gegen Angelique Kerber begann. „Klar ärgert es einen, wenn man verliert. Aber es hat sich nicht negativ angefühlt“, blickt Julia Görges entspannt zurück. „Es gibt keinen Platz für Negatives. Mit jeder Niederlage wächst man als Spieler.“

Dass sich die gefühlte Verbesserung nicht in der Weltranglistenposition ausdrückt, stört Julia Görges nicht – noch nicht. „Es ist eine Zahl, die vor dem Namen steht. Ja, sie spiegelt wieder, was man in dem Jahr gespielt hat. Aber wie ich mich weiterentwickelt habe, kann nur ich sagen.“ Julia Görges setzt auf Geduld. „Es ist ein Jahr des Kennenlernens gewesen – und es ist ja noch nicht einmal vorbei. Es sind viele Dinge umgestellt worden, die bei mir über sieben Jahre lang eine gewisse Regelmäßigkeit hatten. Die Entwicklung braucht Zeit, so ein Neuanfang dauert.“ Die Konsequenz ist klar: „Ob 60, 80 oder 40, ist mir egal: Es geht darum zurückzukommen, wo man schon mal war.“ Und vor vier Jahren war Julia Görges eben schon einmal an Nummer 15 im Einzel notiert.

Finale im Viertelfinale in New York

Exakt auf dieser Position steht sie im Doppel – ohne allzu viel spezielles Doppeltraining übrigens. Mal ein paar Minuten Volleys hier, ein paar Minuten da und eine Trainingseinheit in Wimbledon. Und doch: „In New York hat der Mann von Bethanie Mattek-Sands gemeint, das könnte auch das Finale sein“, sagt Geserer. Die Amerikaner setzte sich mit Lucie Safarova im Viertelfinale in drei Sätzen durch – und gewann am Ende die US Open. „Wir schlagen gut auf, sind sehr aggressiv, wir sind ein sehr gefährliches Doppel“, charakterisiert Julia Görges sich und ihre Partnerin. „Wir machen nichts Verrücktes, aber man sieht, wie viel Druck wir machen mit unseren Aufschlägen und unseren Returns.“ Vor allem aber stimmen Harmonie und Chemie: „Wir verstehen uns super und haben eine Menge Spaß.“

In Wuhan, Peking sowie danach in Linz und Moskau geht es um die Krönung des Jahres in Singapur. „Wenn wir gut genug spielen, sind wir gut genug, um da hinzukommen: Mit Spaß, aber humanem Ehrgeiz“, sagt Görges, die in Wuhan im Einzel über die Qualifikation ins Hauptfeld will. Schön wär's bestimmt, wenn auch im Einzel die Zahlen stimmen.
Jul 11th, 2016 03:06 PM
Katja
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Quote:
Die Eckert-Tennisdamen holen den Titel

HANNOVER. Michael Geserer wünschte sich hinter vorgehaltener Hand im Vorfeld wenig Nervenkrieg im Kampf um die deutsche Tennis-Meisterschaft: „Am liebsten wäre es mir, wenn wir es schon nach den Einzeln geschafft hätten.“ Der Wunsch des Teamchefs war seinen Eckert-Damen vom TC Rot-Blau in Hannover Befehl – und zwar in den klarsten aller möglichen Formen. Polona Hercog, Richel Hogenkamp und Tereza Martincova, die als einzige in den dritten Satz in Matchtiebreak-Form gehen musste, holten in der ersten Runde an den Positionen zwei, vier und sechs die Optimalausbeute von drei Siegen.

Tatjana Maria legte an Nummer drei ebenso glatt nach und Lesley Kerkhove holte schon den entscheidenden fünften Punkt, noch ehe die direkt aus Wimbledon angereiste Regensburgerin Julia Görges im Spitzeneinzel fertig geworden war. Beim Stande von 6:2, 5:6 konnte die Fed-Cup-Spielerin bei der 5:0-Führung für die Regensburgerinnen den Schläger fallen lassen und musste die Partie nicht mehr zu Ende spielen, denn mit dem 5:1 war alles klar. „Julias Match war das beste von allen“, lobte Geserer, hatte aber schon zuvor angekündigt. „Wenn wir fünf Punkte, dann können wir die Schläger fallen lassen.

„Wir genießen das jetzt erstmal“

„Wir können Historisches für die Stadt und den Verein schaffen“, hatte Geserer im Vorfeld gesagt. Jetzt geht der deutsche Mannschaftstitel im zweiten Bundesligajahr das erste Mal nach Regensburg. „Ich muss das jetzt erst einmal sacken lassen. Wir genießen das jetzt erst einmal.“ Gefeiert wurde mit einer Sektdusche. „Florian Zitzelsberger hat mir den ganzen Rücken nass gespritzt“, berichtet Geserer von den Feierlichkeiten an Ort und Stelle. In einer Liga, in der 25 Top-100-Spielerinnen für das Prädikat „stark wie nie“ sorgten

Viel Zeit bleibt freilich nicht. Julia Görges legt einen kurzen Zwischenstopp zuhause in Regensburg ein und ist am Dienstag oder Mittwoch schon wieder beim nächsten Turnier im schweizerischen Gstaad in der ersten Runde gegen die Slowakin Jana Cepelova im Einsatz. Und für die Slowenin Polona Hercog fädelte Geserer noch einen passenden Start in Bukarest ein.

Die Slowenin war eine derjenigen Spielerinnen, die der Beleg dafür waren, dass es knapper war, als es aussah. Hercog setzte sich gegen die Spanierin Maria Jose Martinez-Garcia 7:5 und 7:6 durch. Tereza Martincova hatte Anlaufschwierigkeiten, verlor den ersten Durchgang gegen Alicja Rosolska. „Das ist eine Spielerin unter den ersten 50 der Doppel-Weltrangliste“, hatte Geserer schon vorher gewusst, dass das unangenehm würde. „Aber Tereza hat sich super reingekämpft“ und gewann den Match-Tiebreak. Und selbst der vermeintlich so lockere Erfolg der Niederländerin Richel Hogenkamp wackelte im zweiten Satz. „Da lag sie 0:3 hinten und es gab eine strittige Schiedsrichterszene“, erzählte Geserer. Doch auch das ging glatt – und mit der 3:0-Führung spielte es lockerer.

Maria kämpft wie eine Löwin

Zumal Tatjana Maria erst von den mitgereisten Corpus-Care-Physios Florian Zitzelsberger und Daniel Pohl „hergestellt“ wurde, wie es Geserer formuliert. „Tatjana hat das toll gelöst und gekämpft wie eine Löwen“, sagte der Eckert-Teamchef über die Leistungsträgerin an Position drei. Und so machte Lesley Kerkhove gegen Syna Kayser ohne größere Mühe mit dem 6:1 und 6:2 schon den Deckel drauf und die Doppel waren überflüssig.

Den Gastgeber verurteilten die Regensburgerinnen mit ihrem 5:4-Erfolg zum Abstieg. „Das ist eine gute Mannschaft und ein toller Klub mit 1700 Mitgliedern, Fitnessbereich und Sauna auf der Anlage. Für die ist das wirklich bitter.“ Die Regensburger dagegen feierten einen schnellen Triumph in einer starken Liga und haben nicht vor nachzulassen. „Wir werden auch aus diesem Jahr wieder lernen“, sagt Geserer und es klingt nicht, als wolle man die Ambitionen zurückschrauben.

Lesen Sie auch: Eckert-Damen schlagen auch den Meister.

Das Ziel: Topleute präsentieren

Im Gegenteil: Das Ziel bleibt nach wie vor, den Regensburger Zuschauern an den drei Heimspieltagen Topspielerinnen zu präsentieren, die sie sonst nur aus dem Fernsehen kennen. Erste Ideen dafür gibt es natürlich. „Wir haben auch heuer nicht so rausposaunt, dass wir Meister werden wollen.“ Auch ohne große Worte folgten allerdings große Taten – und vielleicht beginnt damit in Regensburg ja eine längere Tennis-Ära.
Jule's Bundesliga team won the title yesterday.

Hilarious: Jule just abandoned her match at 6-2 5-6 when it was clear that they had won the tie.
May 28th, 2016 07:42 PM
Katja
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

via @Saraya!

French Open Julia Görges ? Olympia kann warten - de.tennisnet.com

Quote:
Julia Görges – Olympia kann warten

Deutschlands beste Doppelspielerin sieht Rio nicht als ihre letzte Medaillenchance.

Hobbyspieler mit Ambitionen auf LK-Punkte sind Woche für Woche bereit, sich an den Unkosten der Veranstalter mit einem kleinen Schutzgeld zu beteiligen. Julia Görges geht naturgemäß den umgekehrten Weg, die deutsche Fed-Cup-Spielerin nimmt im Regelfall einen Scheck der Turnierleitung mit nach Hause. Zu sagen, dass Görges in jüngster Vergangenheit „ihr Nenngeld ausgespielt“ hat, ist dennoch nicht ganz verkehrt. Vergangene Woche in Nürnberg trieb sie das Halbfinale gegen Kiki Bertens bis in die Kurzentscheidung im dritten Satz, die Zweitrunden-Partie gegen Monica Puig in Paris wurde mit 7:5 im Dritten entschieden.

Unangenehmerweise beide Male zu Ungunsten der Neu-Regensburgerin, die Ende der vergangenen Saison ihr Umfeld neu geordnet hat: Michael Geserer, der sich auch schon um Philipp Kohschreiber gekümmert hat, übernimmt seit einem halben Jahr die Übungsleitung, als größter Erfolg steht der Finaleinzug in Auckland im Zwischenzeugnis. Die Form stimmt, die Ergebnisse in letzter Zeit nicht immer. „Gegen Puig war es ein hochklassiges Spiel, ein Riesen-Fight bis zum Ende.“ Dass am Ende nur eine gewinnen kann, mag bei Matches wie diesem tatsächlich ein Argument gegen das Regelwerk im Tennissport sein.

Stürze im Wettkampf und im Training
Julia Görges ist nicht zwingend eine Freundin der Eistonne. Nach dem Marathon gegen die 22-Jährige aus Puerto Rico hat sie sich stattdessen unter Court 1 gedehnt, nicht erreichbar für die WTA und etwaige Pressewünsche. Diese werden einen Tag später erfüllt, wieder nach einem Herzschlagfinale, diesmal mit gutem Ende für die Deutsche, auch wenn es für sie und Karolina Pliskova in Runde zwei des Doppelwettbewerbes bei 2:5 im Entscheidungssatz nicht gut ausgesehen hatte. „Ich wollte nur nicht noch einmal ein Match im Tiebreak im dritten Satz verlieren.”

Das Schicksal hat es zumindest in diesem Fall gut mit ihr gemeint. Die Jahre auf der WTA-Tour haben Görges mit einem großen Maß an Souveränität imprägniert, kleine Stolpersteine wie ein Sturz gegen Puig gehören mit zum Geschäft. „Beim Training mit Karin Knapp bin ich hier sogar in die Wand geflogen.“ Die Achillessehne hat leichten Schaden genommen, musste auch im Match gegen Puig behandelt werden.

Nächste Chance in 4 Jahren
Rio de Janeiro wird Julia Görges in diesem Sommer aller Voraussicht nach nicht bereisen, auch wenn sie im Moment die beste deutsche Doppelspielerin ist. „Mein Ziel war es, dass ich mich für das Einzel qualifiziere. Das habe ich nicht geschafft. Jetzt sollen dann auch jene Mädchen Doppel spielen, die sowieso schon dort sind.“ Mit jetzt 27 sei Rio schließlich nicht ihre letzte Chance, die Konzentration gilt ohnehin der Aufgabe vor Ort: In Runde drei warten mit Ekaterina Makarova und Elena Vesnina zwei ausgewiesene Doppel-Expertinnen.
Jule will likely skip the Olympics (she'd only be in for doppio).
May 26th, 2016 10:59 PM
~Poseidon~
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

She was great and she knows it.
And she wants it.

Great to see, she caught fire again.
May 26th, 2016 10:48 PM
RU90
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

May 17th, 2016 10:41 PM
~Poseidon~
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Mh, sounds like they made a contract with the devil that gave Jule a new Backhand and in Paris she'll be a completely new 2.0 Version. If only...
May 17th, 2016 08:45 PM
Katja
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Tennis - Die Ruhe der Heimschläferin - Sport - Süddeutsche.de

Quote:
Die Ruhe der Heimschläferin

Nach ihrer Partie setzte sich Julia Görges erst einmal aufs Rad. Sie strampelte eifrig in die Pedale und hielt nebenbei eine Wasserflasche in der Hand. Es war aber nicht so, dass die deutsche Tennisspielerin am Dienstagmittag zurück zur Umkleidekabine fahren musste, die Wege sind eher kurz beim mit 250 000 Euro dotierten Weltranglistenturnier auf der Tennisanlage des 1. FC Nürnberg am Valznerweiher. Görges, 27, saß im Foyer des Klubhauses auf einem dieser modernen Spinningräder, die heute in jedem gut eingerichteten Fitnessstudio stehen. Bei ihr sah das Radeln tatsächlich mehr nach einer zusätzlichen Trainingseinheit aus als nach leichter Regeneration aus, weil ihre Erstrundenpartie gegen die Rumänin Cristina Dinu schneller beendet war, als sie das selber angenommen hatte. Ihr Tagwerk war nach 52 Minuten vorbei, mit 6:1, 6:2 siegte die 60. der Weltranglisten und fand hinterher: "Für mein erstes Match im Turnier lief es schon sehr gut."

Görges hatte erst 28 Minuten vor dem ersten Aufschlag erfahren, wer ihr an diesem Tag gegenüberstehen sollte. Eine solch kurzfristige Umbesetzung ist bei einem Turnier dieser Größenordnung recht ungewöhnlich. Doch ihre ursprüngliche Gegnerin, die Lettin Anastasija Sevastova, hatte am Abend vorher ihre Teilnahme abgesagt, weil sie umgeknickt war. So musste also nach einer neuen Spielerin gefahndet werden, die in der Qualifikation bereits ausgeschieden, aber noch nicht wieder aus Nürnberg abgereist war und so unverhofft als sogenannter Lucky Loser noch ins Hauptfeld rutschen konnte. So eine glückliche Verliererin war Cristina Dinu. "Es ist nicht so einfach, sich so schnell auf eine neue Gegnerin einzustellen", gab Görges zu, "aber mein Trainer hat mir einen sehr guten Matchplan mitgegeben."

Die Neubesetzung schien sie in der Tat nicht sonderlich zu beeindrucken, im Gegenteil. Görges spielte von Anfang an viel zu schnell für ihre Gegnerin. "Ich habe sehr aggressiv, aber auch sicher gespielt", sagte sie. Das Match gegen die Weltranglisten-217. taugte nicht unbedingt als ultimativer Gradmesser, aber es machte den Blick frei für ihre Stärken und Schwächen. Görges ist eine Spielerin, die den Ball wie kaum eine andere auf der Tour beschleunigen kann, wenn sie sich gut bewegt und richtig zum Ball steht. Vor allem ihr Aufschlag und ihre Vorhand sind dann so wuchtig, dass ihre Gegnerinnen den Bällen meist nur hinterherschauen können. Schwierigkeiten bekommt sie immer dann, wenn sie ein wenig mit der Beinarbeit schludert, wenn sie zu nah oder zu weit vom optimalen Treffpunkt entfernt ist. Dann unterlaufen ihr leichte Fehler, die gegen bessere Gegnerinnen als Dinu den Unterschied ausmachen.

Seit ihrem Finaleinzug in Auckland zu Beginn des Jahres hadert sie ein bisschen mit ihren Resultaten auf der Tour, sie verlor zuletzt mehr Spiele im Einzel als sie gewann. "Jule und wir können aber spielerische Fortschritte erkennen", sagt Michael Geserer. Der 46-Jährige teilt sich seit Dezember gemeinsam mit Matthias Maschke die Trainerarbeit. Für Julia Görges war die Entscheidung für das Duo mehr als ein gewöhnlicher Trainerwechsel, sie ordnete gleich ihr ganzes Leben neu und zog vom schleswig-holsteinischen Bad Oldesloe ins oberpfälzische Regensburg um, wo Geserer und Maschke als Vereinstrainer beim Bundesligisten TC Rot-Blau unterrichten. Bereut hat Görges ihren Neubeginn in Bayern nicht, wie sie lächelnd bekennt. "Ich fühle mich wohl und der Dialekt ist auch keine Fremdsprache." Sie hatte als Kind bei Besuchen in Nürnberg schon die verschiedenen Eigenarten der bairischen Sprache kennen gelernt. Ihre Mutter kommt aus Franken, auch ihre Patentante. "Für mich ist das hier ein richtiges Heimturnier", sagt Görges und erzählt vergnügt, dass sie täglich als Heimschläferin aus Regensburg anreist.

Im Achtelfinale trifft sie nun auf die in der Weltrangliste vier Ränge besser platzierte Julija Putintseva aus Kasachstan. "Eine zähe Gegnerin", wie Görges findet. Sie hofft, dass sie im Hinblick auf die am Sonntag in Paris beginnenden French Open noch einige Matches in Nürnberg spielen kann. Woran sie im Training gerade am eifrigsten feilen, mag Michael Geserer gar nicht verraten. Aber der ehemalige Profispieler glaubt an eine gedeihliche Entwicklung seiner Schülerin in den nächsten Monaten. Geserer sagt, Görges werde noch alle überraschen.
May 2nd, 2016 08:08 AM
Katja
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

I'm really wondering if this innuendo is intentional or if she's just completely oblivious to how this sounds in context.
May 1st, 2016 03:54 PM
selesia
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Julia Görges sucht Weg zum Zenit

Julia Görges sucht Weg zum Zenit - Sport aus Regensburg - Mittelbayerische


REGENSBURG.Mit Platz 16 die beste Platzierung der Karriere, das siebtbeste Duo 2016: Wer nur die Zahlen dieses Jahres interpretiert, der könnte den Eindruck haben, Julia Görges ist mit Karolina Pliskova zur Doppelspezialistin mutiert.

Das schon. Wir haben nicht viele, sehr, sehr gute Turniere gespielt und zwar bei großen Events. Da gibt es viele Punkte und es geht vorwärts im Ranking. Aber das ist sehr positiv.

Der Fokus liegt aber noch auf dem Einzel, oder? Da ist es bei Ihnen beiden nicht so weit vorwärts gegangen.

(lacht) Bei ihr ist der Spielraum nach oben auch nicht ganz so groß wie bei mir (Pliskova ist die Nummer 18 der Weltrangliste, Görges Nummer 57). Wir hatten auch beide positive Einzel-Ergebnisse, sie mit dem Halbfinale in Indian Wells, ich mit dem Finale in Auckland. Aber gute Matches im Doppel helfen enorm für das Einzel: Man holt sich ein positives Gefühl. Um zwei Wochen bei Turnieren zu überbrücken tut das gut, jeden Tag ein Match zu haben. Es bringt Adrenalin, man möchte zwar gewinnen, aber ist gleichzeitig entspannt, weil man jemanden neben sich hat und nicht auf sich alleine gestellt ist.

Aber es verkürzt auch mal den Schlaf, der Spielplan ist gedrängter: Ist das nicht Zusatzstress, der Energie raubt für entscheidende Situationen im Einzel?

Das schon. In Miami war ich früher raus. Da war es dann meine Aufgabe, die Führungsspielerin im Doppel zu sein, weil es schon anstrengend ist, wenn du nach dem Einzel noch mal auf den Platz gehst. Aber das macht ein gutes Doppel aus, dass der eine für den anderen da ist. Ich glaube, die Doppelteams tun sich manchmal leichter gegen Doppelteams zu spielen als gegen eine Kombination von zwei Einzelspielerinnen.

In Ihrer Karriere war 2016 ein großer Einschnitt. Alles ist neu: Der Wohnort Regensburg, ein rein Regensburger Team. Wie fällt die Bilanz nach fünf Monaten aus? Sie haben gesagt, manchmal reicht es schon, wenn eine andere Stimme das vielleicht sogar Gleiche sagt.

Das ist definitiv so. Taktisch kann man bei meinem Spiel noch enorm viel entwickeln, aber Aufschlag, Vor- und Rückhand, Slice und Volley muss man mir nicht mehr erklären. Es ist wichtig, dass die Sachen bei mir, beim Spieler allgemein ankommen. Es ist enorm wichtig, mal einen anderen Input zu kriegen. Es war mir wichtig, dass ich wieder etwas Erfrischendes habe, was Neues – und mich körperlich weiterentwickle, was ich mit Florian (Zitzelberger, der Athletiktrainer, d. Red.) enorm getan habe.

Ist das ein anderes Gesamtgefühl?

Es ist ein anderes Arbeiten als vorher. Ich lerne nochmal eine andere Arbeit kennen, die ich so vorher nicht kannte. Sie ist noch detaillierter. Ich sehe Entwicklung in meinem Körper, meinem Spiel und meinem Denken. Das macht den großen Unterschied.

Wie wichtig ist da Regensburg und dass alles aus derselben Ecke kommt?

Für mich ist das Wichtigste, dass alles sehr eng zusammenliegt, wir kurze Anfahrtswege haben, um im Team zu arbeiten. Man reist das Jahr so viel um die Welt. Für mich ist das ein Stück Heimat von früher (die Mutter von Julia Görges stammt aus Nürnberg, d. Red.). Da gehören mehrere Faktoren dazu: Michael, Matthias (die Trainer Geserer und Mischka) und Florian müssen alle von der Familie weg, Florian wird zusätzlich von Corpus Care freigestellt, alle investieren enorm viel ins Team. Aber nur so kann die Arbeit funktionieren, nur so kann man Erfolg haben.

Ungewöhnlich war: Gleich am Ende der ersten Turnierwoche mit dem neuen Team stand das Finale von Auckland. Da ist vermessen zu sagen, das geht so weiter.

Das wäre schön. Ich hätte nichts dagegen. Dass es spielerisch möglich ist, dass ich Finals spiele, weiß ich. Aber das gleich in der ersten Woche präsentiert zu bekommen, war ein guter Start und hat motiviert. Es war ein Weckruf: „Hey, in dir schlummert noch einiges.“ Das rauszukitzeln, ist unser Ziel. Ich habe meinen Zenit noch nicht erreicht.

Ein Thema 2016 ist auch Olympia. Wie wichtig ist das im Denken einer Tennisspielerin? In anderen Sportarten ist der Stellenwert sicher höher.

Ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich das 2012 in London erleben durfte. Das war für mich eines der größten Ereignisse. Ich mache mir keinen Stress mit Olympia. Wenn ich dabei bin, bin ich dabei. Der Cut wird nach den French Open gezogen. Dass ich aktuell nicht die besten Chancen habe – es sei denn, ich gewinne in Madrid oder Rom, wer weiß – ist klar. Dass ich für mein Land spielen möchte, steht außer Frage.

Das sieht man ja auch am Fed-Cup-Engagement, zuletzt in Rumänien.

Da ist jeder für das Land da. Es ist über die Jahre zum Ziel geworden, den Fed-Cup auch mal zu gewinnen.

2016 ist schon jetzt ein besonderes Jahr für das deutsche Damen-Tennis. Hat sich durch Angelique Kerbers Erfolg bei den Australian Open für alle etwas verändert?

Schon, zumindest für einen gewissen Zeitraum war da ein Hype. Ich fand aber trotzdem, dass es für etwas Ultrageniales wie einen Grand-Slam-Sieg noch ein bisschen mehr hätte sein können. Wenn ich sehe, was in Rumänien mit einer Simona Halep los ist, da sieht man einfach, dass wir eine Fußballnation sind.

Und es ist wieder abgeebbt.

Ja, es ist schon wieder Normalität eingekehrt. Dabei darf man nicht vergessen: Hey, ihr habt so lange auf so einen Sieg gewartet (es war der erste seit Steffi Graf 1999). Dass das so schnell in Vergessenheit gerät, ist traurig. Das finde ich schade, denn was Angie über die Jahre leistet: Hut ab! Wenn du die Nummer zwei der Welt bist, geht nicht viel mehr. Da ist der Spielraum verdammt klein.

Es ist auch die Rede davon, dass der Boom im Damentennis weltweit zu spüren ist. Die Beurteilung von Frauen und Männersport ist ja oft unterschiedlich, im Damentennis ist es gerade wohl anders. Besonders in Deutschland, wo das Männertennis ja etwas hinterherhinkt.

Frauentennis zeigt in Deutschland über Jahre gute Qualität. Es ist schwer nach einer Ära wie Graf, Becker, Stich dem gerecht werden zu können. Dabei muss man sehen, wie sich Tennis entwickelt und verändert hat. Früher wurde es auf ARD und ZDF gezeigt. Die Wahrnehmung ist auf ein anderes Niveau gesunken. Das ist schade.

Da müsste es wohl wieder solche Dauersieger wie früher geben. Aber die Zeit ist eine andere geworden.

Es gewinnt bei jedem Grand Slam jemand anderes. Gut, bei den Männern sind es vielleicht vier Sportler, aber bei uns ist alles offen. Da steht auf einmal eine Nummer 70 im Finale. Das ist total motivierend für uns alle. Es ist auch interessanter, wenn es nicht immer die gleichen Gesichter sind.

Die deutschen Topspielerinnen sind auch fast alle in der Bundesliga vertreten. Das ist eine geschickte Werbung, um sich zu zeigen. Zumal es in Deutschland jenseits von Stuttgart und demnächst wieder Nürnberg kaum Turniere von Rang gibt.

Ich war bei Klubs, da habe ich vor 50 Leuten gespielt. Hier in Regensburg ist immer volles Haus. Hier ist es ein Fest. Da macht es Spaß.

Die Eingewöhnung in Regensburg als Wohnort hat auch funktioniert?

Ich fühle mich total wohl, das hat auch nicht lange gedauert.

Was ist der Unterschied zwischen Nord und Süd?

Das ist komplett anders. Es ist familiärer hier, viel enger zusammen, nicht nur gebäudetechnisch, auch bei den Menschen. Es ist anderes Umgehen. Das mag ich einfach.

Was steht für den Rest des Jahres auf dem Wunschzettel?

Das ist nicht so einfach zu sagen. Dass man am besten seine Leistung aus dem Training ins Match bringt. Es kommt alles auf einen zu, wenn man hart arbeitet und sich weiterentwickelt. Manches kommt auch durch die Erfahrung und ist auf einmal da. Es gilt am Spiel zu arbeiten und aggressiv zu versuchen, die Dinge auf dem Platz durchzusetzen. Da kommen die Ergebnisse von alleine: So, wie zum Beispiel in Auckland vielleicht.

Auckland ist auch ein Turnier, das nicht jeder auf dem Zettel hat. Gibt es noch so einen Ort, zu dem Julia Görges gerne fährt?

Zu jedem Grand Slam fährt man natürlich gerne. Cincinnati ist ein sehr schönes Turnier. In Linz und Luxemburg zum Ende des Jahres bist du müde, aber da möchtest du nochmal deine Leistung bringen. Meine Lieblingsturniere sind Indian Wells, Stuttgart, Australian Open – die waren jetzt alle schon, aber es kommen noch viele schöne Turniere: Madrid ist schön, Nürnberg ist schön. Aber eigentlich ist alles schön.
Apr 27th, 2016 02:48 PM
Bonk
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Kerber, Görges und Co. mischen mit - Sportnachrichten - Mittelbayerische
Apr 21st, 2016 01:50 AM
RU90
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Goerges Guided by New Voices
Mar 16th, 2016 01:14 AM
kadiHH
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Quote:
Originally Posted by Katja View Post

Mostly talks about her Bundesliga club, the "face" of which she will be. Only interesting tidbit, a stated goal for this season is to make the YEC in doubles with Pliskova.

a) Does Pliskova know about this goal?
b) This marks the third time in a row she has given out that goal, and each of the last 2 times she split up from her partner while actually being Top 8 in the race to Singapore.
Bundesliga smackdown coming!

Correct me if I'm wrong, but whenever Jule sets a goal for doubles, it seems to give her a weird temporary boost in singles play, and then the goal mysteriously disappears (along with the partner). Reverse that same strategy for singles goals and suddenly doubles surges.

Ingenious strategy or..... Good luck figuring it out Karolina.
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