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Thread: Roland Garros 2010 Reply to Thread
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Jun 9th, 2010 02:22 PM
A Magicman
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by crazillo View Post
Ich habe das schonmal wo anders gesagt, es gibt in Deutschland fast keine öffentlichen Tennisplätze. Die müsste es aber geben, um Leute diesen Sport mal ausprobieren zu lassen ohne einen Clubzwang. Wenn ich sehe, wie viele es davon in den USA / Kanada gibt, ist das schlimm für uns.
Es gibt doch quasi kostenlose Tennisplätze. Ich habe jetzt wieder angefangen, ich zahle für mein erstes Jahr in dem Verein NIX. Ich muss nicht mal Arbeitsstunden ableisten. Was will man denn noch mehr? Das ist doch alles längst nicht mehr so exklusiv wie es mal war. Man muss dann nur noch seine Schwellenangst überwinden.

Und auch wenn die USA und Kanada viele öffentliche Plätze haben - was hat es ihnen gebracht, wenn mal jetzt mal von Venus und Serena absieht? Da ist nix mehr. Null. Mit dem Rücktritt der beiden Williams-Schwestern werden die USA nach Jahrzehnten der Dominanz des Damentennis zu einer ganz kleinen Nummer. Noch kleiner als Deutschland.
Jun 8th, 2010 10:33 AM
crazillo
Re: Roland Garros 2010

Ich habe das schonmal wo anders gesagt, es gibt in Deutschland fast keine öffentlichen Tennisplätze. Die müsste es aber geben, um Leute diesen Sport mal ausprobieren zu lassen ohne einen Clubzwang. Wenn ich sehe, wie viele es davon in den USA / Kanada gibt, ist das schlimm für uns.
Jun 8th, 2010 07:59 AM
chaton
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by mk27 View Post
Das änderte sich aber kurzfristig ab 1990. Dort gab es dann nochmal den letzten großen Mitgliederzuwachs, bis halt 1994 der Höhepunkt erreicht wurde. Seitdem ging es nur noch bergab mit den Zahlen.



Auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung?

Jedenfalls sieht man daran auch, dass Tennis nicht überall in Deutschland verankert ist. Hier in NRW spielt es jedenfalls nur eine geringe Rolle als Sportart auch wenn wir mit Spielerinnen wie Rittner, Lisicki und vielleicht bald Beck ganz gut dastehen. Aber eigentlich sind das viel zu wenig Topspielerinnen für ein 18 Mio. Bundesland, was sich aber immerhin den Luxus von 3 Ländesverbänden leisten kann.
Auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung. Du musst bedenken - für die Generation Masthoff und später Bunge, Hanika Kohde-Kilsch war Tennis als Leistungssport de facto nicht existent. Und es ist schon die Regel, dass man in der Jugend damit anfängt. Wenn ich gekonnt hätte, dann hätte ich spätestens Ende der 80er Jahre damit angefangen. Und bei meiner Athletik und meinem Ehrgeiz würde ich dann heute mit Sicherheit eine ganz andere Liga spielen...

Ohne Graf, Huber, Stich und Becker würdest Du glaub ich Tennis im Osten mit der Lupe suchen können...
Jun 7th, 2010 09:50 PM
mk27
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by chaton View Post
Oh Mann, im Osten hat es ja auch nie ne Tennistradition gegeben. In der DDR war diese Sportart de facto nicht existent. Es gab nur wenige Plätze überhaupt, ebenso wenige Clubs.
Von Bällen und Schlägern mal ganz zu schweigen.
Das änderte sich aber kurzfristig ab 1990. Dort gab es dann nochmal den letzten großen Mitgliederzuwachs, bis halt 1994 der Höhepunkt erreicht wurde. Seitdem ging es nur noch bergab mit den Zahlen.

Quote:
Originally Posted by chaton View Post
Die ostdeutschen Medien ignorierten diese Sportart ebenso. Und viele Kinder kommen ja auch über die Eltern zum Tennis. Das findet im Osten erheblich weniger statt. Völlig normal also, dass der Osten entsprechend hinterherhinkt...
Auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung?

Jedenfalls sieht man daran auch, dass Tennis nicht überall in Deutschland verankert ist. Hier in NRW spielt es jedenfalls nur eine geringe Rolle als Sportart auch wenn wir mit Spielerinnen wie Rittner, Lisicki und vielleicht bald Beck ganz gut dastehen. Aber eigentlich sind das viel zu wenig Topspielerinnen für ein 18 Mio. Bundesland, was sich aber immerhin den Luxus von 3 Ländesverbänden leisten kann.
Jun 7th, 2010 09:32 PM
chaton
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by mk27 View Post


Dafür sinken die Mitgliederzahlen in den östlichen Bundesländer richtig schnell. Bis heute kommt praktisch überhaupt kein Nachwuchs aus dem Osten, einzig Kandarr, Roesch, Schäfer und Steinbach sind Spielerinnen, die in der Ex-DDR geboren wurden und zumindest mal die Top 300 gesehen haben. 20 Jahre nach der Wiedervereinigung hinken diese Verbände immer noch weit hinterher.
Aktueller Nachwuchs dort: Fehlanzeige!

Hier in NRW sehe ich im Frühjahr und Sommer nur die Generation 50+x Tennis spielen, jüngere Leute findet man dort so gut wie gar nicht.

Oh Mann, im Osten hat es ja auch nie ne Tennistradition gegeben. In der DDR war diese Sportart de facto nicht existent. Es gab nur wenige Plätze überhaupt, ebenso wenige Clubs. Von Bällen und Schlägern mal ganz zu schweigen. Die ostdeutschen Medien ignorierten diese Sportart ebenso. Und viele Kinder kommen ja auch über die Eltern zum Tennis. Das findet im Osten erheblich weniger statt. Völlig normal also, dass der Osten entsprechend hinterherhinkt...

Rate mal warum ich erst im zarten Alter von 28 Jahren angefangen habe zu spielen...
Jun 7th, 2010 09:30 PM
mk27
Re: Roland Garros 2010

Nun, Qualität geht immer noch Quanität. Wenn wir eine GS-Siegerin hätten, würde es niemanden interessieren, ob da jetzt noch 2,3,4,5,6 oder sonst wieviele noch im Hauptfeld/Quali wären.

Was die Qualis angeht. In New York sieht es ja so aus, als müssten Malek und Grönefeld Quali spielen, dann wären es dort ja wieder mehr, dann aber auf Kosten der Anzahl im Hauptfeld. Also nur eine Verschiebung nach unten.
Jun 7th, 2010 09:21 PM
Carsten
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by mk27 View Post
Für die Quantität in den Top 100 interessiert sich doch praktisch keiner. Es nützt doch auch nichts, wenn Deutschland in einem Biathlonrennen 7 Starter hat und niemand kommt dort in die Top 20.
Es ist natürlich noicht so wichtig wie dass man viele 30-jährige in der Quali von Grand Slams hat, da hast du Recht
Jun 7th, 2010 09:05 PM
mk27
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by Carsten View Post
Aber ansonsten stimmts natürlich, es ist alles globaler geworden und da sollte man schon froh sein so viele in den Top 100 zu haben, und irgendwann wird auch malwieder eine den Durchbruch in die Top 20, Top 10 schaffen
Für die Quantität in den Top 100 interessiert sich doch praktisch keiner. Es nützt doch auch nichts, wenn Deutschland in einem Biathlonrennen 7 Starter hat und niemand kommt dort in die Top 20.


Letztlich zählen nur Erfolge und die sucht man im deutschen Tennis mit der Lupe!
Jun 7th, 2010 08:55 PM
Carsten
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by chaton View Post

Auch die arabische Welt kriegt das ja offensichtlich ohne "einheimische Heroes" hin. Oder wie erklärst Du Dir sonst das Masters in Doha und ein weiteres großes Turnier in Dubai?
Naja gut dasliegt wohl eher an der Kohle die sie haben Sieht man ja auch an den leeren Rängen immer.

Aber ansonsten stimmts natürlich, es ist alles globaler geworden und da sollte man schon froh sein so viele in den Top 100 zu haben, und irgendwann wird auch malwieder eine den Durchbruch in die Top 20, Top 10 schaffen
Jun 7th, 2010 08:53 PM
mk27
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by chaton View Post
Es sind ja nicht nur die fehlenden Topspieler, sondern eben auch die "Globalisierung des Tennissportes. Das was Deutschland verliert, gewinnen andere Länder, die vorher tennistechnisch keine Rolle gespielt haben. Vor allem Asien wäre da zu nennen.
Ja, aber andere Länder schaffen es aber. Jetzt hat selbst das nicht gerade als Tennisnation bekannte Italien 2 Top 10 Spielerinnen. Warum schafft das Deutschland nicht?

Quote:
Originally Posted by chaton View Post
Auch die arabische Welt kriegt das ja offensichtlich ohne "einheimische Heroes" hin. Oder wie erklärst Du Dir sonst das Masters in Doha und ein weiteres großes Turnier in Dubai?
Dort sind ja auch andere Sportereignisse, Leichtathletik, Golf und Formel 1. Dafür halten sich die Zuschauer doch extrem in Grenzen. Der Grund ist ganz einfach, die Scheichs wollen ihr Land auf die Weltbühne des Sports heben. Geld regiert nun mal die Welt. In 50 Jahren, wenn kein Öl mehr da ist, sieht das dort anders aus.

Quote:
Originally Posted by chaton View Post
Übrigens spiele ich im Winter oft in der Halle und zur "Primetime" unter der Woche zwischen 18 und 21 Uhr ist es nach wie vor hier in Berlin sehr schwierig, einen Platz zu bekommen.
Dafür sinken die Mitgliederzahlen in den östlichen Bundesländer richtig schnell. Bis heute kommt praktisch überhaupt kein Nachwuchs aus dem Osten, einzig Kandarr, Roesch, Schäfer und Steinbach sind Spielerinnen, die in der Ex-DDR geboren wurden und zumindest mal die Top 300 gesehen haben. 20 Jahre nach der Wiedervereinigung hinken diese Verbände immer noch weit hinterher.
Aktueller Nachwuchs dort: Fehlanzeige!

Hier in NRW sehe ich im Frühjahr und Sommer nur die Generation 50+x Tennis spielen, jüngere Leute findet man dort so gut wie gar nicht.
Jun 7th, 2010 08:34 PM
chaton
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by mk27 View Post
Was heißt "Normalisierung"?

1. Die stärksten Zuwachsraten bei den Mitgliederzahlen des DTB gab es in den siebziger Jahren, also nicht in der Becker Ära.

2. Die aktuelle Mitgliederzahl liegt nur noch auf dem Stand von 1982, also noch vor der Becker-Ära, d.h. es sind jetzt weniger Leute DTB-Mitglied als vor Wimbledon 1985.

3. Wann soll denn diese "Normalisierung" beendet sein. Die Zahlen sinken seit 15 Jahren ununterbrochen, wobei sie nicht mehr so stark sinken wie vor 10 Jahren.

Für mich ist das keine Normalisierung wenn Turniere verschwinden, ganze Tennishallen abgerissen werden und auch die Zahl der Profispieler stetig sinkt.

Wir hatten übrigens vor der Becker-Ära mehr Damenturniere als aktuell.

Ich halte das eher für falsch alles auf die Boomzeit abzuwälzen, weil man jetzt schlechter darsteht als vor dem Sommer 1985.

Es sind ja nicht nur die fehlenden Topspieler, sondern eben auch die "Globalisierung des Tennissportes. Das was Deutschland verliert, gewinnen andere Länder, die vorher tennistechnisch keine Rolle gespielt haben. Vor allem Asien wäre da zu nennen.

Auch die arabische Welt kriegt das ja offensichtlich ohne "einheimische Heroes" hin. Oder wie erklärst Du Dir sonst das Masters in Doha und ein weiteres großes Turnier in Dubai?

Übrigens spiele ich im Winter oft in der Halle und zur "Primetime" unter der Woche zwischen 18 und 21 Uhr ist es nach wie vor hier in Berlin sehr schwierig, einen Platz zu bekommen.
Jun 7th, 2010 07:55 PM
mk27
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by chaton View Post
Und Australien und Großbritannien hatten eben auch nicht einen solchen Boom wie wir. Ein Teil des Rückganges ist eben auch "Normalisierung".
Was heißt "Normalisierung"?

1. Die stärksten Zuwachsraten bei den Mitgliederzahlen des DTB gab es in den siebziger Jahren, also nicht in der Becker Ära.

2. Die aktuelle Mitgliederzahl liegt nur noch auf dem Stand von 1982, also noch vor der Becker-Ära, d.h. es sind jetzt weniger Leute DTB-Mitglied als vor Wimbledon 1985.

3. Wann soll denn diese "Normalisierung" beendet sein. Die Zahlen sinken seit 15 Jahren ununterbrochen, wobei sie nicht mehr so stark sinken wie vor 10 Jahren.

Für mich ist das keine Normalisierung wenn Turniere verschwinden, ganze Tennishallen abgerissen werden und auch die Zahl der Profispieler stetig sinkt.

Wir hatten übrigens vor der Becker-Ära mehr Damenturniere als aktuell.

Ich halte das eher für falsch alles auf die Boomzeit abzuwälzen, weil man jetzt schlechter darsteht als vor dem Sommer 1985.
Jun 7th, 2010 07:41 PM
chaton
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by mk27 View Post
Ja seit 9 Jahren keine Top 20 Spielerin mehr, aber seit bald 20 Jahren ist auch keine Deutsche mehr dauerhaft in die Top 20 geklettert. Nach Huber kamen nur noch Hack und Grönefeld. Beide konnten sich knapp 1 Jahr dort halten, die Gründe für die Abstürze sind natürlich verschieden gewesen.



Nur das Tennis in Australien und Großbritanien nicht dermaßen auf einem absteigenden Ast ist wie in Deutschland. Die haben keine 30% der Mitglieder seit 1995 verloren, was somit auch die Zahl der potentielle Talente hat sinken lassen und somit die Wahrscheinlichkeit für eine neue Topspielerin.

Wenn man den Einstieg in die Top 20 berücksichtigt - dann reden wir bei Australien auch über 26 Jahre...

Und Australien und Großbritannien hatten eben auch nicht einen solchen Boom wie wir. Ein Teil des Rückganges ist eben auch "Normalisierung".
Jun 7th, 2010 07:35 PM
mk27
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by chaton View Post
Das ist es doch aber gerade: Wir haben erst seit 9 jahren keine dauerhafte Top 20 Spielerin mehr.
Ja seit 9 Jahren keine Top 20 Spielerin mehr, aber seit bald 20 Jahren ist auch keine Deutsche mehr dauerhaft in die Top 20 geklettert. Nach Huber kamen nur noch Hack und Grönefeld. Beide konnten sich knapp 1 Jahr dort halten, die Gründe für die Abstürze sind natürlich verschieden gewesen.

Quote:
Originally Posted by chaton View Post
Wendy Turnbull hat sich 1986 aus den Top 20 verabschiedet und 1988 ihre Karriere beendet - Von 1986 bis 2004 war da nichts mehr. Das sind 18 Jahre - doppelt so lange.

In Großbrittanien noch krasser. Durie fiel 1984 aus den Top 20. Die sitzen also seit 26 Jahren auf dem Trockenen...

Übrigens widerlegt Australien auch Deine Aussage, dass wenn es in den letzten 9 Jahrne nicht geklappt hat, dann würde das auch in den nächsten 50 Jahren nichts werden...
Nur das Tennis in Australien und Großbritanien nicht dermaßen auf einem absteigenden Ast ist wie in Deutschland. Die haben keine 30% der Mitglieder seit 1995 verloren, was somit auch die Zahl der potentielle Talente hat sinken lassen und somit die Wahrscheinlichkeit für eine neue Topspielerin.
Jun 7th, 2010 07:25 PM
chaton
Re: Roland Garros 2010

Quote:
Originally Posted by mk27 View Post
Jetzt haben sie mit Stosur und vorher kurzzeitig mit Molik eine, wir aber nach wie vor keine seit 2001!

Die wenigen Medienartikel, die es zu Paris noch gab, waren allesamt mal wieder sehr negativ.

Bei uns hieß es heute in der Zeitung:

Deutsche in Paris: Viel Masse, wenig Klasse


:
Das ist es doch aber gerade: Wir haben erst seit 9 jahren keine dauerhafte Top 20 Spielerin mehr.

Wendy Turnbull hat sich 1986 aus den Top 20 verabschiedet und 1988 ihre Karriere beendet - Von 1986 bis 2004 war da nichts mehr. Das sind 18 Jahre - doppelt so lange.

In Großbrittanien noch krasser. Durie fiel 1984 aus den Top 20. Die sitzen also seit 26 Jahren auf dem Trockenen...

Übrigens widerlegt Australien auch Deine Aussage, dass wenn es in den letzten 9 Jahrne nicht geklappt hat, dann würde das auch in den nächsten 50 Jahren nichts werden...
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