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Thread: Babsi Rittner Cheering Thread!!! Reply to Thread
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Oct 17th, 2017 10:23 AM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

https://www.dtb-tennis.de/Jugend-und...otel-Tannenhof

Jun 13th, 2017 09:56 AM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Barbara Rittner: Viele gute Mädchen gesehen

Deutscher Tennis Bund

Für die DTB-Bundestrainer bieten die Deutschen Jugendmeisterschaften eine ideale Plattform, um Talente zu sichten. Barbara Rittner sprach im Rahmen einer Presserunde in Ludwigshafen über Förderung, Talente, das Schulsystem und Veränderungen der vergangenen Jahre.

Barbara Rittner kennt Ludwigshafen inzwischen ähnlich gut wie Flushing Meadows oder Melbourne. Seit 23 Jahren werden hier die Deutschen Jugendmeisterschaften auf der Anlage des BASF TC Ludwigshafen ausgetragen seit mehr als zehn Jahren ist sie im Deutschen Tennis Bund übergeordnet für den gesamten weiblichen Nachwuchs zuständig. Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Julia Görges oder Sabine Lisicki sie alle kennt Rittner aus Jugendzeiten, betreute sämtliche aktuellen Fed Cup-Spielerinnen bereits vor vielen Jahren bei Lehrgängen des Dachverbandes. Für mich ist es hier besonders interessant, die jungen Mädchen in Matchsituationen zu beobachten, erzählt die Fed Cup-Teamchefin im Rahmen eines Pressegesprächszum neuen Förderkonzept des DTB. Rittner und ihre Trainerkollegen nutzen Events wie die Deutschen Jugendmeisterschaften, um die Entwicklung der größten Talente, die sie in regelmäßigen Abständen bei DTB-Lehrgängen betreuen, zu analysieren. Wie reagieren die Kids unter Druck? Wie gehen sie mit Favoritenrollen um, verkrampft oder locker? Auf solche Faktoren achten wir, sagt Rittner.

Große Konkurrenz für Sportarten

Die Kids, die in Ludwigshafen um die Titel der Deutschen Jugendmeister gekämpft haben, vereint fast alle der Traum von einer Profikarriere, wenngleich der Weg zum Ziel ein weiter ist. Das aktuelle Schulsystem mit Unterrichtszeiten bis in den späten Nachmittag macht es uns heutzutage nicht einfacher, sagt Rittner. Es ist ein Faktor, weshalb es möglicherweise in der Breite weniger Talente gibt als vor 20 Jahren. Klar ist: Mit diesem Problem kämpfen viele Sportverbände. Im Tennis werden stetig Optimierungen angestrebt, so sind die Bundesstützpunkte des DTB an Schulen angebunden. Auch spezielle Sportschulen für ambitionierte Kids oder Akademien werden zunehmend wichtiger. Fest steht jedoch auch: Es sind nicht nur die Schulen, die eine Nachwuchsförderung heutzutage komplexer machen. Auch die Zahl der Freizeitangebote für Jugendliche nimmt stetig zu die Konkurrenz durch Funsport und soziale Medien ist riesig. Rittner: Es ist denkbar, dass auch aus diesem Grund manche Kids nicht mehr bereit sind, sich so sehr für eine Leidenschaft zu quälen wie früher.

Bestes Tennis ab Mitte 20

Verändert haben sich auch Lehrgänge für den Nachwuchs, die Rittner mehrmals jährlich für unterschiedliche Altersklassen veranstaltet vom Porsche Talent Team, zu dem derzeit Katharina Hobgarski, Lena Rüffer, Katharina Gerlach, Antonia Lottner und Irina Cantos-Siemers gehören, bis zum Porsche Junior Team, das aus zehn bis 15 talentierten Mädchen in den Altersklassen U13 bis U16 besteht. Der mentale Faktor spielt heutzutage eine größere Rolle. Wir arbeiten in diesem Bereich intensiver als früher, ähnlich ist es mit der Ernährung. Wir versuchen, die besten Talente für unterschiedliche Themen zu sensibilisieren. Allen voran werden Fitness, Verletzungsprophylaxe und Regeneration immer wichtiger. Auch, weil die Karrieren heute oft länger sind als in den vergangenen Jahrzehnten. Die Entwicklung geht dahin, dass viele erst mit Mitte, Ende 20 ihr bestes Tennis spielen. Das finde ich gut, sagt Rittner. Und ergänzt: Es wird immer nach Sensationstalenten gesucht am besten einer Spielerin, die erst 16 Jahre alt ist, trotzdem schon ihr Abitur mit einer eins im Sack hat und nebenbei modelt. Dieser Anspruch ist schwierig zu erfüllen. Sie lacht.

Die Teamchefin ist optimistisch, was den deutschen Nachwuchs betrifft. Sie hat in den Tagen von Ludwigshafen wieder einmal viele gute, kleine Mädchen gesehen. Die eine oder andere von ihnen könnte irgendwann einmal im Fed Cup für Deutschland spielen.
May 27th, 2017 01:59 PM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Barbara Rittner: „Die French Open müssen nachziehen“

VON DEUTSCHER TENNIS BUND
Am 22. Mai beginnt in Roland Garros das zweite Grand Slam-Turnier des Jahres mit der Qualifikation. Der Deutsche Tennis Bund sprach mit Fed Cup-Teamchefin Barbara Rittner über das anstehende Event – ihre Erinnerungen an Paris und den Stadionausbau.


Barbara Rittner über...

…ihre Erinnerungen an den Sieg gegen Mary Pierce bei den French Open 1996.

Mary Pierce war damals ein Superstar. Wir spielten in der dritten Runde auf einem immer voller werdenden Center Court und am Anfang waren die französischen Zuschauer alle gegen mich. Ich hatte zwei Wochen zuvor bei den German Open in Berlin noch gegen sie verloren. Sie dann in einem so großen Match zu schlagen und zum ersten Mal in ein Grand Slam-Achtelfinale einzuziehen, das war schon besonders. Ich weiß noch, dass ich abends mit meinem Trainer im Hard Rock Café essen war und eine Wiederholung des Matches dort auf einer großen Leinwand gezeigt wurde. Viele der Gäste haben mich erkannt und mir gratuliert, selbst Franzosen. Das war für mich eine ganz neue, aufregende Erfahrung und auf jeden Fall ein ganz spezieller Moment in meiner Karriere.

…ihren Lieblingscourt in Roland Garros.

Ich mag den Court Nummer zwei besonders gerne. Das ist so ein kleiner, gemütlicher, rundherum eingekastelter Platz. Dort werden häufig Franzosen angesetzt und viele Favoriten tun sich besonders schwer. Ich selbst habe auf diesem Court zwar nie besonders gut gespielt, aber auch heute schaue ich dort am liebsten bei Matches zu.

…ihren Lieblingsort in Paris.

Paris ist eine Weltstadt und immer eine Reise wert. Ich mag die Atmosphäre mit den vielen hübschen Straßencafés und das lebendige Treiben um die Seine herum. Besonders liebe ich aber das Künstlerviertel Montmartre. Auf den Stufen vor Sacré Coeur kann man wunderbar sitzen und über die Stadt schauen. Das ist für mich ein besonders schöner Ort.

…die Mentalität der Franzosen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir mit dem Publikum dort immer etwas schwergetan habe. Die eigenen Spieler werden sehr stark unterstützt und als Gegner hat man es nicht leicht. In jedem Fall sind die Franzosen sehr intensiv, das kann von Pfiffen bis hin zu einer Gänsehautstimmung in alle Richtungen gehen.

…den Stadionausbau in Paris.

Die French Open sind gegenüber den anderen Grand Slams ins Hintertreffen geraten und müssen dringend etwas tun. Ich habe mir die Pläne zum Um- und Ausbau auch schon angeschaut und finde sie gut. Ein Dach ist für die Fernsehübertragung immens wichtig, damit es keine Ausfälle gibt – das sieht man in Wimbledon. Gerade in den letzten Jahren war das Wetter in Paris immer sehr unbeständig. Es wird also Zeit, dass die Franzosen endlich nachziehen.
May 23rd, 2017 10:14 AM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

„Zum richtigen Moment los lassen und den Trainern vertrauen“
Ein Leitfaden für Tenniseltern von Judy Murray, Barbara Rittner und Barbara Schert-Eagle: „Zum richtigen Moment los lassen und den Trainern vertrauen“.

Riesengroß war am Sonntagvormittag beim „NÜRNBERGER Versicherungscup“ das Interesse an einer Podiumsdiskussion mit drei „großen Damen des Tennissports“: Judy Murray, Barbara Rittner und Barbara Schett-Eagle. Ein Sohn die Nummer eins der Welt im Einzel, der andere im Doppel – Andy und Jamie haben Judy Murray zu einer glücklichen „Tennismutter“ und erfolgreichen Trainerin gemacht. Wobei die charmante Schottin stets betont, ihre Söhne „niemals gepusht zu haben.“

Schon gar nicht im Kindesalter. „Es war mir immer wichtig, dass meine Söhne Spaß haben und verschiedene Sportarten ausprobieren, großes Augenmerk habe ich auf eine gute Koordination gelegt. Andy war ein sehr talentierter Fußballer, Jamie hatte mit 15 Jahren im Golf Handicap drei.“ Und dennoch sind die beiden Murrays im Tennis Weltklasse geworden. „Ja, die Kinder liebten diesen Sport, sie sind vom Typ her ganz unterschiedlich. Jamie war der pflegeleichtere von beiden, Andy ist ein wenig muffig, eher die Mama“, verriet Judy Murray.

Auch bei Deutschlands „Tennisfrau Nummer eins“, wie Moderator Markus Theil von Eurosport Barbara Rittner begrüßte, hatten die Eltern einen Riesenanteil an der Karriere. „Ja, sie haben mich mit sechs Jahren zum Club gebracht, und da habe ich meine Liebe zum Sport entdeckt. Meinen Vater habe ich immer weggeschickt ,wenn ich Matches gespielt habe, weil er mich nervös gemacht hat. Meine Mutter hat die typische Mamarolle gespielt, sie war softer als Papa“, verriet die Fedcup-Chefin, die 1991 in Wimbledon bei den Juniorinnen triumphiert hatte.

Und was rät Rittner den Eltern, die sie um Rat fragen zur Entwicklung ihres Kindes im Tennissport? „Als Trainerin ist wichtig zu wissen, was die Spielerin selbst will. Da braucht man auch Fingerspitzengefühl, muss offen mit den Eltern reden, ihnen Mut machen“, erklärte Barbara Rittner. Ihre Anregung für Tenniseltern: „Lasst zum richtigen Zeitpunkt los und vertraut den Trainern.“

„Die Eltern haben mich zum Tennis geführt, sie waren prinzipiell sehr bedacht darauf, dass ich mit Sport groß werde“, erzählte Barbara Schett-Eagle, die als 14-Jährige in Kitzbühel zum ersten Mal an einem WTA-Turnier teilgenommen hatte. „Tennis war in meiner Jugend eine Trendsportart. Mit 14 bin ich dann von Innsbruck nach Wien übersiedelt ins Bundessportzentrum Südstadt, hatte anfangs ziemlich Heimweh. Aber das war für meine Tenniskarriere die beste Entscheidung, die ich mit meinen Eltern gemeinsam getroffen habe.“ Österreichs Ex-Weltklassespielerin, die nun als Tennisexpertin für Eurosport tätig ist, hatte auch bei der Auswahl ihrer Trainer ein gutes Gespür. „Man muss sich gut überlegen, ob man einen strengen Coach nimmt, der auch mal die Peitsche schwingt, oder einen einfühlsamen Betreuer. Immerhin ist man zehn Monate im Jahr gemeinsam unterwegs, und da muss man sich auch außerhalb des Platzes leiden können.“

?Zum richtigen Moment los lassen und den Trainern vertrauen? ? Nürnberger Versicherungscup 2017

May 17th, 2017 06:57 PM
Ballbasher
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Irgendwie habe ich das Gefühl, Babsi äußert sich über Mona viel häufiger als früher. Finde es sowieso toll, dass sie Mona an Kas vermittelt hat. Da scheint die Chemie doch wirklich zu stimmen und es scheint Mona zu helfen, dieses Jahr mit einem ganz professionellen Team um sich zu arbeiten. Sie wirkt auch integriert in den DTB und hat bspw ja auch mit Petko in Rom vor der Quali trainiert. Babs ist als Chefin schon super.
May 17th, 2017 10:16 AM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Arme sexy Babs

Gegen VW-Chef Matthias Müller laufen Ermittlungen wegen Verdacht auf Marktmanipulation - Wirtschaft - Bild.de
May 9th, 2017 05:15 PM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

WTA Nürnberg: Barbara Rittner traut den deutschen Spielerinnen Heimsieg zu
Rittner glaubt an deutsche Damen
Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner traut den deutschen Tennisspielerinnen einen Heimtriumph beim WTA-Turnier in Nürnberg (22. bis 27. Mai) zu. Besonders Stuttgart-Gewinnerin Laura Siegemund, Prag-Champion Mona Barthel und Julia Görges hat Bundestrainerin Rittner beim Nürnberger Versicherungscup auf der Rechnung.

"Alle drei gehören für mich zum Kreis der Favoritinnen", sagte Turnierbotschafterin Rittner am Dienstag und meinte: "Die internationale Konkurrenz ist allerdings groß, es wird mit Sicherheit ein spannendes Turnier mit einigen Überraschungen geben." Die Veranstaltung findet unmittelbar vor den French Open in Paris (ab 28. Mai) statt.

Angeführt wird das Feld des mit 250.000 Dollar dotierten Sandplatzevents in Franken von Titelverteidigerin Kiki Bertens. Auch die frühere Nürnberg-Siegerin Eugenie Bouchard, die am Montag in Madrid die Russin Maria Scharapowa ausgeschaltet hatte, ist am Valznerweiher wieder am Start.
Aus deutscher Sicht dürfen sich auch die Fed-Cup-Spielerinnen Annika Beck und Carina Witthöft Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden machen. Neben Barthel, die am Sonntag in Prag ihren insgesamt vierten Titel auf der WTA-Tour geholt hatte, bekam auch Tatjana Maria eine Wildcard.
Das Bayerische Fernsehen überträgt vom 25. bis 27. Mai jeweils ein Match ab 13.30 Uhr live. Im Livestream kann man die Spiele bei ran.de und tennis.de verfolgen. International wird der Nürnberger Versicherungscup in ganz Europa sowie den Vereinigten Staaten, Indien, Taiwan, Singapur und weiteren asiatischen Ländern übertragen.

spox
Feb 4th, 2017 07:25 PM
rucolo
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Jan 11th, 2017 11:28 AM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

DTB Kongress

Jan 3rd, 2017 05:05 PM
rucolo
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Teil 3

Quote:
Wie arbeiten Sie als Bundestrainerin mit einem Team, das aus lauter Einzelsportlerinnen besteht?

Das ist natürlich schon eine Riesenherausforderung. Und das alles wäre nicht möglich, wenn ich nicht selbst auch mein Team hätte. Die haben alle ihre Antennen und da wird mir vieles zugetragen. Ich bin dann so ein bisschen der Kopf des Ganzen. Vielleicht habe ich die Gabe, aus dem Bauch heraus richtige Entscheidungen zu treffen. Deshalb haben wir vielleicht auch diese Ruhe im Team und freuen uns auch auf die Fed-Cup-Wochen. Wir sind ein Team, weil wir miteinander aufgewachsen sind und Stärken und Schwächen voneinander kennen. Wir sind einfach so eine eingeschworene Truppe, da kommt von außen keine Unruhe rein.

Aber es gibt sicher auch Regeln bei Ihnen. Was dürfen sich die Spielerinnen denn zum Beispiel gar nicht erlauben?

Wir haben in der Tat mal interne Regeln aufgestellt. Zum Beispiel dürfen die Heimtrainer in einer Fed-Cup-Woche erst später zum Team stoßen. Die können gern dabei sein und am Wochenende zuschauen. Klar stehe ich mit denen in regelmäßigem Austausch, aber mir ist wichtig, dass ich und mein Team in den paar Tagen einen guten Zugang zu den Spielerinnen haben. Nicht, dass die sich dann an gleich ihre Heimtrainer wenden, wenn es mal Stress gibt und damit Unruhe reinbringen. Außerdem achte sich darauf, dass jede Einzelne sofort ausspricht, wenn ihr etwas nicht passt. Wenn ich spüre, dass da Spannungen sind zwischen Spielerinnen dann hole ich die sofort zu mir und wir sprechen darüber und versuchen das auszuräumen.

Bei den deutschen Männern geht es bei weitem nicht so harmonisch zu. Kommt ein Michael Kohlmann da mal zu Ihnen und fragt, wie Sie das schaffen?

Wir stehen tatsächlich im ständigen Austausch und da wird dann natürlich auch über einzelne Spieler gesprochen. Aber es wird jetzt nicht gefragt, wie machst du dieses und wie machst du jenes. Sondern das ergibt sich im Gespräch. Das geht aber auch andersherum. Für mich ist so etwas ganz normal.

Wie wären Sie denn mit der Davis-Cup-Absage von Alexander Zverev umgegangen?

In seinem Falle muss man natürlich sehen, dass das noch ein ganz junger Spieler ist. Der macht hier und da noch seine Fehler, da muss man auch mal ein Auge zudrücken. Und der muss sich selber auch erst finden. Wichtig ist, dass man ganz offen mit ihm redet und ihm sagt, wie wichtig es für ihn sein kann, für Deutschland zu spielen. Der muss einfach Lust darauf kriegen, für Deutschland zu gewinnen. Auch wenn da mal einer im Hintergrund sagt, er solle den Davis Cup doch besser auslassen. Und ich kenne ihn ja, der ist ein Supertyp. Deswegen glaube ich auch, dass der noch viel Spaß daran haben wird, für das Team zu spielen.

Tennis hat in den 80er und 90er Jahren auch so gut funktioniert, weil es im Fernsehen rauf und runter lief. Das ist heute anders. Macht das Ihre Arbeit schwieriger?

Generell ist die Situation heute eine andere. Es gibt viel mehr interessante Sportarten, wenn man das allein bei Olympia sieht, was da hinzugekommen ist. Dazu kommt unser Schulsystem, das es dem Nachwuchs immer schwieriger macht. Ich war früher um 13 oder 13.30 Uhr mit der Schule fertig, heute ist das eher 16 oder 16.30 Uhr. Da fehlen einfach mal zwei, drei Stunden. Vor allem sind die Jugendlichen dann auch müde und unkonzentriert. So drohen wir, den Anschluss zu verlieren. Wir müssen mehr Internatslösungen finden – für alle Sportarten. Der Fußball macht es uns ja vor, auch wenn da natürlich viel mehr Geld drinsteckt.

Sie haben sich zuletzt immer wieder mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern angelegt und deren Berichterstattung kritisiert. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich hatte ein gutes und konstruktives Gespräch mit Axel Balkausky, dem ARD-Sportchef. Wir werden uns in Zukunft mehr austauschen. Ich wünsche mir einfach, dass Tennis gerade jetzt mit Angie Kerber mehr Präsenz bekommt bei den Öffentlich-Rechtlichen. ARD und ZDF sollten die guten Leistungen einfach mehr honorieren und wenn es nicht live geht, dann eben auch mal Zusammenfassung zeigen. Gerade von den Spielen unserer Tennis-Nationalmannschaften. Natürlich wird immer alles an Einschaltquoten gemessen, aber wenn man nichts sendet, dann kann auch nichts wachsen.

Kann Tennis in Deutschland überhaupt noch einmal so populär werden wie zu Zeiten von Graf/Becker?

Nein, das wird es nicht mehr geben.

Was wünschen Sie sich für das kommende Jahr, damit es das schönste für Sie als Bundestrainerin wird?

Natürlich den Sieg im Fed Cup. Alles andere wäre für mich als Teamchefin ja auch eine komische Antwort.

Und dann hören Sie auf?

Das werden wir dann sehen, wenn es soweit ist. Ich mache den Job als Teamchefin jetzt 13 Jahre und irgendwann nutzt sich alles auch etwas ab. Da darf man den richtigen Zeitpunkt für den Absprung nicht verpassen.

Wäre es dann ein Ziel, als persönliche Trainerin für eine Spielerin auf der Tour zu arbeiten und sie zur Nummer eins zu machen?

Nein, so eine Abhängigkeit möchte ich nicht. Wenn der DTB sagen würde, übernimm jetzt mal für ein paar Wochen diese oder jene Spielerin, mache ich das. Aber generell steht und fällt so ein Job sehr mit der Laune eines Menschen. Und das würde ich nicht mehr ertragen wollen.

Zumal es wohl auch so schnell nicht wieder eine Generation wie die aktuelle um Angelique Kerber geben wird.

Die Messlatte ist natürlich unglaublich hoch. Wir hatten im Prinzip eine Riege von sechs, sieben Spielerinnen, die in den Top 30 oder sogar ganz vorn mitspielen konnten. Da kann man nicht erwarten, dass das so weitergeht. Aber es kommt eine Generation nach. Carina Witthöft, Annika Beck oder Anna-Lena Friedsam. Gebt denen erst mal Zeit, sich zu entwickeln. Am Ende entscheidet die eigene Willenskraft und das Herzblut, das sie investieren darüber, wie weit sie kommen. Wir dürfen aber nicht davon ausgehen, dass wir jetzt alle zehn Jahre vier neue Top-20-Spielerinnen haben. Dafür ist einfach die Konkurrenz zu groß.
Jan 3rd, 2017 05:03 PM
rucolo
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Teil 2

Quote:
Sabine Lisicki stand vor drei Jahren noch im Wimbledon-Finale – jetzt geht bei ihr wenig. Wie schwer ist es, den ganzen Rummel auszublenden, der nach so einem großen Erfolg auf einen einprasselt?

Ein stabiles Umfeld ist sehr wichtig. Aber jeder muss für sich den richtigen Weg finden. Auch eine Angie Kerber hat nach dem Sieg in Australien dafür eine Zeitlang gebraucht. Sabine ist extrovertierter und hat sich noch mehr als Angie der Öffentlichkeit gestellt. Bei Angie kam das auch, aber erst später, am Ende der Saison. Wenn man das mit Sabine vergleicht, würde man meinen, die haben ungefähr gleich viel gemacht. Dabei stand Sabine „nur“ in einem Finale, bei Angie geht ja fast schon unter, dass sie neben ihren beiden Siegen in Melbourne und New York auch noch im Wimbledon- und Olympia-Endspiel stand.

Sie haben 1991 den Wimbledon-Juniorentitel gewonnen. Wie sind Sie damals mit den gestiegenen Erwartungen umgegangen?

Als ich 1991 den Titel bei den Juniorinnen holte, haben Steffi Graf und Michael Stich bei den Frauen und Männern gewonnen. Da war mein Sieg erst einmal uninteressant. Trotzdem war ich natürlich auch sehr ehrgeizig, aber in einer Karriere gibt es Dinge, von denen die Öffentlichkeit gar nichts erfährt. Als ich knapp an den Top 20 war, haben sich zum Beispiel meine Eltern getrennt. Als Mensch musst du damit erst einmal umgehen. Und das ist für einen Tennisspieler nicht leichter als für andere. Und dann ist es natürlich nicht leicht, auch noch irgendwelche Erwartungen der Öffentlichkeit zu erfüllen, weil du selbst erst einmal völlig aus dem Gleichgewicht bist.

Kann denn eine Sabine Lisicki noch einmal zurückkommen?

Sabine hatte so eine harte Zeit hinter sich, wo sie sich wirklich nicht auf Tennis konzentrieren konnte. Aber genau das muss jetzt wieder passieren. Sie trainiert derzeit hart bei Nick Bollettieri, aber natürlich muss sich auch das Selbstvertrauen erst wieder aufbauen. Ich glaube aber schon, dass noch einiges in ihr steckt.

Und Andrea Petkovic?

Bei ihr muss man natürlich gucken, ob der Körper nach all den schweren Verletzungen noch mitspielt. Sie kann auch jetzt schon nicht mehr so hart trainieren, wie sie das gerne würde. Bei der Andrea ist auch die mentale Seite sehr wichtig. Manchmal will sie es zu sehr erzwingen. Genau wie Sabine sollte man sie aber nicht unterschätzen, wenn die bei einem großen Turnier erst einmal wieder ein paar Matches infolge gewinnen, sind sie ganz schnell wieder dran.

Kerber wird im Januar 29 Jahre alt. Ist es in diesem Alter leichter, Erfolge zu verarbeiten?

Das glaube ich definitiv. Angie Kerber hat ja interessanterweise auch gesagt, dass diese Erfolge für sie genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen sind. Das hat einfach auch mit dem ganz natürlichen Prozess des Erwachsenwerdens zu tun. Ich sehe, dass ja auch in meiner Arbeit mit 15-,16- oder 17-Jährigen. Die sind dann natürlich noch nicht so gelassen oder unaufgeregt. Man darf dann eben nur nicht die eigene Motivation verlieren, sondern muss weiter auf den Erfolg brennen. Das ist dann auch eine Kunst.

Im Fed-Cup-Team herrschte nach Kerbers Erfolgen echte Freude. Geht es da untereinander wirklich so harmonisch zu?

Angie steht natürlich auch für diese Generation. Den Erfolg haben ihr alle wirklich gegönnt, das hat man ja auch bei den internationalen Reaktionen gesehen, weil sie eben bescheiden und fair ist. Irgendwo sind die Kolleginnen natürlich neidisch, weil sie auch gern diese Erfolge haben würden. Aber letztlich ist es doch angenehmer, wenn es jemand aus dem eigenen Team ist, den man lange kennt und mag als wenn es irgendjemand von irgendwo ist. Insofern ist es schon echte Anteilnahme und echter Stolz, mit einer wie Angie im Team zu sein.

Profitieren die Spielerinnen denn auch voneinander?

Ja, klar. Das war schon in den letzten Jahren so. Erst mit den Erfolgen von Sabine Lisicki, dann mit Andrea Petkovic und nun mit Angie Kerber. Diese Generation war immer so. Die ziehen sich gegenseitig hoch und motivieren sich, gönnen sich aber auch alles und freuen sich für die andere.
Jan 3rd, 2017 05:01 PM
rucolo
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

http://www.tagesspiegel.de/sport/ten.../19189674.html

Quote:
29.12.2016

Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner

"Angelique Kerber ist jetzt viel selbstbewusster"

Barbara Rittner lobt die Willensstärke und das Auftreten von Angelique Kerber und wünscht sich mehr Tennis bei ARD und ZDF.

Ein Interview von Jörg Leopold

Frau Rittner, wie schaltet eine Tennis-Bundestrainerin vom Tennis ab?

So richtig geht das eigentlich nur ganz selten. Im Sommer mal für 14 Tage und jetzt rund um den Jahreswechsel. Da bin ich wirklich nur in dringenden Fällen per E-Mail erreichbar. Aber bis Weihnachten hatte ich noch richtig zu tun. Schließlich gibt es viele Dinge aufzuarbeiten und das Jahr 2017 zu planen.

Und schon Anfang Januar geht auch für Sie in Australien die neue Saison los.

Ja, ich fliege am 10. Januar hin, um auch die jüngeren Spielerinnen in der Qualifikationsrunde der Australian Open zu unterstützen. Am 16. Januar beginnt das Turnier dann richtig und danach geht es auch gleich weiter mit dem Fed Cup auf Hawaii gegen die USA.

Australien, Hawaii – sie kommen regelmäßig dahin, wo andere gern Urlaub machen würden.

Tatsächlich kenne ich viele dieser Orte nur als Reiseziele im Tennis. Klar, wenn wir auf Hawaii sind, wird es dort sehr schön sein. Wir werden in einem Resort direkt am Meer spielen. Aber ich pendele eigentlich nur zwischen Hotel und Platz, das ist pure Arbeit. Und ich bin leider Gottes auch nicht der Typ, der dann hinterher noch entspannt ein paar Tage dranhängt und genießt, wo er ist. Ich muss immer schnell von dort weg, wo ich gearbeitet habe.

Was bedeutet denn für Sie Entspannung?

Vor allem Zweisamkeit mit meinem Lebensgefährten zu verbringen. Außerdem nicht im Hotel leben zu müssen. Mal selber kochen, einkaufen und mit dem Hund spazieren gehen. Das klingt für andere wie Alltag. Aber wenn wir jetzt mal zwischen Weihnachten und Neujahr für ein paar Tage in den Bergen sind, die Seele baumeln und das vergangene Jahr Revue passieren lassen können, ist das für mich wirklich pure Entspannung.

Wenn Sie an 2016 denken: War das vergangene für Sie das schönste Jahr als Tennis-Bundestrainerin?

Für mich hat als Bundestrainerin natürlich der Fed Cup höchste Priorität. Und da war 2014 besser, als wir es bis ins Finale geschafft haben. Aber natürlich war es für mich auch toll, die Erfolge von Angelique Kerber unmittelbar mitzuerleben. Ich kenne sie seit 15 Jahren und jetzt ist sie die Nummer eins, gewinnt Grand-Slam-Turniere und Olympiasilber. Das ist auch für mich etwas ganz Besonderes.

Wie groß ist Ihr Anteil an den Erfolgen von Angelique Kerber?

Das müssen andere beurteilen respektive Angie selbst. Ich denke, ich bin einfach eine konstante Person im Hintergrund, die immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Vor allem auch in schwierigen Zeiten. Jetzt, wo es so gut läuft, habe ich mich ein bisschen zurückgezogen. Ich bin natürlich bei den Grand Slams da oder wir reden beim Fed Cup viel miteinander. Aber ich möchte eigentlich nicht bewerten, wie groß mein Anteil an Angies Entwicklung zur Nummer eins ist. Ich freue mich mit ihr, mein Herz geht da voll mit.

Hat der Erfolg Angelique Kerber verändert?

Grundsätzlich ist sie die Gleiche wie vorher. Sie ist einfach sehr bodenständig. Auch die Menschen um sie herum. Angie bittet ja sogar darum, dass man ihr sagt, wenn sie sich irgendwie anders als vorher verhält. Trotzdem verändert so ein Erfolg einen Menschen natürlich. In ihrem Falle ist es so, dass sie jetzt viel selbstbewusster ist. Durch ihre vielen öffentlichen Auftritte strahlt sie eine ganz andere Selbstsicherheit aus. Sie ist schlagfertiger in ihren Antworten, gibt auch mehr von sich preis. Manche denken, da ist ein Touch Arroganz dabei. Das ist aber mitnichten so. Sie konzentriert sich einfach nur auf sich selbst.

Wie wirkt sich dieser Status als beste Spielerin der Welt auf das deutsche Team aus?

Als Nummer eins ist sie natürlich die absolute Teamleaderin. Aber sie braucht natürlich die volle Energie für ihre Einzelkarriere. Da hat sie nicht mehr so viel Zeit, sich um andere Teammitglieder zu kümmern. Die anderen müssen sich an ihr orientieren und Motivation aus Angies Erfolgen ziehen. Angie ist aber auch nicht der Typ, der jetzt viel mit anderen redet oder Kolleginnen motiviert. Sie geht einfach mit gutem Beispiel voran. Für eine Trainerin ist so eine Nummer eins einerseits toll, andererseits hat sie jetzt so viele Termine. Da kann ich nur hoffen, dass sie gesund bleibt, damit sie auch künftig im Fed Cup eine tragende Rolle spielen kann.

Sie haben mit Andrea Petkovic, Sabine Lisicki, Julia Görges und Angelique Kerber vier Spielerinnen in Ihrer Entwicklung erlebt: Warum hat Kerber es ganz nach oben geschafft und die anderen nicht?

Angie ist extrem ruhig und unaufgeregt. Sie hat immer geschaut, wie sie sich verbessern kann und weitergearbeitet. Sie lässt sich nicht so leicht ablenken. Der Fokus liegt bei ihr immer auf dem Tennis. Dagegen ist eine Sabine Lisicki sehr emotional, sie genießt die Dinge und lässt die Öffentlichkeit auch daran teilhaben. Auch eine Andrea Petkovic hat emotional unglaubliche Ups und Downs. Ich glaube, da ist Angie über all die Jahre einfach ausgeglichener gewesen.

Hat der Kopf im Falle von Kerber also den Unterschied ausgemacht?

Ich glaube, Angie ist am härtesten mit sich selbst ins Gericht gegangen. Sie hat sich wirklich hingesetzt und sich gefragt, warum es nicht läuft und was sie da noch machen kann. Dafür hat sie sich Leute geholt und an Sachen gearbeitet, sich immer weiter verbessert und nie den Glauben daran verloren, es nach ganz oben schaffen zu können.
Jan 3rd, 2017 04:56 PM
rucolo
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

http://www.tagesspiegel.de/sport/ten.../19181338.html

Quote:
27.12.2016

Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner

Angelique Kerber willensstärker und selbstkritischer als andere

Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner lobt das Auftreten und die Willensstärke von Angelique Kerber und fordert mehr Tennis bei ARD und ZDF.

Barbara Rittner sieht in der Willensstärke von Angelique Kerber den Hauptgrund für den Aufstieg der Deutschen zur Nummer eins der Tenniswelt. „Angie ist am härtesten mit sich selbst ins Gericht gegangen. Sie hat sich wirklich hingesetzt und sich gefragt, warum es nicht läuft und was sie da noch machen kann. Sie hat sich immer weiter verbessert und nie den Glauben daran verloren, es nach ganz oben schaffen zu können“, sagte die Tennis-Bundestrainer im Interview mit dem TAGESSPIEGEL (Mittwoch-Ausgabe). Im Vergleich zu Sabine Lisicki oder Andrea Petkovic lasse sich Kerber nicht so leicht ablenken und sei über die Jahre einfach ausgeglichener gewesen.

Nach ihren Titeln in Melbourne und New York sei Deutschlands Sportlerin des Jahres inzwischen viel selbstbewusster. „Durch ihre vielen öffentlichen Auftritte strahlt Angie eine ganz andere Selbstsicherheit aus. Sie ist schlagfertiger in ihren Antworten, gibt auch mehr von sich preis.“ Trotzdem sei Kerber immer noch sehr bodenständig und ausgeglichen. Auch deshalb würden ihr die Kolleginnen im deutschen Fed-Cup-Team die Erfolge gönnen, denn „Angelique Kerber steht natürlich auch für diese Generation".

Barbara Rittner hofft, dass Kerbers Aufstieg dem Tennis auch langfristig in der öffentlichen Wahrnehmung hilft. Dafür fordert sie eine größere Fernsehpräsenz gerade auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. „ARD und ZDF sollten die guten Leistungen einfach mehr honorieren und wenn es nicht live geht, dann eben auch mal Zusammenfassungen zeigen. Denn wenn man nichts sendet, kann auch nichts wachsen.“ Entsprechende Gespräche habe sie in den vergangenen Monaten bereits geführt, beispielsweise mit ARD-Sportchef Axel Balkausky.

Für 2017 wünscht sich Barbara Rittner den Sieg im Fed Cup, auch wenn die Auftaktaufgabe auf Hawaii gegen die USA sehr schwer sei. Sollte es irgendwann mit dem Titelgewinn klappen, sieht sich die Bundestrainerin am Ziel ihrer Tätigkeit angekommen. „Ich mache den Job als Teamchefin jetzt 13 Jahre und irgendwann nutzt sich alles auch etwas ab. Da darf man den richtigen Zeitpunkt für den Absprung nicht verpassen.“ Konkret habe sie aber noch nicht über einen Rücktritt nachgedacht.

Das vollständige Interview mit Barbara Rittner lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten Ausgabe des TAGESSPIEGEL.
Dec 21st, 2016 01:09 PM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

"Man muss leider irgendeine Kröte schlucken"
Barbara Rittner spricht im Exklusiv-Interview mit tennisnet.com über ihr Amt als Fed-Cup-Kapitänin, Deutschlands Aussichten im Fed Cup und die Erfolge von Angelique Kerber.


tennisnet.com: Frau Rittner, Sie sind seit Anfang 2005 Fed-Cup-Kapitänin und damit länger im Amt als Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gibt es bei Ihnen schon Anzeichen von Amtsmüdigkeit?

Barbara Rittner: Natürlich bin ich zwischendurch mal müde. Wenn etwas Zeit ins Land geht nach den anstrengenden Wochen zu Beginn des Jahres mit den beiden Fed-Cup-Partien im Februar und April, freue ich mich dann auch wieder auf die neue Aufgabe, wie nun bald auf Hawaii. Wo ich etwas müde geworden bin, ist bei der Reiserei, auf die ich hin und wieder verzichten könnte. Aber ohne die Reiserei könnte ich den Job nicht so gut machen, das gehört nun mal dazu. Die Arbeit mit dem Fed-Cup-Team und den jungen Talenten macht mir nach wie vor sehr viel Spaß.

tennisnet.com: Sie haben 2004 in Ihrem letzten Fed-Cup-Match mit drei Siegen dem deutschen Team den Klassenerhalt gesichert. Im nächsten Match saßen Sie dann bereits auf der Bank. Wie lief die Umstellung auf die neue Situation?

Rittner: Wir hatten ein Auswärtsspiel in der Ukraine. Die Situation war ziemlich kurios. Ich habe damals mit sehr vielen Schmerztabletten gespielt, weil ich einen Fersensporn hatte. Es war ziemlich an der Grenze. Danach ging es mir dementsprechend schlecht. Ich habe gespürt, dass es meine letzte Fed-Cup-Partie sein würde.
Gleichzeitig habe ich gewusst, dass der DTB in Person von Georg von Waldenfels Interesse an mir als Fed-Cup-Kapitänin angedeutet hat. Ich habe mir darüber konkrete Gedanken gemacht, wie es aussehen könnte. Eine meiner Bedingungen war es, neben dem Fed Cup auch in der Jugendarbeit mitzuwirken. Im Nachhinein war es die beste Entscheidung, die ich für mein Leben und meine persönliche Entwicklung treffen konnte, weil man Herz am Tennis hängt.

tennisnet.com: Im Gegensatz zum deutschen Davis-Cup-Team, wo es seit Jahren immer wieder Querelen gibt, besticht das Fed-Cup-Team durch Harmonie. Von dem oft besagten Zickenkrieg ist nichts zu sehen. Wie sorgen Sie für Harmonie oder auch dafür, dass kein Streit nach außen dringt?

Rittner: Ich alleine kann das sicherlich nicht. Ich habe das Glück, dass ich ein wunderbares Betreuerteam um mich versammelt habe. Dirk Dier als Co-Trainer und die beiden Physios, die lange dabei sind, Mike Diehl als Konditionstrainer oder unseren Arzt Ulf Becker, jeder hat seine Rolle in der Fed-Cup-Woche.

tennisnet.com: Angelique Kerber ist in der Form Ihres Lebens. Muss man daher nicht sagen, wenn Deutschland den Fed Cup gewinnen soll: Wenn nicht 2017, wann dann?

Rittner: So könnte man ein bisschen denken. Ich denke, dass wir bis 2019 gute Chancen haben. Eigentlich wäre 2016 das Motto gewesen: Wann dann? Angie hat nach dem Triumph bei den Australian Open das Einzel gegen Belinda Bencic entkräftet verloren, wo Bencic auch überragend gespielt hat. Es gibt immer irgendwelche Konstellationen. Frankreich war dieses Jahr im Finale und hätte es beinahe gewonnen, und das mit keiner Spielerin unter den Top 20. Fed Cup hat seine eigenen Gesetze. 2017 ist natürlich viel möglich, aber wenn man in den USA gegen Serena Williams und Madison Keys spielt, kann man auch mit 0:5 nach Hause fliegen.

tennisnet.com: Wie haben die Spielerinnen die Nachricht aufgefasst, dass die Partie in den USA auf Hawaii stattfinden wird?

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wobei das weinende Auge größer ist. Nach den Australian Open ist eine Woche dazwischen bis zum Fed Cup. Daher geht es nicht, dass man in Australien bleibt und dann weiterfliegt. Die Spielerinnen werden nach Hause fliegen, was eine große Belastung ist. Man fliegt 23 Stunden in die eine Richtung, hat dann in Deutschland mit Jetlag und Temperaturstürzen von 30 bis 40 Grad zu kämpfen, um eine Woche später 18 Stunden in die andere Richtung zu fliegen. Danach geht es weiter mit Doha, Dubai und Indian Wells und Miami. Die Spielerinnen wären im April platt, wenn sie das alles spielen.

tennisnet.com: Wie beurteilen Sie die Reformpläne für den Fed Cup, die ITF-Präsident David Haggerty angedacht hat?

Rittner: Ich sehe das kritisch, weil ich nicht finde, dass man ein Final Four spielen sollte. Wir haben das kontrovers diskutiert, er kennt meine Meinung. Auf der anderen Seite ist es offensichtlich so schwer, für die Aufstockung der Weltgruppe auf 16 Nationen einen vierten Termin zu bekommen. Für mich hat die Aufstockung Priorität, weil es nicht sein kann, dass nur acht Nationen um den Titel spielen. Rumänien ist dieses Jahr gegen uns abgestiegen mit der Nummer zwei und der Nummer 30. Uns hätte das auch passieren können, dann würden wir mit der Nummer eins in der zweiten Weltgruppe spielen. Wenn es unmöglich ist, einen weiteren Termin zu finden, muss man leider irgendeine Kröte schlucken. Ich würde die Kröte Final Four schlucken, damit es 16 Nationen in der Weltgruppe gibt.

tennisnet.com: Finden Sie die Regelung gut, dass im Fed Cup das Doppel zum Schluss gespielt wird oder würden Sie sich die Variante wie beim Davis Cup wünschen?

Rittner: Ich finde unsere Variante, so wie wir sie spielen, gut. Ich habe schon des Öfteren gehört, dass überlegt wird, im Davis Cup unseren Modus mit den zwei Gewinnsätzen komplett zu übernehmen, damit man an zwei Tagen spielen kann.

tennisnet.com: Sie haben die Entwicklung von Angelique Kerber vom schüchternen und sich selbst zweifelnden Teenager zur Weltranglisten-Ersten hautnah miterlebt. Was hat Sie am meisten überrascht Kerbers Aufstieg?

Rittner: So richtig überrascht bin ich nicht mehr, ich bin sehr beeindruckt. Ihre Entwicklung als Spielerin und die einhergehende Entwicklung als Persönlichkeit, finde ich unglaublich. Das habe ich ihr auch in einer persönlichen Mail geschrieben. Es hat etwas von einer Raupe zum Schmetterling. Angie ist so viel selbstbewusster und reflektierter geworden. Das ist gigantisch, das mitzuerleben. Ihr ist es aber immer ganz wichtig, dass sie bleibt, wie sie ist: bodenständig und zurückhaltend. Da hat sie mit Torben Beltz und ihrer Mutter zwei Personen, die total normal und unaufgeregt bleiben.

tennisnet.com: Finden Sie die Erfolge von Kerber in den deutschen Medien entsprechend gewürdigt?

Rittner: Ich finde, dass es derzeit sehr gewürdigt wird. Sie ist fast jede Woche in den großen Sendungen. Man liest sehr viel über sie. Ich glaube, wenn man Angie fragen würde, dass sie sagen würde, dass sie nicht noch mehr machen kann. Sie hat viele neue Sponsoren dazugewonnen und ist an Topmarken vergeben. Alleine das ist eine Riesenanerkennung und zeigt ihren Stellenwert in der Öffentlichkeit.

tennisnet.com: Für Andrea Petkovic und Sabine Lisicki war es ein extrem schwieriges Jahr. Was müssen die beiden tun, um die Trendwende zu schaffen?

Rittner: Erst mal müssen beide gesund bleiben und ihren Kopf zusammenhalten im Sinne von sich weniger Druck machen. Vor allem Andrea scheitert an ihren eigenen hohen Erwartungen. Wenn ich sie im Training spielen sehe, dann spielt sie Toptennis. Sie fragt sich immer selbst, warum der Knoten nicht platzt. Ich glaube, dass sie es zu sehr erzwingen will. Ich würde mir wünschen, dass sie auch mal wieder einen Schokokuchen ist oder ausschläft und eine Trainingseinheit weglässt. Bei Sabine ist es so, dass sie wieder ihre Ruhe finden und ihre private Situation abhaken muss, wo sie auf einem guten Weg ist. Für sie war es ein sehr schwieriges Jahr, sie hat darunter sehr gelitten. Ich hoffe, dass sie den Spaß wiederfindet und sich durch harte Arbeit zurückkämpft.

tennisnet.com: Auf welche deutsche Spielerin sollten wir 2017 ganz besonders achten?

Rittner: Letztes Jahr habe ich klar gesagt, dass Angelique Kerber ein Grand-Slam-Turnier gewinnen wird und Anna-Lena Friedsam gut spielen wird. Leider hat sich Anna-Lena nun eine schwere Schulterverletzung zugezogen. Ich würde sagen, dass Carina Witthöft nächstes Jahr in die Top 50 kommen wird. Bei den Jüngeren sollte man einen Blick auf Katharina Hobgarski haben, die nun viele ITF-Turniere in Folge gewonnen hat und sich 2017 in den Top 200 etablieren sollte.

tennisnet.com: Wenn Sie Ihre Nachfolgerin oder Nachfolger bestimmen könnten: Wem würden Sie diese Aufgabe gerne anvertrauen?

Rittner: Ich habe mir bereits viele Gedanken dazu gemacht. Als erstes würde man den Co-Trainer fragen. Dirk Dier würde es aber nicht machen wollen und fühlt sich als Co-Trainer perfekt aufgehoben. Ich habe jemanden konkret im Auge, der meine absolute Priorität wäre, aber den Namen möchte ich nicht öffentlich verraten, das wäre nur kontraproduktiv.

Fed-Cup-Kapitänin Barbara Rittner im Exklusiv-Interview: "Man muss leider irgendeine Kröte schlucken" - Sport Tennis Damen
Oct 31st, 2016 05:43 PM
mk27
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Seit wann sind Dubai und vor allem Doha denn Pflichtturniere?
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