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Jan 8th, 2016 08:12 PM
Katja.
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Tennis: Seventh time lucky for Goerges - Sport - NZ Herald News

Quote:
After seven consecutive appearances at the ASB Classic, Germany's Julia Goerges is more than familiar with the Auckland tournament. But today she ventures into unfamiliar territory after booking her place in the final for the first time.

Goerges, the world No 50, yesterday ended Austrian qualifier Tamira Paszek's giant-killing run, posting a swift 6-4, 6-2 win between showers in central Auckland.

Goerges' previous best result in Auckand was a semifinal in 2011, when she lost to eventual champion Greta Arn of Hungary. That result kicked off a strong couple of years for the German, who reached a career-high ranking of 15 in March 2012.

But the last couple of seasons could best be described as lean for Goerges, who has not reached a WTA Tour final in nearly four years.

The last title Goerges won was in Stuttgart in 2011 and her last WTA finals were in Dubai and Linz in 2012.

So it was a mixture of elation and relief for Goerges when she sealed yesterday's semifinal victory in 66 minutes.

"I must say it feels very good to be in a final again after such a long time," said Goerges.

Many of her friends and family back in Germany were unable to see her breakthrough win, however, with a technical hitch with the livestreaming preventing them from viewing the match. Instead, they were restricted to watching the points clocked over in the live-scoring.

"The livestreaming was not working so my parents did not find it very exciting watching the live-scoring. But they are very happy for me. I have not spoken to them too much as I have not talked to them a lot during the week and they get superstitious," said Goerges.

The 27 year-old said she approached the match with aggression with the aim of securing early momentum and deflating Paszek.

A former top-30 player who began the year at No 172, Paszek was playing her seventh match in seven days, including two long three-setters. She faded noticeably in the second set, during which she needed treatment on her lower back.

"It makes it tougher when you lose the first set and it really takes the energy away when you know you have to go two more, so I was trying to really take it to her in the first set," said Goerges.

Having taken little time to dispatch Paszek, Goerges will head into today's final well-rested, unlike her eventual opponent Caroline Wozniacki or Sloane Stephens, who were forced to endure lengthy weather delays before taking the court late last night.

"It ended up working quite well for me because it is raining again now so I am very happy that I am through," said Goerges.

"It's nice to be done and be able to recover properly and do your treatment and things but I don't see it as an advantage. Both players are very fit."
Neues Görges-Team feiert Topstart - Sport aus Regensburg - Mittelbayerische

Quote:
AUCKLAND.Wenn eine Tennisspielerin wie Julia Görges mit ihrem neuen Team die ersten drei Spiele gewinnt, ist der Start perfekt. Regensburg gewöhnt sich gerade an die prominente Neubürgerin aus den Top 50 der Welt, die mit Siegen glänzt: Nach Erfolgen gegen Lucie Hradecka (6:0, 6:3), Barbora Strycova (6:4, 7:6) und Nao Hibino (6:7, 6:2, 6:4), die allesamt knapp vor oder hinter ihr in der Weltrangliste rangieren, ist Görges beim 250 000-Dollar-Hartplatzturnier von Auckland nun im Halbfinale angekommen, das nach deutscher Zeit in Neuseeland in der Nacht zum Freitag für fünf Uhr morgens angesetzt ist.

Dort trifft sie nach einer Serie von Favoritenstürzen in ihrer Hälfte des Tableaus auf die österreichische Qualifikantin Tamira Paszek (Weltrangliste 172). „Sie galt mal als Wunderkind im Tennis“, sagt Trainer Michael Geserer über die nächste Gegnerin, die im Februar 2013 noch an Position 26 notiert war und Wimbledon zweimal das Viertelfinale erreichte.

„Wir sind alle stolz auf Julia“, sagt Michael Geserer, der in Neuseeland wie Athletiktrainer und Physio Florian Zitzelsberger mit vor Ort ist. „Wir waren schon vor dem Sieg gegen die Japanerin zufrieden. Jetzt haben wir noch eine Chance mehr und wollen natürlich ins Finale. Klar zählt der Grand-Slam-Autakt in Melbourne in Australien am meisten, aber bei den beiden Vorbereitungsturnieren kannst du Duftmarken setzen – und vor allem weißt, wo du stehst.“

Julia Görges steht gut da. Gegen Lucie Hradecka, mit der sie kommende Woche in Sydney Doppel spielen wird, war „es knapper, als es das Ergebnis sagt“, urteilt Geserer. Mit Barbora Strycova, die 2016 nicht mehr wie bisher für das Regensburger Eckert-Team in der Bundesliga spielen wird, sondern für den Neuling aus Hamburg, lieferte sich Görges einen „klasse Schlagabtausch“. Und gegen Hibino, die immerhin die Russin Kasatkina (18) bezwang, die ihrerseits die an eins gesetzte Titelverteidigerin Venus Williams aus dem Turnier geworfen hatte, konstatierte Geserer etwas, „das ich noch nie gesehen habe: Sie machte über 90 Prozent der Punkte beim ersten Aufschlag. Und dazu erlaubte sie der Gegnerin nicht einen Breakball.“

Vor dem Halbfinale und nach dem Dreisatz-Aus im Doppel mit Katarina Srebotnik aus Slowenien hatte Julia Görges den Luxus, ausschlafen zu können. „Ruhetag hatten wir hier noch keinen“, sagt Geserer. „Aber Julia hat hier alles fantastisch umgesetzt.“
Dec 30th, 2015 09:14 PM
kadiHH
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread



Jule's arrived safe and sound down under . Soon her tweets may be 100% pictographic .
Dec 21st, 2015 11:33 PM
Katja.
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Quote:
Julia Görges denkt schon an Australien

Die deutsche Meisterschaft war Görges erster Auftritt mit dem Regensburger Team. Doch was zählt, ist der Grand-Slam-Auftakt.

Es war der erste Auftritt für Julia Görges und ihr neues Team aus Regensburg. In nackten Zahlen stand dem Sieg gegen Julia Wachaczyk (6:2, 7:5) vom Freitag bei den deutschen Meisterschaften in Biberach mit 6:7 (3:7), 4:6 zwar auch die Halbfinal-Niederlage am Samstag gegen Anna-Lena Friedsam gegenüber, die im Endspiel gegen Katharina Hobgarski beim 6:0, 6:1 keine Mühe mehr hatte. Dennoch: „Wir sind mehr als zufrieden“, zog Michael Geserer, der Görges jetzt zusammen mit Matthias Mischka coacht, eine erste Bilanz nach vier Trainingswochen seit dem 16. November in der Halle des TC Rot-Blau.

Ein deutscher Titel wäre für die 27-jährige Görges, die in Regensburg ein neues Zuhause fand, zum Auftakt zwar ein hübscher Nebeneffekt gewesen, doch in der Karriere eines Tennis-Profis zählen andere Ergebnisse aber eben deutlich mehr. Am 28. Dezember treten Görges und Co. die Reise zu den Vorbereitungsturnieren auf den fünften Kontinent in Auckland und wohl Sydney an, um fit zu sein für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres und um ab 18. Januar im australischen Melbourne möglichst lange im Geschäft zu bleiben.

„Eine harte physische Woche“

Nach einer Match-Trainingswoche in Regensburg gegen „starke männliche Gegner“ und Lokalmatadoren wie Pascal Laucht, Martin Wieand oder Christian Schmid (Peter Heller folgt noch) waren Görges und Co. froh über die „echte“ Matchpraxis von Biberach. Zudem hatte die Weltranglisten-50. laut Geserer „eine harte physische Woche in den Beinen“. Florian Zitzelsberger, als Athletiktrainer und Physiotherapeut ein wichtiger Bestandteil des neuen Görges-Teams, „macht hervorragende Arbeit“ und schloss nach dem verlorenen Match gegen Friedsam prompt eine Arbeitsstunde im physischen Bereich mit Görges an.

„Wir brauchen jeden Tag“, sagt Geserer, „zumal über die drei Weihnachtstage ja nicht so viel passieren wird“. Der 46-jährige ehemalige Weltranglistenspieler, der sich erstmals, seit er nach Regensburg zurückkehrte, wieder auf die große Tour begibt, fühlt sich „ganz wohl“ in seiner neuen, alten Rolle als Trainer: „Vor allem, weil wir eine so sympathische Atmosphäre im Team haben“, sagt Geserer, dessen Schützling übrigens bei den großen Turnieren 2016 mit Karolina Pliskova Doppel spielen wird.

Die 23-jährige Tschechin ist im Einzel an Position Nummer elf der Weltrangliste notiert und es steht nach wie vor zur Debatte, dass sie auch im nächsten Jahr wieder für das Regensburger Eckert-Tennis-Team in der Bundesliga aufschlägt. Fix ist die Verpflichtung nicht, aber: „Wir werden uns in Australien mal darüber unterhalten“, sagt Michael Geserer.

Am 4. Januar geht’s in Auckland los

Die Bundesliga, in der für die Regensburgerinnen 2016 am 5. Mai (gegen Hamburg), 13. oder 14. Mai (gegen Karlsruhe) und 5. Juni (gegen Meister Ratingen) die drei Heimspiele im vorläufigen Terminplan stehen, drängt noch nicht so sehr. Australien dagegen steht vor der Tür. Los geht es am 4. Januar aber erst einmal in Neuseeland: In Auckland machen Venus Williams (Weltrangliste 7), Ana Ivanovic (16), Caroline Wozniacki (17), Svetlana Kuznetsova (25) oder Sloane Stephens (30) das Feld stark.

„Julia freut sich unheimlich auf die Turniere“, sagt Geserer vor dem Trip über Dubai und Melbourne mit fast 24 Stunden reiner Flugzeit. Es ist eine der Lieblingsreisen von Julia Görges. „Ein positives Gefühl spielt immer eine Rolle. Aber es gibt wenige, die diese Turniere nicht mögen“, sagt Geserer.
Not too much to report here..

- Coach satisfied with how it's going so far
- Had a hard fitness week before the German championships, so not worried about the result there
- A nice atmosphere in the team
- Jule looking forward to NZ/Australia
- Doubles at the slams next year with Pliski
- And of course more, possibly unintentional, Zitzel-innuendo: "Zitzelsberger is doing outstanding work" and immediately followed up her match against Friedsam with a one hour workout in the physical area"
Nov 17th, 2015 01:43 AM
marts30
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Quote:
Originally Posted by Schnffy View Post
Now she wrote it in English...



"He will take good care of my body the whole year..."

I laughed so much
haha me too
Nov 16th, 2015 08:46 PM
Schnffy
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Now she wrote it in English...



"He will take good care of my body the whole year..."

I laughed so much
Nov 16th, 2015 12:33 PM
Schnffy
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

http://www.mittelbayerische.de/sport...rt1307444.html
Quote:
Julia Görges ist jetzt Regensburgerin

Die Weltranglisten-50. startet einen Neuanfang, setzt auf ein komplettes Team aus Regensburg und will zurück in die Top 20.

Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

REGENSBURG.Bisher tauchte Julia Görges in Regensburg als Gast auf. Sie trug in entscheidenden Momenten entscheidende Punkte für die Eckert-Damen des TC Rot-Blau bei: 2014 zum Aufstieg in die Bundesliga, 2015 zum Klassenerhalt in der höchsten Klasse. Jetzt ist Regensburg das neue Zuhause von Julia Görges. Sie zieht sie von hier aus hinaus in die weite Tenniswelt, um sich von Weltranglisten-Position 50 am liebsten wieder unter die besten 20 zu spielen, wo sie schon einmal war. Am Montagmorgen begann Görges nach „knapp vier Wochen Pause“ die Vorbereitung auf die neue Saison in der Rot-Blau-Halle.

Regensburg bedeutet die größte Veränderung in ihrer Karriere: Denn nach der Trennung von Coach Sascha Nensel im September setzt die 27-Jährige auf ein komplettes Team aus Regensburg, mit dem Görges zunächst für ein Jahr arbeiten will. Der ehemalige Weltranglistenspieler Michael Geserer, als Teamchef der Eckert-Damen auch verantwortlich für den Höhenflug, und Matthias Mischka teilen sich den Trainerjob und gehen mit Görges auf Reisen. Florian Zitzelsberger, der in den letzten fünf Wochen wieder mit Kevin Anderson auf Tour war und zudem die Eckert-Damen betreut, hat seinen Vertrag beim Weltranglisten-Zwölften aus Südafrika gekündigt, und ist der vierte Mann im Team.

„Flo hat mir sehr, sehr geholfen, Er hat meine Schmerzen am Ellbogen bei ein, zwei Behandlungen um 50 Prozent gelindert“, hatten die deutsche Fed-Cup-Spielerin auch diese Kontakte schon im Ligabetrieb beeindruckt. Dass sie jetzt aus dem Norden in den Süden wechselte, ist die Fortsetzung der guten Erfahrungswerte. „Es hat sich Puzzleteil um Puzzleteil zusammengesetzt“, sagt Görges, die nach der Trennung von Nensel bei Michael Geserer fragte, ob er sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnte. Er konnte. Und mit der Stadt hatte Julia Görges ebenfalls sofort eine gute Verbindung. „Es stand vielleicht fünf Sekunden im Raum, ob ich mich hier wohlfühle oder nicht. Mir hat es jedes Jahr sehr, sehr gut gefallen. Mir gefällt zum Beispiel das Flair mit den süßen Gässchen. Hier sind auch alle Menschen harmoniebedürftig und alle haben mit allen zu tun“, erklärt Julia Görges ihren Entschluss, der so fern nicht lag. „Meine Mama ist ja aus Nürnberg. Im bin also oft im Süden gewesen. Mein Patenonkel und meine Patentante leben in der Nähe und Freundinnen habe ich hier unten sehr wohl auch.“ Auch die in Regensburg gar nicht leichte Wohnungssuche hatte ein gutes Ende: „Ich bin sehr glücklich mit dem, was ich gefunden habe.“

Bis zur Abreise Ende Dezember nach Australien absolviert Julia Görges jetzt in der Rot-Blau-Halle in der Dürerstraße ihren ersten Trainingsblock auf dem inzwischen auf einem Platz verlegten Belag des Turniers in Wien. Die Turniere von Auckland und Sydney sind dann die Startpunkte der neuen Saison und dienen der Vorbereitung auf das erste Grand-Slam-Ereignis des Jahres in Melbourne, wo sich Görges 2015 wie in Paris auch unter die letzten 16 gespielt hatte.

„Ich hatte in der vergangenen Saison sehr schöne, aber auch Okay-Momente“, sagt Julia Görges. „Nach siebeneinhalb Jahren war es an der Zeit, eine neue Stimme zu hören. Das ist kein Vorwurf, sondern kommt automatisch.“ Dass sie mit dem Duo Geserer/Mischka von zwei Trainern betreut wird, bringt automatisch Abwechslung. „Beide erzählen ja dieselben Sachen“, sagt Görges und kann sich auch eine längerfristige Zusammenarbeit gut vorstellen. „Ich bin niemand, der jedes halbe Jahr den Trainer wechselt.“
Nov 16th, 2015 09:34 AM
Schnffy
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Jun 28th, 2015 07:33 AM
selesia
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Quote:
""Gab es Veränderungen im Trainingsbereich? Haben Sie gezielt an anderen Dingen gearbeitet, um gewisse Fehlerquellen abzustellen?

- Nein, wir machen die gleiche Arbeit wie die Jahre zuvor auch. Ich habe das gleiche Team um mich und vertraue diesem auch weiterhin.""
Jun 27th, 2015 05:49 PM
Katja.
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

http://www.tennismagazin.de/intervie...re-ein-erfolg/

Quote:
Sowohl bei den Australian Open als auch bei den French Open stand Julia Görges in diesem Jahr im Achtelfinale. Damit ist sie die konstanteste deutsche Spielerin auf Majorebene. tennis MAGAZIN sprach mit der 26-Jährigen über ihre Form, die Chancen in Wimbledon und das verpasste Fed Cup-Finale.

Frau Görges, Sie sind bisher die beste deutsche Grand Slam-Spielerin 2015. Macht Sie das stolz?
Mir geht es weniger darum, beste deutsche Grand Slam-Spielerin zu sein. Ich habe zwei Achtelfinals hintereinander erreicht, das ist eine konstante Leistung. Bei der Auslosung in beiden Grand Slams hätte man nicht unbedingt damit gerechnet, dass ich es in die vierte Runde schaffe.

Wie bewerten Sie selbst das erste halbe Jahr 2015?
Ich finde, dass ich bisher eine solide Saison gespielt habe. Es gab keine Spiele, die ich als „komplette Aussetzer“ bezeichnen würde. Die Matches, die ich verloren habe, habe ich gegen gute Spielerinnen verloren. Daher bezeichne ich das, was in der ersten Hälfte des Jahres passiert ist, als positiv. Das zeigt auch das WTA Race, in dem ich auf Rang 37 stehe (Stand: Mitte Juni).

Was hat sich bei Ihnen spielerisch verändert im Vergleich zu den letzten zwei Jahren, die für Sie ja deutlich weniger erfolgreich waren?
Ich ziehe mein Spiel von A bis Z durch. Ich versuche positiv auf den Platz zu gehen und die Person zu sein, die ich mir vorstelle zu sein. Das war speziell im Jahr 2013 nicht möglich. Durch die langwierige Verletzung am Handgelenk war ich negativ eingestellt und es hat nicht alles so funktioniert, wie ich es gerne wollte. Das führte dazu, dass ich meinen eigenen Rhythmus auf dem Platz nicht finden konnte. 2015 ist das nicht der Fall. Ich habe dieses Jahr viele Matches drehen können, die ich vermutlich in den letzten zwei Jahren nicht gewonnen hätte.

Gab es persönliche Gründe, die Sie haben hadern lassen oder lag es nur an Ihrer Handgelenksverletzung?
Im Privaten lag die Ursache überhaupt nicht. Ich war einfach nicht gewohnt, mit einer Verletzung klarzukommen, die mich ein halbes Jahr lang lahm gelegt hat. Es war schwer für mich zu akzeptieren, dass aufgrund eines missratenen Schlages, der immer passieren kann, die Kapsel reißt.

Gab es Veränderungen im Trainingsbereich? Haben Sie gezielt an anderen Dingen gearbeitet, um gewisse Fehlerquellen abzustellen?
Nein, wir machen die gleiche Arbeit wie die Jahre zuvor auch. Ich habe das gleiche Team um mich und vertraue diesem auch weiterhin.

Am Montag beginnt Wimbledon. Was bedeutet das Turnier für Sie?
Mein Eindruck ist, dass es in den ersten Jahren, in denen ich dort hingereist bin, noch mehr Tradition hatte. Es hat für mich keinen anderen Stellenwert als etwa die French Open. Ich bin ein Fan von Australien, deshalb hat das Turnier für mich die größte Bedeutung. Jedes Grand Slam-Turnier verbreitet zwar eine andere Stimmung und jedes ist individuell, was den Belag und die Leute betrifft, aber es herrscht immer die gleiche Anspannung unter den Spielern.

Wie ist für Sie die Stimmung in Wimbledon?
Eine andere. In Australien sind die Leute sehr sportverrückt, in England sind sie das zwar auch, aber die Stimmung ist einfach gediegener. Es ist weniger atmosphärisch im Gegensatz zu Australien, wo die Leute mit Gesichtsbemalung zu den Matches gehen. Ich glaube, das wäre auf dem Centre Court in England nicht unbedingt gern gesehen (lacht).

Fühlen Sie sich dort wohl?
Wohl fühle ich mich schon, aber es gibt Orte, an denen ich mich noch wohler fühle. Ich finde den Teil in der Saison dort angenehm, aber nach einer gewissen Zeit reicht es auch.

Wie lautet Ihr sportliches Ziel?
Die zweite Woche bei einem Grand Slam ist immer etwas Besonderes. Als ungesetzte Spielerin kann man keine einfache Auslosung erwarten, da muss man die Qualität auf den Platz bringen. Wenn ich die zweite Woche erreiche, wäre das ein Erfolg.

Wie liegt Ihnen der Belag Rasen?
Im Grunde sehr gut, meinem Spiel kommt er entgegen. Ich bin aber nie ein großer Fan gewesen, Vorbereitungsturniere zu spielen, weil der Rasen in Wimbledon doch ein anderer ist.

Rückblick auf das Fed Cup-Halbfinale Mitte April. Über das Doppel wurde viel diskutiert. Wie erging es Ihnen mit der Entscheidung, im Doppel nicht gespielt zu haben?
Ich stehe immer zu der Entscheidung des Captains. Ich bin keine Person, die Aufstand macht. Barbara (Rittner, d. Red.) hat so entschieden. Ich bin ein Teamplayer und es sollen diejenigen spielen, von denen man überzeugt ist, dass sie die Leistung bringen. Als Spielerin akzeptiere ich die Entscheidung.

Aber Sie hätten schon gerne gespielt?
Jedes Mal, wenn ich die Chance habe, für mein Land zu spielen, tue ich das gerne. Egal, ob es ein entscheidendes Doppel ist, ob es bei 1:1 oder 2:1 ist. Die Entscheidung wer spielt, ist Barbara überlassen, aber ich wäre auf jeden Fall bereit gewesen.

Hatten Sie damit gerechnet, zu spielen?
Wir sind ein sehr ausgeglichenes Team. Von der Doppelrangliste her hätte man damit rechnen können. Die Enttäuschung über die gesamte Fed Cup-Partie war wohl am größten. Aber daraus wird man seine Lehren ziehen, um es beim nächsten Mal insgesamt besser zu machen.

Welchen Stellenwert hat für Sie das Fed Cup-Aus im Vergleich zu einer Niederlage wie der im Achtelfinale von Paris gegen Sara Errani ?
Das ist eine schwierige Frage. Man kann es schwer vergleichen, weil es andere Emotionen sind. Im Einzel bei einem Turnier hat man eine andere Anspannung, die man gewohnt ist. Im Fed Cup im Einzel zu spielen und zu wissen, dass jede Menge Leute draußen sitzen und dich unterstützen – diese Situation und diese Gefühle spürt man nicht so häufig. Ich hatte bis Sotchi zwei Jahre kein Einzel mehr im Fed Cup gespielt. In Paris hatte ich viele positive Erlebnisse in den Runden zuvor, aber im Fed Cup stand am Ende das 2:3.

Bleibt der Fed Cup-Titel weiter das große Ziel in Ihrer Karriere?
Der Fed Cup ist definitiv ein großer Traum. Deswegen spielen wir auch alle, weil wir diesen Pott gewinnen wollen. Ein persönliches Ziel ist es zudem, einmal bei den WTA-Championships am Jahresende dabei zu sein, egal ob im Einzel oder im Doppel.

Denken Sie schon daran, was nach der Karriere kommt?
Was danach kommt, weiß ich noch nicht. Ich möchte auf jeden Fall arbeiten. Als Hausfrau sehe ich mich nicht. Aber in welche Richtung das gehen soll, weiß ich noch nicht. Wenn man sieht, wie alt die Spielerinnen sind, die Grand Slam-Titel gewinnen, dann bin ich noch in der besten Zeit meiner Karriere.

Können Sie sich vorstellen als Coach zu arbeiten?
Nein, auf der Tour nicht. Zumindest kann ich mir das derzeit nicht vorstellen.
Nothing earth-shaking. Naming "making the YEC in either singles or doubles" as a career goal weeks after "don't care about doubles" is a bit amusing, though.
Jun 11th, 2015 06:23 AM
RU90
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Once again, thanks to Katja for translating.

Quote:
Originally Posted by Katja. View Post
- "I'm just a good Grand Slam player. I had bad draws in the past and played through them anyway. That shows that there is a certain quality."
- "At the other tournaments I had matches I lost after having match points, who knows what would've happened if I had won them"
- "Haven't had black out matches this year, against Errani I wasn't good but it also wasn't totally bad
- "All in all I'm absolutely satisfied with my performances this season"


Quote:
Originally Posted by Katja. View Post
- Top 20 is a realistic goal for this year. "I'm between 30 an 35 in the race, I'm on the right track"
37. This isn't exactly guesswork; you only need to check Katja's ranking post.

Quote:
Originally Posted by Katja. View Post
- "Of course I could keep the ball in play 100 times, but that's not my game. I'm an aggressive player, I make a lot of errors but also enough winners. That's my game and I stand by it."
Yes, Julia, but there's a difference between going for your shots and your wild misses that hit the back fence.

Quote:
Originally Posted by Katja. View Post
- "The older you get the more you understand the sport. If you're young you want to win no matter what. You don't understand that long-term it's more successful to just play your game"
But look where "playing your game" has gotten you.

Quote:
Originally Posted by Katja. View Post
- "Anybody can beat anybody and therefore make a slam final"
- "Everybody on tour feels like they can beat the top players"
- "You know what you're working for, to experience moments like Safarova had one in Paris"
Hope dies last.
Jun 10th, 2015 11:54 AM
Katja.
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

http://www.ran.de/tennis/wta/news/ju...eimnis-1546612

Quote:
Julia Görges: Das ist mein neues Erfolgsgeheimnis

Julia Görges erreichte bei den French Open als beste Deutsche das Achtelfinale und bestätigte damit ihr bislang sehr ordentliches Tennis-Jahr 2015. Im exklusiven Interview mit ran.de und tennis.de spricht Görges unter anderem über ihren Erfolg in Paris, ihre ambitionierten Ziele für dieses Jahr, was sie jetzt mental und spielerisch alles anders macht als früher und warum sie kein Doppel mehr mit Anna-Lena Grönefeld spielt.


ran.de/tennis.de: Frau Görges, Sie haben bei den French Open mit starken Leistungen als beste deutsche Spielerin das Achtelfinale erreicht und ausgerechnet gegen Sara Errani Ihr wohl schwächstes Tennis in Paris gezeigt. Wie groß ist die Enttäuschung über diese Niederlage?

Julia Görges: "Eine gewisse Enttäuschung ist bei Niederlagen ja immer da. Aber ich war vor allem enttäuscht darüber, dass ich gegen Sara Errani das mit Abstand schwächste Match während der French Open gespielt habe – ausgerechnet im Achtelfinale.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass Errani auf Sand eine sehr unangenehme Gegnerin ist. Mit ein bisschen Abstand betrachtet, muss ich aber schon feststellen, dass die French Open ein sehr positives Turnier für mich waren.

Denn wenn vor der Saison jemand gesagt hätte, dass ich bei den Australian Open und French Open jeweils das Achtelfinale erreiche, hätte ich sofort gesagt: Nehme ich. (lacht)"

ran.de/tennis.de: Welchen Stellenwert hatte der beeindruckende Sieg gegen Top-Spielerin Caroline Wozniacki bei den French Open im Zusammenhang mit den ehrgeizigen Zielen, die Sie sich selbst vor dieser Saison gesteckt haben?

Görges: "Schon einen großen Stellenwert. Denn ich hatte zuvor noch nie eine Top-Fünf-Spielerin bei einem Grand-Slam-Turnier geschlagen. Das war schon sehr gut für mich.

Und auch die Situation, auf dem Center Court gegen Caroline zu spielen und zu gewinnen, war für mich enorm emotional. Nicht nur wegen der Zuschauer, sondern aufgrund der Tatsache, schon in der zweiten Runde eines Grand Slams auf so eine Spielerin zu treffen und sie letztendlich sogar zu besiegen. So etwas gibt einem viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben."

ran.de/tennis.de: Sie haben bei den Australian Open und den French Open das Achtelfinale erreicht. Bei den WTA-Turnieren lief es eher durchwachsen. Woran liegt es, dass Sie ausgerechnet bei den Grand Slams Ihr bestes Tennis spielen?

Görges: "Ich bin meiner Meinung nach einfach eine gute Grand-Slam-Spielerin. Leider hatte ich in der Vergangenheit keine guten Auslosungen gehabt, mich aber trotzdem immer irgendwie durchgespielt. Das zeigt ja, dass eine gewisse Qualität vorhanden ist.

Bei den anderen Turnieren waren Matches dabei, die ich mit Matchbällen noch verloren habe. Wenn ich die gewinne, weiß man auch nicht, wie es letztlich ausgeht. Es waren jedenfalls in diesem Jahr noch keine Spiele dabei, in denen ich einen kompletten Totalausfall hatte. Auch gegen Errani in Paris war es sicherlich nicht gut, aber es war auch nicht unterirdisch schlecht.

Und deswegen bin ich insgesamt mit meinen Leistungen, die ich in der bisherigen Saison 2015 gezeigt habe, absolut zufrieden."

ran.de/tennis.de: Sie sind mit drei ambitionierten Zielen in diese Saison gestartet: Rückkehr in die Top-20 der Weltrangliste, Sieg im Fed Cup und die Masters-Qualifikation im Doppel mit Anna-Lena Grönefeld. Ein Ziel können Sie ja jetzt schon streichen …

Görges: " … ich kann sogar zwei streichen. Den Fed Cup können wir ja leider nicht mehr gewinnen und mit Anna-Lena spiele ich kein Doppel mehr …"

ran.de/tennis.de: Warum das?

Görges: "Es war einfach alles nicht mehr so richtig miteinander vereinbar. Anna-Lena ist eine reine Doppel-Spielerin und man muss sehr viel Training fürs Doppel investieren. Und da ich sehr viel und vor allem Einzel spiele, ist es für mich immer sehr schwierig, auch noch ein Doppel-Training unterzubringen. Und da war es dann fairer zu sagen: Spiel' lieber mit einer anderen Doppel-Spielerin, die das entsprechende Pensum auch wirklich leisten kann."

ran.de/tennis.de: Inwiefern beschäftigt Sie diese Fed-Cup-Niederlage in Russland noch?

Görges: "Vor allem die erste Woche danach, als wir alle das Turnier in Stuttgart gespielt haben, hat uns noch mitgenommen und sehr viel Energie gekostet. Aber jetzt ist ja bereits die neue Auslosung für das kommende Jahr draußen und deswegen sollte man mit der Niederlage in Sotschi auch mal abschließen."

ran.de/tennis.de: Von drei Zielen bleibt Ihnen jetzt also nur noch eines übrig: die Rückkehr in die Top-20 der Weltrangliste. Ist das nach wie vor ein realistisches Ziel?

Görges: "Definitiv. Wenn ich weiter konstant meine Leistungen bei den WTA-Turnieren und den Grand-Slams bringe, ist das auf jeden Fall möglich. In der Rangliste „Road-to-Singapore“ rangiere ich aktuell zwischen 30 und 35, was zeigt, dass die Richtung auf jeden Fall stimmt und ich auf dem richtigen Weg bin."

ran.de/tennis.de: Sie haben vor der Saison bei uns im Interview gesagt, dass Sie endlich wieder Ausrufezeichen setzen und besseres Tennis spielen wollen. Das ist Ihnen zum Teil ja auch gelungen. Was machen Sie dieses Jahr anders als vielleicht noch vergangene Saison?

Görges: "Erst einmal ist das die Art und Weise, wie ich auf dem Platz stehe. Ich fokussiere mich stärker auf mich selbst. Ich versuche, jeden Punkt zu spielen und nicht so sehr aufs Resultat zu schauen. Es geht einfach darum, das zu spielen, was ich mir vorgenommen habe und nicht das, was mir von der Gegnerin aufgezwungen wird. Ich will mich mit meinem Spiel identifizieren können.

Natürlich könnte ich einen Ball hundert Mal ins Feld spielen, aber das ist nicht mein Spiel. Ich bin eine aggressive Spielerin, mache viele Fehler, aber auch genug Gewinnschläge. Das ist mein Spiel und dazu stehe ich."

ran.de/tennis.de: Sie wirken auf dem Platz jetzt auch deutlich lockerer als früher …

Görges: " … das ist zum Teil so. Je älter man wird, desto mehr versteht man auch den Sport. Wenn man jung ist, will man unbedingt und um jeden Preis gewinnen. Man versteht leider nicht, dass es einen langfristig deutlich weiterbringen würde, wenn man einfach sein Spiel durchzieht.

Das hat sich mit den Jahren und der Erfahrung, vor allem aber durch meine hartnäckige Handgelenksverletzung, nun geändert. Ich habe in dieser Zeit nicht mein Spiel und auch nicht mich selbst gefunden und dadurch sehr viele Niederlagen einstecken müssen. Und es gehört eben auch ein gewisser Spaß dazu. Denn es ist nicht die Normalität, dass man sein Hobby zum Beruf machen und dieses spezielle Leben leben kann. Das ist schon etwas Außergewöhnliches. Deshalb sollte man diese Zeit auch genießen und nicht verschwenden. Zumal es nur ein kleiner Abschnitt im Leben ist."

ran.de/tennis.de: Ist diese Erkenntnis das Resultat eines Lernprozesses?

Görges: "Das ist sicherlich ein Lernprozess, kommt aber auch durch die Erfahrungen, die ich gemacht habe. Und so weiß man solche Momente wie jetzt in Paris gegen Caroline Wozniacki deutlich mehr zu schätzen."

ran.de/tennis.de: Auf der Profi-Tour steht nun die Rasensaison vor der Tür. Kommt bei Ihnen nach dem Achtelfinale bei den Australian Open und den French Open nun auch das Achtelfinale von Wimbledon?

Görges: (lacht) "Nee nee, bis dahin ist es schon noch ein richtig langer Weg. Ich bin in London ja keine gesetzte Spielerin und muss mit einer harten Auslosung rechnen. Aber man sieht bei den Grand Slams ja immer wieder, was so alles möglich ist und wer letztendlich alles um den Turniersieg mitspielt. Jeder kann jeden schlagen und somit in einem Grand-Slam-Finale stehen. Und das macht unseren Sport ja noch interessanter und spannender."

ran.de/tennis.de: Und es macht Ihnen persönlich doch sicherlich auch Mut, oder? Denn eine Lucie Safarova hätte vorher ja auch niemand im French-Open-Finale erwartet …

Görges: "Das ist definitiv richtig. Und das gibt letztlich jedem Spieler auf der Tour das Gefühl, dass man die Top-Stars schlagen kann. Es sind ja auch nur Menschen. Außerdem weiß man, wofür man hart arbeitet, um genau solche Momente zu erleben, wie es nun in Paris Lucie vergönnt war."
Some tidbits:

- Disappointed that she played her worst match of the tournament against Errani
- "If someone had offered me R4 at AO & RG before the season I would've taken it"
- Win against Woz gives her confidence
- "I'm just a good Grand Slam player. I had bad draws in the past and played through them anyway. That shows that there is a certain quality."
- "At the other tournaments I had matches I lost after having match points, who knows what would've happened if I had won them"
- "Haven't had black out matches this year, against Errani I wasn't good but it also wasn't totally bad"
- "All in all I'm absolutely satisfied with my performances this season"
- Split from ALG because she couldn't do the practice work for doubles, told ALG to find someone else
- Top 20 is a realistic goal for this year. "I'm between 30 an 35 in the race, I'm on the right track"
- Focuses more on herself, plays the points without paying attention to the scoreline
- Wants to be able to identify herself with her game
- "Of course I could keep the ball in play 100 times, but that's not my game. I'm an aggressive player, I make a lot of errors but also enough winners. That's my game and I stand by it."
- "The older you get the more you understand the sport. If you're young you want to win no matter what. You don't understand that long-term it's more successful to just play your game"
- "Anybody can beat anybody and therefore make a slam final"
- "Everybody on tour feels like they can beat the top players"
- "You know what you're working for, to experience moments like Safarova had one in Paris"
May 31st, 2015 09:26 AM
Fury
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Quote:
Julia Görges spielt in Paris groß auf.
In den vergangenen Jahren stand Julia Görges meist im Schatten von Andrea Petkovic und Co. Nicht wenige glaubten, dass die 26-Jährige ihre beste Zeit bereits hinter sich hätte. Doch in Paris trumpft Görges groß auf und ist dort nun die letzte Deutsche.
Ohne Taschentuch geht für Julia Görges in diesen Tagen von Paris gar nichts. „Ich glaube, ich verbrauche geschätzt 400 Stück am Tag“, sagte die 26-Jährige.
Doch zum Tränen trocknen benötigt sie die Tempos nicht, dafür spielt sie trotz ihrer Allergieprobleme zu erfolgreich. Zum ersten Mal in ihrer Karriere steht Görges bei den French Open im Achtelfinale, als einzige der insgesamt 16 bei den Damen und Herren gestarteten deutschen Tennisprofis hat sie die dritte Runde überstanden.
Angelique Kerber? Will am Sonntag Bundesliga spielen. Andrea Petkovic? Macht erstmal Pause. Sabine Lisicki? Freut sich, dass endlich die Rasen-Saison beginnt. Nur Görges ist noch mittendrin, wenn das zweite Grand-Slam-Turnier der Saison in der zweiten Woche so richtig Fahrt aufnimmt. „Ich freue mich natürlich, dass ich es endlich auch einmal außerhalb von Melbourne ins Achtelfinale geschafft hat“, sagte Görges. Bislang stand sie lediglich bei den Australian Open in der Runde der letzten 16 - das aber schon dreimal.
Wer Görges derzeit in der französischen Hauptstadt beobachtet, der erlebt eine Spielerin, die mit sich im Reinen und voll fokussiert ist. „Außerhalb des Hotels habe ich noch nicht viel gesehen“, antwortete die Norddeutsche auf die Frage, was ihr an Paris bislang am besten gefallen habe.
Schon zu Saisonbeginn formulierte sie erstaunlich konkret und forsch ihre Ziele. „Ich will wieder in die Top 20“, gab sie als Zielvorgabe für 2015 aus. Durchaus mutig, wenn man bedenkt, dass sie als Nummer 75 der Welt ins neue Jahr gestartet ist und ihr letzter Turniersieg bereits mehr als vier Jahre zurückliegt. Doch im März 2012 war sie schon einmal die Nummer 15 der Welt. „Ich weiß also, dass ich es schaffen kann.“
Dass sie derzeit immer noch auf Rang 72 herumkrebst, hat auch damit zu tun, dass sie zwei nicht einfache Jahre mit einer komplizierten Verletzung am Handgelenk und vielen Erstrunden-Niederlagen hinter sich hat. „Ich war in dieser Zeit nicht die Person auf dem Platz, die ich sein wollte“, sagte die Fed-Cup-Spielerin.
Doch schon bei den Australian Open in Januar stand sie als einzige Deutsche im Achtelfinale. Und auch wenn es danach wieder einige Rückschläge gab: „Vom spielerischen her bin ich schon länger auf dem richtigen Weg.“ Es sei nun einmal schwieriger als noch vor drei Jahren, in die Top 20 zu kommen, „weil die Dichte im Damen-Tennis ungeheuer zugenommen hat.“
Durch ihre Erfolge in Paris wird sie wieder einige Plätze gutmachen, wie viele, das hängt vom weiteren Verlauf im Bois de Boulogne ab. Im Achtelfinale wartet nun die italienische Petkovic-Bezwingerin Sara Errani. „Sie ist unangenehm zu spielen, doch ich werde wieder alles rausholen, was mein Körper hergibt.“ Als Belohnung könnte danach im Viertelfinale ein Duell mit Branchenprimus Serena Williams winken. Und wer weiß, vielleicht benötigt dann die Nummer eins der Welt ein Taschentuch - und zwar gegen die Enttäuschung.
dpa
May 31st, 2015 09:02 AM
Fury
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Quote:
Ein Geheimnis von Görges' Erfolg: die verbesserte Körpersprache

Julia Görges dagegen darf noch länger im Westen des Pariser Stadtzentrums verweilen, sie besiegte die Amerikanerin Irina Falconi 6:4, 6:1. Damit steht die 26-Jährige aus Bad Oldesloe zum ersten Mal im Achtelfinale der French Open, nach dem Erreichen der Runde der letzten 16 in Melbourne im Januar ihr zweites richtig gutes Ergebnis 2015.

"Ich bin sehr glücklich", sagte sie, sie sei überrascht, vor allem weil die Auslosung nicht so vielversprechend klang, etwa mit der an Nummer 5 gesetzten Dänin Caroline Wozniacki im Weg, die die 26-Jährige dann in der zweiten Runde in brillanter Manier ausschaltete - und doch sei sie auch wieder nicht überrascht, "wegen der Art, wie ich spielerisch in Form bin", sagte sie und strahlte tatsächlich selbst eine Stunde nach dem Match immer noch eine Zuversicht aus, als könnte sie gleich erneut auf den Platz gehen und weitersiegen. An ihrer Körpersprache hat sie übrigens auch gefeilt, verriet sie später. Görges war und ist von den deutschen Frauen in Paris definitiv die mit der besten Aura diesmal.

Auf Platz 72 steht sie derzeit in der Weltrangliste, aber von ihren Anlagen her müsste sie tatsächlich mindestens dort positioniert sein, wo sie 2012 einmal war, auf Platz 15 der Welt. So wie sie gegen Falconi agierte, die als 85. eigentlich in ihrer Ranking-Region ist, hat sie auch gegen Errani absolut berechtigte Chancen. Wühlmaus hin oder her. Jedenfalls bereiteten ihr nach einem Fehlstart (0:3) die Bäume samt den Pollen in der Nähe von Court 7 mehr Probleme - sie übertrieb nur unwesentlich, als sie meinte, sie hätte aufgrund ihrer Allergie "400 Taschentücher" verbraucht. 28:12 Winner, bei nur 12:19 Fehlern gegenüber Falconi sprachen für sich.

Die Frage ist nun, ob Errani mit ihrem zähen Tennis auch die dritte Deutsche in Serie besiegen kann, zumindest von der Strategie her will Görges ja gar nicht so viel anders machen als Carina Witthöft (Hamburg) und Petkovic vor ihr. "Es ist ein wichtiger Teil meines Spiels, dass ich aggressiv bleibe", betonte sie, wusste aber auch zu analysieren: "Bei Sara bekommt man immer wieder einen Extraschlag", es sei daher wichtig, das Angriffsspiel "nicht zu überstrapazieren, man muss seine Punkte taktisch gut aufbauen". Petkovic wird sie indes nicht mehr befragen zu ihrer Gegnerin, in der Branche kennt man sich eh in- und auswendig, vor allem Spielerinnen mit Tussaud-Potenzial.
http://www.sueddeutsche.de/sport/pet...rage-1.2499491
May 30th, 2015 09:57 AM
Jogi
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

"ich variiere viel, mehr als andere spielerinnen"
May 30th, 2015 08:50 AM
Schnffy
Re: Julia Görges Interviews and Twitter thread

Jule in Bild...

http://www.bild.de/sport/mehr-sport/...5464.bild.html
Quote:
„Die konstante Arbeit mit meinem langjährigen Team zahlt sich aus. Ohne das geht es nicht.“


Quote:
Ihr Heuschnupfen ist in Paris zum Heulen. Jule: „Die Bäume hier sind eine Katastrophe!“
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