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Apr 17th, 2016 05:47 PM
Fury
Re: Petko Articles & Interviews

Doris Henkel:

Sieg in Fed-Cup-Relegation: Ein Ritt auf der Rasierklinge - Mehr Sport - FAZ
Mar 29th, 2016 03:12 PM
Fury
Re: Petko Articles & Interviews

Quote:
Andrea Petkovic: Drei Stunden umsonst geschuftet

Das Turnier in Miami begann für die deutschen Frauen mit einer Enttäuschung: Andrea Petkovic musste sich in ihrem Auftaktmatch geschlagen geben.

SID | 26.03.2016

Andrea Petkovic verließ nach einem weiteren Marathonmatch bitter enttäuscht Court 8 im Crandon Park von Key Biscayne. Insgesamt zehn Punkte hatte die letztjährige Halbfinalistin mehr gemacht als ihre Gegnerin Caroline Garcia - am Ende behielt die Französin beim WTA-Turnier in Miami trotzdem mit 7:6 (7:5), 3:6, 7:6 (7:2) die Oberhand.

Für die an Position 21 gesetzte Petkovic war es die zweite Auftaktniederlage in Folge im amerikanischen Hartplatz-Frühling. In der kalifornischen Wüste von Indian Wells knapp zwei Wochen zuvor hatte sich die 28-Jährige in einer ebenfalls knapp dreistündigen Partie ganz knapp geschlagen geben müssen. Viel früher als erwartet muss "Petko" nun die Chaos-Metropole Miami verlassen, von der sich die vielseitig Interessierte auf so magische Weise angezogen fühlt. Als einzige deutsche Spielerin steht beim mit 6,84 Millionen Dollar dotierten Turnier auf der vorgelagerten Halbinsel Key Biscayne bislang Julia Görges (Bad Oldesloe) in der dritten Runde. Die 27-Jährige besiegte die ehemalige US-Open-Gewinnerin Samantha Stosur (Australien) mit 3:6, 6:1, 6:4.

Petkovic fehlt trotz des Trainerwechsels zu Jan de Witt Ende 2015 und einiger vielversprechender Ansätze momentan die Konstanz. Zumindest emotional fühlt sich die deutsche Nummer zwei stabiler als in der Vergangenheit. "Ich bin auf dem richtigen Weg. Matches wie dieses in Indian Wells zum Beispiel werfen mich nicht aus der Bahn - das war im letzten Jahr anders", sagte sie, die auch wirklich geduldiger wirkt. Doch im Duell mit der Weltranglisten-48. Garcia unterliefen "Petko" bei schwülwarmen Bedingungen zehn Doppelfehler, sie konnte nur sechs von 14 Breakchancen nutzen. Kein Wunder, dass die Hessin einmal den Schläger wutentbrannt auf den Boden schleuderte. Gegen die 22-jährige Französin hatte Petkovic bereits im Februar das Viertelfinale in Dubai verloren. Um kurz darauf beim Hartplatz-Turnier in Doha mit starken Leistungen und Siegen die Hoffnungen auf eine starke Saison zu wecken. Das Halbfinale in Katar gegen die Lettin Jelena Ostapenko hatte sie dann allerdings wegen einer Oberschenkelblessur aufgeben müssen.
Andrea Petkovic: Drei Stunden umsonst geschuftet | Südwest Presse Online
Mar 14th, 2016 07:52 AM
Fury
Re: Petko Articles & Interviews

Doris Henkel:
Quote:
Andrea Petkovic wirkte nach ihrer Niederlage gegen Barbora Strycova (7:5, 4:6, 5:7) nicht verunsichert. Sie wusste, dass sie eine gute Chance gehabt hatte, dieses Spiel unter höchst unterschiedlichen Bedingungen zu gewinnen; es hatte bei Sonnenschein begonnen und war nach einem Regenschauer bei Wind und Dunkelheit zu Ende gegangen. Es sei „dumm gelaufen“, meinte sie hinterher. „Eine harte erste Runde mit Auf und Ab. Aber Matches wie dieses werfen mich nicht aus der Bahn; das kann ich so einordnen, abhaken und weitermachen.“

Die Verletzung im linken Oberschenkel, die sie sich in Doha im Halbfinale zugezogen hatte, hatte sich danach doch ein wenig komplizierter als gedacht herausgestellt. Deshalb war sie später als geplant in Indian Wells gelandet, mit weniger Trainingstagen in den Beinen. Und deshalb wird sie sich zeitig auf den Weg nach Miami machen, um dort mit ihrem Fitnesscoach noch ein paar Einheiten einzubauen.
https://www.ovb-online.de/sport/kerb...a-6207375.html
Feb 27th, 2016 10:58 AM
canton
Re: Petko Articles & Interviews

Quote:
Originally Posted by Fury View Post
...Im Hotelzimmer musste sich Petkovic übergeben - vor dem Computer sitzend...
The way it's written and without any explanation it sounds as if puking from time to time seems to be nothing unusual for Petko.
Feb 26th, 2016 05:22 PM
Fury
Re: Petko Articles & Interviews

Quote:
Doha - Diese kleinen Schusseligkeiten sind geblieben bei Andrea Petkovic. In Doha donnerte sich die Darmstädterin beim Aufschlagtraining das Racket gegen ihr Knie. Mal wieder. Wochen zuvor hatte ihr Laptop den Geist aufgegeben. Im Hotelzimmer musste sich Petkovic übergeben - vor dem Computer sitzend. "Das Teil dann unter der Dusche reinigen zu wollen, war vielleicht nicht die beste Idee", erzählte die 28-Jährige dem SID schmunzelnd beim WTA-Turnier in Katar.

Petkovic kann inzwischen wieder über sich selbst lachen. Auf dem Court strahlt sie viel Ruhe aus - scheint im Reinen mit sich und der Welt: "Ich spüre einfach, dass ich auf dem richtigen Weg bin." Das war Ende 2015 noch ganz anders, da hatte sie mit depressiven Verstimmungen zu kämpfen und stellte sogar die Fortsetzung ihrer Karriere in Frage.

Petkovic is back: "Ich bin emotional wieder in einer guten Verfassung"

Doch was unterscheidet die aktuelle Petko von der im November 2015? "Ich bin emotional wieder in einer guten Verfassung", erklärte die Nummer 27 des WTA-Rankings, die den Spaß am Tennis wiedergefunden hat: "Außerdem gibt mir meine Fitness Selbstvertrauen."

So wie beim 6:1, 5:7, 6:2 im Viertelfinale gegen die an Nummer vier gesetzte Wimbledon-Finalistin Garbiñe Muguruza (Spanien). Beim ersten Sieg im Duell mit einer Top-5-Spielerin seit September 2013 ließ sich Petkovic auch vom Verlust des zweiten Satzes nicht beirren: "Ich wusste, dass ich noch Stunden weiterspielen kann, wenn es sein muss."

Trainerwechsel macht den Unterschied

Der Wechsel zu Trainer Jan de Witt und dessen Crew scheint sich auszuzahlen. "Sie geben mir einen guten Matchplan an die Hand, dem ich absolut vertraue. So kann ich auf und neben dem Court wichtige Energie sparen", berichtete Petkovic über die Strategie. Ihre dreiwöchige Vorbereitung im Dezember hatte die Fed-Cup-Spielerin bei de Witt in der Breakpoint-Base in Halle/Westfalen absolviert. Vor allen Dingen der Aufschlag ist sicherer und druckvoller geworden.

Die Zusammenarbeit mit dem Trainer des Weltranglisten-19. Gilles Simon eröffnet ihr ganz neue Perspektiven - vor allem in punkto geschlechtsspezifischer Selbsteinschätzung. "Wir Mädels hadern auch nach Siegen oft mit unserer Leistung. Die Jungs dagegen sehen bei sich viel mehr das Positive", berichtete Petkovic, die sich im ostwestfälischen Trainingslager auch mit dem introvertierten Simon austauschte. Und der Franzose scheint sich auch von der extrovertierten Hessin einiges abgeschaut zu haben: "Seitdem gibt er sich öfter mal die Faust auf dem Platz."

Petkovic mit Trainer im ständigen Austausch

Selbst die Tatsache, dass de Witt wegen seines Jobs bei Simon nicht immer mit Petkovic auf Tour gehen kann, wirkt sich nicht negativ aus. In Doha ist Coach Simon Goffin aus dem de-Witt-Team dabei. Der Belgier ist der Bruder des Weltranglisten-16. David Goffin. In Katar absolviert Petkovic auch immer wieder Fitness-Einheiten mit Physiotherapeut Dennis Beckermann, der sich mit Petra Winzenhöller abwechselt.

Petkovic, einst die Nummer neun der Welt, steht in ständigem Kontakt mit de Witt. "Jan ist ein unglaublich guter E-Mail-Schreiber." Schade nur, dass sie die schriftlichen Botschaften seit ein paar Wochen nicht mehr auf ihrem Lieblings-Laptop lesen kann. Einmal Schussel - immer Schussel.
Halbfinale in Doha: Andrea Petkovic ist wieder da
Feb 26th, 2016 06:29 AM
Fury
Re: Petko Articles & Interviews

Quote:
Selbst ein Missgeschick hat Andrea Petkovic nicht von ihrem ersten Halbfinal-Einzug seit knapp elf Monaten abhalten können. Wenige Stunden vor ihrem 6:1, 5:7, 6:2 beim WTA-Turnier in Doha gegen die an Position vier gesetzte Favoritin Garbine Muguruza (Spanien) hatte sich die deutsche Nummer eins beim Training unglücklich mit dem Schläger ans Knie gehauen.

Die Schramme störte letztlich aber nicht: Dank einer bärenstarken Leistung darf Petkovic von ihrem siebten Einzel-Titel auf der Tour träumen. Die Weltranglisten-27. unterstrich auch gegen Wimbledon-Finalistin Muguruza ihre bestechende Form. "Das ist ein ganz spezieller Sieg für mich. Ich sehe, dass ich auf dem richtigen Weg bin", sagte Petkovic nach ihrem ersten Triumph über eine Top-5-Spielerin seit September 2013.

Nach 2:21 Stunden verwandelte sie auf dem Centre Court des Khalifa Tennis Complexes ihren zweiten Matchball und reckte erleichtert die Siegerfaust in den Abendhimmel. In ihrem ersten Halbfinale seit Charleston/USA im April 2015 trifft Petkovic am Freitag auf die ebenfalls ungesetzte Jelena Ostapenko (WTA-Nr. 88). Der Teenager aus Lettland setzte sich mit 6:4, 6:3 gegen Kerber-Bezwingerin Saisai Zheng (China) durch. "Jelena habe ich schon länger auf dem Radar. Sie ist eine gefährliche Gegnerin", warnte Petkovic vor der 18-jährigen Ostapenko.

Auch vom erneut böigen Wind ließ sich Petkovic, die am Ende des vergangenen Jahres in einer tiefen persönlichen und sportlichen Krise gesteckt hatte, im Duell mit Muguruza nicht beirren. Die Darmstädterin wirkte hochkonzentriert und konnte sich auf ihren stark verbesserten Aufschlag verlassen.

Petkovic profitiert von Fehlern

Besonders bei den langen Grundlinienduellen behielt die 28-Jährige, die seit dieser Saison mit Trainer Jan de Witt arbeitet, häufig die Oberhand. Gleich zweimal nahm Petkovic im ersten Durchgang Muguruza den Aufschlag ab und profitierte bei ihrem zweiten Satzball von einem Fehler der Spanierin, die sich danach wegen einer Oberschenkelverletzung bandagieren ließ. Fast hatte es den Anschein, als wolle die Nummer fünf der Welt aufgeben.

Doch wie verwandelt trumpfte die immer wieder ans Netz vorrückende Muguruza (22) danach auf und holte sich den zweiten Durchgang. Im entscheidenden Satz gelangen Petkovic aber zwei vorentscheidende Breaks zum zwischenzeitlichen 4:1. Nicht zuletzt, weil sie in den Schlüsselmomenten bei ihrer aggressiven Linie blieb. Ihren letzten Titel hatte die Fed-Cup-Spielerin im Februar 2015 in Antwerpen gewonnen.
sid

http://www.sportal.de/andrea-petkovi...22559347600000
Feb 25th, 2016 08:07 AM
Fury
Re: Petko Articles & Interviews

Doesn't sound bad:
Quote:
Andrea Petkovic hat ihre gute Form bestätigt und steht zum zweiten Mal in Folge im Viertelfinale des WTA-Turniers in Doha. Die 28-Jährige aus Darmstadt besiegte Coco Vandeweghe (USA) nach einer souveränen Vorstellung mit 6:3, 6:4.

Die Weltranglisten-27. Petkovic trotzte auf Court 1 dem böigen Wind und verwandelte nach 1:33 Stunden ihren ersten Matchball. "Es gelingt mir immer besser, die Trainingsleistungen in die Spiele zu transportieren", sagte sie zufrieden.
Im Spiel um den Sprung ins Halbfinale trifft die deutsche Nummer zwei am Donnerstag auf die an Position vier gesetzte Garbiñe Muguruza. Die bisherigen beiden Duelle mit der Spanierin hat Petkovic gewonnen. Vor Doha hatte sie in dieser Saison bereits in Dubai in der vergangenen Woche und in Brisbane im Januar das Viertelfinale erreicht.
Gegen die 1,85 Meter große Vandeweghe agierte Petkovic sicher und geduldig von der Grundlinie. Ihren fünften Satzball verwandelte sie mit einem Aufschlagwinner. Das entscheidende Break gelang Petkovic im zweiten Durchgang zum 5:4.
http://www.spox.com/de/sport/mehrspo...andeweghe.html
Feb 17th, 2016 07:11 PM
Fury
Re: Petko Articles & Interviews

Allmeroth:

Quote:
Petkovic lässt bisher in dem Golf-Emirat ihren eher bescheidenen Auftritt beim Fed-Cup-Drama gegen die Schweiz vergessen: Auch gegen Jankovic spielte die Südhessin strukturiert und konzentriert, nichts in ihren Aktionen wirkte überhastet oder hektisch. Auch einige kritische Situationen in der Partie meisterte Petkovic mit erstaunlicher Gelassenheit, überhaupt ist zu erkennen, dass die Nationalspielerin in der neuen Ära ihrer Zusammenarbeit mit Jan de Witt und dem Haller Breakpoint-Team alles in allem mental stabiler erscheint – und sich nur konstruktiv mit dem eigenen Spiel auseinandersetzt. Die ewigen Selbstgespräche und emotionalen Ausbrüche, die Petkovics Abwärtstrend in der vergangenen Saison flankierten, sind jedenfalls für den Augenblick Geschichte.
http://de.tennisnet.com/a/wta-dubai-...elfinale-66321
Feb 17th, 2016 04:24 PM
canton
Re: Petko Articles & Interviews

Hahaha, I would have missed something without Petko's annual "Never-mind-about-my-latest-crisis-I-am-grown-up-now-This-will-be-my-best-season" speech.
Feb 16th, 2016 06:39 PM
Schnffy
Re: Petko Articles & Interviews

DUBAI DUTY FREE TENNIS CHAMPIONSHIPS

February 15, 2016

Andrea Petkovic

Dubai, United Arab Emirates

A. PETKOVIC/C. Giorgi

6-2, 6-1

THE MODERATOR: Questions, please.

Q. That was a welcomed win for you, wasn't it?
ANDREA PETKOVIC: Yeah, I was very happy with the way I played. I usually loathe playing her (smiling). I don't have the greatest head-to-head against her, and I just struggle with or used to struggle with these unpredictable players. I have worked on a lot in the offseason and I have been playing really well in the past couple of months in practice. I just wasn't able to transfer it into the matches. I think today was one of the first matches where everything came together, and what I really feel like is I'm getting back to the level that I had in 2011.

Q. You said you worked hard at the end of last season. At the end of last season you went through what we might term a midcareer crisis?
ANDREA PETKOVIC: A midlife crisis (smiling), yeah.

Q. Are you over that?
ANDREA PETKOVIC: I am over that. I'm definitely over, and I'm so thrilled that I made the decision to keep playing. I was just -- just a midlife crisis. I think now that I look back, I feel -- maybe "ashamed" is too harsh of a word, because I'm so happy with my life right now. I really -- I can't understand what I have been going through now because it's been -- it has been in the past, but at that moment apparently I was just not very happy with my performances on court and off court. A lot of things in my private life coming together, so now I'm just heading in the right direction again. I think maybe that crisis actually made me work harder in the offseason because I really wanted sort of to make up for the lost time.

Q. It sounded at the time you felt you were wasting your time playing tennis, that there were better things to do with your life?
ANDREA PETKOVIC: Uh-huh. Well, I think it's just a thing of growing up. I tried to evaluate it in that way. I think it's just a thing of growing up. When you're 20, 21, 22, you just feel like all the doors are still open. You can still be a surgeon, you can still be a lawyer, you can still be an actress, you can be whatever you wish. Once you get older, I'm 28 now, you feel -- I think you realize that certain doors are closing, and there are certain paths in life that you can't go back to. One of these things was maybe a normal student life for me or things that I would like to study that I would like to know more about. And I think all these things combined just led to a midlife crisis, but I'm glad I'm over it because I'm very happy with everything I have. I know I'm very blessed. I'm just so grateful that I'm able to lead this life that I'm leading.

Q. What did you do to get through it? What do you think made the difference? Was it conversations with people or just talking to yourself, or...
ANDREA PETKOVIC: Yeah, I think just being to the people that are closest to me that know me the best and just talking through it, and then having a lot of conversation with people that are older and that have gone through the same things. I also read a lot of biographies especially about people that were struggling around 27, 28, and watching a lot of biopics and movies. I could just identify myself with a lot of these people, and I think that helped me to get through it and to just see it really as a crisis and not as a matter of questioning my whole path that I chose in playing tennis, because I did choose it myself. It wasn't forced upon me. I think that was just a thing for me to realize and to recognize it as what it was, a crisis, and not, as I said, a questioning of why I'm here.

Q. Any individuals in particular that you can share that perhaps you said you could relate to?
ANDREA PETKOVIC: Well, I mentioned it in German TV already and they looked at me like a bus. Actually Jimmy Page from Led Zeppelin, he actually quit playing guitar when he was 28 exactly for a year before he came back and became a huge star, obviously. For me, that was maybe not the thing that I could identify most with but that made me realize most that it was just a crisis, because if you don't want to be a rock star, what else in life do you want to be? So I figured if he's going through a crisis, it's okay for me to go through a crisis as a tennis player (smiling).

Q. Do you feel there was a danger that you would look back and maybe feel regret?
ANDREA PETKOVIC: I felt like that in the end of last year and I think that's what got me into this misery that I put myself into. Now I realize that it was just myself and nobody else. But now I don't feel like it anymore, because I just realize how much I love tennis and how much I love being on tour and playing and getting in shape and the competition, and everything was just a drag last year. So that has led me to all these questions last year.

Q. Moving forward, is there perhaps more thought from you that you will try to do more alongside tennis or would you prefer to, no, let's keep it just tennis now and then maybe later...
ANDREA PETKOVIC: Well, what has helped me also is that I'm just preparing a few things for after my career, you know. I get really excited about them, and I always have my notepad with me. When I have ideas, I scribble them down. I'm just trying to be more creative and do stuff off court, as well, especially with my ideas and my brain and not just think about and groom about tennis all day long. So, yeah, I think that has helped me. And also, you know, sometimes when you're in such a down, you appreciate much more of what you have now. So now that I'm back and in shape again and playing well, I have nothing to regret and nothing to pity myself anymore.

Q. What stuff? You said you write stuff down.
ANDREA PETKOVIC: Oh, it's very original. I cannot talk about it now. Some people might steal my ideas. (Laughter.)

Q. You said there were options for you and at the end of the year and now. You didn't mention politics. A couple years ago you said you liked politics. Is that gone?
ANDREA PETKOVIC: I think that was before I actually knew who I was and before I realized that I'm not a diplomatic person at all. Then I figured, well, Andrea, if you're not diplomatic, maybe politics isn't the right path for you. I wouldn't last for more than a year in Germany, and I don't believe I would make it anywhere else (smiling).

Q. Just to go to the boring stuff for a second, your next round is either against Bencic or JJ. So how do you look ahead to that? And also Bencic is in the top 10 for the first time. Talk about that.
ANDREA PETKOVIC: We played Belinda in Fed Cup. She did a tremendous job. She really played so well the whole weekend. She really won all three ties more or less. I mean, with Martina, obviously it was a great matchup for doubles. She played so well against me and played so well against Angie, and Angie was on a tremendous run before that. It was just very impressive with how cool she was just being 18 years old, so she really deserves a place in top 10. I'm excited if I play her to play her here because we played on a super fast court in Leipzig, which is not my favorite one. So here it's quite quick, as well, but you can put a little spin, you can change up the paces. So I would like to see how it goes here. And JJ, you know, we are old friends. We've known each other very well. We actually practiced here on center court a few days back. We will see how that goes.

Q. I haven't spoken to you since Angie won.
ANDREA PETKOVIC: That's true.

Q. So what was your reaction? You were one of the people I thought of, like, I'm wondering what Andrea is thinking.
ANDREA PETKOVIC: I almost died. It was so stressful. My sister, we watched it together at my house. In the beginning we were super relaxed. I had such a good feeling she was gonna win. I saw Serena, and you can tell early on in a match with Serena if she's on fire or struggling. I saw Angie's face because I know her so well, so I knew she was in her zone. I had such a good feeling. Then in the third set, everything got really -- well, just very exciting. When it was 5-4 and Angie -- was she serving? Serena was serving. It was 5-4. And my sister was like, If it's 5-All, I'm turning off the TV. I'm like, What? Are you crazy? We are fighting about turning on or off the TV. And as I looked back, she won. We were so happy. It was just tears of joy and we were -- I mean, both of us. We were just so happy, my sister and me, and especially me. I have known Angie for so long and I have been there through the tough times when she didn't believe she could win anything else and anything big. A lot of doubters obviously in Germany. With Steffi and Boris in our country it's difficult to satisfy the crowd. And so it was just a special, very special moment I think for all of us, for all of German tennis, and especially for Angie, and then our friendship. So it's also, on that part, it was just very special. Just so happy for her.

FastScripts Transcript by ASAP Sports
Feb 9th, 2016 06:46 AM
Fury
Re: Petko Articles & Interviews

Quote:
Von Udo Döring
LEIPZIG - Seitenwechsel. Aus den Boxen dröhnt "Come on erverybody". Die Zuschauer stehen, klatschen, trampeln. Vier Ballwechsel später jubelt nur noch der Block mit den Fans in Rot und dem weißen Kreuz auf der Brust. Verzückt von einem Duo, in dem die eine Spielerin auf die Welt kam, als die andere gerade drei Grand-Slam-Turniere in einem Jahr gewonnen hatte: die an diesem Wochenende überragende Belinda Bencic und Martina Hingis, Führende der Doppel-Weltrangliste.

Dem rot-weißen Jubel stand schwarz-rot-goldene Traurigkeit gegenüber. Andrea Petkovic klatschte sich mit ihrer Doppelpartnerin Ana-Lena Grönefeld ab, gratulierte jedem im Schweizer Team und umarmte ganz lang jeden in der eigenen Mannschaft. Anders als nach der Niederlage im Auftakteinzel gegen Bencic wirkte die Darmstädterin aber sehr gefasst nach dem glücklosen Unterfangen, gegen ein Weltklasse-Doppel den dritten Punkt zu holen.

"Ich war ja quasi die letzte Hoffnung für die Aufstellung", sagte Petkovic lächelnd und ergänzte, dass sie zu wenig Erfahrung und Matchpraxis im Doppel habe. Was ihr zu Beginn nicht anzumerken war. Vor allem ihren Schlägen war es zu verdanken, dass das deutsche Duo mit 3:1 in Führung ging. Doch dann kamen die Schweizerinnen besser ins Spiel, und es stieg die Fehlerquote bei den Deutschen - vor allem bei Ana-Lena Grönefeld, die als Doppelspezialistin gesetzt war für das entscheidende Match, der Teamchefin Barbara Rittner aber attestierten musste: "Sie hatte nicht ihren besten Tag".

Am Vortag war es Andrea Petkovic noch leicht anzusehen, wie sehr ihr der sieglose Start in das Fedcup-Wochenende zugesetzt hatte. "Ich habe sehr gut angefangen. Aber dann ist mir das Match so ein bisschen aus der Hand geglitten", sagte die 28-Jährige in der Pressekonferenz mit einem Blick, der zuvor von vielen Tränen getrübt worden war. Gegen Bencic führte sie schnell mit 2:0. Doch dann folgte ein Bruch, nach dem vor allem ihre Fehlerquote mit der Vorhand stark anstieg. "Am Ende des ersten Satzes bin ich wieder besser ins Spiel gekommen. In den entscheidenden Situationen hat sie aber einfach besser gespielt als ich", bilanzierte Petkovic schließlich das 3:6, 4:6 nach 1:25 Stunden.

Danach brachte sie selbst die Wahrscheinlichkeit ins Spiel, kein weiteres Einzel zu spielen. "Wichtig ist nur, dass die Mannschaft gewinnt. Ob ich spiele oder nicht, ist zweitrangig". Die Teamchefin schloss sich an und stellte Annika Beck für das vierte Einzel auf. Die Bonnerin glich tatsächlich mit dem Sieg über Timea Basczyinski aus. Zuvor hatte Angelique Kerber gegen Bencic verloren, nachdem sie am Samstag den ersten Punkt geholt hatte. Die Australian-Open-Siegerin herzte Petkovic lange nach der Niederlage im Doppel. "Wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können", hatte Kerber am Vortag gesagt, nachdem die Hoffnung ihrer Freundin auf einen Erfolg im Fedcup geplatzt war. Die Kielerin gab der Darmstädterin aber mit: "Andrea wird wieder gewinnen. Davon bin ich überzeugt."
http://www.echo-online.de/sport/nati...l_16623525.htm
Feb 4th, 2016 06:24 PM
Fury
Re: Petko Articles & Interviews

Quote:
Für die flotten Sprüche im Lager der deutschen Tennis-Frauen ist noch immer Andrea Petkovic zuständig, daran hat auch Angelique Kerbers Grand-Slam-Triumph nichts geändert. Im Windschatten des Erfolges ihrer Teamkollegin will sie nun auch sportlich wieder überzeugen und an bessere Zeiten anknüpfen. Beim Fed Cup in Leipzig soll der Startschuss erfolgen.
"Die Rechnung für die Maniküre haben wir Angie schon geschickt", scherzte Petkovic in Anspielung auf die nervenaufreibende Schlussphase des Melbourne-Finals, die sie nägelkauend mit ihrer Schwester im heimischen Wohnzimmer verfolgte. Die Aufmerksamkeit der Journalisten wenige Tage vor der Fed-Cup-Partie in Leipzig gegen die Schweiz war ihr damit gewiss. Auch Kerber konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen und sah sich prompt mit der Frage konfrontiert, ob sie denn neidisch auf die Entertainment-Qualitäten ihrer langjährigen Weggefährtin sei. "Ach nein", antwortete Kerber, "das ist halt die Petko. Wir kennen uns jetzt schon so lange. Neid ist zwischen uns nie da gewesen.

"Gönne Angie ihren Erfolg"

Deshalb hat auch Petkovic kein Problem damit, von ihrer Freundin sportlich in den Schatten gestellt zu werden. "Natürlich würde ich gerne mit Angie tauschen", immerhin habe die sich gerade ihren Traum vom Majorsieg erfüllt, sagte Petkovic ohne einen Anflug von Theatralik oder Pathos: "Ich gönne Angie ihren Erfolg von ganzem Herzen."

Die extrovertierte Petkovic war einst selbst dazu auserkoren, die Nachfolge der Tennis-Ikone Steffi Graf anzutreten. Im Jahr 2011 stand sie in drei Grand-Slam-Viertelfinals und schaffte den Einzug unter die Top 10. Sie war die Frontfrau des deutschen Fräuleinwunders, strebsam, fokussiert und dazu immer unterhaltsam. Nach vielen Höhepunkten und noch mehr Tiefschlägen ist sie derzeit jedoch weit von ihren eigenen Ansprüchen entfernt.

"Spaß am Tennis wieder da"

Zum Ende der vergangenen Saison offenbarte Petkovic in einem Interview ihre gefährlich labile Stimmung. Auch der Auftakt des Tennisjahres 2016 ging mit der Erstrundenpleite bei den Australien Open gehörig schief. Und dennoch sagt die deutsche Nummer zwei: "Ich bin auf einem sehr guten Weg. Die Freude und der Spaß am Tennis sind wieder da."

Kerbers Erfolg sei Motivation genug, "um noch härter zu arbeiten", sagte Petkovic: "Sie hat mich total inspiriert, weil ich auch in ihren schwierigen Zeiten dabei war." Petkovic ist es unter anderem zu verdanken, dass Kerber ihre Karriere nach elf Erstrundenniederlagen im Jahr 2011 fortsetzte, sie holte ihre Fed-Cup-Kollegin in die Offenbacher Tennis-Akademie und stachelte die oft schüchterne Kerber an, wieder an sich selbst zu glauben. Selbstvertrauen als Schlüssel zum Erfolg Im Selbstvertrauen, darin sind sich Petkovic und Kerber einig, liegt auf der Tennis-Tour der Schlüssel zum Erfolg. Jeder Sieg hilft, ganz besonders, wenn er im Mannschaftskreis gefeiert werden kann. "Ich habe im Fed Cup schon oft gute Leistungen abgerufen und konnte sie danach übertragen", sagte Petkovic. Vor genau einem Jahr gewann sie nach einem katastrophalen Jahresauftakt gegen Australien zwei hartumkämpfte Einzel und triumphierte anschließend beim Turnier in Antwerpen. "Ich glaube fest daran, dass mir der Fed Cup einen Schub verleihen kann", meinte Petkovic, "und ich glaube an mich selbst, weil ich gut Tennis spiele". Bereits in Leipzig gilt es, den Worten auf dem Court Taten folgen zu lassen.
Andrea Petkovic will beim Fed Cup zurück zu alter Klasse - Fed-Cup 2014 - Tennis - Eurosport Deutschland
Jan 16th, 2016 09:54 AM
Fury
Re: Petko Articles & Interviews

Quote:
Melbourne (dpa) - Andrea Petkovic lacht viel, als sie sich auf Court 18 im Melbourne Park mit ihrem Sparringspartner die Bälle wechsselt. Dass die Darmstädterin gute Laune hat, ist keine Seltenheit. Doch positive Stimmung und Australien - das passte bei Petkovic überwiegend nicht zusammen.

Sportlich lief es für die 28-Jährige Down Under meist schlecht, in den vergangenen beiden Jahren flog sie bei den Australian Open jeweils in der ersten Runde raus. Die beiden Jahre davor hatte sie es wegen Verletzungen gar nicht erst bis nach Melbourne geschafft.

Auch dieses Mal hing ihre Reise auf den fünften Kontinent in der Schwebe. Gegen Ende des vergangenen Jahres war Petkovic in ein tiefes Loch gefallen, "depressive Verstimmungen" räumte sie im Nachhinein ein. Über ihren kleinen Nervenzusammenbruch in China Ende November ist viel geredet und geschrieben worden. Nun soll gerade in Australien der Neustart gelingen.

"Ich fühle mich gut, bin mit neuem Team und neuem Elan hier", sagte Petkovic am Samstag nach ihrer Trainingseinheit im nach einigen kalten Tagen wieder wärmer werdenden Melbourne. "Wir haben an einigen Dingen gearbeitet und bislang klappt die Umsetzung sehr gut", sagte Petkovic, die beim Jahresauftakt in Brisbane immerhin zwei Matches gewann.

Druckvoller und aggressiver will sie fortan spielen, dabei helfen soll auch ein verbesserter Aufschlag. Mehr Schwung holt sie nun, das Tempo ihres Services geht dadurch deutlich nach oben. In ihrem ersten Spiel des Jahres in Brisbane war sie selbst so erstaunt, dass die Anzeige in der Ecke des Platzes plötzlich 170 Stundenkilometer anzeigte, dass sie völlig vergaß, den Ballwechsel weiterzuspielen. "Ich habe nur auf die Anzeige geglotzt und lag plötzlich 0:40 hinten", sagte Petkovic lachend.

Wie weit sie die Zusammenarbeit mit ihrem neuen Coach Jan de Witt schon in Melbourne trägt, weiß die Fed-Cup-Spielerin selbst nicht. "Ich habe mir kein besonderes Ziel gesetzt. Ich freue mich einfach, dass ich hier bin", sagte die deutsche Nummer zwei. Neben de Witt beobachtet auch ihr Vater Zoran den Neuanfang seiner Tochter genau. Für Petkovic ganz besonders wichtig. "Ich mag es einfach, wenn ich Teile meiner Familie um mich habe. Das entspannt mich", sagte sie.

In ihrem ersten Match trifft Petkovic am Montag im vierten Spiel auf Court 6 auf Jelisaweta Kulitschkowa aus Russland. "Viel weiß ich noch nicht über sie, aber das ist auch egal", sagte Petkovic. Wichtiger ist, wie sie sich fühlt im Trott der großen Tennis-Tour, der ihr zuletzt so zugesetzt hat. Bislang scheint es gut zu laufen. Wer Petkovic in diesen Tagen in Melbourne beobachtet, der kann ihr nur zustimmen, wenn sie sagt: "Ich denke, ich bin auf einem guten Weg."
http://www.t-online.de/sport/tennis/...-neustart.html
Jan 9th, 2016 02:06 PM
Fury
Re: Petko Articles & Interviews

Quote:
München - In einem bemerkenswertem Interview legt Andrea Petkovic einmal mehr ihr Seelenleben offen - und gesteht ein zwiespältiges Verhältnis zum eigenen Sport ein.


Andrea Petkovic ist eine etwas andere Sportlerin, das stellt sie nun einmal mehr unter Beweis.
Zu Beginn ihres Tennis-Jahrs 2016 spricht die 28-Jährige einmal mehr ganz offen über Selbstzweifel, innere Zerrissenheit und ihre Schwierigkeiten mit ihrem Leben als professionelle Athletin.

"Ich schaffe nichts Bleibendes", findet die Weltranglisten-24. im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung: "Ich spiele Tennis - das bringt keinen weiter im Leben." Sie wisse zwar, "dass ich das wunderschönste Leben habe. Aber das bewahrt einen nicht davor, unglücklich zu sein."

Petkovic spricht auch sonst ohne Scheu über ihr Seelenleben, Gedanken ans Karriere-Ende, was sie letztlich davon abgehalten hat - und ihre Gedanken über Kunst, Politik und Flüchtlingskrise. Eine Auswahl der besten Aussagen:

Über mentale Probleme und ihre Abhilfe:
"Für mich ist Kunst die beste Ablenkung. Ich tauche in eine andere Welt ein. Ich suche Ablenkung, um Niederlagen, pfffft, wegzuwischen, zack, weiter! Funktioniert aber nicht. Ich überanalysiere die Dinge."

Über die Sinnkrise im vergangenen Jahr:
"Ich wollte nicht mehr da sein, wo ich war. Meine Mutter war im Sommer sehr krank. Mein Opa starb. Alle müssen durch so etwas gehen, ich weiß, aber für mich war es eine erste Konfrontation. So erschienen mir Fragen wie 'Spiele ich vor den Australian Open in Brisbane oder in Sydney?' unwichtig."

Ihre Zerrissenheit:
"In mir tobt einerseits das Bestreben, glücklich zu sein. Andererseits, andere glücklich zu machen. Das hört sich für eine Tennisspielerin wahrscheinlich dumm an, aber manchmal wäre ich glücklicher, wenn ich zu Hause wäre. Dann denke ich wieder: Wenn ich nur einen Fan inspirieren kann, fühle ich Verantwortung - der will ich gerecht werden."

Wie sie die Sinnkrise überwunden hat:
"Ich bin nach New York geflogen, mit meiner besten Freundin, die nicht aus dem Tennis kommt. Die ersten drei Tage hat sie mich durchgeschleppt. Dann kam meine Energie zurück. Wir waren in Museen, hingen in schäbigen Bars rum, haben Blödsinn geredet. Da merkte ich: Langsam wirst du wieder du selbst. Ich habe Dokus geschaut und Bücher gelesen, in denen es um Personen ging, die viel selbst reflektieren. Oft geschah das im Alter von 27, 28 Jahren, dann fand ein Umbruch statt. Da drin habe ich mich wiedergefunden. "

Ihren Ausflug in die Politik:
"Ich war 19, 20 und verletzt zu der Zeit. Ich habe damals in einem Interview gesagt, ich würde gerne lernen, wie Politik funktioniert. Prompt bekam ich ein Angebot von Kochs Sprecher. Die Arbeitszeiten und die Förmlichkeit waren gewöhnungsbedürftig. Alle sagten immer MP Koch. Ich nannte ihn Rolli. Also nicht direkt, sondern unter uns. 'Andrea, das ist so respektlos', sagten die anderen. Ich fand den Gegensatz zwischen dem förmlichen Umgang und dem Namen Rolli lustig.

Ihre Sicht auf die Flüchtlingskrise:
"Wir sind wegen des Krieges geflohen, ich war sechs Monate alt. Das Thema macht mich betroffen, ob mehr als andere, weiß ich nicht. Ich weiß, was Deutschland mir gegeben hat. Dafür bin ich dankbar. Aus dieser Dankbarkeit heraus wächst dann wieder der Anspruch: Wir müssen allen helfen, irgendwie. Da bin ich nicht realistisch."

Was sie an ihrem Sport trotz allem liebt:
"Das Spielen gegen Topgegnerinnen. Die Matches vor dem tollen Fed-Cup-Publikum. Ich liebe diesen Sport, aber nicht bis zur Selbstaufgabe. Nach der Saison war ich zum Check bei Dr. Müller-Wohlfahrt. Ich bin ein Fan von ihm. Er sah sich meine Bandscheiben an und rief begeistert: "Ein Traum! Ich habe nach zehn Jahren Profisport noch nie solche Bandscheiben gesehen. Du kannst noch 15 Jahre Tennis spielen!" Da schrie ich: 'Um Gottes willen! 15 Jahre? Ohne mich!'"
http://www.sport1.de/tennis/wta/2016...lenleben-offen
Jan 9th, 2016 11:58 AM
Katja
Re: Petko Articles & Interviews

Andrea Petkovic spürt nach Trainerwechsel wieder mehr Zeit zum Atmen

Quote:
Wieder mehr Zeit zum Atmen

Tennisspielerin Andrea Petkovic hat zum Optimismus zurückgefunden: Nach einer persönlichen Krise zum Jahresende spürt sie trotz einer frühen Niederlage beim Jahresauftakt eine Erneuerung – einen gewissen Anteil daran hat ihr neuer Trainer.

In den ersten Tagen hatte es fast so ausgesehen, als gehöre ihr allein die Bühne. Maria Scharapowa hatte sich ohne Spiel verletzt verabschiedet, Roger Federers erster Auftritt war auf Donnerstag verschoben worden, und so siegte, lachte und scherzte Andrea Petkovic eine Weile ohne Konkurrenz auf allen Kanälen. Keine Rede mehr von depressiven Phasen und dem Gefühl, in der eigenen Haut nicht mehr zu Hause zu sein wie Ende vergangenen Jahres. Und keine Rede davon, sich einen anderen Job zu suchen, weil sich manchmal selbst die Siege nicht mehr richtig angefühlt hatten. Umso abrupter wirkte dann zwar das Aus im Viertelfinale gegen die Qualifikantin Samantha Crawford (3:6, 0:6). Doch die junge Amerikanerin drosch auf jeden Ball, als habe sie einen Vorschlaghammer in der Hand, und hielt das unglaubliche Tempo bis zum Schluss. Die andere habe eben jede Kugel getroffen, sagte Petkovic hinterher vergleichsweise gelassen, das müsse man dann auch akzeptieren. Punktum.

Am Fazit des ersten Turniers des Jahres – ein guter Beginn – und am grundsätzlichen Gefühl ändert das nichts. „Jetzt“, so sagt sie, „erkenne ich all die hübschen Dinge wieder, mit denen ich nichts mehr zu tun haben wollte. Es geht mir wirklich gut.“ Einen gewissen Anteil an dieser Erneuerung hat jener Mann, der an ihrer Seite die ebenso reizvolle wie herausfordernde Aufgabe als Coach übernommen hat.

Herr über einen schlanken Laptop
Der Mann heißt Jan de Witt, ist 50 Jahre alt und war einst zum Tennis abgebogen, weil er nach einem Geschichtsstudium und dem Zweitfach Betriebsorganisation und Personalwesen keinen Drang verspürte, jeden Tag acht Stunden in einem Büro zu sitzen. Stattdessen wurde er zunächst Trainer beim Westfälischen Tennisverband, stieg dann als Coach bei den Profis ein und gilt seit einiger Zeit als einer der größten Tüftler der Branche.

Er ist Herr über einen schlanken Laptop, in dem Daten über mehr als 400 Spieler, in zehn Jahren gesammelt, gespeichert sind. Bisher trainierte er auf der Profiebene nur Männer. Seit sich die Zusammenarbeit mit Andrea Petkovic im Sommer 2015 anbahnte, verpasste er aber kaum ein Spiel der neuen Klientin und wertete alle Erkenntnisse akribisch aus. „Ich denke“, sagt der im niedersächsischen Celle geborene de Witt mit dem Understatement, das zu jener Gegend passt, in der er lebt (Ostwestfalen), „dass ich ähnlich professionell an meine Arbeit gehe, wie das viele Kollegen in anderen Sportarten tun. Wenn ich mit meinen Freunden vom Basketball oder Volleyball rede, dann haben die nicht das Gefühl, dass ich der geniale Tüftler bin und was Besonderes mache. Die denken eher: Naja, die sind nicht mehr fünf Jahre hintendran, sondern nur noch zwei.“

Besserer Aufschlag
Drei Wochen bereiteten sich Petkovic und de Witt im Dezember in Halle/Westfalen auf die neue Saison vor, sie landeten schnell auf einer gemeinsamen Ebene, und beide finden, die ersten Ergebnisse der Partnerschaft könne man schon erkennen. Dazu zählt die sichtbare Verbesserung ihres Aufschlages, bei dem am Ende ein deutlicherer Impuls und eine bessere Beschleunigung zu erkennen ist.

Der Bewegungsumfang sei einfach 20 Zentimeter länger als früher, sagt de Witt, dadurch sehe die Bewegung insgesamt ein bisschen harmonischer aus, obwohl das nicht unbedingt sein Ziel gewesen sei. „Das Radar sagt, wie schnell der Aufschlag ist. Im Durchschnitt sind’s 15 bis 20 km/h mehr, und sie kriegt in jedem Aufschlagspiel zwei freie Punkte – damit bin ich bisher mehr als zufrieden.“ Freie Punkte, sagt Andrea Petkovic, gäben ihr Zeit zum Atmen.

Es geht um Balance
Doch de Witt findet, sie habe auch in anderen Abteilungen Fortschritte gemacht. „Andrea war in gewissen Teilbereichen nicht so fit, wie ich mir das vorgestellt hatte. Daran haben wir gearbeitet; jetzt spielt sie hier in der Hitze richtig anstrengende Punkte, ist mit dem Puls schön schnell wieder unten und kann den nächsten Punkt mit 100 Prozent spielen. Ob das die Gegnerin dann auch kann, ist die Frage.“ Sie preist seine Qualitäten so: „Er erleichtert mir das Denken, weil ich ihm so vertraue, ich kann mich entspannen. Früher hab ich ja alles über die Gegnerinnen selbst auf Youtube nachgeschaut, jetzt mache ich das nicht mehr.“

Es sieht so aus, als gebe es diverse Verbindungsstränge zwischen dem unaufgeregten, akribischen Herrn de Witt und der zu allerlei Extremen neigenden Andrea Petkovic. „Ich glaube“, sagt er, „vieles geht bei ihr darum, eine gute Balance hinzukriegen zwischen den Dingen, die sie mit ganz viel Aufwand macht und den Dingen, die man weglassen muss. Sie ist so ein Typ, der immer das Maximale will, und das ist im Tennis nicht besonders gesund. Das Optimale machen und nicht immer das Maximale wollen, darum geht’s.“ Just an der entsprechenden Dosierung tüftelt der Coach: „Das ist mein Job. Ich werde gut bezahlt, um das rauszufinden.“
Doris
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