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Thread: Babsi Rittner Cheering Thread!!! Reply to Thread
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Feb 2nd, 2016 01:04 PM
rucolo
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Ein Radio-Interview mit Babsi zu Kerber`s Aus Open-Triumph

http://www.deutschlandfunk.de/angeli...icle_id=344117

Quote:
30.01.2016

Angelique Kerber

"Ein Paradebeispiel für Nachwuchsspielerinnen"

Die FedCup-Teamchefin Barbara Rittner war nach dem Sieg Angelique Kerbers bei den Australian Open "erleichtert und stolz". "Sie war in den entscheidenden Momenten die coolere Spielerin," sagte sie im DLF. Kerber habe gezeigt, dass harte Arbeit sich lohne - und sei damit auch ein gutes Vorbild für den Nachwuchs.

Barbara Rittner im Gespräch mit Astrid Rawohl

Das Finale gegen Serena Williams sei eins von Kerbers besten Matches gewesen, sagte Rittner. "Und das im wichtigsten Match ihrer Karriere!" Mit starkem Willen habe sie das Spiel selbst gewonnen und "nicht drauf gewartet, es geschenkt zu bekommen." Bis zum Ende habe sie an sich geglaubt und es mit vollem Herzen durchgezogen.

"Man kann den Erfolg nach zehn Jahren harter Arbeit nicht hoch genug bewerten," sagte Rittner weiter. "Das ist eine Riesensache für Tennis-Deutschland." Sie zollte auch der unterlegenen Serena Williams Respekt: Die habe sehr fair verloren.

"Harte Arbeit zahlt sich aus"

Kerber sei in den letzten Jahren erwachsener geworden und habe stets aus ihren Fehlern gelernt. "Sie ist ein Paradebeispiel für Nachwuchsspielerinnen, indem sie zeigt, dass harte Arbeit sich auszahlt," meint Rittner. Sie erhofft sich von Kerbers Sieg auch eine positive Wirkung auf das FedCup-Team, das Anfang Februar beim FedCup in Leipzig antritt.
Ein sehr gutes Interview von Babsi
Jan 17th, 2016 12:00 PM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Quote:
Sabine Lisickis Weg dagegen scheint eher eine Mischung aus Glamour und Arbeit zu sein. Bereitet es Ihnen Sorgen, dass sie wegen ihrer Beziehung zu Oliver Pocher oft mehr in den Klatschspalten auftaucht als im Sportteil?

Rittner : Nein. Sie ist ein erwachsener Mensch und kann nur selbst beurteilen, ob ihr das Leben, das sie führt, guttut. Sie spielt mit dem Glamourfaktor, und sie sagt, dass ihr das Spaß macht und sie es genießt. Für mich sieht es manchmal so aus, als sei es zu viel. Aber die Ergebnisse werden zeigen, ob sie richtig liegt.
Jan 17th, 2016 10:55 AM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Danke..sehr schönes Interview..wie die immer mit keinem Wort auf Barthel, Maria und Siegemund eingeht

immer noch verletzt wegen Sotchi
Jan 17th, 2016 08:29 AM
Bodensee
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Barbara Rittner: "Carina Witthöft wird es schwer haben"

Quote:
Vor dem Start der Australian Open spricht die Tennis-Bundestrainerin über die Perspektiven ihrer Spielerinnen für die Saison 2016.

Die Lust auf die lange Reise nach Australien, die Barbara Rittner am vergangenen Dienstagabend antrat, hielt sich in Grenzen. "Wenn man das 25. Jahr in Serie nach Melbourne fliegt, dann ist das nicht mehr so aufregend, sondern eher anstrengend", sagt die Tennis-Bundestrainerin, die seit 2005 die Geschicke der deutschen Damen leitet. An diesem Montag startet mit den Australian Open das erste Grand-Slam-Turnier der Saison 2016, und spätestens dann stellt sich auch der Spaß wieder ein. "Dann freue ich mich darauf, alle wiederzusehen", sagt die 42-Jährige.

Hamburger Abendblatt : Frau Rittner, war nach dem eher enttäuschenden Ende des Tennisjahres 2015 die Zeit zum Ausruhen ausreichend, damit Sie mit vollem Elan in die Saison 2016 gehen können?

Barbara Rittner: Für mich gibt es selten Ruhe, da ich als Bundestrainerin auch für den Nachwuchs verantwortlich bin. Ich hatte über Weihnachten und Neujahr zehn Tage Urlaub, das war es. Aber das ist kein Problem, im Gegenteil. Die Arbeit mit den Talenten macht mir so viel Spaß, sie ist ein wunderbarer Ausgleich zum Profigeschäft. Die Jugendlichen sind noch richtig aufgeregt, wenn ich mit ihnen rede, die hören sehr aufmerksam zu und saugen alles auf.

Ist in der Altersklasse zwischen 14 und 18 Jahren jemand zu sehen, der die Perspektive hat, in die Weltklasse vorzudringen?

Rittner : Ich kann keinen Namen nennen, weil die Überfliegerin derzeit fehlt, von der ich mir sicher sein könnte, dass sie es schafft. Was ich sagen kann: Die neue Generation arbeitet sehr intensiv im Team zusammen, sie sind alle sehr fleißig und fokussiert und bringen eine tolle Einstellung mit. Aber man muss ihnen die notwendige Zeit geben.

Sprechen wir über die aktuelle Profigeneration. Der Start ins Jahr war mit den Finalteilnahmen von Angelique Kerber in Brisbane und Julia Görges in Auckland verheißungsvoll.

Rittner : Das Wichtigste ist, dass bis auf Mona Barthel alle gesund waren. Wer aus der Vorbereitung kommt, fragt sich immer, wo er steht. Wenn zwei Spielerinnen Finals erreichen, kann das positiv auf das gesamte Team abfärben. Auf jeden Fall ist es ein Zeichen dafür, dass sich das harte Training ausgezahlt hat.

Fast alle Ihre Topspielerinnen haben teils einschneidende Veränderungen vollzogen. Am krassesten war der Fall An*drea Petkovic, die im zweiten Halbjahr 2015 völlig frustriert war und ans Karriereende dachte und die nun mit Jan de Witt als neuem Trainer durchstartet. Wie fragil ist bei ihr die Lage derzeit?

Rittner : Ich war eine der wenigen, die sich keine gesteigerten Sorgen um die Petko gemacht hat. Sie hatte die Unbeschwertheit verloren, nichts war ihr mehr gut genug. Aber sie hat diese Phasen immer wieder, ihre Stimmungsschwankungen machen sie interessant und sind Teil ihrer Persönlichkeit.

Es schien diesmal aber schlimmer zu sein als sonst. Wenn jemand mit 28 ans Karriereende denkt, obwohl er noch viel Potenzial hat, ist das ernst zu nehmen.

Rittner : Natürlich, aber ich habe nie befürchtet, dass sie es wirklich durchziehen würde. Die Bereitschaft, es mit einem neuen Trainer zu versuchen, die ist wichtig. Ich habe mit Jan de Witt gesprochen, nachdem beide ein paar Wochen zusammengearbeitet hatten, und ihn gefragt, ob er das Gefühl habe, dass sie wieder Spaß am Tennis empfindet. Das hat er bestätigt, und den Eindruck macht die Andrea auf mich auch. Jetzt ist wichtig, dass sie ihrem neuen Coach auch tatsächlich Verantwortung überträgt. Am Anfang ist ja immer alles toll. Ob es funktioniert, muss man abwarten. Aber ich denke, dass es klappen wird.

Auch Julia Görges hat mit Michael Geserer einen neuen Trainer. Die Trennung von Sascha Nensel scheint ihr gutgetan zu haben, immerhin war Auckland ihr erstes WTA-Finale seit 2012.

Rittner : Jule hat sich komplett neu aufgestellt, mit neuem Trainerteam, neuem Ausrüster. Ich denke, das ist ein Spiegelbild ihres eigenen Wohlbefindens. Sie wirkte im vergangenen Jahr unglücklich und nicht frei. Sascha hat einen Riesenjob gemacht, aber irgendwann nutzt sich alles ab, und dann muss man etwas anderes probieren. Ich freue mich sehr für sie, dass das zu funktionieren scheint. Sie muss ja gar nicht ihr eigenes Spiel neu erfinden. Wichtig ist, dass sie mit frischem Wind an die Aufgaben geht, die sich ihr stellen.

Glauben Sie, dass unserer deutschen Nummer eins, Angelique Kerber, in diesem Jahr endlich der große Wurf bei einem Grand-Slam-Turnier gelingt?

Rittner : Bei ihr sind zwei Dinge wichtig. Sie hat das Bewusstsein dafür geschaffen, daran arbeiten zu wollen, bei den großen Turnieren konstant ihre beste Leistung abrufen zu können. Und sie hat das umgesetzt, indem sie nach einer kurzen Pause sehr hart an ihrem Aufschlag und an der Aggressivität im Spiel gearbeitet hat. In Brisbane hat sie das sehr gut umgesetzt. Deshalb denke ich, dass sie auf dem richtigen Weg ist.

Sabine Lisickis Weg dagegen scheint eher eine Mischung aus Glamour und Arbeit zu sein. Bereitet es Ihnen Sorgen, dass sie wegen ihrer Beziehung zu Oliver Pocher oft mehr in den Klatschspalten auftaucht als im Sportteil?

Rittner : Nein. Sie ist ein erwachsener Mensch und kann nur selbst beurteilen, ob ihr das Leben, das sie führt, guttut. Sie spielt mit dem Glamourfaktor, und sie sagt, dass ihr das Spaß macht und sie es genießt. Für mich sieht es manchmal so aus, als sei es zu viel. Aber die Ergebnisse werden zeigen, ob sie richtig liegt.

Beim Hopman Cup hat sie jüngst alle ihre drei Einzel verloren.

Rittner : Das stimmt, und wenn man in drei Matches keinen Satz gewinnt, ist das nicht gut fürs Selbstvertrauen. Aber in Sydney hat sie in dieser Woche ihr Auftaktmatch gewonnen. Sie ist für Melbourne ja gesetzt; ich hoffe, dass sie weit kommt.

Aus Hamburger Sicht ist Carina Witthöfts Weg sehr interessant. Sie hat 2015 die Top 50 geknackt, steht momentan auf Rang 63. Der Bonus des Newcomers ist weg, sie gilt jetzt als etablierte Spielerin, alle kennen sie. Was bringt 2016 für sie?

Rittner : Es wird ein schwieriges Jahr, weil sie einige Punkte zu verteidigen hat. Jetzt wird sich zeigen, ob sie so gut aufgestellt ist, dass sie es dauerhaft unter die Top 50 schaffen kann. Spielerisch hat sie das Potenzial, konstant dort zu stehen, und mit ihren Qualitäten muss das das Ziel sein. Dennoch ist sie noch zu schwankend in ihren Leistungen. Ich habe Hochachtung vor dem, was ihre Eltern und ihr Freund, der ihr als Sparringspartner dient, in der Trainingsarbeit leisten. Aber ich wünsche mir, dass sie wenigstens wochenweise einen erfahrenen Mentor hinzuziehen würde, der das Ganze im Hintergrund lenkt. Das würde ihr helfen.

Mit Mona Barthel, Annika Beck, Tatjana Maria, Anna-Lena Friedsam und Laura Siegemund stehen fünf weitere Spielerinnen in den Top 100. Wer von denen hat das Potenzial, die Überraschung der Saison zu werden?

Rittner : Ich glaube, dass Anna-Lena uns richtig positiv überraschen wird. Die hat einen tollen Sprung gemacht, sich in der vergangenen Woche im Halbfinale in Shenzhen gegen eine Topspielerin wie Agnieszka Radwanska gut behauptet. Auf sie bin ich richtig gespannt.

Könnten Friedsam oder Witthöft auch schon Kandidatinnen für die Erstrundenbegegnung im Fedcup gegen die Schweiz Anfang Februar sein?

Rittner : Ich lege mich da noch nicht fest. Aber alle meine Spielerinnen haben ein klares Bekenntnis abgelegt, dass sie für Deutschland spielen wollen. Die Lust, es noch einmal zu versuchen, diesen Titel zu holen, ist bei allen sehr groß.

Ist die Enttäuschung aus dem Halbfinal*aus in Russland in der vergangenen Saison verarbeitet? Welche Lehren haben Sie daraus gezogen?

Rittner : Verarbeitet ist das noch nicht, wir werden in Leipzig darüber noch einmal eindringlich sprechen. Für mich war das Fedcupjahr 2015 ein Misserfolg, obwohl wir im Halbfinale standen. Meine Lehre daraus ist, dass ich meine Ideen noch mehr einbringen werde. Die Partie gegen die Schweiz ist richtungweisend. Ich freue mich riesig darauf. Die Arena ist fast ausverkauft. Das zeigt die Begeisterung, die um das deutsche Damentennis herrscht. Nun liegt es an uns, diese zu rechtfertigen.

Ein gutes Abschneiden in Melbourne wäre dafür sicherlich eine Initialzündung. Welcher deutschen Spielerin trauen Sie dort am meisten zu, und wer sind Ihre Favoritinnen?

Rittner : Nach dem enttäuschenden vergangenen Jahr hoffe ich erst einmal, dass einige Spielerinnen wenigstens die zweite Woche erreichen. Das wäre schon wichtig für die Köpfe. International ist für mich die Weißrussin Victoria Asarenka eine heiße Kandidatin auf den Titel. Sie scheint sehr gut in Form zu sein, was der klare Finalsieg gegen Angelique Kerber in Brisbane gezeigt hat. Gespannt bin ich auf Garbine Muguruza, aber auch auf die Jungstars wie Sloane* Stephens, Eugenie Bouchard, Belinda Bencic oder Madison Keys. Ich glaube, dass in dieser Saison einige Überraschungen drin sind. Wenn eine meiner Spielerinnen dabei wäre, wäre das umso schöner.
Jan 11th, 2016 04:16 PM
Fury
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Quote:
München - Andrea Petkovic hat in einem Interview ihr Seelenleben offengelegt. Zu offen? Deutschlands Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner spricht im SPORT1-Interview.

Andrea Petkovic zweifelt. An ihrem Spiel, an sich selbst, an ihrem Sportlerleben generell.

"Ich spiele Tennis - das bringt keinen weiter im Leben", sagte Petkovic am Wochenenende in einem bemerkenswerten Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Legte dabei innere Zerrissenheit, Sinnkrisen, große Teile ihres Seelenlebens offen.

Womöglich zu offen? Im SPORT1-Interview spricht Deutschlands Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner über Petkovic' besonderes Wesen - und die Hoffnung auf einen großen deutschen Sieg 2016.

SPORT1: Frau Rittner, das Tennisjahr der deutschen Damen hat gut begonnen mit den Finalteilnahmen von Angelique KerberKerber/Petkovic im Doppel-Finale und Julia Görges. Wie ordnen Sie das ein?

Rittner: Es ist wichtig für alle, dass wir einen positiven Saisonauftakt haben. Wenn man diese Trainingsphase hat über Weihnachten von vier bis acht Wochen, dann weiß man nicht genau, wo man steht. Für alle ist es dann gut, Spiele zu gewinnen, nicht nur im Hinblick auf die Australian Open. Man merkt auch, dass sich die Arbeit auszahlt und man auf dem richtigen Weg ist, so unterschiedlich er ist: Angelique Kerber hatte wegen des Masters ja nur eine kurze Pause, Julia Görges hat durch einen Trainerwechsel frischen Wind. Es ist auch sehr positiv, dass Anna-Lena Friedsam direkt ein Halbfinale erreicht hat. Und auch dass Andrea Petkovic nach ihrem schwierigen Jahr 2015 drei Matches hatte und ins Viertelfinale kam.

SPORT1: Petkovic hat abseits des Platzes für noch mehr Gesprächsstoff gesorgt, durch ein sehr offenes Interview. Haben Sie es gelesen?

Rittner: Nur Auszüge auf Twitter.

SPORT1: Sie redet viel und offen über Schwächen, Zerrissenheit, Selbstzweifel - was so im Profisport nicht häufig vorkommt.

Rittner: So ist Andrea. Sie ist eine Persönlichkeit, die unheimlich neugierig auf das Leben ist, die sehr, sehr stark reflektiert - andere und sich selber. Sie beschäftigt sich tiefgehend mit Themen, sie will verstehen, hinterfragt alles. Ein Petkovic-Interview ist kein normales Interview, sondern sie gibt da wirklich tiefe Einblicke in ihre Gedanken. Sie hat ja nun auch eine Phase hinter sich, in der sie viel nachgedacht hat.

SPORT1: Was sagen Sie zu dem, was Sie offenbart hat?

Rittner: Ich finde es immer gefährlich, so viel von sich preiszugeben als Person der Öffentlichkeit. Aber das muss jeder für sich selbst wissen.

SPORT1: Andrea Petkovic sagt selbst, das viele Nachdenken, das Überanalysieren ist Teil ihres Problems. Wäre sie eine bessere Tennisspielerin, wenn sie anderer Typ wäre?

Rittner: Nun, auf dem Platz hat man es als Tennisspieler sicher erstmal eher leichter, wenn man sich weniger Gedanken macht. Aber man kann nicht alles haben, jeder ist so wie er ist. Wenn man mit Andrea unterwegs ist, dann wird einem nie langweilig. Man kann mit ihr über alles reden. Wenn wir mal abends essen gehen, reden wir manchmal nur etwa zu zehn Prozent über Tennis. Ich weiß, dass sie sich durch ihre Art manchmal im Weg steht. Aber dann ist es auch wieder so, dass sie durch ihr Reflektieren oft Lösungen findet, die andere so nicht finden.

SPORT1: Petkovic hat gesagt: "Ich spiele Tennis, das bringt im Leben keinen Menschen weiter." Kommt so ein Satz vielleicht falsch an bei ihren Kolleginnen?

Rittner: Ja, das kann passieren. Und dann muss sie sich wieder erklären. Das meine ich ja: Wenn man Dinge sagt, muss man auch viel erläutern, wenn es hinterfragt wird. Das ist das Gefährliche an solchen Aussagen. Unterm Strich muss sie ein Stück dankbar sein, dass sie ihr Hobby zum Beruf machen konnte. Sie gehörte schon zu den Top Ten der Welt. Nebenbei ist sie eine intelligente, gut aussehende Sportlerin, sie hat Charisma und verdient gut. Da kann man die Dinge auch einfach mal stehen lassen und sagen: "Hey, ich bin dankbar für diese Situation. Das Tennis hat mir verdammt viel Positives gegeben." Es gibt viele junge Frauen, die sich genau diese Situation herbeisehnen.

SPORT1: Sie selbst haben im Herbst gesagt, dass Sie den Eindruck haben, dass Petkovic der Spaß am Tennis zwischenzeitlich verlorengegangen ist. Haben Sie den Eindruck, dass sich das geändert hat, durch ihren neuen Coach Jan de Witt etwa?

Rittner: Ich habe mir ihre Spiele im Internet angeschaut. Zweimal hat sie gut gespielt, beim dritten Duell war die Gegnerin besser und Petko konnte nicht genug dagegen halten. Wichtiger finde ich aber, dass sie sich einen Trainer genommen hat, dem sie vertrauen will, dem sich zuhört, von dem sie sich lenken lassen will.

SPORT1: Was kann der neue Coach, was die anderen nicht konnten?

Rittner: Ich habe vor Weihnachten das erste Mal länger mit ihm gesprochen. Was er vorhat, seine Ansätze, das klingt sehr, sehr vernünftig. Die Zeit wird zeigen, ob das passt. Ich weiß, dass de Witt sehr angesehen ist. Er hatte auf der Herrentour große Erfolge. Wenn er Petko mental stabilisert, dann Respekt. Wenn sie sich über eine längere Zeit auf ihn einlässt, sich helfen lässt und alles passt, kann sie an die guten alten Zeiten anknüpfen und wieder vorne mitspielen. Ohne Druck und mit Spaß. Denn ohne den wird sie nicht erfolgreich sein. Tennis spielen kann sie.

SPORT1: Ein Grand-Slam-Sieg oder eine ähnliche Errungenschaft fehlt Andrea Petkovic - ebenso Kerber, Görges und Sabine Lisicki. Glauben Sie, dass eine dieser vier 2016 endlichen den großen Sieg landen wird?

Rittner: Angie Kerber ist da mit Abstand am nächsten dran. Sie ist seit Jahren auf diesem hohen Niveau die Konstanteste von allen. 2015 gab es aber das Problem, dass fast alle - auch Angie Kerber - ihre besten Leistungen nicht bei den Grand Slams abrufen konnten, als sie es mussten. Das muss das Ziel für 2016 sein. Ob das für den ganz großen Wurf langt, muss man sehen. Da spielen noch viele andere Faktoren rein wie Gegner-Konstellation, zwei Wochen Gesundheit, keine mentalen Schwankungen. Ich würde es jeder von ihnen wünschen, dass sie es schaffen und so unterstreichen können, was für eine tolle Generation sie sind. Besonders großartig wäre natürlich auch ein Sieg im Fed Cup, der ja im Februar mit einer schweren Runde gegen die Schweiz beginnt. Unser erklärtes Ziel ist weiterhin, dass wir den Cup gewinnen. Das muss in den nächsten drei Jahren klappen, wenn wir das mit dieser Generation schaffen wollen.
http://www.sport1.de/tennis/wta/2016...ort1-interview
Dec 19th, 2015 06:21 AM
Fury
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Quote:
Tennis-DM in Biberach - Pflege der neuen Generation

Fed-Cup-Kapitänin Barbara Rittner arbeitet bei der Tennis-DM in Biberach an der Riß intensiv mit den Nachwuchsspielerinnen. Die Rheinländerin blickt auch hoffnungsvoll in ein vielversprechendes Jahr 2016.
HELEN WEIBLE | 19.12.2015
Fed-Cup-Kapitänin Barbara Rittner geht immer voll mit: Für deutsche Spielerinnen ist sie erste Anlaufstelle.

Frau Rittner, seit wann sind Sie denn schon am WTB-Stützpunkt in Biberach an der Riß? Wie sahen Ihre Tage bislang aus?

BARBARA RITTNER: Ich bin schon seit Montag hier. Es gab ein Foto-shooting mit dem Porsche Talent Team plus gemeinsames Training. Ansonsten war ich immer in der Halle - aber auch ein bisschen joggen mit meinem Hund.

Haben Sie bereits interessante Duelle mitverfolgen können?

RITTNER: Es ist generell sehr spannend, weil das komplette Porsche Talent Team da ist. Das sind Lena Rüffer, Katharina Gerlach, Katharina Hobgarski, Antonia Lottner, Carina Witthöft und Anna-Lena Friedsam, mit denen ich auch eine enge Bindung habe. Und da interessiert es mich, wie die generell spielen und wie sie sich im Vergleich mit anderen verkaufen. Wie sie sich präsentieren, ist für die gemeinsame Arbeit wichtig.

Apropos Talente: Machen Ihnen jene in Biberach Mut für die Zukunft des Tennis in Deutschland?

RITTNER: Gut, es gibt keine völlig neuen Erkenntnisse. Vielmehr ist es interessant zu sehen, wie sich unsere Arbeit auswirkt, und zu sehen, was die Talente den Etablierten entgegenhalten können.

Gibt es einige, die auf dem Sprung ins Fed-Cup-Team sind?

RITTNER: Das aktuelle Team ist ja erst Mitte und Ende 20, die haben hoffentlich noch ein paar gute Jahre vor sich. Und da wir eine sehr erfolgreiche Generation haben, wird es unheimlich schwer für die, die nachkommen. Aber die nächsten sind wahrscheinlich Carina Witthöft, Annika Beck und Anna-Lena Friedsam, die Druck machen werden und sich da reinspielen wollen.

Fed-Cup-Spielerin Andrea Petkovic schockte kürzlich damit, ihre Karriere an den Nagel hängen zu wollen. Konnten Sie Ihr gut zureden?

RITTNER: Ich persönlich war nicht geschockt, ich hab sie da nie ganz ernst genommen. Ich hab mir schon Sorgen gemacht, weil ich gemerkt habe, dass sie sich sehr gequält hat in den letzten Wochen und Monaten. Deshalb wünsche ich mir, dass sie die Leidenschaft und die Liebe zum Sport wieder findet. Wir haben seit zehn Jahren engen Kontakt. Ich versuche übrigens allen Spielerinnen zu helfen, wo ich kann, vor allem auf mentaler Ebene, Rat zu geben.

Hatten Sie selbst einmal in Ihrer Karriere so ein 0:6, 0:6 erlebt?

RITTNER: Ja, das war mit 13 Jahren gegen Monica Seles in Brühl beim Jüngstenturnier, das weiß ich noch! Und mit Anke Huber zusammen im Doppel in der ersten Runde bei den Australian Open, 1991 - das war eine sehr bittere Erfahrung.

Wie wichtig sind die Neuerungen bei der DM für die Spieler?

RITTNER: Eine Julia Görges freut sich darüber, dass sie maximal drei Matches spielt und während des Spiels mit dem Coach Dinge besprechen kann. Allein, dass sie hier ist, zeigt, dass sich diese Neuerungen gelohnt haben.

Ist das Mixed-Doppel, das auch im Hinblick auf Olympia 2016 wieder eingeführt wurde, eine gute Sache?

RITTNER: Ich finde es interessant, wer sich hier in Biberach zusammentut. Und ich plädiere generell dafür, dass Doppel und Mixed bei Turnieren gespielt werden. Es ist das bessere Matchtraining.

Der Blick von Petko und Co. geht streng Richtung der Australian Open (18. bis 31. Januar). Haben die Spielerinnen überhaupt Zeit fürs Weihnachtsfest?

RITTNER: Dieses Jahr ist der Termin später, darum müssen sie alle erst am 27. oder 28. Dezember fliegen und können Weihnachten daheim verbringen. Ich hatte zu meiner Zeit auch mal, dass ich am 23. geflogen und am 25. angekommen bin. Aber so etwas gehört dazu.

Was wünschen Sie sich fürs neue Jahr?

RITTNER: Als Teamchefin wünsche ich mir, dass wir die schwierige Partie im Februar gegen die Schweiz gewinnen. Und generell ein möglichst erfolgreiches Fed-Cup-Jahr haben. Außerdem, dass wir bei den Grand-Slams besser abschneiden, allen voran Angelique Kerber und Andrea Petkovic. Als Höhepunkt wünsche ich mir eine olympische Medaille, in welcher Form auch immer. Ich glaube, dass wir 2016 ein gutes Jahr haben werden.

Zusatzinfo
Einzigartige Empathie für Spielerinnen
Trainerin aus dem Rheinland Barbara Rittner (42) arbeitet seit 2005 als Fed-Cup-Teamchefin und betreut im vierten Jahr das Porsche Talent Team, das junge Spielerinnen auf eine Karriere in der Nationalmannschaft des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) vorbereitet. Seit Juli 2015 ist die Rheinländerin zusätzlich in Stuttgart-Stammheim als Sportliche Leiterin am DTB-Bundesstützpunkt tätig. Rittners Arbeit zeichnet ihre einzigartige Empathie für Spielerinnen aus. Kritiker warfen ihr aber schon Fehler bei der Reihenfolge der eingesetzten Fed-Cup-Spielerinnen vor. Während ihrer Aktivenkarriere (von 1989 bis 2004) gewann Rittner drei WTA-Titel. Als Höhepunkt feierte sie 1991 mit dem Fed-Cup-Team an der Seite von Steffi Graf und Anke Huber einen Finalsieg über Spanien.

HEL
Pflege derneuenGeneration | Südwest Presse Online
Dec 10th, 2015 05:42 PM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

In der heutigen twitter Sprechstunde beantwortete die grandiose Barbara meine Frage, ob sie denn mal DTB Präsidentin werden will mit " Warum nicht"...

habe mich so gefreut
Dec 9th, 2015 02:35 PM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

DeutscherTennisBund ‏@DTB_Tennis


Twitterchat am 10.12. mit @barbara Rittner! Postet ab sofort eure Fragen an die @Fedcup Chefin unter #fragbarbara!
Nov 23rd, 2015 07:27 PM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Nov 3rd, 2015 10:42 PM
Schnffy
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!





Schon zweimal beim Fußball gewesen...ich tippe die zieht demnächst nach Wolfsburg
Nov 1st, 2015 10:29 PM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Nov 1st, 2015 10:28 PM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!



Sep 19th, 2015 04:19 PM
Saraya!
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Aug 27th, 2015 08:34 PM
~Poseidon~
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Rittner hat doch die Probleme im Nachwuchs bereits selbst angesprochen, 3 Postings weiter oben im Interview, ist ja nicht so, dass sie dazu schweigt.
Aug 27th, 2015 08:26 PM
mk27
Re: Babsi Rittner Cheering Thread!!!

Schade dass man nicht mal das Thema deutscher Nachwuchs hinter Witthöft angesprochen hat. Dazu hätte Rittner mal etwas sagen sollen, denn gut sieht jedenfalls anders aus. Allerdings sieht man da auch, bis wo selbst "Fach-Journalisten" wie Allmeroth nur schauen. Zu Witthöfts Trainersituation konnte er schon nichts mehr sagen, weil er die aktuelle Konstellation wohl gar nicht erst kennt.
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