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View Full Version : "The new Steffi Graf" comes back: Scarlet Werner


Navratil
Mar 23rd, 2010, 09:52 AM
Scarlett Werner was a promosing junior in Germany ten years ago. She was called the "next Steffi Graf" (as a lot players like Anke Huber, Marlene Weingärtner, Mia Buric ... before), the most talented German player since Steffi etc.

She was top 3 in juniors but really failed to make a career. She retired when she was just 19 because of burnout and studied medicin.

But she will make her comeback this summer and got a lot of attention in German media again:

http://www.welt.de/sport/article5701151/Scarlett-Werner-Wunderkind-kehrt-zurueck.html

She's 25, works with former Fed-Cup-Teamchef Klaus Hofsäss and her aim is to get into the 20 by 2013.
She's working six hours a day for the last eight months and looks very optimistic in her interviews.

What do you think? We'll she make a comeback? Do you guys remember her at all?
(Her name was Kotschwara when she was a junior) ;-)

:bounce:

Navratil
Mar 23rd, 2010, 09:55 AM
This is an old interview with former German Fed-Cup coach Markus Schur from 1999: He says that Scarlett Kotschwara is the biggest German talent.


14.5.1999
TAGESSPIEGEL : Herr Schur, die German Open sind das wichtigste deutsche Turnier im Damenbereich und damit auch so etwas wie die Schaubühne der deutschen Leistungsstärke.Leider ist von den Deutschen aber jetzt nicht mehr viel zu sehen.
SCHUR : Der Anfang war sehr gut, wir hatten zehn Damen im Hauptfeld.Im letzten Jahr waren es nur vier.Gut, da waren Steffi Graf, Anke Huber und Barbara Rittner verletzt, trotzdem war der Start erfreulich dieses Jahr.Vor allem, weil sich aus dem Nachwuchsbereich drei Spielerinnen qualifiziert haben.Es haben auch fast alle ganz ordentlich gespielt.Nur stoßen sie bei einem so extrem gut besetzten Turnier schnell an ihre Leistungsgrenze.

TAGESSPIEGEL : Warum ist denn die Leistungsgrenze bei den deutschen Spielerinnen so niedrig?

SCHUR : Also, bei Steffi ist die Leistungsgrenze sicher nicht sonderlich niedrig.Anke ist leider derzeit in einem sehr tiefen Loch, bedingt durch Niederlagen kombiniert mit ständigen Verletzungen.Es ist ein Teufelskreis, sie findet nicht ihren Rhythmus.

TAGESSPIEGEL : Schafft sie es noch einmal?

SCHUR : Wenn man sieht, wie sie trainiert und wie fit sie ist, kann es eigentlich nicht angehen, daß sie es nicht schafft.Ihre Trainingsleistungen sind exzellent.Sie ist so viel besser als andere, die unter den ersten 20 stehen.Wenn sie jetzt mal eine Weile nur von Turnier zu Turnier spielen kann, von Verletzungen verschont bleibt und sich die Zeit gibt, schafft sie es.

TAGESSPIEGEL : Also gut, aber was danach kommt ...

SCHUR : Barbara Rittner hat sich wieder in die Top 50 vorgekämpft, gegen Patty Schnyder kann man ja verlieren.Unsere beiden größten Nachwuchshoffnungen sind Andrea Glass und Marlene Weingärtner.Andrea war am Wochenende krank.Sie ist ansonsten sehr konstant, wird sich in die ersten 20 bis 30 vorspielen.Marlene hat leider sehr schlecht gespielt.Aber sie ist talentiert und hat im nächsten Vierteljahr die Chance, sich in die Top 50 zu spielen, weil sie keine Punkte verteidigen muß.Unter denen, die danach noch kommen, sind sehr viele, die nicht hundertprozentig professionell arbeiten.


TAGESSPIEGEL : Woran liegt das? Es hat doch mit Steffi Graf und Anke Huber leuchtende Vorbilder gegeben.

SCHUR : Da wird eine Weile gut gearbeitet, dann werden mal Turniere gespielt, dann lassen sie mal wieder nach.Deswegen verbessern sie auch ihre Ranglistenposition nicht.Da sind einige Spielerinnen dabei, die wesentlich größere Möglichkeiten haben.Es ist auch erstaunlich, daß wir keine einzige haben, die versucht, annähernd ähnlich zu spielen wie Steffi, mit einer dominanten Vorhand, einem sehr guten Slice.Wir haben auch keine, die körperlich richtig fit ist.Um richtig gut zu werden, braucht man nicht nur Talent und Förderung durch den DTB.Dazu braucht man auch Biß.

TAGESSPIEGEL : Kommt denn keine nach, die den nötigen Biß hat?

SCHUR : Doch, die Julia Abe zum Beispiel.Sie ist eine Spät-Einsteigerin, hat erst ihr Abitur gemacht.Sie hat sich mit viel Biß, Engagement und Eigeninvestition in eine Position gespielt, in der sie jetzt langsam nach vorn schauen kann.Wir unterstützen sie jetzt, zum Beispiel mit der Wild card hier und bei anderen Turnieren, und wenn sie so weitermacht, wird sie sich ein gutes Stück nach vorne spielen können.Nicht ganz nach vorne, das ist klar.Aber wenn das alle so machen würden, dann hätten wir schon eine ganze Reihe Spielerinnen, die weiter wären.

TAGESSPIEGEL : Gibt es denn wenigstens bei den ganz jungen Mädchen Hoffnung? Gibt es da eine, die mal wieder eine größere Rolle spielen könnte?

SCHUR : Wir haben einige jetzt, die sind zwischen 14 und 16, die jetzt in der Jugend-Weltrangliste weit vorn liegen.Zum Beispiel die Scarlett Kotschwara aus München, die ist erst 14.Sie ist sicherlich unser größtes Talent.Die spielt schon auf einem Niveau, wie es hier in der Qualifikation gespielt wird.

TAGESSPIEGEL : Sie haben vor wenigen Wochen mit dem Fedcup-Team den Aufstieg in die Weltgruppe geschafft.Hat das überhaupt Perspektive im Moment?

SCHUR : In den Fedcup wird immer hineinprojiziert, er sei der Spiegel des deutschen Damentennis, aber das ist ja nicht richtig.Der findet ein oder zweimal im Jahr statt, und man kann dafür nicht viel aufbauen.Wenn Steffi und Anke spielen, ist alles toll, wenn nicht, müssen wir halt gucken, was wir draus machen können.Dennoch war der Sieg natürlich sehr hilfreich, denn er gibt uns ein Jahr Ruhe.

TAGESSPIEGEL : Warum gibt es im Fedcup nicht so eine Begeisterung wie im Davis Cup?

SCHUR : Weil er nicht die Tradition hat.Das ist nicht nur in Deutschland so.Nur wenn zum Beispiel irgendwo Fedcup mit einer neuen Spitzenspielerin stattfindet, kommen viele Zuschauer.In der Schweiz waren letztes Jahr 10 000 Zuschauer bei Martina Hingis.Ich bin der Meinung, es müßte ein Modus gefunden werden, der allen gerecht wird.Ich fand die Art, wie vor ein paar Jahren der Fedcup in einer Woche in Frankfurt gespielt wurde, am besten.

TAGESSPIEGEL : Befürworten Sie, daß mehr Damen- und Herrenturniere gemeinsam stattfinden?

SCHUR : Ja.

TAGESSPIEGEL : Aber die WTA ist davon nicht begeistert.

SCHUR : Inzwischen ist es ja so, daß die Damen-Tour populärer ist als die Herren-Tour.Ich denke aber, daß ein gemeinsames Turnier dem DTB auch viel bessere Möglichkeiten der Vermarktung geben würde. TAGESSPIEGEL : Herr SCHUR , die German Open sind das wichtigste deutsche Turnier im Damenbereich und damit auch so etwas wie die Schaubühne der deutschen Leistungsstärke.Leider ist von den Deutschen aber jetzt nicht mehr viel zu sehen.

SCHUR : Der Anfang war sehr gut, wir hatten zehn Damen im Hauptfeld.Im letzten Jahr waren es nur vier.Gut, da waren Steffi Graf, Anke Huber und Barbara Rittner verletzt, trotzdem war der Start erfreulich dieses Jahr.Vor allem, weil sich aus dem Nachwuchsbereich drei Spielerinnen qualifiziert haben.Es haben auch fast alle ganz ordentlich gespielt.Nur stoßen sie bei einem so extrem gut besetzten Turnier schnell an ihre Leistungsgrenze.

TAGESSPIEGEL : Warum ist denn die Leistungsgrenze bei den deutschen Spielerinnen so niedrig?

SCHUR : Also, bei Steffi ist die Leistungsgrenze sicher nicht sonderlich niedrig.Anke ist leider derzeit in einem sehr tiefen Loch, bedingt durch Niederlagen kombiniert mit ständigen Verletzungen.Es ist ein Teufelskreis, sie findet nicht ihren Rhythmus.

TAGESSPIEGEL : Schafft sie es noch einmal?

SCHUR : Wenn man sieht, wie sie trainiert und wie fit sie ist, kann es eigentlich nicht angehen, daß sie es nicht schafft.Ihre Trainingsleistungen sind exzellent.Sie ist so viel besser als andere, die unter den ersten 20 stehen.Wenn sie jetzt mal eine Weile nur von Turnier zu Turnier spielen kann, von Verletzungen verschont bleibt und sich die Zeit gibt, schafft sie es.

TAGESSPIEGEL : Also gut, aber was danach kommt ...

SCHUR : Barbara Rittner hat sich wieder in die Top 50 vorgekämpft, gegen Patty Schnyder kann man ja verlieren.Unsere beiden größten Nachwuchshoffnungen sind Andrea Glass und Marlene Weingärtner.Andrea war am Wochenende krank.Sie ist ansonsten sehr konstant, wird sich in die ersten 20 bis 30 vorspielen.Marlene hat leider sehr schlecht gespielt.Aber sie ist talentiert und hat im nächsten Vierteljahr die Chance, sich in die Top 50 zu spielen, weil sie keine Punkte verteidigen muß.Unter denen, die danach noch kommen, sind sehr viele, die nicht hundertprozentig professionell arbeiten.


TAGESSPIEGEL : Woran liegt das? Es hat doch mit Steffi Graf und Anke Huber leuchtende Vorbilder gegeben.

SCHUR : Da wird eine Weile gut gearbeitet, dann werden mal Turniere gespielt, dann lassen sie mal wieder nach.Deswegen verbessern sie auch ihre Ranglistenposition nicht.Da sind einige Spielerinnen dabei, die wesentlich größere Möglichkeiten haben.Es ist auch erstaunlich, daß wir keine einzige haben, die versucht, annähernd ähnlich zu spielen wie Steffi, mit einer dominanten Vorhand, einem sehr guten Slice.Wir haben auch keine, die körperlich richtig fit ist.Um richtig gut zu werden, braucht man nicht nur Talent und Förderung durch den DTB.Dazu braucht man auch Biß.

TAGESSPIEGEL : Kommt denn keine nach, die den nötigen Biß hat?

SCHUR : Doch, die Julia Abe zum Beispiel.Sie ist eine Spät-Einsteigerin, hat erst ihr Abitur gemacht.Sie hat sich mit viel Biß, Engagement und Eigeninvestition in eine Position gespielt, in der sie jetzt langsam nach vorn schauen kann.Wir unterstützen sie jetzt, zum Beispiel mit der Wild card hier und bei anderen Turnieren, und wenn sie so weitermacht, wird sie sich ein gutes Stück nach vorne spielen können.Nicht ganz nach vorne, das ist klar.Aber wenn das alle so machen würden, dann hätten wir schon eine ganze Reihe Spielerinnen, die weiter wären.

TAGESSPIEGEL : Gibt es denn wenigstens bei den ganz jungen Mädchen Hoffnung? Gibt es da eine, die mal wieder eine größere Rolle spielen könnte?

SCHUR : Wir haben einige jetzt, die sind zwischen 14 und 16, die jetzt in der Jugend-Weltrangliste weit vorn liegen.Zum Beispiel die Scarlett Kotschwara aus München, die ist erst 14.Sie ist sicherlich unser größtes Talent.Die spielt schon auf einem Niveau, wie es hier in der Qualifikation gespielt wird.

TAGESSPIEGEL : Sie haben vor wenigen Wochen mit dem Fedcup-Team den Aufstieg in die Weltgruppe geschafft.Hat das überhaupt Perspektive im Moment?

SCHUR : In den Fedcup wird immer hineinprojiziert, er sei der Spiegel des deutschen Damentennis, aber das ist ja nicht richtig.Der findet ein oder zweimal im Jahr statt, und man kann dafür nicht viel aufbauen.Wenn Steffi und Anke spielen, ist alles toll, wenn nicht, müssen wir halt gucken, was wir draus machen können.Dennoch war der Sieg natürlich sehr hilfreich, denn er gibt uns ein Jahr Ruhe.

TAGESSPIEGEL : Warum gibt es im Fedcup nicht so eine Begeisterung wie im Davis Cup?

SCHUR : Weil er nicht die Tradition hat.Das ist nicht nur in Deutschland so.Nur wenn zum Beispiel irgendwo Fedcup mit einer neuen Spitzenspielerin stattfindet, kommen viele Zuschauer.In der Schweiz waren letztes Jahr 10 000 Zuschauer bei Martina Hingis.Ich bin der Meinung, es müßte ein Modus gefunden werden, der allen gerecht wird.Ich fand die Art, wie vor ein paar Jahren der Fedcup in einer Woche in Frankfurt gespielt wurde, am besten.

TAGESSPIEGEL : Befürworten Sie, daß mehr Damen- und Herrenturniere gemeinsam stattfinden?

SCHUR : Ja.

TAGESSPIEGEL : Aber die WTA ist davon nicht begeistert.

SCHUR : Inzwischen ist es ja so, daß die Damen-Tour populärer ist als die Herren-Tour.Ich denke aber, daß ein gemeinsames Turnier dem DTB auch viel bessere Möglichkeiten der Vermarktung geben würde.

Jaffas85
Mar 23rd, 2010, 10:00 AM
It's such a waste when promising players retire when their career is only just beginning.

Before she retired at 19 had she played in any challenger events or maybe even qualies of wta events?

Most tennis players who make the most of their career retire by 30 and they still have many decades of life to live where they can go to university or do something else so it really seems like a waste that they feel "burnt out" at 19 or 20 and throw away a promising career (to do something they could easily wait to do until after they've played out their career).

Navratil
Mar 23rd, 2010, 10:04 AM
I didn't look it up but I am quite sure that she gave her WTA main-draw debut against Patricia Wartusch and only lost in a third-set-tiebreaker.

Navratil
Mar 23rd, 2010, 10:05 AM
Now I did: It's true, she played Patricia Wartusch in Knokke-Heist (Belgium) in 2000 only losing 4:6 6:2 6:7.

Jaffas85
Mar 23rd, 2010, 10:07 AM
Now I did: It's true, she played Patricia Wartusch in Knokke-Heist (Belgium) in 2000 only losing 4:6 6:2 6:7.

And no other wta matches? what was her highest ranking?

So did being a doctor not work out for her so she's decided to come back?

Helen Lawson
Mar 23rd, 2010, 10:28 AM
It worked for Kimiko Date, why not give it a try! There aren't any decent German gals today, maybe there are endorsement dollars to be had.

lemonwilly
Mar 23rd, 2010, 11:00 AM
as far as I know she made comeback last year...:)

pascal77
Mar 23rd, 2010, 11:18 AM
25 years old, new Graf???, isnt she about to retire witin a couple of years? dont make me laugh :lol:

burn
Mar 23rd, 2010, 11:58 AM
She was called "The new Steffi Graf" when she was young...

Golovinjured.
Mar 23rd, 2010, 12:15 PM
It worked for Kimiko Date, why not give it a try! There aren't any decent German gals today, maybe there are endorsement dollars to be had.

Lisicki, Groenefeld.

Meelis
Mar 23rd, 2010, 01:32 PM
But she will make her comeback this summer and got a lot of attention in German media again:


She is playing ITF tournaments since last summer and is ranked 716th right now.

Freakan
Mar 23rd, 2010, 03:02 PM
She has already played 14 tournaments and her results are far from impressive.

Gregorio87
Mar 23rd, 2010, 03:36 PM
She has already played 14 tournaments and her results are far from impressive.

The thread starter is very well informed about "The new Steffi Graf":lol:. She played last week in Antalya too and lost in the second round after she qualified. Good results for a furure top200 player, but yeah nothing impressive.
The ITF website says she was No. 10. in juniors not 3.

irma
Mar 23rd, 2010, 03:41 PM
I think the Germany should hope for a player of the Anke Huber caliber first instead of thinking about a "new Steffi"
Or Serena could marry a German of course!

LeonHart
Mar 23rd, 2010, 06:17 PM
I remember her, she was way over-hyped. Can't say I didn't see it comin.