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View Full Version : Interview with Evelyn Fauth (in German)


Xian
Nov 15th, 2005, 04:30 PM
I ´ll translate it later:wavey: :wavey:


Evi Fauth: "Top 150 bringt soviel wie Heuschnupfen"
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Jahresbilanzen 2005 - Teil 3: Evi Fauth hat ihre Karriere beendet. Doch mit dem kitschigen Abschied klappte es nicht. Warum, erzählte sie tennisweb.at.
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Evi, du wolltest dich heuer entscheiden, ob du als Profi weitermachst oder nicht. Seit Juli hast du nun kein Turniermatch mehr bestritten. Die Entscheidung scheint gefallen ...
Ja, ich hab meine aktive Karriere heuer beendet.

Was war der Auslöser?
Ich hatte einfach nicht mehr den Biss. Ich hab mir nicht zugetraut, mein Ziel zu erreichen.

In der tennisweb.at-Jahresbilanz 2004 wolltest du gar keines nennen. Gab's doch eines?
Mein Ziel waren immer die Top 100. Alles andere war keine Motivation mehr für mich.

So schlecht ist es heuer gar nicht bei dir gelaufen. Du hast Viertel- und Achtelfinals bei Challengern gespielt, gute Leistungen gebracht ...
... aber eben oft knapp verloren. Und zwar genau die wichtigen Partien.

Zum Beispiel?
Da fällt mir die gegen Hana Sromova in Midland ein. Ich hatte alle Chancen aufs Semi, mit Option aufs Finale. Sie steht ja jetzt schon in den Top 100. Wenn du so eine Partie gewinnst, dann rasselt's.

Wann hast du für dich beschlossen, dass es das war?
Im Sommer. Ich wollte eigentlich einen kitschigen Abschied bei den US Open, bei einem großen Turnier abtreten. Dann bin ich ganz knapp nicht in die Qualifikation reingekommen, war Erste draußen.

Also hast du vor deinem letzten Match gewusst, dass es dein letztes ist, wenn du's verlierst ...?
Ja. Ich hab mich beim 50.000er in Vittel in Frankreich qualifiziert und hab gewusst, dass ich für die US Open noch ein paar Punkte brauche. Wenn ich gegen Jana Kandarr gewonnen hätte, wäre es sich ausgegangen - aber ich hab verloren.

Wie ist es dir da gegangen? Das letzte Match nach mehr als einem Jahrzehnt Profitennis ... wie groß war die Wehmut?
In dem Moment eigentlich gar nicht. Das Schlimmste waren die zwei Wochen davor - ich hab mich richtig fertig gemacht. Ich hab es mir so gewünscht, dass sich das mit den US Open ausgeht ...

Vorbei war's im Juli - hast du die Entscheidung seither einmal bereut?
Nein, gar nicht. Ich wollt' ja letztes Jahr schon aufhören, nach den Knieverletzungen und der Krankheit. Aber ich wollte meine Karriere nicht so beenden. Ich hab mich noch mal voll rein gehaut bis zum Sommer, hab ja auch gut gespielt. Es war okay, es war vorbei. Mir war wichtig, dass ich mir nicht vorwerfen muss, nicht alles probiert zu haben.

Eine hypothetische Frage: Hättest du den Anschluss noch einmal geschafft?
Ich hab mir zugetraut, wieder dahin zu kommen, wo ich schon einmal war. Aber auf 130 zu stehen bringt dir nichts - du verdienst nix, hast nur Ausgaben.

Wo müsste man stehen, um etwas zu verdienen?
Das ist Definitionssache - was heißt "verdienen"? Ich denke, ab den Top 70 oder 80 kann es anfangen, interessant zu werden. Natürlich kommt es auch auf den Aufwand an, den man betreibt. Wenn man einen Coach, einen Physiotherapeuten und einen Mentaltrainer mitnimmt, wär's schon besser, wenn man Top 15 ist.

Ist es mit bald 29 noch nicht etwas früh für ein Karriere-Ende?
Ist schon witzig - als ich noch gespielt habe, hat man mich gefragt, ob ich nicht zu alt wäre. Jetzt bin ich zu jung aufzuhören.

Eine Davenport ist so alt wie du und die Nummer eins der Welt ...
Das Alter hat bei mir nichts damit zu tun. Sie ist da vorne gefestigt. Ich bin bestenfalls im Bereich der Top 150 gefestigt - das bringt soviel wie Heuschnupfen.

Ist deine Motivation mit dem Alter geringer geworden?
Natürlich verlagern sich die Prioritäten. Die eigene Wohnung ist fertig, man will Zeit mit seinen Freunden verbringen, und das ständige Reisen hat mir ja nie so richtig getaugt.

Babsi Schett hat mit 28 aufgehört, Patricia Wartusch mit 27. Wird die Tour immer jünger?
Ich denke schon. Mit 16 oder 17 sind eine Henin oder eine Clijsters vor ein paar Jahren aufgekommen. Oder eine Sharapova.

Oder Tamira Paszek - sie ist mit drei Turnieren knapp hinter dir in die Rangliste eingestiegen. Hast du sie in Linz gesehen?
Nein, leider nicht. Aber ihre Leistung muss man anerkennen. Hoffentlich ist sie eine, die das heimische Damentennis wieder nach vorne bringt.

Hat sie den Biss?
Den hat sie wohl. Vor allem hat sie Ziele, auf die sie sehr konsequent hinarbeitet. Und sie hat das große Plus aller Jungen, dass sie unbelastet an die Sache rangehen und einfach auch noch Träume haben.

Was erwartest du dir vom heimischen Tennis in den nächsten Jahren?
Ich weiß, dass eine Dani Kix das Potenzial für die Top 100 hat. Auch Yvonne Meusburger - eine harte Trainiererin - kann es schaffen. Viele, die jetzt zwischen 200 und 300 stehen, können dorthin kommen - wenn die Einstellung passt. Ich wünsch' es ihnen jedenfalls.

Bist du enttäuscht, dass du dein großes Ziel, die Top 100, nie erreicht hast?
Es zipft mich richtig an! Ich hab das Potenzial gehabt, hatte die Top 100 am Schläger. 2001 hab ich gegen Iva Majoli in Linz geführt und bei den US Open gegen Virginia Ruano-Pascual - eine der beiden Partien hätt' ich gewinnen müssen, dann wär's sich ausgegangen.

Ist es schwieriger geworden, sich in der Weltrangliste zu verbessern?
Das Fitness-Level ist höher als früher. Und die Mädels haben keinen Genierer mehr, keinen Respekt. Aber es war vor 20 Jahren schwer, es ist jetzt schwer und es wird in zehn Jahren schwer sein, nach vorne zu kommen.

Würdest du im Nachhinein in deiner Karriere etwas anders machen?
Ich bin noch von der alten Schule. Ich hab lange Zeit zu brav gespielt, bin gut gelaufen, hab die Punkte vorbereitet, aber nicht abgeschlossen. Mein Spiel war einfach zu nett, mit 1,68 passiert halt auch nicht soviel, wenn man auf der Vorhand durchzieht.

Du bist jetzt als Coach aktiv, was kannst du weitergeben?
Ich denke, dass ich den Mädels auf der Tour helfen kann. Ich weiß, unter welchem Druck man steht, wie man mit gewissen Situationen umgehen muss. Man wacht auf und hofft, dass die Vorhand heute funktioniert. Das verstehe ich alles, hab das alles selber erlebt. Coachen kann ich gut.

Mit wem arbeitest du?
Ich hab von Bernd Wetter die Möglichkeit bekommen, mit Andrea Höfinger und Nicole Rottmann zu arbeiten. Ich bin mit ihnen auf Tour gefahren, gleich nachdem ich aufgehört habe.

Und wie taugt dir die neue Aufgabe?
Es gefällt mir gut, sonst würde ich es ja nicht machen. Ich hab einen guten Draht zu den Mädels, sie sind total offen. Und von Bernd kann ich auch in diesem Bereich profitieren, im Damentennis hat in Österreich wohl keiner mehr Ahnung.

rrfnpump
Nov 15th, 2005, 04:55 PM
pretty negative I think
poor Evelyn; she should have been able to play USO qualies
unspectacular ending for her :(

CCCP1
Nov 15th, 2005, 09:07 PM
Please someone translate. So she retired?

Hayato
Nov 17th, 2005, 08:59 AM
Evelyn :sad: I think she was/is a nice player :hug:

rrfnpump
Nov 17th, 2005, 09:15 AM
Please someone translate. So she retired?

yes, she retired because she is frustrated that she never made Top100 although she had the talent to.
Furthermore she said, that being ranked around 150 doesnt give you enough money