Petko Articles & Interviews - Page 40 - TennisForum.com

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post #586 of 599 (permalink) Old Feb 26th, 2016, 06:29 AM
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Re: Petko Articles & Interviews

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Selbst ein Missgeschick hat Andrea Petkovic nicht von ihrem ersten Halbfinal-Einzug seit knapp elf Monaten abhalten können. Wenige Stunden vor ihrem 6:1, 5:7, 6:2 beim WTA-Turnier in Doha gegen die an Position vier gesetzte Favoritin Garbine Muguruza (Spanien) hatte sich die deutsche Nummer eins beim Training unglücklich mit dem Schläger ans Knie gehauen.

Die Schramme störte letztlich aber nicht: Dank einer bärenstarken Leistung darf Petkovic von ihrem siebten Einzel-Titel auf der Tour träumen. Die Weltranglisten-27. unterstrich auch gegen Wimbledon-Finalistin Muguruza ihre bestechende Form. "Das ist ein ganz spezieller Sieg für mich. Ich sehe, dass ich auf dem richtigen Weg bin", sagte Petkovic nach ihrem ersten Triumph über eine Top-5-Spielerin seit September 2013.

Nach 2:21 Stunden verwandelte sie auf dem Centre Court des Khalifa Tennis Complexes ihren zweiten Matchball und reckte erleichtert die Siegerfaust in den Abendhimmel. In ihrem ersten Halbfinale seit Charleston/USA im April 2015 trifft Petkovic am Freitag auf die ebenfalls ungesetzte Jelena Ostapenko (WTA-Nr. 88). Der Teenager aus Lettland setzte sich mit 6:4, 6:3 gegen Kerber-Bezwingerin Saisai Zheng (China) durch. "Jelena habe ich schon länger auf dem Radar. Sie ist eine gefährliche Gegnerin", warnte Petkovic vor der 18-jährigen Ostapenko.

Auch vom erneut böigen Wind ließ sich Petkovic, die am Ende des vergangenen Jahres in einer tiefen persönlichen und sportlichen Krise gesteckt hatte, im Duell mit Muguruza nicht beirren. Die Darmstädterin wirkte hochkonzentriert und konnte sich auf ihren stark verbesserten Aufschlag verlassen.

Petkovic profitiert von Fehlern

Besonders bei den langen Grundlinienduellen behielt die 28-Jährige, die seit dieser Saison mit Trainer Jan de Witt arbeitet, häufig die Oberhand. Gleich zweimal nahm Petkovic im ersten Durchgang Muguruza den Aufschlag ab und profitierte bei ihrem zweiten Satzball von einem Fehler der Spanierin, die sich danach wegen einer Oberschenkelverletzung bandagieren ließ. Fast hatte es den Anschein, als wolle die Nummer fünf der Welt aufgeben.

Doch wie verwandelt trumpfte die immer wieder ans Netz vorrückende Muguruza (22) danach auf und holte sich den zweiten Durchgang. Im entscheidenden Satz gelangen Petkovic aber zwei vorentscheidende Breaks zum zwischenzeitlichen 4:1. Nicht zuletzt, weil sie in den Schlüsselmomenten bei ihrer aggressiven Linie blieb. Ihren letzten Titel hatte die Fed-Cup-Spielerin im Februar 2015 in Antwerpen gewonnen.
sid

http://www.sportal.de/andrea-petkovi...22559347600000

Andrea Petkovic
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post #587 of 599 (permalink) Old Feb 26th, 2016, 05:22 PM
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Re: Petko Articles & Interviews

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Doha - Diese kleinen Schusseligkeiten sind geblieben bei Andrea Petkovic. In Doha donnerte sich die Darmstädterin beim Aufschlagtraining das Racket gegen ihr Knie. Mal wieder. Wochen zuvor hatte ihr Laptop den Geist aufgegeben. Im Hotelzimmer musste sich Petkovic übergeben - vor dem Computer sitzend. "Das Teil dann unter der Dusche reinigen zu wollen, war vielleicht nicht die beste Idee", erzählte die 28-Jährige dem SID schmunzelnd beim WTA-Turnier in Katar.

Petkovic kann inzwischen wieder über sich selbst lachen. Auf dem Court strahlt sie viel Ruhe aus - scheint im Reinen mit sich und der Welt: "Ich spüre einfach, dass ich auf dem richtigen Weg bin." Das war Ende 2015 noch ganz anders, da hatte sie mit depressiven Verstimmungen zu kämpfen und stellte sogar die Fortsetzung ihrer Karriere in Frage.

Petkovic is back: "Ich bin emotional wieder in einer guten Verfassung"

Doch was unterscheidet die aktuelle Petko von der im November 2015? "Ich bin emotional wieder in einer guten Verfassung", erklärte die Nummer 27 des WTA-Rankings, die den Spaß am Tennis wiedergefunden hat: "Außerdem gibt mir meine Fitness Selbstvertrauen."

So wie beim 6:1, 5:7, 6:2 im Viertelfinale gegen die an Nummer vier gesetzte Wimbledon-Finalistin Garbiñe Muguruza (Spanien). Beim ersten Sieg im Duell mit einer Top-5-Spielerin seit September 2013 ließ sich Petkovic auch vom Verlust des zweiten Satzes nicht beirren: "Ich wusste, dass ich noch Stunden weiterspielen kann, wenn es sein muss."

Trainerwechsel macht den Unterschied

Der Wechsel zu Trainer Jan de Witt und dessen Crew scheint sich auszuzahlen. "Sie geben mir einen guten Matchplan an die Hand, dem ich absolut vertraue. So kann ich auf und neben dem Court wichtige Energie sparen", berichtete Petkovic über die Strategie. Ihre dreiwöchige Vorbereitung im Dezember hatte die Fed-Cup-Spielerin bei de Witt in der Breakpoint-Base in Halle/Westfalen absolviert. Vor allen Dingen der Aufschlag ist sicherer und druckvoller geworden.

Die Zusammenarbeit mit dem Trainer des Weltranglisten-19. Gilles Simon eröffnet ihr ganz neue Perspektiven - vor allem in punkto geschlechtsspezifischer Selbsteinschätzung. "Wir Mädels hadern auch nach Siegen oft mit unserer Leistung. Die Jungs dagegen sehen bei sich viel mehr das Positive", berichtete Petkovic, die sich im ostwestfälischen Trainingslager auch mit dem introvertierten Simon austauschte. Und der Franzose scheint sich auch von der extrovertierten Hessin einiges abgeschaut zu haben: "Seitdem gibt er sich öfter mal die Faust auf dem Platz."

Petkovic mit Trainer im ständigen Austausch

Selbst die Tatsache, dass de Witt wegen seines Jobs bei Simon nicht immer mit Petkovic auf Tour gehen kann, wirkt sich nicht negativ aus. In Doha ist Coach Simon Goffin aus dem de-Witt-Team dabei. Der Belgier ist der Bruder des Weltranglisten-16. David Goffin. In Katar absolviert Petkovic auch immer wieder Fitness-Einheiten mit Physiotherapeut Dennis Beckermann, der sich mit Petra Winzenhöller abwechselt.

Petkovic, einst die Nummer neun der Welt, steht in ständigem Kontakt mit de Witt. "Jan ist ein unglaublich guter E-Mail-Schreiber." Schade nur, dass sie die schriftlichen Botschaften seit ein paar Wochen nicht mehr auf ihrem Lieblings-Laptop lesen kann. Einmal Schussel - immer Schussel.
Halbfinale in Doha: Andrea Petkovic ist wieder da

Andrea Petkovic
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post #588 of 599 (permalink) Old Feb 27th, 2016, 10:58 AM
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Re: Petko Articles & Interviews

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Originally Posted by Fury View Post
...Im Hotelzimmer musste sich Petkovic übergeben - vor dem Computer sitzend...
The way it's written and without any explanation it sounds as if puking from time to time seems to be nothing unusual for Petko.
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post #589 of 599 (permalink) Old Mar 14th, 2016, 07:52 AM
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Re: Petko Articles & Interviews

Doris Henkel:
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Andrea Petkovic wirkte nach ihrer Niederlage gegen Barbora Strycova (7:5, 4:6, 5:7) nicht verunsichert. Sie wusste, dass sie eine gute Chance gehabt hatte, dieses Spiel unter höchst unterschiedlichen Bedingungen zu gewinnen; es hatte bei Sonnenschein begonnen und war nach einem Regenschauer bei Wind und Dunkelheit zu Ende gegangen. Es sei „dumm gelaufen“, meinte sie hinterher. „Eine harte erste Runde mit Auf und Ab. Aber Matches wie dieses werfen mich nicht aus der Bahn; das kann ich so einordnen, abhaken und weitermachen.“

Die Verletzung im linken Oberschenkel, die sie sich in Doha im Halbfinale zugezogen hatte, hatte sich danach doch ein wenig komplizierter als gedacht herausgestellt. Deshalb war sie später als geplant in Indian Wells gelandet, mit weniger Trainingstagen in den Beinen. Und deshalb wird sie sich zeitig auf den Weg nach Miami machen, um dort mit ihrem Fitnesscoach noch ein paar Einheiten einzubauen.
https://www.ovb-online.de/sport/kerb...a-6207375.html
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Andrea Petkovic
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post #590 of 599 (permalink) Old Mar 29th, 2016, 03:12 PM
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Re: Petko Articles & Interviews

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Andrea Petkovic: Drei Stunden umsonst geschuftet

Das Turnier in Miami begann für die deutschen Frauen mit einer Enttäuschung: Andrea Petkovic musste sich in ihrem Auftaktmatch geschlagen geben.

SID | 26.03.2016

Andrea Petkovic verließ nach einem weiteren Marathonmatch bitter enttäuscht Court 8 im Crandon Park von Key Biscayne. Insgesamt zehn Punkte hatte die letztjährige Halbfinalistin mehr gemacht als ihre Gegnerin Caroline Garcia - am Ende behielt die Französin beim WTA-Turnier in Miami trotzdem mit 7:6 (7:5), 3:6, 7:6 (7:2) die Oberhand.

Für die an Position 21 gesetzte Petkovic war es die zweite Auftaktniederlage in Folge im amerikanischen Hartplatz-Frühling. In der kalifornischen Wüste von Indian Wells knapp zwei Wochen zuvor hatte sich die 28-Jährige in einer ebenfalls knapp dreistündigen Partie ganz knapp geschlagen geben müssen. Viel früher als erwartet muss "Petko" nun die Chaos-Metropole Miami verlassen, von der sich die vielseitig Interessierte auf so magische Weise angezogen fühlt. Als einzige deutsche Spielerin steht beim mit 6,84 Millionen Dollar dotierten Turnier auf der vorgelagerten Halbinsel Key Biscayne bislang Julia Görges (Bad Oldesloe) in der dritten Runde. Die 27-Jährige besiegte die ehemalige US-Open-Gewinnerin Samantha Stosur (Australien) mit 3:6, 6:1, 6:4.

Petkovic fehlt trotz des Trainerwechsels zu Jan de Witt Ende 2015 und einiger vielversprechender Ansätze momentan die Konstanz. Zumindest emotional fühlt sich die deutsche Nummer zwei stabiler als in der Vergangenheit. "Ich bin auf dem richtigen Weg. Matches wie dieses in Indian Wells zum Beispiel werfen mich nicht aus der Bahn - das war im letzten Jahr anders", sagte sie, die auch wirklich geduldiger wirkt. Doch im Duell mit der Weltranglisten-48. Garcia unterliefen "Petko" bei schwülwarmen Bedingungen zehn Doppelfehler, sie konnte nur sechs von 14 Breakchancen nutzen. Kein Wunder, dass die Hessin einmal den Schläger wutentbrannt auf den Boden schleuderte. Gegen die 22-jährige Französin hatte Petkovic bereits im Februar das Viertelfinale in Dubai verloren. Um kurz darauf beim Hartplatz-Turnier in Doha mit starken Leistungen und Siegen die Hoffnungen auf eine starke Saison zu wecken. Das Halbfinale in Katar gegen die Lettin Jelena Ostapenko hatte sie dann allerdings wegen einer Oberschenkelblessur aufgeben müssen.
Andrea Petkovic: Drei Stunden umsonst geschuftet | Südwest Presse Online
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post #591 of 599 (permalink) Old Apr 17th, 2016, 05:47 PM
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Re: Petko Articles & Interviews

Doris Henkel:

Sieg in Fed-Cup-Relegation: Ein Ritt auf der Rasierklinge - Mehr Sport - FAZ

Andrea Petkovic
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post #592 of 599 (permalink) Old May 27th, 2016, 05:46 AM
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Re: Petko Articles & Interviews

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Andrea Petkovic: Im Niemandsland

Auch in Paris kann Andrea Petkovic ihre Ergebniskrise nicht überwinden und scheidet frühzeitig aus. Petkovic kam zwar zu Chancen, aber sie konnte einfach nicht nachsetzen.

VON PETRA PHILIPPSEN

Noch bevor der erste Ball geschlagen war, diskutierte Julia Putinzewa bereits aufgeregt mit dem Schiedsrichter. Andrea Petkovic wartete geduldig an der Grundlinie, doch es dauerte einige Minuten, bis das Problem gelöst war. Denn Putinzewas Trainer Roman Kisiljanski hatte keinen Sitzplatz mehr gefunden. Und das kann leicht passieren auf den Außenplätzen in Roland Garros. Dort heißt es: Wer zuerst kommt, ergattert einen der wenigen Sitze auf den kleinen Tribünen. Die Zuspätkommer müssen sich am Zaun die Nasen plattdrücken. Eigentlich gibt es zumindest für den Spieleranhang ein paar reservierte Plätze, aber das ignoriert das französische Publikum stur. Am Ende wurde Kisiljanski ein Platz zugewiesen, zufrieden waren aber weder er noch seine Spielerin damit.

Petkovic hatte wohl gehofft, die kleine Episode würde ihre an Position 60 geführte Gegnerin aus der Ruhe bringen. Doch das Gegenteil passierte: Die 21 Jahre alte Kasachin überrollte Petkovic in dieser zweiten Runde der French Open mit 6:2, 6:2. Und so bleibt der Neuanfang für die deutsche Nummer zwei ein Stotterstart.

Putinzewa nahm Petkovic fünfmal den Aufschlag ab

„Das Positive ist, dass ich mich als bessere Spielerin fühle als im letzten Jahr“, sagte Petkovic und schränkte dann ein: „Aber das Negative ist, dass wir noch nicht die Ergebnisse haben, die wir uns vorstellen.“ Seit dem Winter arbeitet die Darmstädterin nun mit Jan de Witt zusammen, der als Headcoach die Breakpoint-Base im westfälischen Halle leitet. Doch bisher verlief Petkovic' Saison sehr durchwachsen, und Platz 31 der Weltrangliste ist nicht der Anspruch der ehemaligen Top-Ten-Spielerin. Nur ihr Halbfinaleinzug beim Turnier in Doha Ende Februar sticht bisher heraus, seither hatte Petkovic fünfmal ihr Auftaktmatch verloren. Nach dem frühen Aus beim Masters in Rom warf sie zudem ein fiebriger Infekt in der Vorbereitung auf Paris zurück, auf die Wildcard in Nürnberg in der Vorwoche musste sie daher verzichten. Nun blieb es auch in Paris bei nur einem Sieg, nachdem sie die erste Runde gegen die Britin Laura Robson noch souverän mit 6:2 und 6:2 gewonnen hatte.

Ihr Auftritt gegen die resolute und angriffslustige Kasachin wirkte dagegen unsicher und war von 31 leichten Fehlern eingetrübt. Besonders bei ihren Angriffsversuchen am Netz stand Petkovic oft verloren im sogenannten Niemandsland des Feldes und lud Putinzewa geradezu ein, sie nach Belieben rechts oder links zu passieren. Petkovic kam zwar zu Chancen, aber sie konnte einfach nicht nachsetzen. Putinzewa schon, insgesamt nahm sie Petkovic fünfmal den Aufschlag ab. Die Darmstädterin hatte ihre Gegnerin vorab schon ganz richtig eingeschätzt: „Sie ist eine verrückte Nudel auf dem Platz. Sie mag den großen Auftritt. Ich gucke ihr gerne zu.“

Petkovic' neuer Trainer De Witt gilt als Querdenker


Und ein bisschen war Petkovic dann auch zu sehr Zuschauerin in ihrem eigenen Match. Während sich Putinzewa nach jedem Punktgewinn mit Gesten und Geschrei hochpushte, zeigte Petkovic nur nach ihrem Rebreak im zweiten Satz zum 1:5 ein bisschen Feuer. Aber da war es schon zu spät. 2014 hatte sie bei den French Open noch das Halbfinale erreicht, doch von dieser Form ist die inzwischen 28-Jährige ein gutes Stück entfernt.

„Da will ich auch nichts schönreden, das erwarte ich besser von mir“, sagte Petkovic, „ich bin auf einem guten Weg, habe viele Dinge verbessert. Aber ich muss es im Match auch umsetzen.“ De Witt soll dabei helfen. Der gebürtige Bremer gilt als Querdenker in der Szene. Als einer, der sich viel Input aus anderen Sportarten zueigen macht. Besonders in der im Tennis noch wenig verwendeten Videoanalyse. „Da bin ich viel weiter, als die meisten meiner Kollegen“, sagt der 51-Jährige, „es ist ein Detail, das unsere Chancen verbessert.“ Dass sich Petkovic ihren Trainer mit dem Franzosen Gilles Simon teilen muss, ist für sie kein Problem. Sie fühlt sich rundherum wohl. Wenn da nur nicht die Ergebniskrise wäre. Der Tüftelfuchs de Witt ist nun gefordert.
French Open: Andrea Petkovic: Im Niemandsland - Sport - Tagesspiegel
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post #593 of 599 (permalink) Old May 27th, 2016, 05:58 AM
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Re: Petko Articles & Interviews

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Andrea Petkovic war einmal die Nummer neun der Welt. Ihr neuer Trainer Jan de Witt will ihr Spiel verändern - doch in Paris scheitert die ehemalige French-Open-Halbfinalistin bereits in der zweiten Runde.

Von Philipp Schneider, Paris

Eine "verrückte Nudel" sei Julia Putinzewa aus Kasachstan, hat Andrea Petkov am Dienstag über ihre Zweitrunden-Gegnerin bei den French Open erzählt. "Ich mag sie unheimlich gerne, weil sie sehr energetisch ist und die große Bühne liebt", sagte Petkovic noch. Das klang ein bisschen so, als beschreibe sie sich selbst. Oder zumindest jene Andrea Petkovic, die vor Jahren freudetaumelnd auf der Tour unterwegs gewesen war, die mancherorts Tänzchen des Glücks in den Sand gesteppt hatte. 48 Stunden später hatte Putinzewa, die 21-jährige Nummer 60 der Welt, Petkovic aus dem Turnier geworfen. Mit 6:2, 6:2, nach 96 Minuten. In der zweiten Runde war Petkovic in Paris zuletzt 2010 ausgeschieden. Alles okay, alles halb so wild, sagte Petkovic nach der Niederlage, sie habe in ihrer Karriere schon viel Schlimmeres erlebt als ein paar schlechte Ergebnisse nacheinander. "Da werde ich mich jetzt wieder rausarbeiten", sagte sie.

Und doch stellt sich nun die Frage: Sollte sich nicht alles zum Guten wenden nach dem Trainerwechsel im Dezember?
.
Ein Treffen mit Jan de Witt. Dem Mann, der seit sechs Monaten versucht, Petkovic in den Griff zu bekommen. Am Tag vor der Niederlage sitzt der 51-jährige Trainer im Spielerrestaurant, vor sich ein Salat mit Hühnchen. Eine halbe Stunde hat er Zeit, dann muss er wieder los. De Witt schaut so viele Matches wie möglich, er muss in Paris auch die Männerkonkurrenz im Blick haben, weil er zudem den Franzosen Gilles Simon betreut. De Witt sagt: "Die Sache ist komplex. Andrea ist eine starke, eine sehr eigene Persönlichkeit. In manchen Bereichen des Profilebens macht das die Arbeit schwieriger. Schwierig ist vor allem der Bereich: Geduld mit sich selber zu haben."

Andrea Petkovic ist 28 Jahre alt, sie war mal die Nummer neun der Welt, fünf Jahre ist das nun her. Und deshalb hatte sie im November die Geduld verloren, sie stand kurz davor, ihre Karriere zu beenden. Jedenfalls hat sie das so gesagt. Bei Petkovic weiß man ja nie so genau, wie ernst sie ihre Ankündigungen selber nimmt. Die Sache ist tatsächlich sehr komplex. Nach einer 0:6, 0:6-Niederlage gegen Carla Suárez Navarro in Zhuhai beschrieb sie einen sehr finsteren Gemütszustand. "Ich hasse derzeit mehr Teile meines Jobs, als ich andere mag. Als ich zu Hause war, habe ich mich wirklich glücklich gefühlt. Aber ab jener Minute, als ich wieder auf die Tour zurückgekehrt bin, war ich irgendwie deprimiert. So deprimiert, dass ich eigentlich überhaupt nicht aus dem Bett kommen wollte."

Ihr Wechsel zu de Witt in die Breakpoint-Base in Halle, Westfallen war wie eine Flucht. Wer, wenn nicht de Witt, der sich in der Szene einen blendenden Ruf erworben hat, würde Petkovic in den Griff bekommen? De Witt ist ein Tüftler, ein Statistik-Freak, einer, der seit Jahren riesige Datenmengen auswertet. Informationen von über 400 Spielern hat er archiviert, und ehe er Andrea Petkovic als Spielerin übernahm, hatte er auf der Profiebene nur Männer betreut. Nun muss er die Arbeit mit Simon und Petkovic gut koordinieren, de Witt verschickt regelmäßig Mails an die Spielerorganisationen WTA und ATP, damit bei keinem großen Turnier ein Match seiner Spieler parallel angesetzt wird.

Petkovic sei "nicht so eindimensional wie viele Profisportler"
De Witt wollte Petkovic nicht nur trainieren, weil er ihr noch immer einen Grand-Slam-Erfolg zutraut und auch eine dauerhafte Präsenz in der Top 10. Er wollte Petkovic trainieren, weil sie "nicht so eindimensional ist wie sehr viele Profisportler", das hat sie gemeinsam mit dem feingeistigen Simon. Und dann sagt de Witt diesen schönen Satz: "Andrea hat sehr viele Facetten. Ich finde es sehr reizvoll, sich mit den unterschiedlichen Teilen ihrer Persönlichkeit auseinanderzusetzen, die bei ihr fast immer mit rein spielen in den Sport." Eine tiefenscharfen Analyse war das, ein feines Psychogramm.

In den vergangenen Monaten setzte de Witt die unterschiedlichen Teile ihrer Persönlichkeit wieder zusammen. Zu einer Andrea Petkovic, die wieder Freude am Tennis empfinden konnte. "Er hat schon ein gutes Gefühl für Menschen", hat Petkovic nach ihrem Auftaktsieg in Paris erzählt. "Er weiß, dass bei mir die Lockerheit dazu kommen muss zu der Disziplin, die ich auch so in mir habe."

Vor zwei Jahren stand Petkovic in Paris noch im Halbfinale
Wenn diese Lockerheit fehlt, führt Petkovic' extreme Neigung zur permanenten Selbstreflexion, zur Selbstblockade. Insofern ist de Witt davon überzeugt, dass Angelique Kerbers überraschender Titelgewinn bei den Australian-Open auch Petkovic beflügeln wird. Irgendwann zumindest. "Andrea hat Angie oft genug geschlagen. Sie weiß, dass sie dieses Niveau auch spielen kann." Nur warten Petkovic und de Witt seit Beginn ihrer Zusammenarbeit noch auf einen großen Erfolg.

Elf Turniere hat Petkovic in diesem Jahr gespielt, sechs Mal schied sie in der ersten Runde aus, zuletzt auch bei den Vorbereitungswettbewerben in Madrid und Rom. Nur im Februar erlebte sie ein kleines Zwischenhoch, in Doha erreichte sie das Halbfinale, in Dubai das Viertelfinale. Und jetzt also: raus nach der zweiten Runde French Open, ihrem geliebten Major, wo sie 2014 noch im Halbfinale gestanden hatte.

De Witt hat in den vergangenen Monaten auch Petkovic' Spiel verändert. Er mahnt zur Geduld, langfristig wird ihr das helfen, auch wenn gegen Putinzewa der Matchplan nicht aufging. Eine Idee von de Witt ist, dass Petkovic mutiger und schneller serviert. Mehr freie Punkte soll sie so erhalten, das schont Kraft, auch wenn darunter die Aufschlagquote leidet. "Irgendwas muss man geben dafür", sagt de Witt. Sie serviere inzwischen "drei, vier, fünf Asse" in den Matches, hat Petkovic Anfang der Woche selbst zufrieden festgestellt. Gegen Putinzewa schlug sie null Asse und drei Doppelfehler. Aber daran lag es nicht, schon eher am Stellungsspiel. "Meine Beine waren nicht da", sagte Petkovic. "Und als sie dann endlich eintrafen, war es längst zu spät."

Petkovic soll "simpel spielen", fordert de Witt, "die Wucht ihrer Schläge nutzen". Simpel kann aber auch heißen, "dass sie mit Wucht auf Ziele spielt, die kürzer entfernt sind". Sie solle sich mehr zutrauen, mehr schwierige Schläge und direkte Punktgewinne suchen.
Doch all diese Pläne gingen diesmal nicht auf. Gegen Putinzewa unterliefen ihr 32 unerzwungene Fehler, nur zwei von zehn Aufschlagspielen brachte sie ins Ziel.

"Ich bin schon zufrieden, dass wir seit sechs Monaten eine relative Stabilität haben", sagt de Witt. Und so darf man das ja wirklich sehen. Petkovic ist relativ stabil.
Andrea Petkovic: Raus beim Lieblingsturnier - Sport - Süddeutsche.de
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post #594 of 599 (permalink) Old Jun 6th, 2016, 07:33 PM
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Re: Petko Articles & Interviews

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Das zweite Amateur-Profi-Tennisturnier von "Du musst kämpfen" ist am Samstag, 16. Juli, auf dem Geländes des TEC an der Nieder-Ramstädter Straße.

Zugesagt hat die Weltranglisten-Topspielerin und frühere Trainingspartnerin Jonathans, Andrea Petkovic. Gute Aussichten gibt es auf einstige Tennis-Größen wie Rainer Schüttler und Bernd Karbacher. Für Kinder sind Schnupperrunden mit den Profis geplant.
http://www.echo-online.de/lokales/da...n_16964851.htm
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post #595 of 599 (permalink) Old Jun 30th, 2016, 07:19 AM
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Re: Petko Articles & Interviews

Jörg Allmeroth
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"Es ist schon eine große Belastung, wenn das Wetter schlecht ist", sagt die Darmstädterin Andrea Petkovic, die in einem der wenigen regenfreien Zeitfenster schnell genug war, um ihren 3:6, 7:5, 6:2-Erstrundensieg gegen die Japanerin Nao Hibino sicherzustellen.

Spiele von vier Deutschen abgesagt

Genau vier Minuten dauerte der denkwürdige Blitzauftritt von Petkovic, die am Abend zuvor noch frustriert bei einer 5:1-Führung im dritten Satz von der Turnieranlage weggefahren war. "Das Blöde ist natürlich, dass du dich dauernd damit beschäftigst, dass du dann dieses eine fehlende Spiel so rasch wie möglich heimbringen willst", sagt Petkovic, "das erzeugt schon einen heftigen Druck.

Denn du weißt: Es soll wieder regnen, immer wieder über den ganzen Tag." Petkovic steht damit stellvertretend für viele Profis, die im Schmuddelwetter dieses Wimbledon-Jahrgangs auch gegen die Zeit kämpfen.

Bereits am Mittwochnachmittag sagte der All England Club die Partien von Angelique Kerber, Sabine Lisicki, Carina Witthöft und Anna-Lena Friedsam ab. "Da ist klar, dass der Stresspegel noch ein bisschen ansteigen wird", sagt Petkovic, die nach jahrelanger Rasenaversion wenigstens im Großen und Ganzen ihren Frieden mit Wimbledon gemacht hat. Und weswegen?

"Als ich nach meinen Verletzungen aus den Top 100 rausrutschte, hat mir Wimbledon als einziges der großen Turniere eine Wild Card gegeben", sagt die 28-jährige, "so etwas vergisst man nicht. Das war eine bewegende Geste." Wann sie das nächste Mal spielen wird, ist noch ungewiss im kühlen, nassen London. Aber ihre Gegnerin steht schon fest, es ist die Russin Jelena Wesnina. "Das wird hart", sagt Petkovic. So hart wie diese zehrenden Tage mit Stop-and-Go-Tennis überhaupt.
http://www.morgenpost.de/sport/artic...hren-Sieg.html
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post #596 of 599 (permalink) Old Jun 30th, 2016, 09:27 PM
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Re: Petko Articles & Interviews

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Es bleibt dabei: Für Tennisspielerin Andrea Petkovic gibt es in Wimbledon nichts zu holen. Am Donnerstag verabschiedete sich die Darmstädterin in Runde zwei aus dem Londoner Grand-Slam-Turnier.
Andrea Petkovic ist in Wimbledon in der zweiten Runde ausgeschieden. Die 28-Jährige unterlag am Donnerstag der Russin Jelena Wesnin glatt in zwei Sätzen. Die Darmstädterin war bei 5:6 im ersten Satz auf dem Rasen ausgerutscht. Nach einer Auszeit und medizinischer Behandlung spielte sie zwar weiter, verlor aber 5:7, 3:6.
Sofort waren die Erinnerungen an ihre zahlreichen Verletzungen da. "Ich weiß noch nicht, was es ist" sagte die Fed-Cup-Spielerin anschließend. "Ich habe Schmerzen an der Kapsel. Wenn es die Bänder gewesen wären, hätte ich aufgeben. So wollte ich wie ein Mensch verlieren und nicht wie eine Wurst aufgeben." Trotzdem erwägt Pektovic einen Einsatz im Doppel und Mixed. "Ich hoffe, ich kann mich wenigstens auf den Platz stellen."
http://hessenschau.de/sport/mehr-spo...ledon-100.html

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post #597 of 599 (permalink) Old Jul 17th, 2016, 11:40 AM
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Re: Petko Articles & Interviews

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"Ich bin schon aufgeregt"
Petkovic lebt ihren Traum von Olympia

Von Darmstadt nach Rio de Janeiro: Tennisprofi Andrea Petkovic blickt voller Vorfreude und Anspannung in Richtung Olympia und freut sich vor allem auf die vielen anderen Sportler. Einen Haken hat die Sache allerdings.
Beim Stichwort Rio de Janeiro denken viele Menschen umgehend an Samba, den Zuckerhut und die Copacabana. Die zweitgrößte Stadt Brasiliens lässt das Herz von Globetrottern höher schlagen und verursacht auch bei Tennis-Profi Andrea Petkovic umgehend einen schnelleren Puls. Der Grund für Petkovics temporäre Schnappatmung ist allerdings nicht die Aussicht auf einen Caipirinha am Strand, sondern die Teilnahme an den Olympischen Spielen. "Ich bin schon anders aufgeregt als bei einem normalen Turnier", sagte die Darmstädterin dem hr-sport. "Die Vorfreude ist groß."
Klassenfahrt-Feeling
Petkovic wird in Rio erstmals überhaupt in ihrer Karriere an Olympia teilnehmen und gemeinsam mit vielen anderen Sportlern im olympischen Dorf wohnen. Eine Tatsache, auf die sie sich beinahe ebenso freut wie auf den ersten Aufschlag. "Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das so ist mit den anderen Athleten und anderen Sportarten. Ich bin sehr gespannt, wie das wird", sagte sie. "Ich weiß nicht, was mich da erwartet."
Ganz genau weiß die 28-Jährige hingegen, dass sie bis zu ihrem ersten Match noch hart arbeiten muss, damit sie aus ihrem gelebten Olympia-Traum nicht schon nach einem Spiel wieder aufwacht. Stolze fünf Stunden steht sie deshalb derzeit täglich auf dem Trainingsplatz und feilt an ihrer Technik und der körperlicher Verfassung. Kraft bolzen, Kondition verbessern, Schläge üben. Petkovic überlässt nichts dem Zufall. "Ich versuche fit zu sein und ein paar Dinge in meinem Spiel zu verändern", sagte sie.

Christus muss warten

Vor allem die Laufeinheiten gehören dabei allerdings nicht wirklich zu den beliebtesten Hobbys von Petkovic, die deshalb auch auf die zusätzliche Motivation durch Musik setzt. Aus ihren Kopfhörern dröhnt Indie-Rock, wie sie verriet: "Ich höre immer Musik beim Laufen, das hilft mir extrem. Ich bin da nämlich nicht besonders gut drin."
Neben der anstrengenden Vorbereitung gibt es allerdings noch eine zweite negative Seite der olympischen Spiele. Denn Petkovic wird aufgrund des engen Terminplans keine Zeit für etwas Sightseeing finden. "Ich würde mir sehr gerne etwas angucken, aber das wird wohl leider unmöglich sein. Ich reise an, spiele – und reise wieder ab", sagte sie. Komplett verzichten will sie auf ein Selfie mit der Christus-Statue aber nicht. "Ich würde sowieso gerne noch einmal nach Südamerika reisen. Das steht dann auf der Liste für die Zeit nach meiner Karriere."
Petkovic lebt ihren Traum von Olympia | hessenschau.de | Mehr Sport
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Re: Petko Articles & Interviews


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Von Marc Schüler
„DU MUSST KÄMPFEN“ Andrea Petkovic und andere Tenniscracks im Einsatz / Spenden in Höhe von 110 000 Euro

BESSUNGEN - Für die Hobbysportler ist es wie schon bei der Premiere im vergangenen Jahr eine besondere Freude, zusammen mit Darmstadts Tennisstar Andrea Petkovic spielen zu dürfen: 16 aktuelle und frühere Tennisgrößen sowie 21 Amateure waren am Samstag auf der Anlage des TEC Darmstadt beim Charity-Turnier „Du musst kämpfen“ im Einsatz für den guten Zweck. Die sympathische Lokalmatadorin erfüllt diese Aufgabe gerne, ist es für sie eine Herzensaufgabe, das Andenken an ihren im März an Krebs verstorbenen Freund Johnny Heimes zu bewahren.

Andrea Petkovic bat auch um Verständnis, dass hauptsächlich ehemalige Tennisprofis wie Davis-Cup Sieger Bernd Karbacher, Davis-Cup Teilnehmer Alexander Waske oder Oliver Groß, Lars Koslowski und Patrick Baur nach Darmstadt kamen – und keine etwa ihrer Fed-Cup-Teamkolleginnen. „Es gibt derzeit in den USA einige große Turniere, zudem bereiten wir Tennisspieler uns auf Olympia vor“, erklärte die 28 Jahre alte Darmstädterin, die selbst für die Spiele in Rio de Janeiro nominiert ist.

Sieben oder acht Spiele bis zum Abend

Spielen Profis in solchen Begegnungen mit angezogener Handbremse? „Unsere Amateure hier sind gut, da kann ich richtig spielen. Auch wenn ich natürlich nicht ständig alles gebe, nur ab und zu zeige ich auch mal, wie schnell wir bei den Profis spielen“, erzählt Petkovic augenzwinkernd und fügt hinzu: „Es ist ein sehr emotionaler Tag für mich. Aber es ist toll, dass sein Werk hier fortgeführt wird“, sagte sie mit Blick auf Johnny Heimes.

Die im Doppel gespielten Paarungen wurden ausgelost, sodass möglichst viele Teilnehmer in den Genuss kamen, mit oder gegen Andrea Petkovic zu spielen. Während alle Amateure fünf Spiele garantiert absolvierten, mussten die Cracks ein wenig häufiger auf den Platz. „Ich werde heute Abend sieben oder acht Spiele gemacht haben“, wusste Petkovic schon am Mittag. Zu kurz kam für sie der Spaß dabei jedoch nicht.

Auf dem Platz spricht sie Lob aus für gute Ballwechsel für und Aktionen ihrer Mitspieler und auch der Gegner, feuert an und gibt Tipps, interessiert verfolgt von den zahlreichen Zuschauern auf der Anlage. Und ist einmal Pause, dann steht der Darmstädter Tennisprofi immer wieder für einen Plausch, für Autogrammwünsche und gemeinsame Fotos bereit. Die jungen Petkovic-Fans Luc, Leny und Helena nutzten diese Gelegenheit und freuten sich über die Begegnung mit ihrem Vorbild.„Sie ist ja voll nett und spielt ganz toll Tennis“, schwärmte Leny und posiert mit dem Tennisstar für ein Selfie. „Und sie war mit Johnny Heimes befreundet, den habe ich auch mal kennengelernt“, erzählt sie.

Schnuppertraining mit Zoran Petkovic

Natürlich war das Trio am Nachmittag auch bei dem von Zoran Petkovic organisierten und von Trainern aus dem Verein geleiteten Schnuppertraining dabei. „Dann können die Kinder selber mitspielen und etwas lernen und nicht nur zusehen“, erklärte der Vater von Andrea Petkovic den Grundgedanken hinter diesem Angebot. Weiterhin konnten Kinder und auch Erwachsene sich mit dem Juniorenweltmeister am Tischkicker, Felix Droese, in einer Partie messen.

Großer Gewinner des Tages ist der gute Zweck. Johann von Keussler, Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH „Du musst kämpfen“, konnte am Abend bei der gemeinsamen Feier 110 000 Euro an Spenden übergeben. 45 000 Euro bekommt das Palliativteam Südhessen, das die Versorgung todkranker Menschen übernimmt. 70 000 Euro gehen an die Uni Frankfurt zur Unterstützung der supportiven Sporttherapie. Dort können ambulant behandelte Kinder während ihrer Chemotherapie begleitend ein Sportangebot wahrnehmen. 200 000 Euro Spende hat sich die „Du musst kämpfen“ GmbH als Jahresziel gesteckt. Der Tennistag ist dabei das wichtigste „Marketinginstrument“.

„Unser Ziel ist es, nachhaltige Versorgungsmöglichkeiten zu schaffen“, erklärt von Keussler. Dass so viele Spenden zusammengekommen sind und zahlreiche Menschen den Weg auf die Anlage des TEC fanden, freut ihn sehr. „Viele haben nicht gedacht, dass wir es schaffen, ohne Johnny erfolgreich weitermachen zu können. Aber wir fühlen uns auch verpflichtet, weiterzumachen, ganz getreu Johnny’s Motto ,Jetzt erst recht‘.“


GEDANKEN AN JOHNNY HEIMES UND EIN KORB FÜR ANDREA PETKOVIC
Tagsüber war Tennis, abends war Party angesagt. Der VIP-Pavillon am Böllenfalltor war Schauplatz des zweiten Teils der Wohltätigkeits-Veranstaltung „Du musst kämpfen“. Rund 200 Gäste brachten sich mit ihrem Besuch, aber vor allem mit ihrer stattlichen Teilnahmegebühr für den guten Zweck ein, den Johnny Heimes selbst angestoßen hatte. In Bildern und Gedanken war der im März an Krebs gestorbene frühere Tennis-Hessenmeister den ganzen Tag präsent. „Dieser Aktionstag wird bei uns immer ein Heimspiel haben“, erklärte Lilien-Vizepräsident Markus Pfitzner, der selbst aktiv auf dem Tennisplatz war und dessen Sohn Nic Platz zwei im Turnier belegte. Siegerehrung, Live-Musik und Spendenübergabe als emotionaler Höhepunkt des Abends gehörten ebenso zum Programm wie launige Interviews von Moderator Wolf-Dieter Poschmann mit prominenten Gästen wie Lilien-Trainer Norbert Maier, Ex-Tennisprofi Bernd Karbacher und natürlich Andrea Petkovic. Die Tennisspielerin bekam von Johnny Heimes‘ Vater Martin einen Korb – gefüllt mit schwarz-rot-goldenen „Dumusstkämpfen“-Armbändchen als Motivationsschub für die deutsche Olympiamannschaft in Rio. (arc)
Gewinner ist der gute Zweck
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Andrea Petkovic
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Re: Petko Articles & Interviews

Voller Ungewissheit Richtung Rio


DARMSTADT - "Nicht gut". Mehr will Andrea Petkovic eigentlich nicht sagen zu ihrer sportlichen Halbzeitbilanz dieser Saison. Eine Matchstatistik von 15:16 passt nun mal nicht zu den Ansprüchen einer Profisportlerin, die nach überwundenen Selbstzweifeln mit viel Elan ins neue Jahr gegangen ist. Nach einem passablen Beginn in Asien und Australien ging es aber stetig bergab bis auf Platz 39 der Weltrangliste.

Andrea Petkovic ist aber auch Tennisprofi und vor allem Mensch genug, ihre Lebensqualität nicht auf den Erfolg auf dem Tennisplatz zu reduzieren. Das Schicksal eines guten Freundes ist ihr dabei die beste Hilfe, um sich zu erden: Jonathan Heimes, der wie sie selbst zu Jugendzeiten ein Tennis-Ass war, aber mit nur 26 Jahren einen unermüdlich geführten Kampf gegen den Krebs verlor.

"Er hat uns diese Einstellung zum Leben mitgegeben: Egal was passiert - es kommt auf dich an, ob du dich unterkriegen lässt oder weiterkämpfst", erklärte Andrea Petkovic am Rande eines Gastspiels auf der Anlage, die quasi der sportliche Spielplatz ihrer Kindheit war. Auf den Tennisplätzen des TEC Darmstadt war sie am Samstag bei der Tennis-Trophy im Einsatz, mit der weiter Geld gesammelt werden soll für Einrichtungen, die sich um krebskranke Kindern kümmern. Motto eben: "Dumusstkämpfen".

Bei allem Ernst des Themas ein willkommener Spaß auch für eine Profispielerin, für die am Mittwoch der Job mit dem Flug nach Montreal weitergeht. Nach dem Turnier in Kanada geht es dann aber auch schon direkt zum nächsten Ort, der eine besondere Abwechslung zur jahrelang gewohnten Tour darstellt: Rio de Janeiro. Andrea Petkovic hat es trotz der durchwachsenen Saison geschafft, sich ihren olympischen Traum zu erfüllen.

Den will sich die 28-Jährige auch nicht von einer kleinen Fliege zerstören lassen. "Ganz ehrlich muss ich zugeben: Ich habe versucht, das auszublenden, weil ich mich so auf Olympia freue", sagt Petkovic mit Blick auf das Zika-Virus, wegen dem zuletzt die Weltranglisten-Fünfte Simona Halep ihre Teilnahme in Rio abgesagt hat. "Aber ich werde mich vorher schon noch informieren, denn ich kann ja nicht einfach blindlings da hinfahren", schiebt Andrea Petkovic nach.

Aber die Zika-Fliege ist nicht der einzige Grund für Ungewissheit vor der olympischen Premiere. "Ich weiß nicht, was mich erwartet, aber ich bin total aufgeregt", schildert die Darmstädterin ihre aktuelle Gefühlslage: "Ich bin total gespannt, wie es ist im Olympischen Dorf, ob ich andere Sportarten sehen kann, wie nah alles beieinander ist..." Sie hofft zumindest, dass die Tennisspieler näher am Geschehen dran sind als in London, wo sich alles in Wimbledon und damit fern des olympischen Zentrums abspielte. Sportlich hat Andrea Petkovic zwei Chancen: im Einzel und im Doppel zusammen mit Angelique Kerber.

Sollten die Ergebnisse eher in zur knapp formulierten Halbzeitbilanz passen, so wird sie in Rio sicher viele und schnelle Möglichkeiten zur Frustbewältigung finden. Aber auch die Erinnerungen an Johnny Heims liefern ihr neben der Trauer auch Trost und Stärke. Zur engen Verbundenheit über den Tod hinaus schildert Andrea Petkovic ein "absurdes Erlebnis" aus Indian Wells. Beim dortigen Turnier war sie drei Tage nach dem Tod ihres Freundes in der zweiten Runde ausgeschieden: "Ich hatte verloren, war fix und fertig, sauer und traurig. Ich bin abends in ein Restaurant gegangen, wo man einen Kassenzettel bekommt, mit dem man dann seine Sachen abholt. Neun ist meine Lieblingszahl, weil ich am 9.9. Geburtstag habe. Ich habe mich hingesetzt und dann zufällig auf den Zettel geguckt, auf dem der Name der Bedienung stand: Er hieß Johnny und daneben stand die Nummer 999. Da hatte ich natürlich erst einmal Tränen in den Augen. Das war für mich ein Zeichen."

http://www.echo-online.de/sport/nati...o_17097133.htm
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